Archive for Mai, 2018

Rv08: Auf dem Weg zu einer Schule

Das Thema Inklusion wurde und wird noch immer kontrovers diskutiert und bei weitem nicht von allen Experten im Bereich Bildung befürwortet. Aussonderung von SuS mit besonderem Förderbedarf bedeutet in diesem Zusammenhang, dass SuS nicht in die Regelklassen eingegliedert werden sondern mit einer Gruppe ähnlicher Kinder unterrichtet werden. Dies hat weit reichende Konsequenzen für die SuS mit Förderbedarf, aber auch für die ohne, denn SuS mit und ohne besonderen Förderbedarf können viel voneinander lernen. Kinder mit besonderen Bedürfnissen brauchen Vorbilder in Bezug auf Sprachentwicklung, Verhalten etc, besonders Gleichaltrige können als Vorbilder dienen. SuS ohne besonderen Förderbedarf profitieren aber auch von der anderen Gruppe, denn sie lernen dadurch Respekt und Toleranz vor beeinträchtigten Menschen und können dadurch eher Empathie entwickeln.

Die Diagnosen ‚Förderschwerpunkt: Wahrnehmung und Entwicklung‘ und ‚Förderschwerpunkt: Lernen‘ sind sehr allgemein gehalten und können daher alle möglichen Diagnosen bedeuten. Als Lehrperson ist es wichtig, sich intensiv mit den betroffenen SuS zu befassen, um sie individuell am besten fördern zu können. Diese vagen Diagnosen können von ADHS über Autismus bis zu leichten Leserechtschreibschwächen alles bedeuten. Auch enge Zusammenarbeit mit den betroffenen Eltern und Sonderpädagogen ist essentiell.

Als Lehrperson ist es meines Erachtens besonders wichtig, SuS mit Förderbedarf aktiv einzubeziehen und die anderen SuS daraus einzustimmen. Auch ein gewisses Feingefühl im Umgang mit den Betroffenen Kindern, aber auch mit deren Eltern sind von Bedeutung. Letztich ist gelungen Inklusion auch eine Frage der Motivation und der Bgeisterung dafür.

Add comment Mai 31st, 2018

Religiöse Pluralität in der Schule

Religion ist neben Sprache, Herkunft, Geschlecht etc ein wichtiger Faktor von Heterogenität. Unsere Gesellschaft ist schon lange nicht mehr vorwiegend christlich geprägt und es gibt viele andere Religionsgemeinschaften, was sich auch in der Schule und im Unterricht widerspiegeln sollte. Hier ist es wichtig, die SuS mit verschiedenen Religionen und Weltanschauungen vertraut zu machen und Toleranz und Respekt für unterschiedliche Religionen zu schaffen. In begegnispädagogischen Settings haben die SuS die Möglichkeit, mit Glaubensvertretern zu kommunizieren oder Glaubensstätten zu besichtigen.

In meiner eigenen Schulzeit kam es nicht zu begegnispädagogischen Settings. Ab der 6. Klasse wählte ich Philosophie statt Religion und beschäftigte mich kaum weiter mit dem Thema. Ich erinnere mich aber daran, dass im Religionsunterricht sehr darauf geachtet wurde, alle Weltreligionen so neutral wie möglich zu behandeln und die SuS nicht in irgendeiner Art zu beeinflussen. Ausserdem wurden SuS aktiv einbezogen, die zu einer Religionsgemeinschaft gehörten, die wir als Thema behandelten.

Eine Beobachtungsaufgabe könnte darin bestehen, die Kleidung, religiösen Symbole oder Essgewohnheiten von SuS zu analysieren, um daraus eventuell zu schliessen, wie sie mit ihrer Religion im täglichen Leben und in der Schule umgehen. Ausserdem wäre es interessant zu beobachten, wie SuS mit Religionen umgehen, denen sie nicht angehören bzw ob das überhaupt eine Rolle spielt.

Herausforderungen reliöser Pluralität könnten meines Erachtens in der Schule darin bestehen, inwieweit Religion die SuS im Schulalltag beeinflussen darf. Was ist, wenn Eltern ihre Kinder aus religiösen Gründen nicht am Schwimmunterricht teilnehmen lassen oder auf Klassenreuse fahren lassen? Es gibt noch viele weitere interessante Fragen zu dem Thema.

1 comment Mai 17th, 2018

RV05: Seiteneinsteiger im Regelunterricht

In der fünften Vorlesung zum Thema Umgang mit Heterogenität ging es um sogenannte Seiteneinsteiger, also SuS aus anderen Ländern mit gar keinen oder geringen Deutschkenntnissen, die in Bremen erst einen Vorkurs zum Spracherwern besuchen und dann in die Regelklassen eingegliedert werden. Dies stellt die Lehrpersonen vor einige Herausfofderungen; Seiteneinsteiger haben oft sehr unterschiedliche Bildungshintergründe und deutsche Sprachkenntnisse. Ausserdem haben sie in den Vorkursen nur ein Jahr Zeit die Sprache im Idealfall so gut zu lernen, dass sie am Regelunterricht ohne grössere Probleme teilnehmen können. In Bremen haben die SE ausserdem die Möglichkeit, schon früher an weniger sprachbasierten Fächern wie Sport und Kunst am Regelunterricht teilzunehmen.

In meiner eigenen Schulzeit hatte ich so gut wie gar nichts mit Seiteneinstergern zu tun, die SuS waren ziemlich homogen und es gab keine Vorkurse, jedoch eine bilinguale Klasse, in der die Fächer auf Deutsch und Italienisch unterrichtet wurden. Kontakt zu Seiteneinsteigern hatte ich das erste Mal während meines Orientierungspraktikums, in dem ich beim Deutschunterricht in einem Vorkurs assistierte. Diese Erfahrung ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben, ich erlebte die Seiteneinsteiger als ungemein motiviert, fleissig und höflich. Darüber hinaus war ich sehr beeindruckt von dem Tempo, mit dem sich einige von ihnen Deutsch aneigneten. So konnten einzelne SuS schon nach 3 Monaten in Deutschland und ohne Vorkenntnisse der Sprache komplexe, flüssige Unterhaltungen führen. Die Lehrperson förderte sie mit anspruchsvollen Übungen, ging jedoch auf auf die individuellen Vorkenntnisse der SE ein.

Im Englischunterricht könnte es schwierig sein, sich auf die SE einzustellen, denn dazu müsste man ihre Sprachkenntnisse genau kennen. Viele SE haben Englisch auch schon in ihren Herkunftsländern gelernt, darauf müsste man eingehen. Falls dies nicht der Fall ist und sie im deutschen flüssiger sind als im Englischen, könnte man ihnen die Aufgabe geben, Texte, Dialoge o.ä. erst einmal ins deutsche zu übersetzen und nicht wie ihre Mitschüler gleich die Aufgabe in der Zielsprache Englisch bearbeiten.

1 comment Mai 10th, 2018


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