{"id":23,"date":"2021-09-30T22:54:25","date_gmt":"2021-09-30T20:54:25","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sosesona2021\/?p=23"},"modified":"2021-09-30T22:54:25","modified_gmt":"2021-09-30T20:54:25","slug":"abschlussreflexion-rv14","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sosesona2021\/2021\/09\/30\/abschlussreflexion-rv14\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion RV14"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1.)<\/p>\n<p>Heterogenit\u00e4t als spezifischer Begriff und die damit verbundenen Themen sowie Problematiken waren mir zu Beginn der Vorlesung nicht bewusst. Erst durch die Vorlesung bekam ich einen Eindruck und konnte mich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Heterogenit\u00e4t beschreibt eine allgegenw\u00e4rtige Situation, die durch verschiedene individuelle Merkmale nachgewiesen werden kann. Die Sch\u00fclerInnen unterscheiden sich in Herkunft, Religion, Geschlecht, sozialen Hintergrund, Leistung und Bildungsniveau, was bedeutet, dass jeder Sch\u00fcler durch subjektive Anpassung unterst\u00fctzt werden sollte.<\/p>\n<p>Was das Fach Deutsch betrifft, finde ich die RV08 \u201eHeterogenit\u00e4t und Inklusion im Deutschunterricht &#8211; Vielsprachigkeit und Gender als Herausforderung\u201c sehr interessant. Hier wird unter anderem diskutiert, dass Literatur in Deutschkursen in der Regel eher f\u00fcr das Leseinteresse von M\u00e4dchen geeignet ist. Dabei zeigte sich, dass bestimmte Genres und Themen in Bezug auf bestimmte Geschlechter problematisch waren und eine Vielzahl von Kategorien bei der Literaturauswahl selten ber\u00fccksichtigt wurden. Als angehende Deutschlehrerin sollte ich besonders darauf achten, dass die von mir ausgew\u00e4hlten literarischen Werke m\u00f6glichst genderneutral sind und die Interessen aller Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu ber\u00fccksichtigen, zum Beispiel k\u00f6nnen mehrere unterschiedliche Werke zur Bearbeitung bereitgestellt werden. Bez\u00fcglich RV08 hoffe ich auch, als angehende Lehrerin m\u00f6glichst geschlechtersensibel und fair zu unterrichten und zu benoten, da Sch\u00fclerInnen unterschiedlichen Geschlechts aufgrund gleicher Leistung meist unterschiedlich<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>bewertet werden, da den Geschlechtern bestimmte F\u00e4higkeiten zugeordnet werden. (Wilfried Bos, IGLU 2001). Es ist wichtig, dass die Lehrkr\u00e4fte den unterschiedlichen Lernniveaus der Sch\u00fcler gerecht werden und den Lehrplan entsprechend anpassen. Nichtsdestotrotz wird dies eine Herausforderung sein, denn im Laufe des Unterrichts hat der\/die LehrerIn nicht immer die M\u00f6glichkeit, individuell in jede\/n Sch\u00fclerIn zu investieren.<\/p>\n<p>Fortf\u00fchrend hat mich der zweite Vortrag der Ringvorlesung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>\u201e(Welt-)Gesellschaftlicher Wandel, Migration und Schulreaktionen \u2013 Ein Blick auf Hintergrund, Struktur und Konzept der Schulpolitik um weitere Aspekte belehrt. \u201eDoing Culture\u201c ist in best\u00e4ndiges Problem, welches zur Diskriminierung von Personen mit Migrationshintergrund f\u00fchrt. Sch\u00fclerInnen werden aufgrund von \u00e4u\u00dferlichen Merkmalen in ihren F\u00e4higkeiten untersch\u00e4tzt oder sogar geringwertiger bewertet als Sch\u00fclerInnen ohne jegliche Hintergr\u00fcnde. Dieses Thema hat mich besonders angesprochen, da ich selbst einen Migrationshintergrund habe und \u00e4hnliche Erfahrungen machen musste. Als Lehrerin werde ich mir das Ziel setzen, fair und unvoreingenommen zu benoten und und auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Hierf\u00fcr w\u00fcrde sich sich ebenfalls der Kunstunterricht eignen, indem man Stereotypen und Klischees durch k\u00fcnstlerische Methoden widerlegen kann. Ebenso kann man unterschiedliche Kunst aus verschiedene Kulturen zusammentragen und vorstellen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Im Rahmen eines Faches, welches ich nicht erlerne und belege, finde ich die Ringvorlesung RV11 von Dr. Sabine Horn und Clara Suchodolski von gro\u00dfer Wichtigkeit. Denn hier hei\u00dft es, man solle im Fach Geschichte die Sch\u00fclerInnen stets auf das Thema Antisemitismus vorbereiten, um diese aufzukl\u00e4ren. Das antisemitische Ausdrucksweisen immer noch ein g\u00e4ngiges Problem sind, ist ein Beweis daf\u00fcr. Diese Ringvorlesung hat mich auch ein St\u00fcck mehr aufgekl\u00e4rt, welche Ausdr\u00fccke als Grenzwertig gelten und wie ich als angehende Lehrperson mit solchen Ereignissen umzugehen habe.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>2.) <span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Meine Klasse in der Mittelstufe damals, war nicht wirklich heterogen, denn ich war unter anderem eine der wenigen Sch\u00fclerInnen, mit Migrationshintergrund. Hinzukommt, dass wir nur neun M\u00e4dchen waren und 22 Jungen. Somit war bei Abstimmungen, wie bspw. die zu lesende Literatur oder die anzusehenden Filme, die Mehrheit eine Gleichheit. R\u00fcckblickend wurden wir nicht als M\u00e4dchen oder als Personen mit Migrationshintergrund ausgeschlossen, jedoch ist mir bei der Notenvergabe h\u00e4ufiger aufgefallen, dass ich tendenziell schlechter abschnitt, als meine deutschen Mitsch\u00fclerInnen. Angefangen bei l\u00e4ngeren Berichten, die ich ohne jegliche Hilfe verfassen musste, da ich eben nicht die Gelegenheit hatte, diese von meinen Eltern korrigieren zu lassen. Wohingegen Sch\u00fclerInnen, die aus einem akademischen Haushalt kommen, welche sich andererseits nicht am Unterricht beteiligt haben oder sich in niedrigeren Niveaus bewegten, eben besser bewertet wurden.<\/p>\n<p>Mir ist inzwischen bewusst, dass ich als Sch\u00fclerin mit Migrationshintergrund einen Nachteil im Fach Deutsch erlebt habe. In der Oberstufe hat meine LK-Lehrerin dies jedoch ber\u00fccksichtigt und mir zu jeden Schreibaufgaben explizit ihre Hilfe angeboten. Da wir ein besonders kleiner Leistungskurs waren, konnte sie sich auf die Sch\u00fclerInnen individuell vorbereiten und uns auch f\u00f6rdern. Nach den Klausuren hat sie sich viel Zeit genommen, um alles zu besprechen und wenn jemand, oder ich, besondere Defizite hatten, hat sie sich stets bem\u00fcht, uns zu helfen. Ich bin ihr sehr dankbar und anerkenne ihre M\u00fche besonders. Ihr wertoller Umgang mit uns hat mich zum Teil auch zum LehrerInnenberuf inspiriert.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>3.)<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte das Thema Inklusion unbedingt weiter vertiefen, denn in meinem zuk\u00fcnftigen beruflichen Umfeld sehe ich in diesem Bereich eine gro\u00dfe Herausforderung. Ich vermisse noch einige direkte praktische Zusammenh\u00e4nge. Wie kann ich Einzelpersonen so unterst\u00fctzen, wie sie sie brauchen, ohne die Klasse zu ignorieren? Oder umgekehrt, wie man die Lerninhalte der gesamten Klasse vermittelt, ohne den Einzelnen zu ignorieren und bei Bedarf differenziert zu f\u00f6rdern?<\/p>\n<p>Die Vortragsreihe geht meiner Meinung nach auf die wichtigsten Punkte ein und deckt diese am besten ab. Durch intensive Recherchen zum Thema der Vorlesung konnte ich mein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Heterogenit\u00e4t der Schule erweitern, wodurch ich viel Neues lernen konnte. Ich hatte urspr\u00fcnglich gehofft, mehr \u00fcber den Umgang mit Konflikten zwischen LehrerInnen und Sch\u00fclerInnen zu erfahren, denn das L\u00f6sen von Problemen geh\u00f6rt zum Unterrichtsalltag.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 1.) Heterogenit\u00e4t als spezifischer Begriff und die damit verbundenen Themen sowie Problematiken waren mir zu Beginn der Vorlesung nicht bewusst. Erst durch die Vorlesung bekam ich einen Eindruck und konnte mich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. Heterogenit\u00e4t beschreibt eine allgegenw\u00e4rtige Situation, die durch verschiedene individuelle Merkmale nachgewiesen werden kann. 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