Nur das Wichtigste!

6. Februar 2019

In der Schule wird man irgendwann mit sehr langen Texten konfrontiert, die man zusammenfassen und sich dabei auf das „wichtigste“ beschränken soll…

Neurotypische Menschen mögen Umweltreize willentlich ausblenden können, um sich besser auf einen Sinn fokussieren zu können.

Bei Asperger Autisten ist dies jedoch nicht so einfach; generell werden sämtliche Geräusche und visuelle Reize, egal ob Bewegung oder Farben, wahrgenommen. Detailliertes Ausblenden erfordert sehr viel fokussierte Willenskraft, da immer noch jeder Reiz „ankommt“ jedoch speziell einzeln auf „gerade unerwünscht“ geprüft werden muss. Eine große Energieverschwendung… die Einrichtung von Stilleräumen wäre in dieser Situation schonmal eine Hilfe…

Generell ist es für Aspis recht schwierig relevantes von „nicht-relevantem“ zu unterscheiden… immerhin kann in einer scheinbar „nicht-relevanten“ Information ein „Schlüssel“ zur Lösung eines anderen  *Problems* liegen.

Oder, wie Sherlock Holmes sagen würde: „Für einen großen Geist ist nichts unwichtig.“

Ich habe das Gefühl, die Forderung: „Nur das Wichtigste!“ zu unterstreichen, ist deshalb eine stark von den Schülern/Studenten verlangte Kernkompetenz, weil die in den Lehrplan verordnenden Kompetenzen, angesichts der sich stark verändernden Zukunft (u.a. digitaler Wandel) und der dafür vielleicht noch verlangten, oder schon neuen Fähigkeiten, selber komplett den Überblick über alte vielleicht weiterhin Sinnvolle und neue noch unbekannte aber nützliche Wissensgebiete verloren haben. Dann müssen das halt die Schüler/Studenten mit extrem dichten Lehrplänen und Klausuren wuppen.

Zuerst standen Handyverbote in den Schulen zur Debatte, heute soll vielleicht schon jedes Kind mit einem Tablet ausgestattet werden.

Anstelle von Trainierter Sozialkompetenz: Komm wir bauen gemeinsam ein Holzhaus im Wald, wird ein Internetführerschein in den Schulen angedacht. Wobei die von den Schulen vorgeschlagenen Geräte, von den Privatgeräten der Schüler wahrscheinlich um längen überholt werden und die Schüler mit den Geräten im Zweifel besser und schneller klarkommen, als die Lehrer… extrem Sinnvoll…

Computerräume gibt es seit Jahren in den Schulen… jedoch: Wie Programmiert man? Was ist eine Methode? Wozu gibt es Klassen? Wozu kann man den RECHNER (das Ding wird schon Rechner, noch mal R.E.C.H.N.E.R!, genannt) überhaupt gebrauchen?

Wenigstens bei mir ist der Unterricht damit ziemlich dürftig ausgefallen… Ich hätte programmieren gern bereits in der Grund- oder Mittelschule gelernt…