{"id":363,"date":"2026-01-27T10:17:35","date_gmt":"2026-01-27T09:17:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/soziopsy\/?p=363"},"modified":"2026-01-28T09:04:39","modified_gmt":"2026-01-28T08:04:39","slug":"mehr-als-staerke-in-zahlen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/soziopsy\/2026\/01\/27\/mehr-als-staerke-in-zahlen\/","title":{"rendered":"Mehr als St\u00e4rke in Zahlen\u00a0&#8211; Warum Gewerkschaften die Stimmen ihrer Minderheiten brauchen, um zu \u00fcberleben\u00a0\u00a0"},"content":{"rendered":"<p><em>28.01.2026 | Autorinnen: Elisabeth H\u00f6lscher, Jana Prei\u00dfing, Luisa Reck | Lesezeit: ca. 10 Minuten<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: left\"><span data-contrast=\"auto\">Gewerkschaften sind zentrale Akteure unserer Gesellschaft und unseres Arbeitslebens. Sie sch\u00fctzen Rechte, organisieren Solidarit\u00e4t und geben Besch\u00e4ftigten eine kollektive Stimme. Doch in einem zunehmend diverseren Arbeitsumfeld stellt sich die Frage, ob Minderheitsmeinungen die geeinte Stimme einer Gewerkschaft schw\u00e4chen \u2013 oder diese st\u00e4rker werden lassen. Dieser Beitrag er\u00f6rtert, warum Minderheiten f\u00fcr Gewerkschaften unverzichtbar sind, Widerspruch Organisationen kl\u00fcger macht und weshalb symbolische Inklusion nicht ausreicht. Er richtet sich an all jene, die die Zukunft unserer Arbeitswelt aktiv gestalten wollen. <\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2><b><span data-contrast=\"auto\">Die verborgene St\u00e4rke der Vielfalt und der Wert des Widerspruchs<\/span><\/b><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/h2>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Seit jeher bauen Gewerkschaften auf die St\u00e4rke der Mehrheit. Solidarit\u00e4t, Geschlossenheit und ein gemeinsames Auftreten gelten als zentrale Erfolgsfaktoren. Doch die Arbeitswelt ist im Wandel und Arbeitnehmende unterscheiden sich zunehmend bez\u00fcglich Herkunft, Religion oder Lebensform. <\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">So befinden sich Gewerkschaften heute im Spannungsfeld zwischen notwendiger Einheit und bereichernder Vielfalt. Impulse entstehen oft dort, wo Menschen neue Erfahrungen machen und andere Probleme benennen. Genau diese Stimmen kommen h\u00e4ufig aus Minderheiten innerhalb der Organisation und werden nicht selten erst einmal als st\u00f6rend wahrgenommen. <\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Denn die Mehrheitsmeinung gleicht einer Autobahn: schnell und effizient, aber abgeschottet von der Umwelt. Minderheiten hingegen er\u00f6ffnen Seitenstra\u00dfen. Diese sind langsamer und manchmal m\u00fchsam, f\u00fchren jedoch zu neuen Perspektiven und informierteren Entscheidungen. Man spricht hier von konvergentem und divergentem Denken. Konvergentes Denken folgt der Mehrheit und pr\u00fcft dabei keine Alternativen. Divergentes Denken hingegen beleuchtet das Problem aus verschiedenen Blickwinkeln und bezieht mehr Faktoren in die Entscheidungsfindung mit ein.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Dieser Denkprozess wird sogar angesto\u00dfen, wenn die Minderheit mit ihrem Widerspruch sachlich im Unrecht ist. Entscheidend ist nicht die Richtigkeit der Position, sondern die ausgel\u00f6ste Irritation. Der Widerspruch zwingt die Gruppe dazu, innezuhalten und Alternativen zu pr\u00fcfen. Die daraus folgenden Erkenntnisse lenken den Blick auf blinde Flecken in gewerkschaftlichen Routinen.\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2><b><span data-contrast=\"auto\">Die Illusion der Inklusion<\/span><\/b><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/h2>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Doch scheinen Minderheitenanliegen kaum in zentrale Entscheidungen von Gewerkschaften vorzudringen \u2013 trotz unterschiedlicher Organisationsformen. Die Forscherin Lucia Amorosi beschreibt in ihrer Analyse zweier italienischer Gewerkschaften auf Basis von Interviews mit Expert:innen <\/span><span data-contrast=\"none\">zwei sehr unterschiedliche Gewerkschaftsmodelle. Aufgrund der \u00e4hnlichen Gewerkschaftsstrukturen sind ihre Erkenntnisse dabei gut auf Deutschland \u00fcbertragbar.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"none\">In der etablierten Dachgewerkschaft Confederazione Generale Italiana del Lavoro (CGIL) begrenzen Hierarchien und eine starke Kontrolle von oben, welche Themen tats\u00e4chlich in Entscheidungen einflie\u00dfen. Anliegen von Minderheiten werden h\u00e4ufig in spezielle Gremien ausgelagert und bleiben vom Zentrum der Macht getrennt. Ma\u00dfnahmen wie Aussch\u00fcsse, Quoten oder Ansprechpersonen f\u00fchren dazu, dass ihre Perspektiven nicht systematisch in Entscheidungsprozesse und die Tarifpolitik einflie\u00dfen. So werden auch Mehrfachdiskriminierungen nicht ber\u00fccksichtigt: Eine junge migrantische Frau mit befristetem Vertrag macht andere Erfahrungen als ein \u00e4lterer m\u00e4nnlicher Facharbeiter \u2013 auch wenn beide Teil derselben Gewerkschaft sind. Wenn Gewerkschaften diese \u00dcberschneidungen nicht ber\u00fccksichtigen, entsteht die Illusion klar voneinander abgrenzbarer Lager. Minderheitenanliegen werden als Sonderthemen behandelt und Minderheitsmeinungen werden zu k\u00fcnstlich geschaffenen Kontrahenten.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"none\">Bei der basisorientierten Gewerkschaft Unione Sindacale di Base (USB) ist die Ausgangslage eine andere, das Problem jedoch \u00e4hnlich. Dort herrscht teilweise ein sehr vereinfachtes Verst\u00e4ndnis von Gesellschaft. Soziale Ungleichheiten werden fast nur als Problem der sozialen Klasse gesehen. Spezifische Erfahrungen von Migrant:innen, Frauen oder queeren Besch\u00e4ftigten gelten deshalb als nachgeordnet oder als Ablenkung vom eigentlichen Konflikt. <\/span><span data-contrast=\"auto\">Auch hier wird Widerspruch begrenzt \u2013 nicht durch feste Hierarchien, sondern durch ein enges ideologisches Denken.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;134233117&quot;:true,&quot;134233118&quot;:true,&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">In beiden F\u00e4llen gehen wichtige Perspektiven verloren, was Ausgrenzung verst\u00e4rkt und die F\u00e4higkeit einer Gewerkschaft schw\u00e4cht, auf eine Arbeitswelt im stetigen Wandel zu reagieren. <\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2><b><span data-contrast=\"auto\">Die Macht der Beharrlichkeit<\/span><\/b><\/h2>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Doch wie k\u00f6nnen sich nun trotz dessen Minderheitsmeinungen durchsetzen? F\u00fcr Gewerkschaften bedeutet das, dass Inklusion nicht bei formalen Strukturen stehen bleiben darf. Ohne reale Entscheidungsrechte und ohne eine Kultur, die Kritik zul\u00e4sst, bleibt Vielfalt dekorativ und Inklusion symbolisch. Sie beruhigt das Gewissen, ver\u00e4ndert aber weder Organisation noch Politik. Relevant hierf\u00fcr ist eine klare, konsequente Position der Minderheit, die \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum vertreten wird, so Sozialpsychologin Charlan Nemeth. Gerade Beharrlichkeit wird von anderen oft als Zeichen von Selbstbewusstsein und \u00dcberzeugung wahrgenommen und verleiht dadurch Glaubw\u00fcrdigkeit.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">In Gewerkschaften zeigt sich das am Beispiel feministischer oder migrantischer Aktivist:innen. Amorosi berichtet, dass Minderheitsmeinungen innerhalb von Organisationen h\u00e4ufig zun\u00e4chst als St\u00f6rfaktor angesehen werden. Allerdings wird durch den Widerstand auch immer wieder Aufmerksamkeit erzwungen. Mit der Zeit ver\u00e4ndert sich die Wahrnehmung. Aus der l\u00e4stigen Stimme wird eine prinzipienfeste Position, mit der sich die Mehrheit auseinandersetzen muss.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2><b><span data-contrast=\"auto\">Langfristiger Wandel in Gewerkschaften\u00a0<\/span><\/b><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/h2>\n<p><span data-contrast=\"auto\">F\u00fcr viele Minderheitenaktivist:innen in Gewerkschaften f\u00fchlt sich dieses Engagement zun\u00e4chst ern\u00fcchternd an. Antr\u00e4ge werden abgelehnt, Themen vertagt oder Diskussionen aus Zeitgr\u00fcnden beendet. Sichtbare Erfolge bleiben aus. Schnell entsteht der Eindruck, man rede gegen eine Wand.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Forschung zu Minderheiteneinfluss zeigt jedoch, dass Wirkung nicht immer nur dort entsteht, wo sie sofort sichtbar ist. Abweichende Positionen werden h\u00e4ufig \u00f6ffentlich zur\u00fcckgewiesen, wirken aber im Hintergrund weiter. Menschen setzen sich innerlich mit den Argumenten auseinander, pr\u00fcfen sie sp\u00e4ter erneut und greifen sie in anderen Situationen wieder auf, oft ohne offen zu benennen, woher der Impuls stammt. Man kann sich diesen Prozess wie einen Keil im Holz vorstellen: Der erste Schlag bewegt wenig. Auch der zweite zeigt kaum Wirkung. Mit jedem weiteren Schlag entstehen jedoch feine Risse, bis sich etwas verschiebt. Minderheitenarbeit ist selten spektakul\u00e4r, aber sie ver\u00e4ndert Denkweisen und Strukturen schrittweise von innen.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Genau das l\u00e4sst sich auch im gewerkschaftlichen Alltag beobachten. Forderungen nach gendersensiblen Tarifregelungen, nach besserem Schutz f\u00fcr migrantische Besch\u00e4ftigte oder nach Rechten f\u00fcr prek\u00e4r Arbeitende galten zun\u00e4chst als nicht mehrheitsf\u00e4hig oder \u201enicht an der Reihe\u201c. Jahre sp\u00e4ter jedoch tauchen \u00e4hnliche Punkte in Programmen, Leitlinien oder Tarifverhandlungen auf. Dann sind sie meist sprachlich so formuliert, dass es f\u00fcr die Mehrheit anschlussf\u00e4hig ist.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">F\u00fcr Gewerkschaften ist das eine zentrale Erkenntnis. Kurzfristiger Widerstand bedeutet nicht, dass dieser wirkungslos bleibt. Im Gegenteil \u2013 konsequenter und gut begr\u00fcndeter Widerspruch verschiebt langfristig die Grenzen des Sagbaren und bereitet sp\u00e4tere Entscheidungen vor. Beharrlichkeit und Ausdauer sind daher keine blo\u00dfen Tugenden, sondern strategisch notwendig f\u00fcr organisationalen Wandel. <\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2><b><span data-contrast=\"auto\">Konflikt als Ressource der Zukunft<\/span><\/b><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/h2>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Gewerkschaften stehen vor der Aufgabe, sich in einer vielf\u00e4ltigen Arbeitswelt neu zu positionieren und auf komplexe Fragen Antworten zu formulieren. Organisationen, die internen Konflikt vermeiden, verlieren an Lernf\u00e4higkeit und Relevanz.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Minderheiteneinfluss ist keine Bedrohung f\u00fcr Solidarit\u00e4t. Er ist eine Voraussetzung daf\u00fcr, dass Solidarit\u00e4t tragf\u00e4hig bleibt. Wenn Gewerkschaften Widerspruch nicht als St\u00f6rung, sondern als Ressource begreifen, st\u00e4rken sie ihre demokratische Qualit\u00e4t und ihre politische Wirksamkeit.\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Die entscheidende Frage lautet daher nicht, ob Gewerkschaften Minderheiten einbinden sollten. Sie lautet, ob sie bereit sind, Stimmen auch dann ernst zu nehmen, wenn sie unbequem sind.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<h2><strong>Zur Vertiefung<\/strong><\/h2>\n<p><span data-contrast=\"auto\">Amorosi, L. (2025). Intersectionality and trade unions: A tale of class and identity? <em>Economic and Industrial Democracy<\/em>, 0(0). <\/span><a href=\"https:\/\/doi.org\/10.1177\/0143831X251395160\"><span data-contrast=\"none\">https:\/\/doi.org\/10.1177\/0143831X251395160<\/span><\/a> <span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span data-contrast=\"none\">Nemeth, C. J. (2012). Minority influence theory. In P. A. M. Van Lange, A. W. Kruglanski, &amp; E. T. Higgins (Eds.),\u202f<\/span><i><span data-contrast=\"none\">Handbook of theories of social psychology<\/span><\/i><span data-contrast=\"none\">\u202f(pp. 362\u2013378). Sage Publications Ltd.\u202f <\/span><a href=\"https:\/\/psycnet.apa.org\/doi\/10.4135\/9781446249222.n44\"><span data-contrast=\"none\">https:\/\/doi.org\/10.4135\/9781446249222.n44<\/span><\/a><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:6,&quot;335551620&quot;:6,&quot;335559739&quot;:160,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p class=\"p1\"><b>Bildquelle:<\/b><\/p>\n<p class=\"p1\">Google Gemini (2026). https:\/\/gemini.google.com. Erstellt am 27.01.2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28.01.2026 | Autorinnen: Elisabeth H\u00f6lscher, Jana Prei\u00dfing, Luisa Reck | Lesezeit: ca. 10 Minuten Gewerkschaften sind zentrale Akteure unserer Gesellschaft und unseres Arbeitslebens. Sie sch\u00fctzen Rechte, organisieren Solidarit\u00e4t und geben Besch\u00e4ftigten eine kollektive Stimme. 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