{"id":7,"date":"2016-05-11T16:55:31","date_gmt":"2016-05-11T14:55:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sharonsblog\/?p=7"},"modified":"2016-05-11T16:55:41","modified_gmt":"2016-05-11T14:55:41","slug":"aufgabe-zum-06-vorlesungstermin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sharonsblog\/2016\/05\/11\/aufgabe-zum-06-vorlesungstermin\/","title":{"rendered":"Aufgabe zum 06. Vorlesungstermin"},"content":{"rendered":"<p><strong>Aufgabenstellung:<\/strong> Wilfried Bos stellt in der Begleituntersuchung zu IGLU 2003 fest, dass Jungen sich in der Tendenz \u2013 im Vergleich mit der weiblichen Gleichaltrigengruppe \u2013 signifikant weniger sicher in Schule f\u00fchlen, deutlich weniger gerne zur Schule gehen und eindeutig h\u00e4ufiger das Gef\u00fchl haben, dass sich die Lehrkr\u00e4fte nicht\/wenig um sie k\u00fcmmern. Wie erkl\u00e4ren Sie sich diese Ergebnisse und wie k\u00f6nnte man diese Situation verbessern?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Pers\u00f6nlicher Antwortsvorschlag:<\/strong> Meiner Meinung nach k\u00f6nnte der Grund dieser Ergebnisse in der fr\u00fch-kindlichen Erziehung begr\u00fcndet liegen. Tats\u00e4chlich ist man bereits im Kindergarten- und Grundschulalter oftmals umgeben von weiblichen Arbeitskr\u00e4ften, w\u00e4hrend m\u00e4nnliche Bezugspersonen meist in der Unterzahl sind. Beispiele w\u00e4ren besonders Kinderg\u00e4rtner oder Grundschullehrer. Gerade bei jungen Sch\u00fclern k\u00f6nnte dadurch schnell ein falscher Eindruck geschaffen werden, der ihnen das Gef\u00fchl gibt, M\u00e4dchen seien von Natur aus besser in der Schule als Jungen.<\/p>\n<p>Hinzu kommen gewisse Vorurteile und Rollenbilder, die sich schon fr\u00fch in den K\u00f6pfen der Kinder einnisten k\u00f6nnen. So seien Jungen angeblich besser in Mathe, w\u00e4hrend M\u00e4dchen besser im Lesen sind. Doch nicht nur bez\u00fcglich St\u00e4rken und Schw\u00e4chen m\u00f6gen sich diese vorgefassten Meinungen in den Gedanken der Sch\u00fcler verankern, sondern auch bez\u00fcglich einiger charaktertypischen Verhaltensmustern. In einem Jungen wird beispielsweise eher die M\u00f6glichkeit gesehen, als &#8222;St\u00f6renfried&#8220; zu gelten, als bei einem M\u00e4dchen, von denen vielmehr ein gewissenhaftes Arbeiten erwartet wird.<\/p>\n<p>Dieser Situation entgegen treten k\u00f6nnte man eventuell, indem man sich bem\u00fcht, ein einigerma\u00dfen ausgeglichenes Verh\u00e4ltnis zwischen Grundschullehrinnen und -Lehrern herzustellen. Au\u00dferdem m\u00fcsste besondere Aufmerksamkeit auf die Gleichbehandlung der Lehrer an den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern gerichtet werden. Anstatt sich als Lehrer gewissen Vorurteilen zu f\u00fcgen, sollte man vielmehr die F\u00f6rderung der Sch\u00fcler in den verschiedensten Bereichen in Angriff nehmen. So k\u00f6nnte man Jungen beispielsweise das Lesen oder die K\u00fcnste attraktiver gestalten und ihnen offen zeigen, dass beide Geschlechter in der Schule erfolgreich sein k\u00f6nnen. Denn letztendlich sollte jeder Mensch dieselben Chancen im Leben bekommen und sich nicht von falschen Annahmen oder Rollenbildern verunsichern lassen m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aufgabenstellung: Wilfried Bos stellt in der Begleituntersuchung zu IGLU 2003 fest, dass Jungen sich in der Tendenz \u2013 im Vergleich mit der weiblichen Gleichaltrigengruppe \u2013 signifikant weniger sicher in Schule f\u00fchlen, deutlich weniger gerne zur Schule gehen und eindeutig h\u00e4ufiger das Gef\u00fchl haben, dass sich die Lehrkr\u00e4fte nicht\/wenig um sie k\u00fcmmern. 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