Autor: Sammer

Eigentlich habe ich schon genug Einträge gemacht, aber ich hab trotzdem noch Lust weiterzuschreiten

Wie im Titel schon zu sehen, mache ich noch einen Blogeintrag, obwohl ich die 6 schon fertig habe. Dafür, dass ich das ganze so vor mir hergeschoben habe, macht es mir jetzt mittlerweile unglaublichen Spaß. Und das Thema für diesen Blog ist tatsächlich meine Heimat Pakistan.

Pakistan ist ein sehr vielfältiger Ort von dem wir in der westlichen Welt kaum etwas mitbekommen und wenn dann sind es nur sehr einseitige Berichterstattungen. Von wegen es sei sehr gefährlich und man sollte dort lieber nicht hinreisen. Und es schmerzt mich sehr, wenn Menschen so über ein Land denken und sich vereinnahmen lassen, wenn es dort doch ganz anders aussieht.

Ich sag immer, dass ich die Hälfte meines Herzens in Pakistan zurückgelassen habe. Ich habe immer ein Verlangen nach meiner Heimat. Denn dort ist schließlich meine gesamte Familie. Hier in Deutschland sind nur meine Mutter, mein Vater und mein Bruder bei mir. Aber dort warten so viele Menschen auf mich, die mich sehr lieb haben. Es gibt viele Dinge, die ich dort liebe. Es ist das Haus meiner Großmutter, wo wir dann auch immer wohnen. Sehr viele Erinnerungen sind an diesem Ort entstanden. Ich liebe auch die Atmosphäre vor Ort einfach. Wenn man morgens aufsteht und zusammen auf dem Boden sitzt und sein Frühstück isst, danach das Haus putzt und kocht. Am Mittag, dann erneut gemeinsam isst und danach den Nachmittagsnap macht. Ich liebe es dort im Balkon auf die Straße zu gucken oder in den Himmel, weil es sich nostalgisch anfühlt. Und am besten ist es, wenn man dabei noch den Gebetsruf hört. Nichts auf der Welt beruhigt mich so sehr wie der Gebetsruf. Und am Abend kommen dann immer unangekündigt Verwandte und Freunde vorbei, mit denen man sich auf dem Dach unterhält unter dem Sternenhimmel. Ich kann davon einfach nicht genug kriegen. Natürlich machen wir auch viele Unternehmen. Mal geht es in die Mall oder zum Bazar, ans Meer oder in eine Freizeiteinrichtung. Aber meine liebste Beschäftigung ist es gegen 22 Uhr mit unterschiedlichen Familienmitgliedern loszufahren und irgendwo essen zu gehen und im Anschluss gemeinsam bei jemanden zu übernachten. Wir haben dort echt ein schönes Nachtleben. Vor allem während Ramadan verschieben sich die sozialen Aktivitäten in den Abend und in die Nacht hinein, weil dann auch viele Läden nachts über auf haben.

Das waren jetzt einige Dinge, die ich erlebt habe und besonders mag an Pakistan, aber natürlich gibts noch viel mehr zu entdecken, vor allem für Touristen. Als Tourist in Pakistan kannst du dich über eine Sache sehr freuen und das ist, dass die Menschen seht gastfreundlich und herzlich zu Touristen sind. Das geht so weit, dass sie dich in Restaurants nicht zahlen lassen oder überall mit einladen wollen und dir bei Schwierigkeiten helfen. Das liegt daran, dass sie sich sehr geehrt fühlen, dass Leute ihr Land besuchen und einen Gast behandelt man besonders gut. Diese Gastfreundschaft kommt daher, dass die meisten Menschen in Pakistan Muslime sind und im Islam der Gast sehr gut zu behandeln ist.
Eine weiter Sache die Pakistan zu bieten hat ist die wunderschöne Natur. Die meisten wissen es nicht, aber Pakistan hat einer der schönsten Gebirge der Welt, die mit den Alpen mithalten können. Vor allem Kashmir ist ein Ort der als Teil vom Paradies beschrieben wird, da es so idyllisch dort ist. Wir haben wunderschöne Wälder und Wasserfälle im Norden. Außerdem gibts den schönsten See den man sich vorstellen kann, weil er eine kräftige türkise Farbe hat. Googlet gern nach Attabad Lake und lasst euch bestaunen. Wenn man dann weite in den Süden geht, findet man in Balochistan eine wunderschöne Wüste und das Meer. Die Natur ist so überwältigend, dass man echt erstaunt und berührt ist was für wunderschöne Dinge Gott erschaffen hat.

Natürlich gibts auch Städte, die auf jeder Bucket List mit draufstehen müssen. Beispielsweise gibts die Stadt Lahore, die wunderschöne Mughal Architektur aufzuweisen hat. Vor allem die Badshahi Moschee ist ein Meisterwerk der Architektur. Islamabad ist die Hauptstadt des Landes und dort findet man weitere Moscheen und wunderbare Natur, viele Museen und schöne Infrastruktur. Ich komme aus Karachi und unsere Stadt punktet mit dem Meer an dem sie liegt und dem unglaublich leckeren Essen.

Darüberhinaus hat Pakistan viel Kultur zu bieten. Es gibt sehr viele ethnische Gruppen mit ihren eigenen Sprachen, Kleidern, Gerichten, Traditionen, Geschichten, Musik und Religionen. Und trotzdem sind sie ein Pakistan und lieben das auch aus tiefsten Herzen. Als Tourist kann man dort unglaublich viele Dinge erleben und wird sich in eine Welt verlieren, die man vorher noch nie zu sehen bekommen hat.

Viele Reiseblogger haben in den letzten Jahren auch realisiert, was Pakistan eigentlich für ein Land ist, jenseits der westlichen Medienlandschaft. Mittlerweile findet man viele Vlogs von Pakistan. Mein liebster Blogger wären da Jay Palfery. Es lohnt sich auf jeden Fall bei ihm vorbeizuschauen.

Ich hoffe sehr, dass ich einen kleinen Einblick in meine Heimat geben konnte und damit auch die eigenen Vorstellungen erweitern konnte.

Warum Perfektionismus für mich keinen Sinn ergibt

Perfektionismus ist für mich etwas was ich nie wirklich nachvollziehen konnte. Der Gedanke, dass man sich mental dauerhaft in die Ruinen treibt, nur um ein gewisses Resultat zu erlangen, war für mich immer fragwürdig. Das „perfekte“ Resultat war es für mich einfach nie wert, dass ich meine mentale Gesundheit dafür opfere. Aber es gibt viele Menschen die genau das tun und am Ende unter totalen burn out leiden.
Es fängt schon in der Schule an. Man hat gute Noten zu schreiben, weil man sonst sitzen bleibt oder die Abschlussnote nicht ausreicht, um später etwas bestimmtes studieren zu können oder eine gewisse Ausbildung zu machen. Der gesellschaftliche Druck ist es, der die Menschen dazu bewegt, sich in diesen Teufelskreis zu begeben, weil das ganze System darauf basier. Vor allem, weil die Welt vom Kapitalismus regiert wird, sind die Menschen Sklaven des Systems geworden, da man immer den maximalen Profit herausschlagen muss. Das findet man dann im Berufsleben wieder. Die Menschen werden also zu Perfektion getrieben. Man muss mehr und mehr tun. Man muss besser sein und besser werden, sonst ist die eigene Arbeit wertlos.

Vor allem, dass viele Menschen ihren Wert oder den Wert ihrer Arbeit mit perfekten Ergebnissen beweisen wollen, ist für mich das schlimmste was die moderne Welt erschaffen hat. (Die Suizidrate in Japan und Süd Korea ist so hoch, weil immer unmögliches von Schülern und Arbeitenden verklangt wird.) Viele leiden auch unter Minderwertigkeitskomplexen und versuchen mit „perfekten“ Ergebnissen diese zu kompensieren, aber wen will man denn eigentlich was vormachen? 1. Es wird immer mehr und mehr von einem verlang, 2. Es wird immer jemanden geben der besser ist, als man selbst, 3. Egal was du machst, nicht jeder wird mit dir zufrieden sein. Man kann es einfach niemanden recht machen, aber trotzdem fällt die gesamte Gesellschaft auf diese Masche rein.

Was ich mir wünsche, ist dass man die Mühen einer Person mal wertschätzt, egal was für ein Ergebnis dabei rauskommt. Denn seine Zeit und seine Kraft in etwas reinzustecken, ist immer etwas bewundernswert, egal welches Ergebnis dabei rauskommt. Und das fehlt definitiv in unserer Gesellschaft.

Eine Sache habe ich über die Zeit realisiert und das ist, dass Perfektion auf diesem Planeten nicht existiert. Die Leute tun so als würde es Perfektion geben, einfach um andere Menschen zu kontrollieren und um diese auszubeuten. Aber wenn man genau darüber nachdenkt, gibts keine richtige Definition dafür, weil die Gesellschaft sowieso immer mehr von dir will. Also warum soll ich dann etwas anstreben was sowieso nicht existiert? Wichtiger ist es sein Bestes zu geben ohne sich selbst damit kaputt zu machen. In seinem eigenen Tempo, mit Fehlern auf dem Weg und mit Wertschätzung seiner eigenen Mühen, denn wir sind keine Maschinen, sonder Menschen. Man sagt doch immer, das kein Mensch Perfekt und fehlerfrei ist, also warum lebt man dann nicht nach dieser Erkenntnis? Perfektion liegt bei Gott und nicht bei uns Menschen und deshalb hat Perfektionismus für mich niemals Sinn ergeben.

(SL) Die Killerschere

09-50-M1-T2: Tutorium 2 zu „Einführung in die Ethnologie“ | Tutor: Ben Baumgarten | WiSe 2023 | 6298396 | Sammer Ishaq | Freitext

 

01:30 Uhr und ich weiß nicht mehr wer ich bin, wo ich bin, welches Jahr wir haben und was eigentlich passiert ist. Das einzige was ich weiß ist, dass ich verschwitz bin und und ich nichts sehen kann. Langsam fährt mein Gehirn hoch „Ach stimmt, ich bin wohl weggepennt.“ Kein Plan wann genau, aber ich war sehr erschöpft, also hab ich mich ins Land der Träume begeben und meine Mutter hat dann wohl auch das Licht aus gemacht.
Ich stehe auf und setzte mich an meinen Tisch. Mache die Nachtischlampe an und nehme mir mein IPad und schaue mir paar YouTube Videos an. „Merkwürdig“ denke ich mir, „Warum sieht das Layout so komisch aus?“. Irgendwie war alles Pink, aber ich hab’s dann doch nicht mehr hinterfragt. Meine Aufmerksamkeit lenkt mich dann auf meine Haare. Mir fällt auf, dass sich etwas Spliss gebildet hat. Der letzte Haarschnitt ist schon etwas her, also hole ich meine Friseurschere raus.
Sie ist schwarz und hat eine matte Oberfläche. Wenn man sie nutzt hört man ein scharfes Geräusch. Und sie ist auch außerordentlich scharf. Als ich mir früher damit den Pony getrimmt habe und nicht aufgepasst habe, hab ich mir oftmals in den Finger geschnitten und ne ordentliche Ladung Blut kam raus. Seitdem ich aber meinen Pony rauswachsen lasse, kommt die Schere gar nicht mehr zum Einsatz. Also fange ich an mir einige Strähnen zu nehmen und nach Spliss zu suchen.
Schnip und Schnap sind die einzigen Geräusche, die den Raum füllen. Da es Nacht ist höre ich das Geräusch intensiver. Langsam schneidige ich den Spliss immer rhythmischer ab, fast wie das Ticken einer Uhr. Es ist so periodisch, dass man schon hypnotisiert wird. Meine gesamte Aufmerksamkeit ist konzentriert auf dieses Geräusch „Schnip, schnap, Schnip, Schnap“. So sehr, dass ich den Tinnitus denn ich auf beide Ohren habe, gar nicht mehr höre. Das geht jetzt schon locker ne halbe Stunde so, bis ich etwas lautes höre „SCHNIP“. Und auf einmal halte ich ne ganze Strähne in der Hand. Vor Schock stehe ich von meinem Stuhl auf. Eine dicke Strähne ist ab, aber ich hab doch ganz vorsichtig geschnitten, doch plötzlich spüre ich nen Impuls der meine Hand dazu verleitete einfach zu machen. Aber ich war das doch gar nicht. Mein Blick wandert von den Haaren in meiner linken Hand, auf die Schere in der rechten. Langsam glaube ich, dass die Schere einfach meine Hand gesteuert hat. Aber wie soll das denn bitte gehen? In ihr stecke doch kein Stück Leben. Oder ist sie vielleicht beleidigt, dass ich sie so lang nicht genutzt habe?
Ich setzte mich wieder und überlege, da nun plötzlich 10 cm ab sind,  muss ich die restlichen Haare auch abschneiden. Aber als ich gerade ansetzen wollte, höre ich wieder ein lautes schneiden „SCHNAP“. Eine weitere lange Strähne ist ab. Langsam reicht es mir. Ich versuche die Schere aus der Hand zu legen, aber es klappt einfach nicht. Meine findet kleben einfach an ihr. Und plötzlich überkommt es mich. Die Hand bewegt sich von selbst und schneidet mir eine Strähne nach der anderen ab. Aber es ist nicht meine Hand, sonder die Schere die sie scheuert. Bei der ganzen Prozedur bleibe ich verrückter weise einfach   ruhig sitzen, obwohl ich doch eigentlich vor Panik zu meiner Mutter laufen sollte.
Mittlerweile liegen mehr Haare am Boden, als sie auf auf meinem Kopf sind. Zwischendurch sehe ich noch ein Stück Ohr, was ich mir mit abgeschnitten habe, weil meine Hand völlig außer Kontrolle ist. Und trotzdem sitze ich hier ruhig dar. Währenddessen schaue ich mir due Schere genau an. Sie sieht aus wie jede andere Schere auch, doch man verspürt eine Aura die von ihr ausgeht, als wäre sie am Leben. Dann aber geschieht es endlich. Die Schere fällt einfach aus der Hand. Nun stehe ich auch endlich auf und gehe zu meinem Spiegel. Eine unschöne Friseur ist zu sehen und Blut läuft mir den Hals hinunter. Das ganze ich echt nicht mehr zu retten. Ich denke mir einfach, dass ich schlafen gehen sollte und mich um den Rest morgen kümmere kann. Nichtmal das Ohr will ich verarzten. Und so lege ich mich völlig erschöpft ins Bett und bin dabei einzuschlafen.

Gerade als ich einschlafen wollte, wache ich jedoch wieder auf. Ich bin verschwitz, aber diesmal ist es nicht dunkel. Die Sonne scheint durchs Fenster. Ich greife mir verwirrt an den Kopf und stelle fest, dass alle Haare noch da sind. „Ein Traum also…“ war ja auch zu komisch um war zu sei. YouTube war ja am Anfang pink, der Tinnitus war nicht zu hören und ich blieb viel zu ruhig. Und natürlich sind Gegenstände doch alle leblos. Die Schere selbst empfinde ich schon als gefährlich, weil ich mich damit schon oft in den Finger geschnitten habe. Vielleicht habe deshalb davon geträumt.
Aber eine Sache wundert mich dann schon. Wenn ich doch nur geschlafen habe, warum liegt dann die Schere in meiner rechten Hand?

Meine Top 10 Spongebob Folgen

Dieser Beitrag ist mal was Anderes. Ich möchte hier mal kurz auf meine Kindheit zurückblicken und diese zelebrieren, da ich mich echt glücklich schätzen kann, mit den besten Kinderserien aufgewachsen zu sein. Ob es jetzt Winx, Kim Possible oder Digimon war, die meisten Serien hatten einen guten Plot und eine schöne Message zu vermitteln.

Da ich chronisch vor dem Fernseher saß, gab es eine Serie, die ich unzählige Male gesehen habe, da diese bis heute noch ständig wiederholt wird. Die Rede ist von Spongebob Schwammkopf.
Spongebob hat mittlerweile mehr als 14 Staffeln, hatte seinen Peak aber relativ am Anfang. Die ersten drei Staffeln zählen als goldene Zeit, da bei diesen der Erfinder von Spongebob mitgewirkt hat und danach leider nicht mehr. Daher möchte ich in diesem Beitrag meine Top 10 Spongebob Folgen der ersten 3 Staffeln präsentieren.

Platz 10: Der Quatschtütenwürger (Staffel 3)

In dieser Folge möchte der Quatschtütenwürder Rache an Spongebob nehmen, da er wegen ihm fast ins Gefängnis kam. Spongebob bekommt vom ganzen mit und will einen Bodyguard anheuert. Am Ende ist es der verkleidete Quatschtütenwürger der sein Bodyguard wird. Schnell aber stellt er fest, dass Spongebob ihn in den Wahnsinn treibt und dadurch ist er derjenige der die Flucht vor ihm ergreift. Es geht letzten Endes so weit, dass er sich selbst inhaftieren lässt. Vor allem der Twist am Ende macht die Folge unglaublich lustig.

Platz 9: Die Geister von Bikini Bottom (Staffel 3)

In dieser Folge machen sich Spongebob und Patrick mit einem Spray unsichtbar und pranken ganz Bikini Bottom damit. Die Bewohnern halten sie für Geister, weil sie die beiden nicht sehen können. Der einzige der noch fehlt auf der Liste ist Mr. Krebs. Dieser aber schafft es am Ende die beiden Jungs vor aller Welt bloßzustellen, indem er ihr Unsichtbarkeitsspray abwäscht und die beiden plötzlich nackt dastehen. Zu sehen wie Spongebob und Patrick ihr Karma kriegen ist äußerst amüsant gewesen.


Platz 8: Die Zeitmaschine (Staffel 1)

In dieser Folge will sich Thaddäus vor Spongebob und Patrick in der Gefrierkammer der Krossen Krabbe verstecken. Weil er so lange dadrin war taut er in der Zukunft auf. Zum Glück gibts mittlerweile Zeitmaschinen mit der er versehentlich in falsche Zeiten reist. Letzten Endes wird er ins Nichts gebracht. Der Nihilismus spielt in dieser Folge eine große Rolle. Thaddäus hält es nach kurzer Zeit nicht mehr aus alleine im nichts zu sein und schafft es letzten Endes doch zurück in seine Zeit, wo er sich sehr darüber freut Spongebob und Patrick wiederzusehen. Dass Thaddäus hier mal seine wahren Gefühle zeigt, macht es zu einer wunderbaren Folge.

Platz 7: Pizza Heimservice (Staffel 1)

Ein Kunde bestellt eine Pizza in der Krossen Krabbe. Spongebob und Thaddäus werden also losgeschickt, wobei Thaddel gar keinen Bock hat. In dieser Folge ist auch der Krossen Krabbe Pizza Song entstanden. Während die beiden unterwegs sind, verlaufen sie sich und sind kurz davor die Pizza selbst zu essen. Letzten Endes schaffen sie es zum Kunden, dem Spongebob endlich die Pizza übergeben möchte. Dieser ist total unfreundlich zu ihm und will die Pizza nicht und bringt Spongebob dadurch zum weinen. Thaddäus kriegt davon mit und macht den Kunden dann fertig, indem er ihn die Pizza ins Gewicht wirft. Dass Thaddäus sich für Spongebob einsetzt macht ihn für mich sowas von zum Helden.

Platz 6: Die Kuchenbombe (Staffel 2)

Spongebob hat versehentlich die Kuchenbombe von Thaddäus gegessen. Thaddäus fühlt sich extrem schlecht deshalb, weil die Bombe am Ende des Tages in die Luft gehen würd und Spongebob dadurch sterben wird. Deshalb verbringt er die restlichen Tage mit ihm, damit er die schönsten letztens Stunden seines Lebens hat. Als es dann kurz davor ist, dass Spongebob in die Luft geht, zählt Thaddäus runter während er am weinen ist. Am Ende stellt sich aber raus, dass Spongebob nen anderen Kuchen gegessen hatte und dadurch nicht sterben muss. Auch in dieser Folge sehen wir, wie sehr sich Thaddäus um Spongebob sorgt und ihn eigentlich total gerne hat auch, wenn er oft genervt von ihm ist.

Platz 5: Geisterfahrer (Staffel 2)

Ein Anker landet in Thaddäus Haus und Spongebob, Patrick und Thaddäus klettern diesen hoch und landen auf dem Schiff des fliegenden Holländers. Thaddäus wird dabei bestraft und in den Reißverschluss der Verdammnis geworfen. Spongebob und Patrick sind nun Partner des fliegenden Holländers und sollen andere Leute erschrecken. Der fliegende Holländern aber hat die Schnauze voll von den beiden und will diese verspeisen. Daher klauen die beiden seine Stinkesocke und nutzen diese als Geisel. Sie kriegen nun drei Wünsche um sich aus der Situation rauszuboxen und verschwenden gleich zwei davon. Thaddäus ist mittlerweile auch wieder da. Als letztes wünschen sie sich, dass der fliegende Holländern zum Vegetarier wird und sie dadurch verschont werden. Aber letzten Endes werden die drei zu Obst gemacht und laden in seinem Mixer. Eine äußerst lustige Folge, vor allem die eine Szene mit der Parfümerie ist genial, weil sie genau meine Abneigung gegen Parfüm und co. darstellt, da ich extrem geruchsempfindlich bin.

Platz 4: Besuch vom Gesundheitsamt (Staffel 3)

Ein Gesundheitsbeamte besucht die Krosse Krabbe, um das Essen zu testen. Dabei halten Mr. Krebs und Spongebob diesen für einen Betrüger und bringen ihn versehentlich um. Es stellt sich aber raus, dass er nicht der Betrüger ist und deshalb haben die beiden jetzt Angst vor der Polizei. Sie vergraben die Leiche nachts und werden dabei von der Polizei entdeckt. Die Polizei merkt nicht was die beiden machen und bringen die dann zur Krossen Krabbe. Die Leiche haben sie im Kofferraum versteckt, weil der Regen die wieder zum Vorschein brachte. In der Krossen Krabbe angekommen wird die Leiche in der Kühlkammer versteckt und die Polizisten wollen zu ihrem Getränk noch Eis haben. Als sie nun zur Kühlkammer gehen beschuldigen Mr. Krebs und Spongebob sich gegenseitig des Mordes, doch in der Kammer ist keine Leiche. Auf einmal taucht ein Zombie auf, welcher der am lebende, aber ziemlich mitgenommene Gesundheitsbeamte ist. Die Polizei brät ihn einen über und Ende Gut ist alles gut. Die Folge ist einfach sehr lustig mit anzusehen.

Platz 3: Das Ausbildungsvideo (Staffel 3)

Wie der Titel schon, sagt wird in dieser Folge die Ausbildung in der Krossen Krabbe beschrieben. Dabei ist Spongebob der Vorzeigemitarbeiter und Thaddäus wird hingegen als schlechter Mitarbeiter durch den Kakao gezogen. Die Kommentare des Erzählers machen die Folge zur puren Comedy.

Platz 2: Nachtschicht

In dieser Folge müssen Spongebob und Thaddäus eine Nachtschicht einlegen, weil Mr. Krebs noch mehr Geld einnehmen will. Weil Thaddäus so dermaßen genervt ist von SpongeBobs guter Laune, erzählt er ihn eine ausgedachte Geschichte des Hackfleisch hassenden Zerhackers, der mal in der Krossen Krabbe gearbeitet hat und sich die Hände abgehackt hat und nun Rache nehmen möchte. Aus der erfunden Geschichte wird Realität, weil immer mehr Dinge eintreten aus der Geschichte, die darauf hindeuten, dass der Hackfleisch hassende Zerhacker kommt. Beide kriegen Angst und als dann der Hackfleisch hassende Zerhacker wirklich vor ihnen stehe, denke sie, dass war’s für sie. Aber es stellt sich raus, dass es einfach ein neuer Burgerbrater war, den sie wegen der Dunkelheit schlecht erkannt haben. Der Horror und Mystery Aspekt der Folge hat mir von klein auf einen Schauer gegeben und unglaublich gefallen.

Platz 1: Hör mal wer da spielt (Staffel 2)

Diese Folge ist einfach die legendärste Folge aller Zeiten, weil es die krasseste Musik Einlage überhaupt hat. Siegbert Schnöseln fordert Thaddäus hinauf eine Band zusammenzustellen, damit diese beim Super Bowl Auftritt. Thaddäus möchte nicht, dass Siegbert sich über ihn lustig macht und ihm zeigen was er drauf hat, also willigt er ein. Daraufhin versammelt er viele Leute aus Bikini Bottom um eine Band zu bilden. Jedoch ist diese Band total talentfrei. Sie ist so talentfrei, dass Patrick die legendäre Frage stellt, ob Mayonnaise auch ein Instrument sei. Wochenlange wird also geübt und es kommt nichts bei raus. Die Band kriegt sich auch noch in die Haare. Thaddäus muss sich also eingestehen, dass es nichts wird und am Tag des Auftrittes möchte er Siegbert gestehen, dass er es nicht geschafft hat. Doch gerade dann ist die Band mit Spongebob und co. in Kostümen aufgetaucht und sie machen sich bereit für den Auftritt. Und wie sich rausstellt haben sie sich alle zusammengerissen und ohne Thaddäus geübt, um ihn stolz zu machen. Sie liefern also die beste Performance ab und Siegbert kann seinen Augen nicht glauben. Thaddäus hat damit sein Sweet Victory.

Es hat unglaublich Spaß gemacht diese Liste zu erstellen und ich hoffe sehr, dass der ein oder andere wieder Lust bekommen hat, sich Spongebob mal wieder anzuschauen.

 

 

 

Mein Roman Empire

Mein Roman Empire ist folgende Vorstellung „Was wäre wenn die Briten meine Heimat nicht kolonialisiert hätte?“

Dass Europa und vor allem die Briten die ganze Welt kolonialisiert und damit auch terrorisiert haben, sollten vielen bekannt sein. Aber oft habe ich das Gefühl, dass die Geschichten der Menschen, die davon betroffen waren einfach zu kurz kommen und selten angehört werden. Daher erzähle ich mal von der groben Ereignisse, die damals stattfanden und unter anderem meiner Familie auch widerfuhren.

Meine Vorfahren stammen aus dem Bundesstaat Gujarat, welches im heutigen Indien liegt und an Pakistan grenzt. Wir haben dort viele Generationen gelebt. Das besondere an unserer Stadt ist/war, dass es dort ca. 50% Hindus und 50% Muslimen gibt/gab. Und diese kamen auch zurecht. Und nicht nur bei uns, viele ältere Herrschaften erzählen heute noch davon, dass man friedlich coexistierte und gemeinsam Hochzeiten und Feste gefeiert hat und das verteilt an dein unterschiedlichsten Orten im damaligen Indien. Natürlich war es keine Paradies, wo immer alles friedlich ablief, aber in vielen Fällen hat man sich einfach verstanden, weil man dieses Land seit Jahrhunderten seine Heimat nannte und niemand das Recht hatte, das einem abzusprechen, egal welche Religion man hatte.

Doch dann kam die Feuert Nation und alles änderte sich… Naja, es war nicht die Feuer Nation, sondern die Briten, aber das Resultat war das Selbe. Dass Menschen einfach irgendwo hingehen und irgendwas für sich beanspruchen, obwohl es schon jemand andere gehört, konnte ich noch nie nachvollziehen. Doch genau dies geschah dort und um die Macht bei sich zu behalten, hatten sie eine sehr effektive Takten. Man nennt es Divide and Rule Policy. Dabei hat man die unterschiedlichen Religionen, Ethnien und Casten von einander getrennt, damit sich eine Kluft zwischen ihnen bildet und sie sich gemeinsam nicht gegen den Kolonialherrn stellen können. Das heißt z.B., dass Hindus nur hinduistischen Vertreter wählen konnten und Muslimen nur muslimische. Dass man eine Gruppierung vielleicht besser behandelt hat als eine andere, wodurch der Hass zwischen den Gruppen immer größer wurde.

Fast 90 Jahre ging das so und die Menschen hatten dieses Leben leid. Es gab große Widerstandsbewegungen gegen die Kolonie, aber letztens Endes war das Ende des zweiten Weltkriegs der Grund dafür, dass sie Kolonie abgegeben wurde. Dadurch, dass eine Kluft zwischen den unterschiedlichen Gruppierungen herrschte, hat man sich für die Zwei-Staaten-Lösung entschieden: West und Ost Pakistan (heute Bangladesh) für die Muslimen und Indien für die Hindus. Dabei hat man die ganzen anderen religiösen Gruppierungen wie die Sikhs, Jains, Christen, Juden und Buddhisten außer acht gelassen. Die Grenzen hat auch ein Mann gezogen, welcher keinen Plan von der geographischen Lage des Landes hatte, wodurch vor allem der Bundesstaat Punjab zu leiden hatte. Denn genau durch diesen verläuft die Grenze der zwei Länder. Die Städte Lahor und Amritsar waren damals Schwesterstädte in Punjab. Die Menschen sind von der einen Stadt zur anderen zur Arbeit gefahren, hatten dort Familien und generell hatte sich eine ganze Kultur gebildet. Das ganze wurde durch eine Grenze komplett zerstört. Kashmir ist ein weiterer Staat der bis zum heutigen Tag unter der damaligen Entscheidung zu leiden hat. Kashmir wurde weder an Pakistan, noch an Indien gegeben und ist damit eine freie Fläche gewesen, über die sich beide Länder bis heute streiten und Teile davon vom jeweiligen Land besetzt sind. Leiden tut darunter die Bevölkerung von Kashmir.

Die eigentlich Tragödie der Teilung des Landes hatte man sich vorher nicht ausmalen können. An sich durften die Muslime in neu entstandenen Indien bleiben können und die Hindus im neu entstandenen Pakistan, aber in den meisten Fällen waren sie gezwungen ihre Heimat zu verlassen, so wie meine Familie. Direkt nach Trennung der beiden Länder sind meine Urgroßeltern von Gujarat aus aufgebrochen, um nach Karachi in Pakistan zu fliehen. Denn diese waren Muslime und dort wo sie lebten herrschte ein hinduistischer, extremistischer Provinzleiter, der das muslimische Viertel abgefackelt hatte. Man konnte nichtmal nachdenken was man mitnimmt. Sie wollten dort nur lebend rauskommen. So entsandt die größte Völkerwanderung der Menschheit bei der 20 Millionen Menschen deportiert, vertrieben und umgesiedelt wurden. Bis zu 2 Millionen Menschen sind dabei umgekommen, weil extremistische Gruppen aus Wut auf andere Gruppierungen diese umbrachten. Doch trotzdem haben sich die Menschen der unterschiedlichen religiösen Gruppen gegenseitig geholfen. Denn überall gibts gute und schlechte Menschen. Sie haben sich gegenseitig verkleidet und versteckt bis sie am jeweiligen Zielort angekommen sind.

Und nun leben die Menschen seit knapp 70 Jahre an neuen Orten, wo sie sich ein neues Zuhause aufgebaut haben, weil es keine Möglichkeit mehr gibt zurückzukehren. Meine Großmutter ist dann in Pakistan geboren, doch ihre älteste Schwester ist damals in Indien zurück geblieben. Beide haben sich 3 mal in ihren Leben gesehen. Die Trennung der beiden Länder hat viel Leid mit sich gebraucht: Familien getrennt, Menschen ermordet, Menschen entwurzelt und ihnen das eigene Zuhause weggenommen. Und weil die Divide and Rule policy so effektiv war, hassen sich die beiden Länder bis heute noch. Oft denke ich darüber nach, dass man die Länder nicht hätte trennen sollen, da die Menschen an Ort und Stelle viel eher auf einander zugegangen wären, als jetzt wo alle hinter ihrer Grenze mit dem Finger auf die andere Seite zeigen und den jeweils anderen als Feind und Schuldigen ansehen.

Die wichtigste Frage, die ich mir aber stelle ist „Was wenn das alles niemals passiert wäre? Was wenn die Briten niemals gekommen wären?“ Ich wäre vielleicht im heutigen Indien geboren und hätte dort ein Leben mit den unterschiedlichen Menschen geführt. Wir hätten unsere Kultur noch weiter ausgebaut und gefeiert, ohne Hass für einander, sondern mit Respekt und Akzeptanz. So viel Trauma wäre den Menschen erspart gewesen und viele Menschenleben verschont geblieben. Vielleicht sieht ja in einem Paralleluniversum besser aus.

Zu diesem Thema gibt es noch viel mehr was man erzählen könnte, weil es sehr komplex ist und so viele Jahre Geschichte nicht in einem Blog Eintrag zusammengefasst werden können. Aber es ist wichtig, davon mal gehört zu haben und auch betroffenen Gehör zu schenken, damit man aus alten Fehlern lernt. Man merkt glaube ich deutlich was ich von dieser Zwei-Staaten-Lösung halte und wenn heutzutage in einem anderen Fall darüber diskutiert wird, finde ich, dass man in nichtmal 100 Jahre zurückblicken sollte, um zu erkennen, was das Resultat beim letzten Mal war.

 

 

 

Mein Leben mit Typ 1 Diabetes

Das Leben mit Diabetes ist einfacher als es sich viele vorstellen. Ich habe diese Krankheit seit meinem elften Lebensjahr und lebe seither sehr gut damit. Oft wird in Dokumentationen gesagt, dass Person X an Diabetes leidet, aber für mich ist es einfach kein Leid, den ich damit verbinde.

Aber fangen wir von vorne an, denn Diabetes zu haben und davon nichts zu wissen ist schon eine große Belastung. Bei dieser Autoimmunerkrankung denkt sich das Immunsystem, dass es die gutartigen und gesunden Beta Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstören soll, weil es diese für bösartig hält. Diese Beta Zellen sind für die Produktion von Insulin verantwortlich. Insulin ist das blutzuckersenkende Hormon, welches die Zellen des Körpers öffnet, damit Glukose hineingelangt und dem Körper Energie spenden kann. Fehlt also dieses Hormon schwimmt der Zucker weiterhin im Blut und kann dir keine Energie schenken.

Die Symptome, die ich damals hatte waren extreme Müdigkeit und Schlappheit, keinen Hunger, starken Durst (weil der Körper den Zucker über die Niere dann ausscheidet), mein Atem roch nach Nagellackentferner und ich habe innerhalb von einem Monat 11 Kilo verloren. Das kommt daher, dass der Körper dann die andere Energiequelle nutzt, welches die Fettreserven sind. Gemein ist es dann besonderes, wenn Leute aus Unwissenheit und Arroganz irgendwelche Annahmen haben, dass nur übergewichtige Menschen Diabetes haben können oder man zu viele Süßigkeiten gegessen hätte, was absolut nicht der Wahrheit entspricht.

Leider war mein Kinderarzt nicht der kompetenteste und konnte daher meine Krankheit nicht frühzeitig feststellen, obwohl man mir im Blut nachweisen konnte, dass der Zuckergehalt der letzten Monate erhöht war. Wir sind dann ein den Urlaub geflogen wo sich mein gesundheitlicher Zustand von Tag zu Tag nur verschlechtert hatte. Am Tag der Abreise war es dann so schlimm, dass ich extreme Übelkeit hatte, nicht mehr laufen konnte und nur noch am schlafen war. Meine arme Mutter dachte ich würde das ganze nicht mehr überleben. In Deutschland dann angekommen, kam dann direkt der Notarzt und dieser hat als erster meinen Blutzucker gemessen. Der lag bei ca. 330, ein normaler BZ liegt bei 80-140. Und endlich wussten wir was ich hatte. Die Ungewissheit was mit mir nicht stimmte war nämlich eine große Belastung für uns alle. Als ich dann denn Rettungssanitäter auf dem Weg zum Krankenhaus fragte, ob ich wieder gesund werde, hat er mit einem „Ja“ geantwortet und alle Sorgen haben sich in diesem Moment in Luft aufgelöst. Im Krankenhaus wurde ich dann für mehrere Wochen über den Diabetes aufgeklärt und geschult. Dort habe ich auch gelernt, dass ich nicht komplett gesund werden kann, wie angenommen, sondern mein ganzes Leben diese Krankheit verbringen muss, aber mit einem guten Umgang und guter Therapie meine Lebensqualität nicht darunter leiden wird.

Ich habe dieses Schicksal sofort akzeptieren können. Ich weiß von anderen Diabetikern, dass sie Jahre gebraucht haben bzw. es garnicht akzeptieren konnten, weshalb sie psychisch sehr darunter gelitten haben. Aber bei mir war es anderes. Ich habe schnell begriffen, dass ich mir den Diabetes nicht zum Feind machen sollte, sondern zum Freund, mit dem ich immer zusammen arbeiten muss.  Ja, man muss den Blutzucker regelmäßig messen und Insulin spritzen und sein Essen abwiegen und einschätzen. In der Pubertät kann das mal nervig sein! Aber das sind alles kleine Hürden. Nach und nach wird man besser und entwickelt ein Gefühl vom richtigen Umgang. Mit meinem Krankheit bin ich also auch schneller erwachsen geworden und habe gelernt Verantwortung zu tragen.

Es wird natürlich immer ärgerlich sein krank zu sein, aber irgendwo ist es auch ein Segen gewesen, weil ich einfach viel über mich gelernt habe und mich weiterentwickelt habe, Leute kennengelernt habe und einfach viel bewusster mit meiner Gesundheit umgegangen bin. Zusätzlich denke ich mir immer, dass es immer schlimmer sein kann. Ich hätte auch ne Krankheit kriegen können, die viel seltener und schwerer zu behandeln ist. Wodurch ich vielleicht nicht lange leben könnte oder eingeschränkt wäre. Aber dies ist nicht der Fall. Ich bin extrem dankbar mit dem was ich habe, denn es wir immer jemanden geben, dem es schlechter geht als mir. Das ist einer der wichtigsten Dinge, die ich durch meine Krankheit gelernt habe, wodurch ich auch heute ein zufriedenes Leben führen.

 

Prokrastination

Das dies mein erster Blog Eintrag wird hätte ich selber nicht gedacht, da ich mir wirklich vorgenommen hatte meine Aufgaben nicht aufzuschieben. Aber so ne alte Angewohnheit einfach so abzulegen ist dann glaube ich doch nicht das Einfachste. Jetzt muss ich auf schnellsten Wege die 6 Blog Einträge hinrotzen. Zugegeben, ich kann unter viel Stress produktiver arbeiten, aber das Gesündeste ist es auf jeden Fall nicht.

In der Schule hatte ich damals das Thema Prokrastionation. Es ging unter anderem darum, dass 10-20% aller Schüler chronisch Aufschieben bis zum geht nicht mehr. Ich glaube unter diese falle ich auch.

Und oft habe ich mir die Frage gestellt, wieso ich das überhaupt mache, weil letzten Endes hat es absolut keine Vorteile für mich. Einerseits denke ich schon, dass ich ziemlich faul sein kann. Mein Lieblingsort ist mein Bett und ich kann Tage lang mit Nichtstun verbringen. Doch dann kam ich zum Schluss, dass es mit der Angst vorm Versagen zusammenhängt. Denn frühzeitig anzufangen, sich Mühe zu geben und dann am Ende nicht das Ergebnis zu erhalten, was man sich erhofft hat, ist sehr schwer zu ertragen. Dann schiebt man liebt auf und kann die schlechten Resultate darauf schieben, dass man einfach zu spät angefangen hat und nicht darauf, dass die eigenen Fähigkeiten nicht gut genug waren.

An den Punkt anzukommen und zu sagen, dass man es wirklich lassen will, ist ein großer Schritt für mich, da es viel Mut braucht, um sich seiner Angst vorm Versagen zu stellen. Aber letzten Endes lernt man endlich mit seinen Minderwertigkeitskomplexen umzugehen und sich Stück für Stück zu bessern. Ich weiß nicht, wie lange dieser Prozess dauern wird. Für einige bestimmt wenige Monate, für andere ein Jahr und wiederum andere brauchen ein ganzes Studium dafür, aber diesen Schritt gemacht zu haben und dem Weg gegangen zu sein, wird niemals ein Verschwendung sein.