{"id":232,"date":"2023-02-02T19:42:13","date_gmt":"2023-02-02T18:42:13","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/t2g4neu\/?page_id=232"},"modified":"2023-02-02T19:43:29","modified_gmt":"2023-02-02T18:43:29","slug":"cancel-culture-mia","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/t2g4neu\/mia\/cancel-culture-mia\/","title":{"rendered":"Cancel Culture Mia"},"content":{"rendered":"<p style=\"font-weight: 400\">Vor einiger Zeit bin ich \u00fcber ein Video der Youtuberin Linh Truong gestolpert in dem sie \u00fcber ihre Liebe zu K-Pop Musik gesprochen hat, aber sie nie dr\u00fcber gesprochen hat, da die Angst bestand \u201egecancelt\u201c zu werden. In den letzten Jahren ist der Begriff \u201eCancel Culture\u201c immer h\u00e4ufiger pr\u00e4sent in der Gesellschaft gewesen. Das liegt wahrscheinlich zu einem gewissen Teil an Twitter. Twitter geh\u00f6rt zu der Hauptplattform in dem \u201ecancelling\u201c zu einer fast allt\u00e4glichen Begrifflichkeit geworden ist. Es f\u00e4ngt ja schon damit an, dass man fr\u00fcher in der Schule daf\u00fcr gemobbt wurde wenn eine bestimmte Band wie zum Beispiel One Direction geh\u00f6rt oder eben nicht geh\u00f6rt wurde. Wenn etwas gegen die \u00f6ffentliche Meinung ging bestand die Gefahr der Isolation beziehungsweise das man von Gruppen oder Aktivit\u00e4ten ausgeschlossen wurde. Heutzutage verh\u00e4lt sich dieses Ph\u00e4nomen nicht anders, aber in einem viel weitl\u00e4ufigeren und gravierenden Rahmen. Wo es sich damals \u201enur\u201c auf den schulischen Rahmen oder eine Freundesgruppen bezogen hat, k\u00f6nnen jetzt tausende Nutzer \u00fcber ein Thema Kritik aus\u00fcben. Das Ganze wird meistens noch, hier im Beispiel Twitter, durch die Benutzung von Hashtags verst\u00e4rkt. Dadurch bekommt ein breiteres Spektrum Zugriff auf ein Thema ohne unbedingt eine eigene Verbindung dazu zu haben.\u00a0Auswirkung hat es dabei nicht nur auf die Reputation der betroffenen Person, sondern meist auch auf die jeweilige mentale Gesundheit. Ich meine wir kennen alle das Gef\u00fchl, nach dem eine \u00fcberproportional gro\u00dfe Menge an Kritik und negativen Kommentaren auf einen eingeprasselt ist. Man f\u00e4ngt an Fehler bei sich selbst zu suchen aufgrund von meist nicht gerechtfertigten Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Ein weiterer Punkt, denn ich gerne aufgreifen w\u00fcrde bezieht sich auf die Beeinflussung der \u00f6ffentlich herrschenden Meinung und Wahrnehmung. Oft k\u00f6nnen wir uns nicht selbst ein Bild von einer Situation oder in meinem Beispiel einer Band machen, weil wir bereits umgeben sind von einer Vielzahl unterschiedlicher Meinungsbilder. Dabei spielen Soziale Medien wie Instagram, Twitter oder TikTok keine unwichtige Rolle. Die dort gezeigte Werbung, Produkt placements etc. bewirken eine erhebliche Beeinflussung unseres Unterbewusstseins. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich bei der \u201eCancel Culture\u201c. Wir, als Gesellschaft, sehen, dass eine bestimmte Pers\u00f6nlichkeit im Internet mehrfach stark kritisiert wird. Dadurch wird unsere eigene Wahrnehmung der Person negativ gepr\u00e4gt. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass viele Personen des \u00f6ffentlichen Lebens auf Soziale Medien fast oder ganz verzichten.<\/p>\n<p style=\"font-weight: 400\">Habt ihr selbst schon mal Erfahrungen mit \u201eCancel Culture\u201c gehabt ? oder habt ihr euch schon mal f\u00fcr euren Musikgeschmack gesch\u00e4mt und nicht getraut dar\u00fcber zu sprechen?<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit bin ich \u00fcber ein Video der Youtuberin Linh Truong gestolpert in dem sie \u00fcber ihre Liebe zu K-Pop Musik gesprochen hat, aber sie nie dr\u00fcber gesprochen hat, da die Angst bestand \u201egecancelt\u201c zu werden. In den letzten Jahren ist der Begriff \u201eCancel Culture\u201c immer h\u00e4ufiger pr\u00e4sent in der Gesellschaft gewesen. 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