Excerpt – Parallelwelten- Eine Feldforschung über Obdachlosigkeit in der Hamburger Innenstadt



S.61

  • November 2000 bis April 2001
  • Feldforschung über Obdachlosigkeit in Hamburger Innenstadt
  • Auftragsforschung angefragt von City-Seelensorger Michael Rose
  • Zwei studentische Mitarbeiter Felix Axter und Martin Gruber
  • Mittelpunkt der Untersuchung : kulturelle Wissen nötig um als  Obdachloser in der Hamburger Innenstadt zu (über)leben & Strategie der Alltagsgestaltung
  • Untersuchungsgebiet: Möckebergstraße mit angrenzenden Straßen und Plätzen eingegränzt
  • Ergebnisse im Juni 2001 an  Auftraggeberin der St.Jacobus Stiftung abgegeben
  • „Buden Gruppe“

S.62   

Forschungsverlauf (Autor: Felix Axster)

  • Fragestellung werden entwickelt
  • November 2000 Start
  • Aufsuchung von Hilfseinrichtungen & Interviews mit Mitarbeitern
  • Begleiteten Caritas Mitarbeiter
  • Fuhren mit Mitternachtsbus
  • Erste Kontakte mit Obdachlosen
  • Parallelwelt
  • Weltenwechsel am Morgen

S.63

  • Erste Gespräche mit Obdachlosen
  • Positive Reaktion, aber auch Desintresse
  • Januar 2001
  • Gertrudenkirchhof : Gruppe um die Bude
  • Platte
  • Freundlicher Kontakt der „Ritterrunde“

S.64

  • Feldbuch Eintrag Nr.2
  • Erste Nacht im Freien
  • Feldbuch Eintrag Nr 3. : Paul, Atze, Ernst

S.65

Die Budengruppe

  • Wichtigste Untersuchungseinheit : Obdachlose, ehemalige Obdachlose und nahestehende Menschen
  • Auf Grund der vielen Nutzung „Buden Gruppe“, doch Gruppe selbst „Ritterrunde“
  • Neue Gruppe, da vom Gerhard-Hauptmann Platz vertrieben
  • Soziale Einrichtungen Anziehungsort
  • Bude : Zwei Räume mit eigener Eingangstür.
  • Links : Lagerraum
  • Rechts: Aufenthaltsraum

S.66

  • 1.Kerngruppe: Obdachlose, die in der Nähe des Gertruden Hofs Platte machen
  • 2.Weitere Gruppe: Oddachlose,die in der Umgebung Platte machen (loser Kontakt zur Gruppe)
  • 3. Ehemalige Obdachlose
  • 4. Obdachlose und nahestehende Szene, die unregelmäßig besuchen
  • Zusammensetzung der Gruppe nicht starr
  • Ende der kalten Jahreszeit : Ende der Bude und Toilette

S.67

  • Problem: protegierte Gruppe, geringe Zeit , räumliche Eingrenzung
  • Keine Ethnographie der Obdachlosigkeit in der Hambuger Innenstadt sondern Beschreibung der Lebensumstände einer bestimmten Gruppe, die ohne Wohnung leben oder diesen nahe stehen
  • Vielzahl unterschiedlicher Gruppen: – Alkis

                                                           -Junkies

                                                            -Polen

Alltagsstrategie

Ein Tagesablauf

  • Platte bei Paul & Atze
  • Aufstehen um 6 uhr morgens

S.68

  • Umgebung und-Reaktionsbeschreibung der Passanten
  • „Stammkundin“
  • Geröll
  • Gepäck wegbringen
  • Mitglieder der „Ritterrunde“:
  • Hannes
  • Alfred
  • Hartmud
  • Paule
  • Atze
  • Erich
  • Warten bis 9 uhr morgens

S.69

  • Frühstück bei Hintz und Kuntz
  • Nebeneinkommen: Zeitungverkaufen oder Betteln („Sitzung machen“)
  • Gemeinschaftskasse
  • Teilen sich Arbeit ein
  • Essensausgabe gegen Mittag
  • Neben Essen Möglichkeit sich zu waschen
  • Zurück zur Arbeit
  • Je mehr Alkohol desto weniger Arbeit
  • Essenstellen, Nachmittag, Abends

S.70

  • 20uhr Schlafstelle
  • Isomatte, Decke, Schlafsack, Bettelschüssel,
  • Elf uhr Nachts Mitternachtsbus:Heiße Getränke, Gebäck, Belegtebrötchen
  • Schlafsack nicht ganz zu, da man Gefahr ausläuft an einem Übergriff
  • Hannes schildert seinen Tagesablauf

S.71

Strukturierung des Alltags

  • Großer organisatorischer Aufwand

Ein Aufkommen in der Obdachlosigkeit

  • Sozialhilfe
  • Inanspruchnahme von Hilfsangeboten
  • Komplett angewiesen auf Leistung von Hilfseinrichtungen und Arbeit
  • Bewusster Verzicht auf Sozialhilfe

S.72

  • Sozialhilfe für ausländische Obdachlose ausgeschlossen

Hilfsangebote

  • Aufsuchen von Einrichtungen Grundgerüst von Tagesablauf
  • In manchen Einrichtungen Wäsche waschen, Einrichtungen von sozial Konto und Post wie auch soziale-und psychologische Beratung möglich
  • Mobile Hilfsmaßnahmen

S.73

  • Begrenzte Altkleider
  • Hamburger Tafel

Arbeit

  • Grundsätzlicher Gelderwerb
  • Hinz und Kuntz: Möglichkeit für Obdachlose Zeitungen zu verkaufen
  • Kaufpreis + Trinkgeld
  • Um dort zu arbeiten, Obdachlosigkeit vorrausgesetzt
  • Jeder Verkäufer festen Verkaufsplatz
  • Unterschiedliche Einkommen
  • 10 DM

S.74

– Kritik

  • Betteln :
  •  Sitzung machen
  • Bettel- Schüssel
  • Schnorren/Schmale machen

S.75

Gemeinsames Abhängen und Trinken

  • Feste Plätze
  • Soziale Funktion
  • Sammeln von Geld für gemeinsames Bier
  • Prinzip der Reziprozität

Andere Beschäftigungen

  • Ausflüge in die Stadt und nähere Umgebung
  • Besuche von Veranstaltungen

S.76

  • Besuch von öffentlichen Bücherhallen
  • Spazieren gehen
  • Lesen
  • Radio oder Kassettenrecorder

Wochenrythmus

  • An Wochentagen Platte räumen
  • Wochenende kann Platte bleiben
  • Wochenende viele Essensstellen und Hinz und Kunz geschlossen

Monatsrythmus

  • Monatsanfang haben Obdachlose relativ viel Geld
  • Wenigen Obdachlosen gelingt es das Geld gut einzuteilen

S.77

Wetter

  • Tagesplanung von Wetter abhängig

Sicherheit

  • Gewaltsausbrüche in der Gruppe normal
  • Über Gewalt von außen selten gesprochen
  • Hunde Faktor von Sicherheit
  • Bei Notfällen Polizeianruf möglich

Perspektive der Frauen

  • Weibliche Obdachlosigkeit verborgen  auf Grund von  zeitweisen Zusammenleben mit Männern und durch Gelegenheitsprostitution
  • Leben in öffentlichen Räumen gefährlicher
  • Frauen organisieren Leben besser
  • Häufiger in der Lage aus dem Obdachlosigkeitsleben  auszusteigen

S.78

Wahrhnehmung und Anneignung des städtischen Raums

  • Die Platten: – Schlafstellen der Obdachlosen

        -indiviuelle Ansprüche

        -Platten geheim 

S.79

  • Grenzen und Territorien :
  • Soziale Territorien
  • Bewegungsradius in der Stadt:
  • Bewegungsradius klein
  • Jahreszeitenabhängig
  • Ortsgebunden

Fazit und Ausblick der Untersuchung

  • Viele soziale Einrichtungen  stärke von Hamburg
  • Obdachlosigkeit Schicksalsschlag
  • Dominante Werte der Gesellschaft angepasst

S.80

Epilog

  • Im Sommer neuer Treffpunkt (St.Petri Kirche)
  • Keine Veränderung in der Strucktur

One thought on “Excerpt – Parallelwelten- Eine Feldforschung über Obdachlosigkeit in der Hamburger Innenstadt

  1. Rabea Antworten

    Liebe Jacqueline,
    ein spannendes und wichtiges Thema, mit dem du Dich erneut auseinandergesetzt hast.
    Dadurch, dass du das Exzerpt in Stichpunkten verfasst hast, bekommt man schnell einen guten Überblick über die Struktur des Textes als auch über die inhaltlichen Fakten.
    Als kleinen Hinweis: ich hätte mir noch einen kleinen zusammenfassenden Absatz am Anfang des Exzerptes gewünscht, indem Du einmal kurz darauf eingehst, was im Folgenden Zusammengefasst wird. Keine komplette Inhaltsangabe, sondern nur ein paar Sätze, in denen du das Thema und den Autor, also quasi den Rahmen benennst.

    LG Rabea

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