{"id":143,"date":"2024-01-28T22:45:46","date_gmt":"2024-01-28T21:45:46","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/taxifahrerinnen\/?p=143"},"modified":"2024-01-28T22:47:02","modified_gmt":"2024-01-28T21:47:02","slug":"eine-nachmittag-in-der-waterfront-sl_b5","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/taxifahrerinnen\/2024\/01\/28\/eine-nachmittag-in-der-waterfront-sl_b5\/","title":{"rendered":"Eine Nachmittag in der Waterfront (SL_B5)"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 500\">Es ist ein regnerischer Mittwoch Nachmittag.<\/span> <span style=\"font-weight: 500\">Die Waterfront ist f\u00fcr mich ein bekannter Ort. Vor Jahren habe ich hier in einem asiatischen Restaurant gearbeitet. In dem Use Akschen Geb\u00e4ude, gleich neben der Waterfront, hatte ich ein Atelier mit meinem damals gegr\u00fcndeten Kollektiv. Die Seminargruppe hat sich vor dem Geb\u00e4ude versammelt. In einen Kreis gestellt wartet die Gruppe. Wir erhalten \u201cdas Go\u201d und gehen nun alleine auf die Suche. Die Luft ist schwer, vermischt. Die Waterfront hat hohe Decken, die zum Teil verglast sind. Es ist eher wenig los, nicht viele Menschen sind unterwegs an diesem Nachmittag. Ich schaue nach, ob das Restaurant, in dem ich gearbeitet habe, noch existiert, aber es hat schon zugemacht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 500\">Es sind auffallend viele Familien mit ihren Kindern unterwegs. Die Flure sind besetzt mit unterschiedlichen Verkaufsst\u00e4nden, Spielzeugen f\u00fcr Kinder, Massagest\u00fchlen, Deko, und Sitzm\u00f6glichkeiten. Es gibt einen Essensbereich, Drogeriel\u00e4den, Nagelstudio, Friseure, Schuhl\u00e4den, Mediamarkt, das g\u00e4ngige Angebot eines Shopping Malls. Man kann an der Waterfront in einem Kreis laufen und sich wieder zum Eingang befinden. Cafes, die einzeln verteilt sind. Ich befinde mich wieder am Eingang und beschlie\u00dfe meine Beobachtung vor dem Primark zu halten.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 500\">Eigentlich war mein Interesse, die Menschen zu beobachten, die zur Primark gehen. Warum w\u00e4hlen sie Prim\u00e4r als Shopping Ort? Menschen sind in Bewegung, sie schlendern. Das Tempo ist meistens ruhig und gelassen. Ich habe das Gef\u00fchl, mich hier nicht wirklich vertiefen zu k\u00f6nnen und entscheide mich, den Ort zu wechseln. Ich setzte mich neben ein Nagelstudio.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 500\">Mir f\u00e4llt es schwer, mich auf den Ort einzulassen.\u00a0 Ein Ort wie das Einkaufszentrum, wo ich sonst selbst mit dem Ziel reingehe etwas zu kaufen, was ich ben\u00f6tige, aber sonst keine weitere Zeit dort gerne verbringen w\u00fcrde.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 500\">Als ich bei Starbucks war, gab es kaum Gespr\u00e4che zwischen den Menschen, es war ruhig und die Menschen konzentrierten sich auf ihr Getr\u00e4nk. Ein kurzes Gespr\u00e4ch konnte ich jedoch aufnehmen, als eine Frau, die sp\u00e4ter dazu kam, kurz kommentierte, was sie gekauft h\u00e4tte. Die Beobachtung vom Nagelstudio schien etwas spannender, da es selbst wie ein Mikrokosmos wirkt, der f\u00fcr mich auch Neuland ist. Ich konzentrierte mich auf die Arbeitsschritte sowie das Verh\u00e4ltnis zwischen der Kundin und den Arbeiterinnen. Die n\u00f6tigen Verbindungen der H\u00e4nde mit dem \u00fcberwiegend sonst stummen Dasein wirkten \u00fcberwiegend kalt in diesem sogenannten \u201cSelfcare- Ort\u201d, auch wenn die Gesamtatmosph\u00e4re freundlich erschien, durch die Gestaltung der Innenr\u00e4ume.<\/span><\/p>\n<p>Mit dem Gedanken, bald selbst ein Nagelstudio auszuprobieren, verlasse ich diesen Ort.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist ein regnerischer Mittwoch Nachmittag. Die Waterfront ist f\u00fcr mich ein bekannter Ort. Vor Jahren habe ich hier in einem asiatischen Restaurant gearbeitet. In dem Use Akschen Geb\u00e4ude, gleich neben der Waterfront, hatte ich ein Atelier mit meinem damals gegr\u00fcndeten Kollektiv. Die Seminargruppe hat sich vor dem Geb\u00e4ude versammelt. 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