{"id":6,"date":"2018-04-27T11:56:52","date_gmt":"2018-04-27T09:56:52","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/tonysblog\/?p=6"},"modified":"2018-04-27T11:56:52","modified_gmt":"2018-04-27T09:56:52","slug":"rv04-umgang-mit-heterogenitaet-und-differenzierter-unterricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/tonysblog\/2018\/04\/27\/rv04-umgang-mit-heterogenitaet-und-differenzierter-unterricht\/","title":{"rendered":"RV04 Umgang mit Heterogenit\u00e4t und differenzierter Unterricht"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>In einer Konferenz in Ihrem Fachbereich in Ihrem Fach an Ihrer Schule diskutiert\u00a0das Kollegium \u00fcber Ma\u00dfnahmen zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t. Sie erinnern\u00a0sich kurz an diese Vorlesung: Nennen Sie zwei empirisch \u00fcberpr\u00fcfte Fakten zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t, die der Diskussion dienen k\u00f6nnten!<\/li>\n<li>Erl\u00e4utern Sie, welches Unterrichtsmuster Sie in Ihrer bisherigen Erfahrung selbst als das wirkungsvollste erlebt haben! Diskutieren Sie Ihre Beobachtung vor dem Hintergrund der Vorlesung!<\/li>\n<li>Entwickeln Sie eine kurze Aufgabe mit drei gestuften Lernhilfen, die Sie in Ihrem Fach morgen im Unterricht einsetzen k\u00f6nnten! Erl\u00e4utern Sie die gestuften Lernhilfen und beschreiben Sie, wie sie im Unterricht erkennen k\u00f6nnen, ob diese erfolgreich gew\u00e4hlt sind.<\/li>\n<li>Eine Kollegin sagt: \u201eGesamtschulen sind ja immer mal wieder der letzte Trend, ob wir sie nun Oberschulen nennen oder Sekundarschulen, die Idee ist doch dieselbe. Alle werden gemeinsam unterrichtet, was f\u00fcr eine Ideologie. Dabei zeigt doch die empirische Forschung klar, dass das Gymnasium nur von den besten SuS besucht werden sollte. Die schlechten f\u00fchlen sich hier doch viel zu schnell \u00fcberfordert und das frustriert sie so sehr, dass sie vollkommen abschalten.\u201c Was antworten Sie der Kollegin?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Folgenden leiste ich meinen Beitrag zu RV04 mit den obigen Fragestellungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1.<\/p>\n<p>&#8211; Klassen mit gemischten Leistungsniveaus f\u00fchren zu besseren Ergebnissen bei leistungsschw\u00e4cheren SuS, ohne sich negativ auf die leistungsst\u00e4rkeren SuS auszuwirken. (Vgl. Vielhuf 2003)<\/p>\n<p>&#8211; Sch\u00fcler ohne speziellen F\u00f6rderbedarf profitieren von gemischten Klassen vor allem im Bereich sozialen Lernens. (Klemm)<\/p>\n<p>2.<\/p>\n<p>Ich habe nach der Grundschule nur noch Gymnasien benutzt und daher nicht sonderlich viele verschiedene Schulformen kennengelernt. Ich kann aber sagen, dass mir der Unterricht stets dann am besten gefallen hat, wenn viel Diskussionspotential genutzt wurde und die Aufgabe in verschiedenen Niveaustufen differenziert waren \u2013 also weiterf\u00fchrende Aufgaben angeboten wurden, die eine Vertiefung des Gelernten erm\u00f6glichten.<\/p>\n<p>3.<\/p>\n<p>Deutschunterricht: Er\u00f6rterungen schreiben<\/p>\n<p>Als erste Stufe wird ein Realit\u00e4tsbezug hergestellt.<\/p>\n<p>Die SuS bekommen einen journalistischen Text oder einen Sachtext und sollen dann einen Zeitungsartikel, der sich an die zuvor erarbeitete Form einer Er\u00f6rterung h\u00e4lt, schreiben.<\/p>\n<p>Die zweite Stufe dient der Organisation des Arbeitsablaufs.<\/p>\n<p>Die SuS entscheiden sich f\u00fcr einen Standpunkt und erstellen eine Pro\/Contra-Liste mit Argumenten und Beispielen, die sie im Text verwenden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die dritte Stufe unterst\u00fctzt die Strukturierung des Textes.<\/p>\n<p>Die SuS bekommen (zum Beispiel in Form eines Arbeitsblattes) eine Maske f\u00fcr eine typische Er\u00f6rterung vorgegeben. Diese kann sich in Einleitung \u2013 Hauptteil \u2013 Schluss\/Fazit gliedern oder eine genaue Argumentationsstruktur vorgeben.<\/p>\n<p>4.<\/p>\n<p>Ebenso frustrierend kann es f\u00fcr einen Sch\u00fcler sein, sich in einer Klassengesellschaft zu f\u00fchlen und immer zum elit\u00e4ren Gymnasium aufblicken zu m\u00fcssen. In einem Schulsystem, das keine unterschiedlichen Schulformen zul\u00e4sst, stattdessen aber den Unterricht an eine besonders heterogene Sch\u00fclerschaft anpasst, muss sich kein Sch\u00fcler benachteiligt f\u00fchlen. Das setzt voraus, dass die Schulen mit ausreichend daf\u00fcr geschultem Personal ausgestattet sind, damit niemand zur\u00fcckgelassen wird. Ein solches System w\u00fcrde sich auch in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext positiv auswirken, da die sozialen Kompetenzen der Sch\u00fcler umfangreicher gef\u00f6rdert und die Grenzen zwischen verschiedenen Bildungsschichten und Milieus gelockert w\u00fcrden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Konferenz in Ihrem Fachbereich in Ihrem Fach an Ihrer Schule diskutiert\u00a0das Kollegium \u00fcber Ma\u00dfnahmen zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t. Sie erinnern\u00a0sich kurz an diese Vorlesung: Nennen Sie zwei empirisch \u00fcberpr\u00fcfte Fakten zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t, die der Diskussion dienen k\u00f6nnten! 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