{"id":352,"date":"2017-06-26T20:00:06","date_gmt":"2017-06-26T18:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/?p=352"},"modified":"2017-08-12T21:32:32","modified_gmt":"2017-08-12T19:32:32","slug":"inspiration-oder-liebesode-an-stockholm","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/inspiration-oder-liebesode-an-stockholm\/","title":{"rendered":"Inspiration oder Liebesode an Stockholm"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Wie ich bereits im <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/vorhaben\/\">Vorhaben<\/a>\u00a0erw\u00e4hnt habe, verbrachte ich das f\u00fcnfte Semester meines Bachelor Studiums im Ausland. Daf\u00fcr nahm ich am Erasmus Programm teil und flog im August 2016 f\u00fcr ein Auslandssemester nach <strong>Stockholm<\/strong>. Woher das Interesse f\u00fcr diese nordische Metropole im Land der Elche? Meine Familie fuhr mit mir mehrere Jahre nach Schweden, als ich noch kleiner war. So war mir das Land und die Kultur zumindest schemenhaft bekannt und ich konnte mit Schweden etwas anfangen. Mit Stockholm hatte mich aber noch nicht wirklich besch\u00e4ftigt, weil menschengef\u00fcllte St\u00e4dte an sich f\u00fcr mich zu der Zeit tendenziell eher uninteressant waren und Schweden wenn dann eher durch seine vielf\u00e4ltige Natur bekannt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Generell bin ich nach der Schulzeit direkt in das Studium gestartet, wodurch ich kein sogenanntes Gap Year absolviert habe, in dem Abiturienten f\u00fcr Programme wie &#8222;Au pair&#8220; oder &#8222;Work und Travel&#8220; f\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit ins Ausland gehen. Das Auslandssemester erschien mir nun jedoch eine M\u00f6glichkeit zu sein, eine solche Erfahrung nachzuholen, wenn auch k\u00fcrzer und in einem akademischen Rahmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das Stadtleben in Bremen gefiel mir nach den ersten zwei Studienjahren sehr gut, vor allem, da ich eher auf dem Land aufgewachsen bin und die st\u00e4dtischen Vorz\u00fcge danach umso mehr genossen habe. Deshalb informierte ich mich im Internet \u00fcber Stockholm und was diese Stadt zu bieten hat. Und so schaffte sie es trotz anf\u00e4nglicher Hemmungen, mich nach einiger Zeit in ihren Bann zu ziehen, weshalb ich mich auf einen der Studienpl\u00e4tze begeistert bewarb und letztendlich auch bekam und somit in den hohen Norden flog.\u00a0Sich allein in einer komplett neuen Umgebung mit anderen Menschen, Strukturen und Witterungsverh\u00e4ltnissen zurechtzufinden, gestaltet sich zu Beginn nicht einfach. Raus aus meiner bekannten Umgebung habe ich mich somit in das Wirrwarr einer anderen Stadt geworfen, in dem in keine Person kannte und alles neu entdecken musste. Dazu kam die fremde Sprache, die ich in Bremen bisher nur in einem Anf\u00e4ngerkurs bruchst\u00fcckhaft f\u00fcr grundlegende Kommunikation gelernt hatte.\u00a0Das alles war aufregend und teilweise be\u00e4ngstigend, macht aber zugleich auch den Reiz eines solchen Abenteuers aus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Mein Entdeckungsdrang, diesen neuen geografischen und sozialen Bereich zu ergr\u00fcnden, wuchs von Tag zu Tag. Zu Beginn galt es, die \u00f6ffentlichen Verkehrsmittel kennenzulernen, um sich \u00fcberhaupt flexibel bewegen zu k\u00f6nnen. Stockholm ist Bremen sowohl mit seinem weit ausgebauten (und k\u00fcnstlerischen) U-Bahn- als auch Schiffsverkehr-Netzwerk voraus. Wenn man sich erstmal im Zentrum befindet, ist alles sehr gut zu Fu\u00df zu erlaufen. Ich begab mich nach meinen Seminaren, meist Nachmittags in die Stadt und ging selten zu den gleichen Orten spazieren (au\u00dfer zu meinen Lieblingsorten). Selbst wenn ich zu Orten wiederholt ging, nutzte ich dabei unterschiedliche Routen, was meine r\u00e4umliche Vorstellungskraft erweiterte und mich fit hielt, sodass ich immer seltener meine Stadtkarte oder Google Maps brauchte, um mich weiter zu orientieren. Au\u00dferdem bietet jeder Stadtteil, jede Stra\u00dfenecke eine neue \u00dcberraschung in den unterschiedlichsten Formen und Farben! Der s\u00fcdlichen Stadtteil <em>S\u00f6dermalm<\/em> gilt als &#8222;Hipster&#8220;-viertel, m\u00f6glicherweise vergleichbar mit dem Viertel in Bremen. Die Teile <em>\u00d6stermalm<\/em> (Osten) und <em>Vasastan<\/em> (Nordwesten) gelten als &#8222;Reichenviertel&#8220;, welche mit <em>Schwachhausen<\/em> vergleichbar sind. Stockholm liegt wie Bremen auch direkt am Wasser und wird auch durch es getrennt: In Bremen ist es die Weser, in Stockholm sind es von Osten kommend die Ostsee und von Westen kommend der Ausl\u00e4ufer <em>Riddarfj\u00e4rden <\/em>des Sees<em> M\u00e4laren.\u00a0<\/em>Au\u00dferdem gibt es in beiden St\u00e4dten auch Inseln, in Stockholm sind es nur etwas mehr (14). Je weiter ich die Stadt kenngelernte und entdeckte, desto wohler f\u00fchlte ich mich in ihr und erkannte diverse Unterschiede, aber auch jede Menge Gemeinsamkeiten mit Bremen. Am Ende meiner Zeit in Stockholm hatte ich das Gef\u00fchl, dass ich bald ein Touristenf\u00fchrer sein k\u00f6nnte &#8211; so viel wie ich \u00fcber diese sch\u00f6ne Stadt wusste.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Nun wisst ihr, woher mein konkretes Interesse und die Inspiration kommt, einen Blog \u00fcber\u00a0Stadt als Lebens- und Bedeutungsraum r\u00fchrt: Das halbe Jahr im Ausland, raus aus meiner gewohnten Lebensumwelt, hat mich nun dazu bewegt, mehr \u00fcber den Menschen in der Gro\u00dfstadt herauszufinden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ich bereits im Vorhaben\u00a0erw\u00e4hnt habe, verbrachte ich das f\u00fcnfte Semester meines Bachelor Studiums im Ausland. Daf\u00fcr nahm ich am Erasmus Programm teil und flog im August 2016 f\u00fcr ein Auslandssemester nach Stockholm. Woher das Interesse f\u00fcr diese &hellip; <\/p>\n<div class=\"more-link-wrapper\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/inspiration-oder-liebesode-an-stockholm\/\" class=\"more-link\">Continue reading<span class=\"screen-reader-text\"> &#8222;Inspiration oder Liebesode an Stockholm&#8220;<\/span><\/a><\/div>\n","protected":false},"author":4158,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[514405],"tags":[],"class_list":["post-352","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-gedankenstroeme-zur-stadt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/352","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/wp-json\/wp\/v2\/users\/4158"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=352"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/352\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":417,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/352\/revisions\/417"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=352"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=352"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=352"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}