Abschlusssitzung der Ringvorlesung

Welche bedeutungsvollen Inhalte nehme ich mit?

Die Ringvorlesung hat dazu beigetragen, dass sich mein allgemeines Bewusstsein dem Thema „Heterogenität in der Schule“ gegenüber enorm gesteigert hat. Ich habe es als sehr interessant empfunden, verschiedene Formen und Konfrontationen mit Heterogenität zu erleben bzw. darüber zu lesen und mich damit auseinander zusetzen. Des weiteren war es sehr informativ über die verschiedenen Vorhaben des Bildungssektors zu erfahren; wie mit dem Thema „Heterogenität in der Schule“ umgegangen werden soll und was an de Schulsystemen geändert werden muss. Ebenfalls möchte ich hervorheben, dass das Schreiben der Blogbeiträge dazu beigetragen hat, sich mit der Thematik intensiver auseinander zusetzen und sich selbst schlauer zu machen. Die Ringvorlesung hat definitiv dazu beigetragen, dass ich im Laufe meines Orientierungspraktikums oder auch in weiteren folgeneden Praktikas, aufmerksamer und bewusster mit Heterogenität umgehen werde. Ich denke, dass es noch eine Stufe reizender und interessanter sein wird, mit den in der Ringvorlesung besprochenen Fallbeispielen, in Realität konfrontiert zu werden.

Leistungsposition(ierung) des Schülers Mirko im Individualisierenden Unterricht

Situationsverlauf : Wie beziehen sich die Akteure in Aktion und Reaktion aufeinander ?

Die Stimmung innerhalb der Klasse und den Akteuren würde ich anfangs direkt als kalt und unangenehm bezeichnen. Das Verhältnis zwischen Mirko und seiner Lehrerin bewerte ich als angespannt und unharmonisch. Die Lehrerin wirkt meiner Meinung nach sehr desinteressiert, zwar gibt sie Mirko Aufgaben und nimmt teilweise auch Rücksicht auf ihn, jedoch kann von wirklicher Fürsorge und Interesse an Mirkos Erfolg nicht die Rede sein. Emma, das Mädchen das Mirko helfen soll, verhält sich relativ neutral. Sie ist sich der Peinlichkeit der Situation bewusst und versucht Mirko zu helfen.

Positionierung : Welche sozialen Positionen und Rollen nehmen die Beteiligten ein?

Die Lehrerin nimmt in diesem Kontext eine klare autoritäre Position ein. Durch ihre Körperhaltung und ihrer Wortwahl wird dieses sehr hervorgehoben.  Ich finde, dass sie durch ihre eher desinteressierte Art, arrogante bzw. egoistische Züge mit sich bringt. Sie macht ganz deutlich klar, dass Mirko und sie nicht auf der selben Ebene stehen. Emma spielt in diesem Beispiel eine neutrale Rolle. Sie wurde von der autoritären Lehrerin in die Rolle des „Überprüfers“ gedrängt und ist sich der Peinlichkeit der Lage bewusst.

Subjektivierung : Wie kann Mirko sich zeigen und was kann er von sich zeigen?

Dem Schüler Mirko wird in diesem Beispiel kaum Raum gelassen irgendwelche Fortschritte oder Ähnliches von sich zu zeigen. Auf der bildlichen Ebene sehen wir einen jungen Schüler , welcher an einem einsamen Tisch im Klassenzimmer sitzt und welcher von seiner Lehrerin nur „oberflächlich“ Aufmerksamkeit geschenkt bekommt. Mirko hat die Aufgabe, die er lösen sollte, verstanden und gelöst, jedoch zweifelt die Lehrerin an seiner Eigenständigkeit bzw. daran dass er die Aufgabe selbständig lösen kann und fordert Mirko auf die Aufgabe vor allen anderen Schülern noch mal zu lösen. Eine Situation, welche für Mirko sehr unangenehm und peinlich ist.

Lernoptionen : Was wird ihm ermöglicht, was verwehrt ?

Meiner Meinung nach, wird Mirko in dieser Szene überhaupt nichts ermöglicht. Viel wichtiger ist, dass ihm sehr viele dinge Dinge verwehrt werden wie z.B die Möglichkeit seine Ergebnisse innerhalb des Unterrichts vorzustellen oder überhauüt an diesem ordentlich teilzunehmen. Des weiteren finde ich, dass durch seine Isolierung von dem Rest der Klasse dazu beiträgt, dass er sehr einsam wirkt. Es wird das Bild eines hilfbedürftigen einsamen Jungen erweckt.