Sprachliche Heterogenität

  1. In der vierten Vorlesung zum Thema „Sprachliche Heterogenität“ ging es um Heterogenität in naturwissenschaftlichen Fächern, insbesondere in Physik. Es wurde unter anderem die Hypothese, in den naturwissenschaftlichen Fächern gäbe es weniger Raum für sprachliche Missverständnisse widerlegt. Empirische Studien ergaben zum Beispiel, dass Schülerinnen in mehreren Schulfächern über Jahre hinweg bessere Noten erzielten als Schüler, und dass in heterogen zusammengesetzten Gruppen bessere Ergebnisse erzielt wurden als in eher homogenen Gruppen.
  2. In meiner eigenen Schulzeit wurde weniger nach Leistungen differenziert, als es heute üblich ist, was aber auch daran lag, dass auf meinem Gymnasium eine größere Homogenität der SuS herrschte, als ich es an anderen Schulen mitbekommen habe. Verschiedene Lerntempos wurden normalerweise über Zusatzaufgaben ausgeglichen, was ich als positiv empfand. So wurde verhindert, dass leistungsstärkeren SuS langweilig wurde, und leistungsschwächere SuS fühlten sich weniger unter Druck gesetzt, die Aufgaben so schnell und effinzient wie möglich zu lösen.
  3. Im Englischunterricht könnte man zum Beispiel mit einem Hörverstehen beginnen und die SuS danach in möglichst heterogenen Gruppen einen Lückentext dazu ausfüllen lassen. So wird beim Hörverstehen erst einmal das Vorwissen aktiviert, auf das die SuS dann im zweiten Teil zuückgreifen und mit den anderen teilen können.
  4. Eine mögliche Antwort an die Kollegin: Es ist klar, dass die Heterogenität von SuS zu Schwierigkeiten beim Unterrichten führen kann, aber der Gewinn ist sehr viel größer als die Herausforderungen, vor die sie uns stellt. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass sowohl leistungsstärkere SuS als auch Leistungsschwächere voneinander profitieren können und wir als Lehrpersonen sollten das fördern und SuS nicht voneinander isolieren.

1 comment April 26th, 2018


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