{"id":20,"date":"2018-06-08T03:19:15","date_gmt":"2018-06-08T01:19:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/?p=20"},"modified":"2018-06-08T03:19:15","modified_gmt":"2018-06-08T01:19:15","slug":"genderperspektiven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/2018\/06\/08\/genderperspektiven\/","title":{"rendered":"Genderperspektiven"},"content":{"rendered":"<p><em>,,W\u00e4hrend im Deutschen \u201eGeschlecht\u201c \u00a0ein sehr umfassender Begriff ist und sich u. a. auf das biologische, das gesellschaftliche oder gar das Adelsgeschlecht beziehen kann, \u00a0benennt das englische \u201eGender\u201c pr\u00e4zise die gesellschaftliche, also die soziale Dimension von Geschlecht. \u00a0Gemeint sind damit die kulturspezifisch wie historisch variablen Rollen, Erwartungen, Werte und Ordnungen, die an das jeweilige bei der Geburt zugewiesene Geschlecht gekn\u00fcpft sind.\u2019\u2019 <\/em>\u00a0(https:\/\/www.uni-due.de\/genderportal\/gender.shtml, 07.05.2018, 12.25 Uhr)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der 9. Vorlesung von Dr. Christoph Fantini ging es um Aspekte zum Spannungsfeld von Inszenierung und Zuschreibung in Bezug auf Gender(-p\u00e4dagogik) in der Schule. Voraussetzung f\u00fcr dieses Thema ist die Definition des Genderbegriffs, welche in der Einleitung beschrieben wird. Um uns die Inszenierung der M\u00e4dchen und Jungen nahezulegen, erm\u00f6glichte uns Herr Dr. Fantini Einblicke in verschiedene Studien in der er selber mitwirkte. Die aufgef\u00fchrten Studien besch\u00e4ftigten sich mit unterschiedlichen Bereichen. Zum einen wurde versucht zu erforschen welches Geschlecht eher ein Profilbild bei Stud Ip drinnen hatte. Dann wurde geschaut, in welcher Form (gestylt, Umgebung mit Botschaft, Kleidung mit Botschaft etc.) dieses stattgefunden hat. Es ging darum herauszufinden, ob eine besondere Absicht hinter dem Profilbild steckt. Womit wir bei dem Thema der eigenen (bzw. M\u00e4nnlichen oder Weiblichen) Inszenierung w\u00e4ren. Sehr spannend waren auch die genannten Thesen zur Geschlechterdynamik bei Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern. ,,M\u00e4nnliche Sozioalinkompetenz\u2019\u2019 (Kaiser 1997, S.195) oder ,,M\u00e4dchen sind ruhiger, disziplinierter, aufmerksamer&#8230;\u2019\u2019 (Stalmann 1991, S. 54) sind angeblich Typisch f\u00fcr die jeweiligen Geschlechter. Um solch ein absurdes <em>Schubladendenken<\/em>zu vermeiden, sollten wir in den Schulen die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler als Expterten\/innen ihrer Lebenslage akzeptieren. Weiterhin sollte die Reflexionsf\u00e4higkeit von Fachkr\u00e4ften geschult werden und das Geschlecht im Kontext von Ethnizit\u00e4t und sozio\u00f6konomischer Herkunft endlich begriffen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass an meinem Gymnasium sowohl die M\u00e4nnlichen als auch die Weiblichen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern keiner <em>Rolle <\/em>zugeteilt wurden oder sich selber einer bestimmten <em>Rolle<\/em>zugeteilt haben. Ich selber habe naturwissenschaftliche F\u00e4cher gehasst. Daf\u00fcr war ich in F\u00e4chern wie Englisch, Kunst und Psychologie sehr gut. Ich kann auch sagen, dass nicht nur Sch\u00fclerinnen flei\u00dfig und ruhig waren, sondern auch die Sch\u00fcler an meinem Gymnasium genau wussten was sie in der Zukunft erreichen wollen und auch sehr flei\u00dfig waren. Sowohl in Kunst als auch in dem Fach Sport gab es sehr gute und mittelm\u00e4\u00dfige Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, welches aber nichts mit dem jeweiligen Geschlecht zutun hatte. Ich glaube, dass es mit der eigenen Sichtweise auf die Dinge zutun hat. Wenn ich sehen will, dass ausschlie\u00dflich Sch\u00fcler sehr gut in Sport sein sollen, Kraft haben und vor Selbstbewusstsein str\u00f6men, dann werde ich dieses auch so wahrnehmen. Befreie ich mich aber von diesen ganzen Thesen, welche unbewusst in meinem Kopf schwirren, werde ich die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus einem ganz anderen Blickwinkel zusehen bekommen und jeden einzelnen von ihnen mit seinen eigenen F\u00e4higkeiten sch\u00e4tzen und f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde in meinem Praktikum gerne die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und deren Verhalten untereinander beobachten. Wie gehen Sch\u00fclerinnen damit um, wenn andere Mitsch\u00fclerinnen gut in den naturwissenschaftlichen F\u00e4chern oder in Sport sind? Weiter w\u00fcrde mich interessieren wie Sch\u00fcler damit umgehen, wenn Mitsch\u00fcler gut in Kunst, Musik oder in den sprachlichen F\u00e4chern sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>,,W\u00e4hrend im Deutschen \u201eGeschlecht\u201c \u00a0ein sehr umfassender Begriff ist und sich u. a. auf das biologische, das gesellschaftliche oder gar das Adelsgeschlecht beziehen kann, \u00a0benennt das englische \u201eGender\u201c pr\u00e4zise die gesellschaftliche, also die soziale Dimension von Geschlecht. \u00a0Gemeint sind damit die kulturspezifisch wie historisch variablen Rollen, Erwartungen, Werte und Ordnungen, die an das jeweilige bei [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":9651,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[207],"tags":[23849],"class_list":["post-20","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-rv09"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9651"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=20"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/20\/revisions\/21"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/timurdogan\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}