Abschließende Reflexion

Auch in diesem Semester ist die Zeit wieder schnell vergangen. Kaum hat man seine ersten Blogbeiträge veröffentlicht, schreibt man auch schon den letzten. In diesem finalen Beitrag möchte ich über das Seminar reflektieren und über den Fortschritt meines Lernprojekts berichten.

Fortschritt des Lernprojekts

Als Lernziel hatte ich mir die Entwicklung einer Zeichen-App für Windows 10 vorgenommen, siehe dazu auch die Seite „Mein Lernprojekt„. Der Fokus sollte auf dem Experimentieren mit verschiedenen Bedienkonzepten, Designs und Software-Techniken liegen. Diesen Fokus habe ich beibehalten und kann euch daher hier und heute einen ersten Prototypen der App präsentieren 🙂

Wie ihr sehen könnt, steht das selbstgemalte Bild im Zentrum. Am linken Rand befinden sich zunächst ein Menü für übliche Bildoperationen (Größe ändern, Bild drehen etc.) sowie darunter die Tools zum Auswählen, Zeichnen usw. Nur wenige der Tools funktionieren bisher, aber oftmals ist es in der Softwareentwicklung so, dass man erst viele Grundlagen schaffen muss, die der User zwar nicht sehen oder wertschätzen kann, die dem Entwickler es aber ermöglichen, in Zukunft einfacher und schneller den Funktionssatz zu erweitern. Es ist aber zum Beispiel möglich, Linien zu zeichnen. Getreu meiner Lernprojektbeschreibung habe ich hier auf Details geachtet: Klickt man mit der Maus auf das Linientool, kann man anschließend auf dem Bild eine Linie ziehen. Bei Toucheingabe würde man dabei allerdings mit seinem Finger die gezeichnete Linie verdecken, was das präzise Positionieren erschwert, daher wird beim Fingertipp auf das Linientool sofort eine Linie auf dem Bild platziert, die man dann mit zwei großen „Anfassern“ verschieben kann, die man auf dem Screenshot sieht.

Unter dem Menü-Button oben links verbergen sich die typischen Funktionen zum Öffnen, Speichern und Teilen von Bildern. Zukünftig soll man hier auch zwischen mehreren geöffneten Bildern wechseln können (ähnlich zu Tabs im Browser). Auf der rechten Seite befinden sich oben ein Verlauf aller getätigten Zeichenschritte (zum Rückgängigmachen oder Wiederholen), in der Mitte die Liste der Bildebenen, und unten die Farbauswahl. Der Palette-Button erlaubt eine präzisere Farbwahl, wie der folgende Screenshot zeigt:

Ich hoffe ihr konntet einen kleinen Eindruck von der App bekommen. Ich möchte die Entwicklung auch nach dem Seminar auf jeden Fall weiter vorantreiben und die App irgendwann im Windows Store veröffentlichen. Es gibt zwar noch viel zu tun, aber ich habe im nächsten Semester voraussichtlich mehr freie Zeit, die ich für die App ver(sch)wenden kann, als in diesem 😀

Welche Tools werde ich weiterhin nutzen?

Von den vielen vorgestellten Tools erfüllt jedes seinen ganz eigenen Zweck. Vor allem Screencast-O-Matic hat mir sehr gut gefallen. Es ist einfach zu bedienen und hat einige sinnvolle Funktionen, die ich sehr hilfreich fand. Zum Beispiel kann man die Aufnahme pausieren um noch einmal kurz seine Gedanken zu sammeln, bevor man weiterspricht. Daher werde ich definitiv bei meinem nächsten Screencast wieder auf Screencast-O-Matic zurückgreifen. Außerdem kann ich mir vorstellen, in Zukunft Trello zu verwenden, z.B. als einfaches Projektmanagement-Tool für App-Projekte.

Die Social Bookmarking-Dienste haben mir irgendwie alle nicht sonderlich zugesagt. Aber ich bin täglich auf Twitter unterwegs, um neue und interessante Artikel zu entdecken, die natürlich von anderen geteilt werden – insofern sehe ich Twitter auch als eine Art Social Bookmarking an, sodass ich das Konzept an sich auf jeden Fall weiterverwende.

Für Vorlesungsmitschriften und Präsentationen werde ich weiterhin auf OneNote und PowerPoint setzen. Speziell auf diese Programme wurde zwar nicht im Rahmen des Seminars eingegangen, sie zählen aber zu den vorgestellten Kategorien Wikis und Präsentations-Software.

Feedback zum Seminar

Insgesamt hat mir das eSTUDI-Seminar gut gefallen und ich würde es weiterempfehlen. Allerdings denke ich, dass andere Leute noch mehr vom Seminar profitieren könnten als ich, da ich als Informatikstudent ohnehin schon überwiegend digital lerne und arbeite und viele der vorgestellten Lernkonzepte bereits selbst anwende. Nichtsdestotrotz habe ich einige neue Werkzeuge kennengelernt: Ich wusste zwar grundsätzlich, dass es Screencast-Software gibt, und dass es Websiten gibt, auf denen man Mindmaps, Präsentationen usw. anfertigen kann, doch erst das eSTUDI-Seminar hat mir einige konkrete Tools empfohlen wie Screencast-O-Matic und Mindmeister, mit denen ich dann erste Erfahrungen sammeln konnte.

Das e-Learning-Format ist sicherlich nicht für alle Veranstaltungen sinnvoll. Für dieses Seminar halte ich es aber für sehr gut geeignet, da die Themen wenig komplex und leicht zu verstehen sind. Dadurch ensteht nicht die Notwendigkeit, den Dozenten für Zwischenfragen zu unterbrechen, was ja beim e-Learning auch gar nicht möglich wäre. Ein großer Vorteil dieses Formats ist die freie Zeiteinteilung. Wäre eSTUDI ein „normales“ Seminar, würde es sicherlich in einen eher unbeliebten Zeitslot fallen, um zu möglichst vielen Stundenplänen verschiedener Studiengänge kompatibel zu sein. Dank des e-Learning-Formats kann hingegen jeder seine eigenen Zeitslots wählen, notfalls auch mal spät abends oder am Wochenende. Durch die regelmäßig erscheinenden Aufgaben mit fester Deadline bleibt man zudem motiviert und schiebt die Arbeit nicht endlos auf, was beim e-Learning vermutlich sonst schnell passieren kann. Die Lernvideos fand ich grundsätzlich gut gemacht, sie könnten aber meiner Meinung nach in Zukunft etwas kompakter gestaltet werden, also entweder noch mehr Informationen bereit halten oder diese in kürzerer Zeit vermitteln, eben weil die Inhalte im Vergleich zu anderen Veranstaltungen nicht sonderlich anspruchsvoll sind.

Positiv aufgefallen ist mir noch die gute Organisation und Strukturierung. Die Module und Lernvideos sind konsequent durchnummeriert und die Aufgaben folgen einem festen Schema (Reflexion, Peer-Tutoring, …), sodass man nie den roten Faden verliert; diesbezüglich ein großes Lob an die Verantwortlichen!

Also, das war mein letzter Beitrag in diesem Blog. Ich wünsche euch allen ein weiterhin erfolgreiches Studium! Macht’s gut! 🙂

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