Ermitteln Sie in einer Lehrbuchreihe Ihrer Wahl Aufgaben, die Ihrer Ansicht nach besonders Jungen oder besonders Mädchen ansprechen. Versuchen Sie diese Aufgabe(n) mit einer umgekehrten Gender-Orientierungumzuformulieren.

Leider habe ich auch nach längerer Recherche keine geeigneten Lehrbuchreihen finden könne, welche Aufgabenstellungen beinhalten, die meiner Meinung nach besonders Jungen oder besonders Mädchen ansprechen könnten. Nichtsdestotrotz werde Ich versuchen mich so gut wie möglich an meine eigene Schulzeit zu erinnern. Ich kann mich noch sehr gut an den Sportunterricht, während meiner Schulzeit in der Sekundarstufe erinnern. In unserer Sporthalle war es so, dass man die gesamte Halle in zwei kleinere Hallen, durch das Herunterlassen einer Trennwand, aufteilen konnte. Wir fingen immer alle gemeinsam mit lockeren Übungen zum Aufwärmen an. Später wurde dann die Trennwand heruntergelassen und der Lehrer bat der Klasse 2 alternative Aufgaben an.  In der einen Halle mussten wir beispielweise Übungen mit Fussbällen, Basketbällen oder aber reine Fitnessübungen durchführen und in der anderen Halle wurde zum Beispiel Volleyball oder Badminton gespielt. Der Lehrer trennte ,,typische Männersportarten“  bewusst oder aber auch unbewusst, von ,,typischen Frauensportarten.“ Das Resultat des ganzen war, dass die Jungen und die Mädchen in zwei getrennten Hallen ihre Sportaufgaben durchführten. Ich glaube das Beispiel belegt wieder einmal, dass die Geschlechterrollen nach wie vor, dass Denken und Handeln des Heranwachsenden beeinflussen. Ich bin mir sicher, dass es auch einige Mädchen aus meiner damaligen Klasse gab, die lieber Fussball oder Basketball mitgespielt hätten. Ich denke, es ist heutzutage sehr schwer zu unterscheiden, ob ein Geschlecht etwas aus Interesse tut, oder ob ein Geschlecht etwas toll findet, weil man es so von der Gesellschaft gelernt hat. Eine weitere Erinnerung habe ich aus meiner Grundschulzeit.  In der Grundschule mussten wir uns entweder für Werken oder für Textil entscheiden. Eins der beiden Kurse waren Pflicht. Soweit ich mich zurück erinnern kann, gab es in dem Alter noch keine geschlechtsspezifischen Kurse. In Werken und auch in Textil waren die Geschlechter gut durchmischt.  Die Kinder sollten sich nämlich in der Schule für einen Kurs entscheiden. Die Eltern hatten dabei keinen Einfluss. Ich denke, es gibt keine Aufgaben, die besonders einem Geschlecht zuzuordnen sind. Es gibt höchstens Aufgaben, die wir als Geschlecht toll finden müssen, um das typische männliche oder weibliche Geschlecht zu repräsentieren.

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