{"id":313,"date":"2017-06-29T12:39:08","date_gmt":"2017-06-29T10:39:08","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/?p=313"},"modified":"2017-08-16T22:20:18","modified_gmt":"2017-08-16T20:20:18","slug":"transkript","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sruun\/transkript\/","title":{"rendered":"Transkript Stadtwahrnehmungsspaziergang"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\">Der folgende Text entspricht der Transkription der Audiodatei mit Korrekturen, die allein der Rechtschreibung und Verst\u00e4ndlichkeit dienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">&#8222;Ich stehe vor meiner Haust\u00fcr, es ist ein Mittwoch nachmittag. Ich schaue nach links und rechts, es sind relativ wenige Menschen unterwegs, es ist eine Parallelstra\u00dfe zu einer gr\u00f6\u00dferen Stra\u00dfe in der Neustadt, Wohngebiet, viele Parkpl\u00e4tze, wovon ungef\u00e4hr die H\u00e4lfte belegt sind. Gegen\u00fcber von mir ist eine Reihe sich von der Fassade her \u00e4hnelnde H\u00e4user. Mehrere Wohnh\u00e4user mit Balkon, mehr davon ohne Balkon als mit. Ich f\u00fchle mich hier wohl, ich habe keinen Stress, ich habe keine Angst, ich h\u00f6re viele mir vertraute Ger\u00e4usche, ich h\u00f6re Bauger\u00e4usche, ich h\u00f6re Autos. Auf meiner Haut sp\u00fcre ich eine leichte Briese, die mir an diesem hei\u00dfen Tag gut tut. Nun gehe ich auf die andere Stra\u00dfenseite, um zu gucken wie mein Haus eigentlich genau von au\u00dfen aussieht und was ich sonst nicht wahrnehme, da ich ausnahmslos immer auf der Stra\u00dfenseite meines Hauses entlanggehe. Ein in Grundfarbe grau gestrichenes Haus mit wei\u00dfen T\u00fcr- und Fensterb\u00f6gen, bei mir sind die Gardinen halb vorgezogen, aber die Plissees ganz hochgezogen, weil die Wohnung sich im Erdgeschoss auf B\u00fcrgersteigniveau befindet. Und ich bin eigentlich relativ gl\u00fccklich mit dem \u00e4u\u00dferen Erscheinungsbild des Hauses und dass ich in diesem Haus wohne und nicht in dem links daneben, weil es nicht so sch\u00f6n ist. Also empfinde ich so etwas wie Stolz, obwohl mir das Haus oder die Wohnung gar nicht geh\u00f6rt. Andererseits auch etwas Neid, weil ich nicht in den oberen Etagen wohne, weil diese Wohnungen alle Balkone zum gr\u00fcnen Innenhof haben, was f\u00fcr mich ein deutlicher Fortschritt ist, wenn man von einer Wohnung ohne Balkon in eine mit zieht. Andererseits heizen sich Dachgeschosswohnungen in der Regel sehr auf, es w\u00fcrde unertr\u00e4glich warm werden und mich unter Stress setzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Jetzt gehe ich in die Richtung einer Stra\u00dfe mit S-Bahn, weil diese Richtung f\u00fcr mich momentan interessanter aussieht und nicht in die andere Richtung, weil dort weniger passiert. Es fliegen Pollen durch die Luft, links eine Stra\u00dfe, die in 10m abgesperrt ist, weil dort 15 moderne Mietwohnungen entstehen, eine Baustelle, auf der gerade keiner ist, man kann trotzdem nicht durchfahren, eine Frau f\u00e4hrt auf einem Rennrad vorbei. Hier sind jetzt einige L\u00e4den, ein Beauty-Salon und ein Laden, von dem ich noch nicht wei\u00df, was daraus wird, weil er gerade erst umgebaut wird. Dort waren vorher Wohnungen drin, eine Kunstgalerie, ein Paketlieferant f\u00e4hrt in einem gro\u00dfen Auto vorbei, mit dem ich nicht so gute Erinnerungen verbinde, weil ich das letzte mal als ich ein Paket bekommen sollte, der Lieferant nicht geklingelt hat und ich dem Wagen hinterherlaufen musste. Eine Souterrain Wohnung, die offen steht und aus der Arbeitsger\u00e4usche herausklingen. Im Vorgarten stehen viele Kartons und zusammengefaltete Verpackungen. Daraus schlie\u00dfe ich, dass hier gerade ein Umzug stattfindet. Ich kann mich aber auch t\u00e4uschen. Obwohl ich mir jetzt doch recht sicher bin, weil hier noch zus\u00e4tzlich zwei Farbeimer mit Pinsel und Farbpalette stehen und etwas M\u00fcll, der dabei produziert wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich gehe weiter, laufe \u00fcber die Stra\u00dfe, und an einer Bar vorbei, die angeblich alle Werder Bremen Fu\u00dfballspiele \u00fcbertragen soll. Auf der Fensterscheibe ist ein gro\u00dfes Markenlogo geklebt. Ich war noch nie in dieser Bar, obwohl sie eigentlich die n\u00e4chste Anlaufstelle w\u00e4re, um etwas trinken zu gehen. Aber da ich mich nicht dem Fu\u00dfballmilieu zuordne, ist dieses nicht interessant f\u00fcr mich. Au\u00dferdem habe ich keine Freunde hier in direkter N\u00e4he, die fu\u00dfballvernarrt sind, wodurch ich bisher auch nicht dazu gekommen bin die Bar zu besuchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich bin in eine andere Stra\u00dfe abgebogen, laufe diese nun entlang, weil ich sie sehr sch\u00f6n finde, weil jedes Haus auf der rechten Seite verschiedene farbliche Anstriche hat: Apricot, violett, gelb, wei\u00df mit blauen Fensterrahmen, beige, rot, blau, gelb, grau, ros\u00e9, orange, hellblau mit einer dunkelblauen T\u00fcr. Auf der linken Seite sind die H\u00e4user mehr in Pastellfarben gehalten, aber auch sch\u00f6n. Immer mit einem kleinen Vorgarten, in dem ich, wenn ich dort wohnen w\u00fcrde, vermutlich oft sitzen w\u00fcrde. Viele Fahrr\u00e4der und M\u00fclltonnen stehen im Vorgarten, ein Dixiklo, ein Haus von Bauger\u00fcsten umgeben ist. 103, 110, 112, 106, 101, 97 sind die Hausnummern, in der Reihenfolge, in der sie erblicke. Das System verstehe ich nicht ganz, ich habe mich allerdings auch noch nicht wirklich damit besch\u00e4ftigt, nach welchem Prinzip Hausnummern tats\u00e4chlich vergeben werden. Ein weinendes Kind. Eine Frau mit Kopftuch, eine zweite Frau ebenso mit Kopftuch und dazu ein Mann, und ein zweiter Mann mit Hut. Vermutlich die Mutter des weinenden Kindes versucht es zu beruhigen, ein zweites Kind sitzt im Kinderwagen, aber die Mutter scheint ganz ruhig zu bleiben, sie scheint sich wohlzuf\u00fchlen in dieser Stra\u00dfe. Dazu wei\u00df ich, dass am Wochenende oft an den Enden der Stra\u00dfe, wo sich jeweils gr\u00f6\u00dfere Stra\u00dfen mit mehr Verkehr befinden, Absperrgitter aufgebaut werden, damit die Kinder auf der Stra\u00dfe spielen k\u00f6nnen, ohne, dass die Eltern Angst haben m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich erreiche nun die Gastfeldstra\u00dfe, hier laufen viel mehr Menschen rum, es fahren wesentlich mehr Autos, es gibt sehr viele Restaurants, kleine Caf\u00e9s, Textilpflegel\u00e4den, Schuhl\u00e4den, viele Busse fahren vorbei, ein anscheinend neu er\u00f6ffnetes Fitnessstudio, dass mit viel Werbung an den Schaufenstern, Luftballons, Werbeaufstellern und Hinweisen mit Kreide auf dem B\u00fcrgersteig geschrieben wirbt, ein leerstehender Laden, daneben ein Lokal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Jetzt bleibe ich stehen und schaue in beide Richtungen: In der einen Richtung spielt sich wesentlich mehr ab, weil mehr Menschen von dort kommen, eine Stra\u00dfenkreuzung mit Ampel, und wenn ich weiter gucke, scheint immer mehr zu passieren, vermutlich, weil dort die Pappelstra\u00dfe beginnt, in der sich sehr sehr viele L\u00e4den befinden. Von Eiscaf\u00e9 bis zu Blumenl\u00e4den bis zu Drogeriem\u00e4rkten bis zu Sparkasse und Apotheken &#8211; alles, was man braucht, scheinbar. Man f\u00fchlt sich ganz anders als in einer der Stra\u00dfen gerade eben, wo man fast alleine war und nur alle f\u00fcnf Minuten jemand getroffen hat. Jetzt trifft man alle f\u00fcnf Sekunden jemanden, wodurch ich auch das Gef\u00fchl habe, dass mein Stresslevel etwas ansteigt. Andererseits f\u00fchlt man sich auch nicht allein, das ist auch ein gutes Gef\u00fchl.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Jetzt stehe ich an der Kreuzung und ich gucke in Richtung Innenstadt, sehe die T\u00fcrme des Doms und davor das Theater am Leibnizplatz. Es kommen viele Fahrradfahrer und man muss aufpassen, dass man nicht auf dem Radweg steht, damit man nicht angeklingelt wird. Das ist f\u00fcr mich unangenehm, weil ich als Radfahrer selber wei\u00df wie es ist, wenn man mit dem Fahrrad unterwegs ist und schnell irgendwie hin m\u00f6chte und jemand im Weg steht, vor allem, wenn bspw. gerade die S-Bahn anh\u00e4lt und die ganzen Personen aus der Bahn aussteigen, \u00fcber den Fahrradweg auf den Fu\u00dfg\u00e4ngerweg gehen und es dadurch vor allem in der Rushhour zu einem Fahrradstau kommt. Es passiert aber auch manchmal, dass jemand jemanden ganz leicht anf\u00e4hrt. Aber da habe ich zum Gl\u00fcck bisher nichts Schlimmes gesehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich stehe jetzt vor einem Blumenladen, der sehr viele verschiedene Blumen, Pflanzen und kleine B\u00e4umchen drau\u00dfen stehen hat von 1,99\u20ac bis 43,50\u20ac ist hier alles dabei und ich finde, dass sehr viele sch\u00f6ne Pflanzen dabei sind, die ich gerne kaufen w\u00fcrde, allerdings habe ich nicht so viel Platz. Gegen\u00fcber ein Lebensmittelmarkt in rot, in dem ich haupts\u00e4chlich einkaufe. Davor steht eine Frau auf einem Fahrrad mit einem Kind im Kindersitz hinten drauf und an der gegen\u00fcberliegenden Ampel steht eine weitere Frau mit einer T\u00fcte \u00c4pfel in der Hand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich habe das Gef\u00fchl ich kenne diese Kreuzung in und auswendig. An der anderen Ecke befindet sich eine B\u00e4ckerei, auf der anderen ein Optiker und 100m weiter hinten in Richtung Flughafen folgt eine zweite B\u00e4ckerei\/Konditorei, von der ich wei\u00df, dass sie die Br\u00f6tchen und Brote noch selber backen, weshalb ich dort in der letzten Zeit sehr oft eingekauft habe und mich auch wohlgef\u00fchlt habe, da die Verk\u00e4uferinnen alle sehr freundlich waren und man das Gef\u00fchl hatte, dass sie in einer gewissen Art und Weise dankbar sind. Ich vermute, dass dort weniger Leute einkaufen als in der B\u00e4ckerei an der gro\u00dfen Kreuzung, von welcher ich wei\u00df, dass es eine Filiale einer Kette ist, weil es noch einige weitere in Bremen gibt, u.a. wurde an der Domsheide eine neue Filiale er\u00f6ffnet und ich habe das Gef\u00fchl sie sind mir dankbar, weil ich ein junger Kunde bin, der relativ oft dort einkauft, aber ich bin auch zufrieden, weil die Preise f\u00fcr die Brote nicht hoch sind, die Geb\u00e4ckst\u00fccke sehen nicht so perfekt aus wie in der B\u00e4ckereikettenfiliale, daf\u00fcr kostet es etwas weniger. Deswegen unterst\u00fctze ich das gerne und ich habe auch einmal recherchiert im Internet, weil ich wissen wollte, wo man bei B\u00e4ckern einkaufen kann, die ihre Br\u00f6tchen, Brote und Geb\u00e4cke wirklich komplett selber backen und sich diese Sachen nicht liefern lassen, zwei Minuten in den Ofen packen und im Grunde nur wieder aus dem Schockfrost aufwecken und dann als frische Br\u00f6tchen verkaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich warte bis die Ampel gr\u00fcn wird und gehe dann \u00fcber die Stra\u00dfe. Mir kommen drei Personen entgegen, der Ton der Ampel erklingt, ich kann \u00fcber die Stra\u00dfe gehen und laufe nun die Pappelstra\u00dfe entlang. Am Anfang der Pappelstra\u00dfe gibt es ein Kleidungsgesch\u00e4ft f\u00fcr Frauen, ein Mobilfunkanbieter, ein kleiner Lebensmittelh\u00e4ndler, ein Friseursalon, die Sparkasse. Hier findet man auf k\u00fcrzester Distanz viele L\u00e4den, die man h\u00e4ufig besucht und die in der Regel ausreichen, um alles zu kaufen, was man braucht. Neben mir befindet sich nun ein Rohmilchk\u00e4se-Spezialit\u00e4ten Laden, der unter anderem damit wirbt, dass er K\u00e4seplatten nach Wunsch erstellt und sie haben noch einen Aussteller vor dem Laden stehen, der f\u00fcr verschiedene K\u00e4sespezialit\u00e4ten wirbt. Ich war noch nie in diesem Laden drin, aber er erweckt mein Interesse, weil ich immer mehr auf den Geschmack von anderen K\u00e4sesorten als nur Gouda gekommen bin. Auf der anderen Stra\u00dfenseite befindet sind ein portugiesisches-spanisches-lateinamerikanisches Restaurant, wo ich auch noch nicht war, aber dass auch sehr einladend aussieht. Daneben ein Textilreinigungsladen, diesen Laden werde ich evtl bald besuchen, um meine Arbeitskleidung reinigen zu lassen. Ich gehe weiter und erreiche eine Konfisserie, einen Laden, wo es sehr viel Schokolade gibt, ein Puppen-B\u00e4ren-Haus, ein Fotografie-Laden, einen weiteren B\u00e4cker, von dem ich auch wei\u00df, dass er zu einer Kette geh\u00f6rt, weil sie auch zwei Filialen am Hauptbahnhof hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Jetzt biege ich ab, gehe nach rechts, weil mich diese Stra\u00dfe irgendwie anzieht, weil sie sehr sch\u00f6ne H\u00e4user hat und auch sehr gr\u00fcn ist. In den Vorg\u00e4rten befinden sich viele Rosen, rechts steht eine Birke, die wie ein Schirm vor der Sonne und vielleicht auch Regen sch\u00fctzen k\u00f6nnte. Es entsteht ein Gef\u00fchl von Geborgenheit, weil die Sonne durchscheint und man immer noch durch den halbdurchl\u00e4ssigen Schirm durchschauen kann. Die Bl\u00e4tter gehen nur bis Kopfh\u00f6he. Auf der anderen Seite befindet sich ein Wintergarten vor einem Haus, wei\u00df angestrichen mit rotem Holz zwischen den Fenstern. Dort w\u00fcrde ich auch gerne drin sitzen. Ich gehe weiter, vier offene Fenster, ein Paketlieferant, dem gerade die T\u00fcr aufgemacht wurden ist und eine Unterschrift bekommt. Ein weiteres Haus, vor dem ganz viele Sachen stehen und aus dem Haus kommen ganze viel Hammerger\u00e4usche, zwei gro\u00dfe Beh\u00e4lter in denen ganz viel Baum\u00fcll liegt, deswegen vermute ich wieder eine Renovierung oder einen Aus-\/Umzug. Eine wirklich sehr sch\u00f6ne Stra\u00dfe mit verschiedenen H\u00e4usern. Mir wurde mal erz\u00e4hlt, dass der Bremer Stil so ist, dass immer zwei H\u00e4user wie gespiegelt aneinander stehen, zumindest der obere Bereich: Der Dachgiebel ist mal flach, mal spitz, mal mit Fensteraufsatz, mal komplett flach, mal eine kleine Luke. In dieser Stra\u00dfe w\u00fcrde ich sehr gerne wohnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Auf der rechten Seite befindet sich ein Haus mit 12 gro\u00dfen Fenstern, die ungef\u00e4hr zwei mal drei Meter sind und es sieht ein bisschen abgewrackt aus, weil dort halb abgerissene Plakate h\u00e4ngen. In dem Geb\u00e4ude steht nichts mehr, es sieht verlassen aus oder wie ein Rohbau, der noch nicht vollendet wurde. Aber wenn ich mir vorstelle, dass man diese Geb\u00e4ude wieder etwas herrichtet, k\u00f6nnte es wieder einige coole Wohnungen und Bewohner beherbergen oder einen Laden oder Ateliers oder B\u00fcros, weil es sehr gro\u00dfe Fenster hat. Dadurch k\u00f6nnte es in den R\u00e4umen aber auch unangenehm warm werden, wenn so wie jetzt die Sonne hereinscheint.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich bin am Ende der Stra\u00dfe, der Wind bl\u00e4st etwas st\u00e4rker und ich gehe nach rechts. Auf der gegen\u00fcberliegenden Seite befindet sich ein Haus mit blauem Anstrich. Die Fassade ist nicht glatt, sondern wird gesprengt durch zwei l\u00e4ngs hohe Hausvorspr\u00fcnge, die den dazugeh\u00f6rigen Wohnungen noch mehr Platz schenkt. In den Hausvorspr\u00fcngen und auf den Balkonen sehe ich sehr viele Pflanzen (Bananen, Palmen, Tomaten, usw.), wodurch es fast etwas urig aussieht. Aber sie sehen sehr schlapp aus, vermutlich l\u00e4sst die Sonne die Pflanzen schwitzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich gehe in die n\u00e4chste Stra\u00dfe links, wo scheinbar auch sehr coole Wohnungen sind. Ein Haus, wo unten ein Fahrradabstellkeller ist und ein &#8222;handgemachte Accessoires&#8220; Laden und ab der ersten Etage sind immer Balkone mit vielen gro\u00dfen Pflanzent\u00f6pfen, die durch eine Holz-Metallseil-konstruktion gehalten werden. Das Haus selber hat einen roten Anstrich. Wenn ich dort wohnen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich niemals ausziehen. Rechts daneben ein weiteres Haus mit zwei runden Fenstern, die waagrecht in der Mitte geteilt sind und der obere Teil ge\u00f6ffnet ist. Auf der rechten Seite ein Haus mit einer sch\u00f6nen Wendeltreppe als Aufgang, noch eins, wo eine edel geschwungene Treppe unter ein Vordach zur Haust\u00fcr f\u00fchrt. Mittlerweile ist es ein anderes Gef\u00fchl, weil ich in dieser Stra\u00dfe noch nicht war, aber es ist momentan auch nicht so sch\u00f6n von den H\u00e4usern her, weshalb ich am liebsten noch schneller gehen w\u00fcrde, um das Ende der Stra\u00dfe zu erreichen und in ein Gebiet zum kommen, in dem ich mich wieder besser auskenne. Auch die folgende Stra\u00dfe kenne ich nicht, doch die Stra\u00dfe, die diese kreuzt ist die, die am Rande der Neustadtswallanlagen liegt, wo ein Park beginnt und nun erreiche ich wieder ein mir bekanntes Gebiet. 30 Meter rechts von mir verl\u00e4uft die Friedrich-Ebert-Stra\u00dfe, vor mir liegt ein kleiner Teil des Parks.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich gehe in den Park hinein, auf der linken Seite sind zwei Figuren aus vermutlich Gusseisen, die bereits im Hellen gruselig aussehen, im Dunkeln gehe ich hier nicht gerne entlang, aber momentan sind hier einige Menschen unterwegs und ich bin nicht allein, wodurch es wieder eine angenehmere Situation wird. Ich wage mich also n\u00e4her heran und schaue mir die Skulpturen aus der direkten N\u00e4he an. Sie wirken immer noch etwas beirrend auf mich, weil sie sehr gro\u00df und d\u00fcnn sind. Am Rande dieser Parkeinheit steht ein sehr gro\u00dfer Baum, der einen griffigen Schatten wirft und den ich als sehr \u00e4sthetisch empfinde, weil der Stamm sehr dick, auch etwas schief und vermutlich schon sehr alt ist. Ich hoffe, dass dieser Baum nicht gef\u00e4llt wird, weil er nicht nur gr\u00f6\u00dfenm\u00e4\u00dfig einen besonderen Teil dieses Parks ausmacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Au\u00dferdem ist entlang dieses Weges, den ich gerade entlang gehe, ein kleines Rosenbeet. Klein ist es eigentlich nicht, es sind alle m\u00f6glichen Farben vertreten von rosa und violett \u00fcber rot bis zu gelb usw.; unten sind Lavendelpflanzen, kleines Kraut. Ich entscheide mich ein kleines St\u00fcck zur\u00fcckzugehen, um auf einem kleinen Pfad durch das Beet hindurchzugehen, weil es sehr gut duftet. Ger\u00fcche habe ich bisher ehrlich gesagt gar nicht beachtet, aber es gab bisher auch nicht wirklich besondere Ger\u00fcche, obwohl ich an Restaurants und Feinkostl\u00e4den vorbeigegangen bin, die mich h\u00e4tten stehen lassen k\u00f6nnen oder in eine bestimmte Richtung h\u00e4tten locken k\u00f6nnen. Hier wiederum riecht es sehr gut, ich k\u00f6nnte mich hier auf diese Bank setzen, die sehr einladend wird, aber ich tue es nicht, deshalb gehe ich weiter. Links von mir ein von Z\u00e4unen umgebener Platz, wo Kinder Fu\u00dfball spielen, Tischtennis, zwei M\u00e4nner sitzen daneben auf einer Bank und rauchen. Hier sind wieder mehr Menschen unterwegs, ca. alle zehn Sekunden f\u00e4hrt ein Fahrrad vorbei und Fu\u00dfg\u00e4nger kommen mir entgegen, junge Menschen, vermutlich Studenten, aber auch \u00e4ltere Menschen mit wei\u00dfen Haaren, aufgrund der Temperatur eher leicht bekleidet mit kurzen oder auch luftigen Hosen, wenn sie lang sind. Dazu von Top mit weitem Ausschnitt bis zu Hemden und Blusen. Eine S-Bahn kommt angefahren und f\u00e4hrt weiter, aber nicht in Richtung meines Hauses.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ich stehe jetzt unter dem Portal des Theaters und stelle mich in den Schatten, weil die Sonne auf meinem Nacken gebrannt hat. Ein Kind auf einem Fahrrad f\u00e4hrt vorbei, die Mutter schlendert daneben mit einem zweiten Kind im Kinderwagen, mehrere Menschen warten an der Stra\u00dfe auf das Gr\u00fcnschalten der Ampel. Ich frage mich seitdem ich hierher gezogen bin, warum diese Portal direkt an der Kreuzung gelegen nicht auch der Eingang ist, weil es f\u00fcr mich sehr m\u00e4chtig wirkt und eine gute Repr\u00e4sentation dieses Theaters betreiben w\u00fcrde, aber der Eingang liegt tats\u00e4chlich auf der anderen Seite auf dem Innenhof der Schule, zu der das Theater auch dazu geh\u00f6rt, die beiden Institutionen teilen sich das Geb\u00e4ude. Ich gehe weiter in Richtung Wilhelm-Kaisen-Br\u00fccke, es f\u00e4hrt ein Feuerwehrwagen vorbei und viele Autos. Wenn ich jetzt weiter gehen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich Richtung Innenstadt gehen, aber ich beende den Weg jetzt hier. Und werde weiter reflektieren, aber dies wird weiter im schriftlichen passieren.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Text entspricht der Transkription der Audiodatei mit Korrekturen, die allein der Rechtschreibung und Verst\u00e4ndlichkeit dienen. &#8222;Ich stehe vor meiner Haust\u00fcr, es ist ein Mittwoch nachmittag. 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