{"id":12,"date":"2015-05-07T22:57:56","date_gmt":"2015-05-07T20:57:56","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/susanneseteacherblog\/?p=12"},"modified":"2015-05-07T22:57:56","modified_gmt":"2015-05-07T20:57:56","slug":"methodenueberblick-in-kw19","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/susanneseteacherblog\/2015\/05\/07\/methodenueberblick-in-kw19\/","title":{"rendered":"Methoden\u00fcberblick in KW19"},"content":{"rendered":"<p>Ich glaube, dass sich f\u00fcr das Fach Biologie die Lernausstellung ganz gut eignen w\u00fcrde, bei dem die SuS ein Museum oder eine Ausstellung besuchen. Robert L\u00f6ffelholz, Elke Pletzer und Lars Witte stellen die Methode wie folgt vor (http:\/\/paedpsych.jk.uni-linz.ac.at\/internet\/arbeitsblaetterord\/unterrichtsformord\/preiss\/method11.html):<\/p>\n<p><strong>1. Kennzeichen einer Lernausstellung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Lerner eignen sich mit Hilfe offener Lernorte (Museen, Messen) Wissen durch Betrachtung bzw. Handhabung von teilweise kommentierten Objekten an.<\/li>\n<li>Die Besucher m\u00fcssen aktiv mit den Ausstellungsobjekten umgehen. Dies gelingt durch eine &#8222;Besucherschulung&#8220;, d.h. Ausstellungsvor- und -nachbereitung.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>2. Didaktische Prinzipien<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Ambulantes Lernen &#8211; Der Lerner muss eine Ortsver\u00e4nderung vornehmen und ein hohes Ma\u00df an Selbststeuerung besitzen.<\/li>\n<li>Lernen an ausgestellten St\u00fccken &#8211; Es existiert eine systematisch arrangierte Lernumwelt. Die Elemente sind aus ihren urspr\u00fcnglichen Zusammenh\u00e4ngen herausgenommen und in neue Ordnungen gebracht worden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>3. Phaseneinteilung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Einrichtungsphase &#8211; Es wird ein Konzept f\u00fcr die Ausstellung, Auswahl der Ausstellungsst\u00fccke usw. entwickelt.<\/li>\n<li>Orientierungsphase &#8211; Hier erfolgt ein \u00dcberblick \u00fcber das Angebot und anschlie\u00dfend die Planung f\u00fcr den Gang durch die Ausstellung. die Lerninteressen spielen hierbei eine gro\u00dfe Rolle.<\/li>\n<li>Interaktionsphase &#8211; Die ausgew\u00e4hlten Ausstellungsst\u00fccke werden besucht und Wissen durch Betrachtung oder Handlung angeeignet.<\/li>\n<li>Bewertungsphase &#8211; Der Lerner verschafft sich Klarheit \u00fcber die Qualit\u00e4t der Ausstellung, seiner Lernt\u00e4tigkeit und seinen neuen Erfahrungen.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>4. Weiterf\u00fchrendes<\/strong><\/p>\n<p>Der Lerner ist in diesem Modell Betrachter oder Besucher.<\/p>\n<p>Von besonderer Wichtigkeit sind die Aufnahmebereitschaft, das Vorwissen, die Interessen und die Sensibilit\u00e4t des Lerners.<\/p>\n<p>Handzettel oder ein Ausstellungskatalog dienen als Leitfaden.<\/p>\n<p>Ein &#8222;Berater&#8220; (z. B. Museumsw\u00e4rter) ist integrierter Bestandteil einer Ausstellung. Er vermittelt Zusatzinformationen und fungiert als Interaktionspartner.<\/p>\n<p>Dieses Modell kann als Einf\u00fchrung in ein Wissensgebiet oder als Abschluss benutzt werden.<\/p>\n<p>Museen werden hier als Lernort mit Wechselbeziehung zur Umwelt angesehen und nicht als &#8222;sakraler Museumstempel&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ganz konkret habe ich bei einem privaten Besuch der (zugegebenerma\u00dfen nicht unumstrittenen) \u201eK\u00f6rperwelten\u201c-Ausstellung gedacht, dass diese sich gut f\u00fcr einen Anatomie-Unterricht eignen w\u00fcrde, weil man dort den menschlichen K\u00f6rper und bei bestimmten Exponaten auch die inneren Organe oder auch das Blutgef\u00e4\u00dfsystem in der nat\u00fcrlich Anordnung betrachten kann. Die Ausstellungsst\u00fccke sind dabei aber so pr\u00e4pariert, dass kein Ekel (wie es z.B. h\u00e4ufiger bei (Teil)Sektionen vorkommt) aufkommen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Ich glaube allerdings, dass diese Ausstellung eher f\u00fcr etwas \u00e4ltere SuS geeignet ist. Au\u00dferdem m\u00fcsste ggf. auf religi\u00f6se Vorbehalte R\u00fccksicht genommen werden. Nat\u00fcrlich m\u00fcsste der Besuch vorher im Unterricht z.B. mit Lehrb\u00fcchern, Arbeitsbl\u00e4ttern und Modellen vorbereitet werden, um den SuS vorab ein Grundverst\u00e4ndnis f\u00fcr die Anatomie und f\u00fcr Bezeichnungen und Fachbegriffe zu vermitteln (Besucherschulung, Ausstellungsvorbereitung).<\/p>\n<p>Idealerweise hat die Lehrkraft die Ausstellung bereits vorher besucht und Arbeitsbl\u00e4tter mit bestimmten Fragestellungen und\/oder Aufgaben erstellt (z.B. zur Lage ausgew\u00e4hlter innerer Organe, zum Herz-Kreislaufsystem oder auch zu den Geschlechtsorganen), die die SuS w\u00e4hrend des Besuchs der Ausstellung bearbeiten sollen. Dies entspr\u00e4che der Orientierungsphase. W\u00e4hrend des Besuchs der Ausstellung, in der Interaktionsphase, eignen sich die SuS Wissen durch Betrachtung der Exponate, Gespr\u00e4che mit Beratern, Lesen von Informationen und evtl. auch durch das Anfertigen von Zeichnungen und\/oder Fotos an. Als Medien kommen also vorrangig das Arbeitsblatt, der Zeichenstift und unter Umst\u00e4nden auch die Fotokamera zum Einsatz. Auf den Einsatz internetf\u00e4higer Ger\u00e4te wie Smartphone oder Tablet w\u00fcrde ich w\u00e4hrend der Ausstellung eher verzichten, um die SuS nicht von den Exponaten abzulenken. Man k\u00f6nnte die SuS auch in Gruppen einteilen, die Fragestellungen in Bezug auf bestimmte (z.B. die oben genannten) Themengebiete erarbeiten.<\/p>\n<p>Wieder im Klassenraum k\u00f6nnten die SuS zun\u00e4chst Gelegenheit bekommen in ihren Gruppen noch einmal die Fragestellungen zu er\u00f6rtern, um dann eine kleine Pr\u00e4sentation (als Poster oder auch am Computer) zu ihrer Fragestellung auszuarbeiten. In diese Pr\u00e4sentation w\u00fcrde ich auch die Frage einflie\u00dfen lassen, welche neuen Erkenntnisse die SuS aus der Ausstellung mitgenommen haben, was z.B. an den Exponaten anders war, als die Vorstellungen die die SuS aus den Lehrb\u00fcchern oder Modellen gewonnen haben. Dieser Teil w\u00fcrde nach der oben aufgef\u00fchrten Beschreibung des Lernausstellung der Bewertungsphase entsprechen.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zur Lernausstellung, die dem G\u00f6ttinger Katalog didaktischer Modelle entnommen sind, finden sich auch unter <a href=\"http:\/\/wwwuser.gwdg.de\/~hhaller\/lernausstellung.htm\">http:\/\/wwwuser.gwdg.de\/~hhaller\/lernausstellung.htm<\/a><\/p>\n<p>In meiner Idee zur Gestaltung sind nicht so schrecklich viele Medien enthalten. Aber vielleicht hat ja Jemand eine Idee und mag mir ein Feedback geben, wie man noch mehr, andere (bessere, interessantere) Medien integrieren k\u00f6nnte?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich glaube, dass sich f\u00fcr das Fach Biologie die Lernausstellung ganz gut eignen w\u00fcrde, bei dem die SuS ein Museum oder eine Ausstellung besuchen. Robert L\u00f6ffelholz, Elke Pletzer und Lars Witte stellen die Methode wie folgt vor (http:\/\/paedpsych.jk.uni-linz.ac.at\/internet\/arbeitsblaetterord\/unterrichtsformord\/preiss\/method11.html): 1. 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