RV13: Abschluss und Evaluation

5. Juli 2018

Was mir bei der Vorlesung besonders in Erinnerung geblieben ist, ist auch die eigentliche Kernaussage: Jede Schülerin und jeder Schüler ist ein Individuum mit einzigartigen Stärken, Schwächen und Bedürfnissen. Dies scheint erst einmal selbstverständlich, doch die Herausforderung als zukünftige Lehrperson liegt in den Widersprüchen, die der Grundsatz von Heterogenität im System Schule mit sich bringt. Vorurteile und Verallgemeinerungen sind zutiefst menschliche Tendenzen und auch oft vorteilhaft, jedoch ist es elementar, diese kontinuierlich zu hinterfragen. Man muss sich als Lehrperson darüber im Klaren sein, dass die Bias, die man angelernt hat, ob nun genderspezifisch oder ähnlich, sehr reale Auswirkungen auf das Leben von SuS haben können.

Was mir an der Vorlesung gefallen hat, war die fächerübergreifende Abarbeitung des Themas Heterogenität. Ich hab das Gefühl, dass man im Lehramtsstudium oft in der Blase seiner Fächer ist und trotz der erziehungswissenschaftlichen Seminare wenig über andere Fächer erfährt. Für mich war es interessant, auch Einblicke außerhalb meiner Fächer, also zum Beispiel in den Naturwissenschaften zu gewinnen. Ich denke, ich kann viel aus der Ringvorlesung mitnehmen, da ich auch im Rahmen meiner Nebenjobs viel mit Kindern und Jugendlichen arbeite. Außerdem denke ich, dass sich die Konzepte auch auf andere Lebensbereiche übertragen lassen und ich durch den einen oder anderen Denkanstoß aus der Vorlesung generell offener und empathischer auf Menschen zugehen werde.

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2 Comments Add your own

  • 1.    Özlem  |  Juli 5th, 2018 at 13:37

    Liebe Stella,

    ich stimme dir und deinem Beitrag hinsichtlich Individualität und fächerübergreifende Abarbeitung zu. Oftmals ist der Horizont für uns unsere eigenen Fächerkombinationen. Ich fand die Ringvorlesung ebenfalls sehr abwechslungsreich, vor allem durch das dozieren verschiedener Professoren und Dozenten aus andern Fachbereichen. Ich arbeite in meinem Nebenjob, ebenso wie du, viel mit Kindern und Jugendlichen und kann voll und ganz nachvollziehen, dass man am Ende der Vorlesung alles aus einer anderen Perspektive betrachtet, als wie gewohnt.

    LG

  • 2.    Natalia  |  Juli 6th, 2018 at 15:22

    Liebe Stella, vielen Dank für deinen letzten Blog! Ich las erst heute in Essay, das eine chinesische Weisheit als zentrale Aussage enthielt: „Ein guter Lehrer bleibt ein Schüler bis ans Ende seiner Tage“. Diese Aussage lässt sich zum einen auf die fortwährende Aufgabe einer jeden Lehrerin beziehen, sich in seinen Fächern, Methoden, Meiden etc zu schulen, zugleich darauf sich als Lehrerin immer wieder mit unvorhersehbaren Situationen konfrontiert zu werden und dabei zu lernen und zu bewahren seine eigenen (routinierten) Handlungsweisen kritisch zu hinterfragen.

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