{"id":9,"date":"2014-06-12T23:58:25","date_gmt":"2014-06-12T21:58:25","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/tansublog\/?p=9"},"modified":"2014-06-12T23:58:25","modified_gmt":"2014-06-12T21:58:25","slug":"wilfried-bos-iglu-2003","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/tansublog\/2014\/06\/12\/wilfried-bos-iglu-2003\/","title":{"rendered":"Wilfried Bos IGLU 2003"},"content":{"rendered":"<p>Wilfried Bos stellt in der Begleituntersuchung zu IGLU 2003 fest, dass Jungen sich in der Tendenz \u2013 im Vergleich mit der weiblichen Gleichaltrigengruppe \u2013 signifikant weniger sicher in Schule f\u00fchlen, deutlich weniger gerne zur Schule gehen und eindeutig h\u00e4ufiger das Gef\u00fchl haben, dass sich die Lehrkr\u00e4fte nicht\/wenig um sie k\u00fcmmern. Wie erkl\u00e4ren Sie sich diese Ergebnisse und wie k\u00f6nnte man diese Situation verbessern? \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Es gibt mehrere Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum sich Jungen in der Schule viel weniger wohlf\u00fchlen als die M\u00e4dchen. Blicken wir auf die Tatsache, dass Frauen viel mehr p\u00e4dagogische T\u00e4tigkeiten aus\u00fcben. Im Kindergarten und in der Grundschule sind vorwiegend weibliche Personen t\u00e4tig. Erst in \u00e4lteren Klassenstufen sind mehr m\u00e4nnliche Lehrer vorhanden. Ich pers\u00f6nlich konnte mich nicht an einen einzigen m\u00e4nnlichen Lehrer oder Erzieher erinnern &#8211; mit Ausnahme des Hausmeisters. Dies hat zur Folge, dass nur Frauen als Bezugsperson in Frage kommen. Deshalb ist es selbstverst\u00e4ndlich, dass sich Jungs wenig wohler f\u00fchlen als M\u00e4dchen und nicht gerne zur Schule gehen. Frauen als Bezugspersonen stellen nicht das Problem dar. Viel mehr brauchen wir mehr m\u00e4nnliche Fachkr\u00e4fte in den Bildungseinrichtungen. LehrerInnen werden nicht nur als Bezugspersonen gesehen, sondern auch als Vorbilder und Autorit\u00e4tspersonen. Jungen brauchen deshalb m\u00e4nnliche Ansprechpartner. Ein weiterer Grund f\u00fcr das Umwohlbefinden der Jungen sind die vorherrschenden Vorurteile. Jungs werden gerne als frech, laut und unflei\u00dfig abgestempelt. Dies ist nat\u00fcrlich gef\u00e4hrlich f\u00fcr die Entwicklung der Jungen. \u00d6fters f\u00fchlen sich Jungs ungerechter behandelt bei Lehrerinnen, da M\u00e4dchen ihrer Meinung nach bevorzugt werden. Wichtig ist es, dass \u00a0sowohl weibliche als auch m\u00e4nnliche Lehrkr\u00e4fte beiden Geschlechtern das Gef\u00fchl geben, gerecht behandelt zu werden. Jungen k\u00f6nnen genauso gut lernen und sich am Unterricht beteiligen, wie die M\u00e4dchen. Vorurteile gegen\u00fcber den Jungen m\u00fcssen vermieden werden. Zum anderen m\u00fcsste man sich stark daf\u00fcr machen, dass T\u00e4tigkeiten im Bereich Kindergarten und Grundschule auch f\u00fcr M\u00e4nner sinnvoll w\u00e4re . Diesen M\u00e4nnern m\u00fcsste man ihre verdiente Anerkennung nat\u00fcrlich schenken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wilfried Bos stellt in der Begleituntersuchung zu IGLU 2003 fest, dass Jungen sich in der Tendenz \u2013 im Vergleich mit der weiblichen Gleichaltrigengruppe \u2013 signifikant weniger sicher in Schule f\u00fchlen, deutlich weniger gerne zur Schule gehen und eindeutig h\u00e4ufiger das Gef\u00fchl haben, dass sich die Lehrkr\u00e4fte nicht\/wenig um sie k\u00fcmmern. 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