RV03: Doppelte Heterogenität in der Unterrichtspraxis

In der dritten Vorlesung, gehalten von Prof. Dr. Klee, ging es um das Konzept der doppelten Heterogenität und inwieweit man sie in der Unterrichtspraxis berücksichtigen sollte. Laut diesem Konzept beinhaltet Heterogenität in der Schule nicht nur Faktoren wie Religion, Muttersprache oder den kulturellen Hintergrund, sondern auch das ‚Vorwissen der SuS, also die Vorstellung, die sie von Begriffen oder Systemen haben. Sprache ist oft enorm unpräzise und wie Begriffe aufgefasst werden in vielen Fällen subjektiv geprägt, was im Unterrichtsgespräch zu Missverständnissen führen kann. Für mich als zukünftige Politiklehrerin ist dieses Konzept von grosser Bedeutung, da in diesem Fach viel und intensiv diskutiert wird, und Verständigungn auf bestimmte Definitionen daher eine grosse Rolle spielt.

Im Politikunterricht wird mit grossen Begriffen wie ‚Staat‘, ‚Demokratie‘ oder ‚Recht‘ gearbeitet. Diese Begriffe sind nicht nur an sich extrem vage, sondern unterliegen auch dem historischen Wandel. Ich halte es daher für wichtig, sich diesen Konzepten ausführlich gemeinsam zu widmen, um überhaupt eine Basis für Diskussion und Wissensaustausch und -vermittlung zu schaffen. Konkret könnte man das anhand von Mindmaps machen, Stuhlkreisen und Gruppenarbeiten. Ich denke, es kann für den Unterricht enorm bereichernd sein, verschiedene Auffassungen von Begriffen und Konzepten zu diskutieren und warum diese vorhanden sind. Warum hat das Wort ‚Staat‘ für  einige SuS vielleicht eine eher positive Konnotation und für andere nicht?

Beobachten sollte man vor allem, in welchen Zusammenhängen im Unterricht Missverständnisse auftreten und wie die SuS als auch die Lehrpersonen damit umgehen.

1 comment April 20th, 2018


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