{"id":18,"date":"2023-10-24T23:15:50","date_gmt":"2023-10-24T21:15:50","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/tutoriumcsee\/?p=18"},"modified":"2023-10-24T23:15:50","modified_gmt":"2023-10-24T21:15:50","slug":"vielleicht-gruende-ich-morgen-eine-schaf-farm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/tutoriumcsee\/2023\/10\/24\/vielleicht-gruende-ich-morgen-eine-schaf-farm\/","title":{"rendered":"Vielleicht gr\u00fcnde ich morgen eine Schaf-Farm"},"content":{"rendered":"<p>Letzte Woche haben wir in einer Vorlesung \u00fcber Fremde gesprochen, und ob wir uns fremd f\u00fchlen w\u00fcrden. Ich habe vorher nie so dar\u00fcber nachgedacht, weil ich es glaube ich als selbstverst\u00e4ndlich angesehen habe, dass alles hier fremd sein wird. Nicht unbedingt auf eine negative Art und Weise,\u00a0 sondern einfach&#8230;als neutraler Zustand. Am Anfang war es etwas \u00fcberw\u00e4ltigend alles neu kennen lernen zu m\u00fcssen und vorallem auch, so viele neue Leute zu treffen, aber es ist auf eine gewisse Art und Weise auch sehr aufregend. Neue Freunde finden, neue Hobbys ausprobieren, vielleicht ein neues Lieblingscaf\u00e9 finden (ich bin immernoch auf der Suche, also nehme ich gerne Empfehlungen entgegen)! Allerdings ist es gleichzeitig manchmal auch sehr demotivierend, wenn bestimmte Dinge nicht so klappen oder sind, wie man es sich vielleicht gedacht hat. Und auch, wenn sich einige Dinge schon seltsam vertraut anf\u00fchlen &#8211; der Supermarkt um die Ecke, meine Bushaltestelle, oder meine WG-K\u00fcche &#8211; brauche ich morgens doch immer noch einen kurzen Moment um zu wissen wo ich bin.<\/p>\n<p>Vor ein paar Tagen, hatte ich einen sehr merkw\u00fcrdigen out-of-body Moment mit der Realisation, dass mein Leben wirklich meins ist. Dass ich alles entschieden kann, egal ob gut oder schlecht, das machen kann was ich m\u00f6chte &#8211; oder auch nicht was ich nicht m\u00f6chte. Und dass ich die Verantwortung daf\u00fcr habe (kann man es glauben, f\u00fcr mein ganzes eigenes Leben!?). Denn am Ende betrifft es in den meisten F\u00e4llen doch dann nur mich.<\/p>\n<p>Ich k\u00f6nnte zum Beispiel morgen entscheiden, nach Neuseeland auszuwandern. Oder eine H\u00fctte in einem Wald zu bauen und ein Einsiedler Leben f\u00fchren (zumindest wenn ich w\u00fcsste, wie man eine H\u00fctte baut, aber dieses Detail ignorieren wir bitte einmal kurz). Und selbst, wenn ich morgen nicht entscheiden sollte einer Sekte beizutreten oder eine Schaf-Farm zu gr\u00fcnden, sondern vielleicht einfach nur, ob ich an meinem freien Nachmittag lieber einen Kuchen backen, oder dieses eine Buch lese, oder einen online Kurs zum H\u00fctten bauen mache, f\u00fchlt es sich schon manchmal wie eine gro\u00dfe Aufgabe an sich zu \u00fcberlegen, was man mit seinem Leben oder zumindest seiner Freizeit erstmal anfangen m\u00f6chte, was einem wichtig ist, oder mit welchen Menschen man seine Zeit verbringen will.<\/p>\n<p>Denn ich habe festgestellt, dass es zwar gar nicht so schwer ist, sich wie bei einer kleinen Pflanze um all seine Grundbed\u00fcrfnisse zu k\u00fcmmern, aber alles drum herum sich manchmal sehr gro\u00df anf\u00fchlen kann &#8211; f\u00fcr so eine kleine Pflanze.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzte Woche haben wir in einer Vorlesung \u00fcber Fremde gesprochen, und ob wir uns fremd f\u00fchlen w\u00fcrden. 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