{"id":22,"date":"2018-06-14T22:05:09","date_gmt":"2018-06-14T20:05:09","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/?p=22"},"modified":"2018-06-14T22:05:09","modified_gmt":"2018-06-14T20:05:09","slug":"gernderspezifische-motivation-im-fremdsprachenunterricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/2018\/06\/14\/gernderspezifische-motivation-im-fremdsprachenunterricht\/","title":{"rendered":"Gernderspezifische Motivation im Fremdsprachenunterricht"},"content":{"rendered":"<p>Das Thema der 10. Ringvorlesung von B\u00e0rbara Rovir\u00f3 war die ,,Genderspezifische Motivation im Fremdsprachenunterricht\u2019\u2019. Ich pers\u00f6nlich bin mit drei Sprachen aufgewachsen. Bis ich in den Kindergarten gekommen bin, habe ich Arabisch (Sprache der Eltern von meiner Mutter) und T\u00fcrkisch (Sprache der Eltern meines Vaters) gelernt und flie\u00dfend gesprochen. Im Kindergarten habe ich angefangen Deutsch zu lernen. Somit bin ich schon mit drei Sprachen in die Grundschule gekommen. Ich habe in meiner schulischen Laufbahn drei Fremdsprachen belegt: Englisch, Franz\u00f6sisch und Spanisch. Der Englischunterricht ging bei mir von der 3. Klasse bis zum Abitur. Es war eines meiner Lieblingsf\u00e4cher, auch wenn ich am Anfang noch wenig mit der neuen Sprache anfangen konnte. Es hat mir Spa\u00df gemacht am Unterricht teilzunehmen. Die Lehrkr\u00e4fte, welche mich pers\u00f6nlich immer sehr motiviert haben, waren zum gr\u00f6\u00dften Teil weiblich. Die Leistungen der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern waren bis zum Gymnasium eigentlich immer relativ gleich. Ich erinnere mich, dass mein Englischunterricht sowohl von Sch\u00fclerinnen als auch Sch\u00fclern gut gef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich ging es ab der sechsten Klasse weiter mit dem Franz\u00f6sischunterricht. Ich muss zugeben, auch wenn ich diese Sprache immer noch sehr gerne flie\u00dfend sprechen w\u00fcrde, wurde es mir in dieser Zeit zu viel. Den Spa\u00df an diesem Fach habe ich in meinem Abschlussjahr verloren und habe es f\u00fcr die Oberstufe abgew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>In der Oberstufe kam dann letztendlich Spanisch dazu. Dieses Fach habe ich f\u00fcr ein Jahr freiwillig gew\u00e4hlt und danach wieder abgew\u00e4hlt. Jedoch hat mir auch das erlernen dieser Sprache sehr viel Spa\u00df gemacht.<\/p>\n<p>R\u00fcckblickend kann ich nur sagen, dass ich jedes einzelne Fach freiwillig und mit einer sehr gro\u00dfen Freude versucht habe zu erlernen. Ich w\u00fcrde von mir selber behaupten, in der Schule immer sehr viel f\u00fcr die genannten Fremdsprachen gemacht zuhaben. Das erlernen einer Fremdsprache hat f\u00fcr mich wenig mit genderbezogene Stereotypen oder der genderbezogener Beeinflussung zutun. Es hat meiner Meinung nach etwas mit dem Menschen an sich zutun. Ich pers\u00f6nlich habe eine Abneigung gegen\u00fcber naturwissenschaftlichen F\u00e4chern und habe mich da jedes Schuljahr durchgequ\u00e4lt. Der Fremdsprachenunterricht war f\u00fcr mich eine gro\u00dfe Bereicherung. Anderen Mitsch\u00fclern ging es genauso wie mir. Ich bin mit unterschiedlichen Sprachen aufgewachsen und habe nie das Gef\u00fchl bekommen eine Sprache zwingend zu erlernen. Das war letztendlich auch meine Motivation.<\/p>\n<p>Ein motivationstheoretischer Ansatz, welcher das Lernen von Fremdsprachen -genderunabh\u00e4ngig- f\u00f6rdert, w\u00e4re das Rubikon-Modell. Diese besteht aus vier Phasen. In der Phase des Abw\u00e4gens, k\u00f6nnen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nach ihren Interessen schauen und gucken, welche Sprache zu ihnen selber passt und somit sich selber motivieren. Danach wird \u00fcbergegangen in die Planungsphase. Hier werden sich Ziele gesetzt und demnach ein genauer Plan erstellt. In der Handlungsphase soll versucht werden, die gesetzten Ziele zu erreichen. Die letzte Phase ist die Bewertungsphase. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler haben hier die M\u00f6glichkeit, ihre Leistungen zu bewerten und zu schauen, welche ihrer Ziele erreicht wurden.<\/p>\n<p>Um genderspezifischen Stereotypen im Fremdsprachenunterricht zu entkommen muss sich schon alleine an den Schulb\u00fcchern viel ver\u00e4ndern. Wenn Kinder im fr\u00fchen Alter schon vorgelebt bekommen, dass M\u00e4dchen gerne einkaufen gehen und Jungen gerne Fu\u00dfball spielen, dann kann man an diesen Stereotypen nicht arbeiten. Meiner Meinung nach m\u00fcsste auch viel mehr m\u00e4nnliches Lehrpersonal f\u00fcr den Fremdsprachenunterricht eingesetzt werden. Dieses w\u00fcrde eventuell das Eis vieler brechen..<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Thema der 10. Ringvorlesung von B\u00e0rbara Rovir\u00f3 war die ,,Genderspezifische Motivation im Fremdsprachenunterricht\u2019\u2019. 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