Am vergangenen Mittwoch, hatte ich das Vergnügen, meine ehemlaige Grundschullehrerin bezüglich der Aufgabenstellung 2 befragen zu dürfen. Ihr name ist Franziska Wernicke und sie unterrichtet an der Max-Brauer-Gesamtschule in Hamburg.
Zu der Frage, welche schlechten Erfahrungen sie mit Kindern, welche Deutsch als Zweitsprache haben, bereits gemacht hat, erzählt mir Frau Wernicke, dass es immer wieder auftaucht, dass die Kinder aufgrund ihrer mangelnden Deutschkenntnissen dem Unterricht nicht folgen können und somit mit dem Lernstoff nicht zurecht kommen. Dies passiert vor allem, weil die Kinder zu Hause primär ihre Muttersprache z.B Türkisch oder Albanisch sprechen und dabei der Sprache Deutsch weniger Aufmerksamkeit schenken. Hierbei ist es wichtig, erzählt mir die Lehrerin, dass die Kinder unbedingt gefördert werden müssen und dies tat sie dann auch. Sie berichtet mir von Einzelstunden mit individuellen Kindern, in welchen sie zusammen mit den Kindern an ihrer Aussprache und Wortschätzen gearbeitet hat.
Auf die Frage, was für gute Erfahrungen sie gesammelt hat, antwortet Frau Wernicke mir, dass sie stets beobachten konnte, dass die Kinder mit migrantischen Hintergründen immer aufmerksam und gehorsam waren. Sie vermutet, dass dies etwas mit der Erziehung der Eltern zu tun hat. Desweiteren, erinnert sie sich daran, dass die „ausländischen“ Kinder nie alleine waren bzw. sie immer Freunde hatten und sich, ob mangelnder Deutschkenntnissen oder nicht, immer verständigen und sozialisieren konnten. Besonders in den einzelnen Förderstunden, hatte sie viel Vergnügen damit den Kindern zu helfen, da sie sehr gehorsam, diszipliniert und vor allem lernbereit waren.
Frau Wernicke sieht ihre Reaktion als sehr angemessen. Sie berichtet davon, dass es in den Pausen auch dazu kam, dass sich die Kinder stritten und anpöbelten, jedoch ist sie sich bewusst, dass man solche Ereignisse mit Ruhe, Verstand und Vernunft angehen sollte.