Disput zwischen türkischer Schülerin und deutscher Lehrkraft

Der vorliegende Bericht erzählt eine  Geschichte von einem Mädchen, welches sich in ihrer Rolle als Türkin von ihrer Lehrkraft benachteiligt fühlt.

In dem Bericht wird deutlich, dass die Lehrerin keine Rücksicht auf die Schülerin und ihren kulturellen Hintergrund nimmt. Die Schülerin aufzufordern bzw. vorzuschlagen einen Gedankegut durchzuführen, das dem Türkischen entspricht war meiner Meinung nach ein Fehlverhalten, welches dazu führen kann, dass das Verhätlnis von Schüler und Lehrer komplett unharmonisch werden kann. Diese Folge, würde die interkulturelle Pädagogik erschweren. Jedoch scheint mir das Verhalten der Schülerin im Bezug auf ihre kulturelle Identität sehr widersprüchlich. Es stellt sich die Frage, weshalb die Schülerin in der Klausur nichts geschrieben hat, wenn sie doch sagt, dass sie sich komplett europäisch fühle und sich mit dem typischen Gedankengut eines Türken nicht identifizieren könne. Demzufolge finde ich, dass sowohl die Lehrerin als auch die Schülerin Schuld an der Auseinandersetzung sind.

Ich würde vorschlagen, dass die Lehrerin beim nächsten mal ein individuelles Gespräch mit dem Schüler aufsucht, um Misverstädnisse aufzuklären bzw. eventuelle Probleme und Streitigkeiten gar nicht erst auftauchen zu lassen.

Das Beispiel lehrt uns, dass die Grundlage für eine erfolgreiche Pädagogik, die Kooperation beider Parteien ist.

Interview mit Grundschullehrerin Frau Wernicke

Am vergangenen Mittwoch, hatte ich das Vergnügen, meine ehemlaige Grundschullehrerin bezüglich der Aufgabenstellung 2 befragen zu dürfen. Ihr name ist Franziska Wernicke und sie unterrichtet an der Max-Brauer-Gesamtschule in Hamburg.

Zu der Frage, welche schlechten Erfahrungen sie mit Kindern, welche Deutsch als Zweitsprache haben, bereits gemacht hat, erzählt mir Frau Wernicke, dass es immer wieder auftaucht, dass die Kinder aufgrund ihrer mangelnden Deutschkenntnissen dem Unterricht nicht folgen können und somit mit dem Lernstoff nicht zurecht kommen. Dies passiert vor allem, weil die Kinder zu Hause primär ihre Muttersprache z.B Türkisch oder Albanisch sprechen und dabei der Sprache Deutsch weniger Aufmerksamkeit schenken. Hierbei ist es wichtig, erzählt mir die Lehrerin, dass die Kinder unbedingt gefördert werden müssen und dies tat sie dann auch. Sie berichtet mir von Einzelstunden mit individuellen Kindern, in welchen sie zusammen mit den Kindern an ihrer Aussprache und Wortschätzen gearbeitet hat.

Auf die Frage, was für gute Erfahrungen sie gesammelt hat, antwortet Frau Wernicke mir, dass sie stets beobachten konnte, dass die Kinder mit migrantischen Hintergründen immer aufmerksam und gehorsam waren. Sie vermutet, dass dies etwas mit der Erziehung der Eltern zu tun hat. Desweiteren, erinnert sie sich daran, dass die „ausländischen“ Kinder nie alleine waren bzw. sie immer Freunde hatten und sich, ob mangelnder Deutschkenntnissen oder nicht, immer verständigen und sozialisieren konnten. Besonders in den einzelnen Förderstunden, hatte sie viel Vergnügen damit den Kindern zu helfen, da sie sehr gehorsam, diszipliniert und vor allem lernbereit waren.

Frau Wernicke sieht ihre Reaktion als sehr angemessen. Sie berichtet davon, dass es in den Pausen auch dazu kam, dass sich die Kinder stritten und anpöbelten, jedoch ist sie sich bewusst, dass man solche Ereignisse mit Ruhe, Verstand und Vernunft angehen sollte.