{"id":22,"date":"2019-06-08T20:37:32","date_gmt":"2019-06-08T18:37:32","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/shadia1\/?p=22"},"modified":"2019-06-08T20:37:32","modified_gmt":"2019-06-08T18:37:32","slug":"ueber-juedisches-leben-reden-kein-tabu-umgang-mit-religioeser-diversitaet-am-beispiel-judentum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/shadia1\/2019\/06\/08\/ueber-juedisches-leben-reden-kein-tabu-umgang-mit-religioeser-diversitaet-am-beispiel-judentum\/","title":{"rendered":"\u00dcber j\u00fcdisches Leben reden &#8211; (k)ein Tabu? Umgang mit religi\u00f6ser Diversit\u00e4t am Beispiel Judentum"},"content":{"rendered":"<p>Option 1<\/p>\n<p>1. \u00a0In dem Bericht &#8220; J\u00fcdisches Leben: Koscheres Leben&#8220; von J\u00fcrgen Dreyer und Sybille Hattwich geht es um die Religionsaus\u00fcbung im Bezug auf eine koscherer Lebensweise im Judentum, wobei verschiedene Umgangsweisen mit dem j\u00fcdischen Regelwerk, den &#8222;Kaschrut&#8220;-Regeln, thematisiert werden. Die &#8222;Kaschur&#8220;-Regeln weisen die gl\u00e4ubigen Juden darauf hin wie verschiedene Lebensmittel gelagert, gekocht und verzehrt werden d\u00fcrfen. Innerhalb des Judentums kommt es jedoch zu unterschiedlichen Meinungen und Umgangsweisen mit diesen Regeln. So sagen liberale Juden, dass sie durch dieses Regelwerk zu sehr in ihrer Eigenst\u00e4ndigkeit eingeschr\u00e4nkt werden. Im Gegensatz dazu gibt es orthodoxe Juden, die beispielsweise den Verzehr von Milch- und Fleichsprodukten zeitlich trennen, damit diese sich nicht bei der Verdauung vermischen k\u00f6nnen und somit nicht unabsichtlich die &#8222;Kaschrut&#8220;-Regeln gebrochen werden.<\/p>\n<p>2. Um Religion(en) verstehen zu k\u00f6nnen, muss man sie immer zun\u00e4chst unter drei Grundannahme betrachten.<\/p>\n<p>Bei der ersten Grundannahme handelt es sich um die &#8222;Interne Diversit\u00e4t&#8220;. Das bedeutet, dass nicht nur die einzelnen verschiedenen Religionen divers sind, sondern auch jede Religion ist in sich divers. Eine Religion ist somit in ihrer Art und Weise nicht strikt festgelegt, sondern jeder Gl\u00e4ubiger \u00fcbt sie in seiner eigene Art und Weise aus. Diese verschiedenen Aus\u00fcbungen h\u00e4ngen oftmals auch von der Kultur oder diversen Traditionen ab. Es ist somit nicht m\u00f6glich eine Religion zu generalisieren. So verfolgen einige Juden die &#8222;Kaschrut&#8220;-Regeln strikt und einige weniger strikt, jedoch f\u00fchlen sie sich gleicherma\u00dfen den Judentum angeh\u00f6rig. Jeder Gl\u00e4ubiger darf f\u00fcr sich selbst entscheiden, inwiefern er die Regeln seiner Religion befolgt.<\/p>\n<p>Bei der zweiten Grundannahme handelt es sich darum, dass &#8222;Religionen sich in einem st\u00e4ndigen Ver\u00e4nderungsprozess befinden&#8220;. \u00a0Hierbei geht es darum, dass sich die Regeln im Laufe der Zeit ver\u00e4ndern oder sich den aktuellen Gegebenheiten anpassen. Somit sind Religionen nicht zeitlos. Ein Beispiel ist der Verzehr von Sushi, den es fr\u00fcher noch nicht gab und dieser erst seit neustem diskutiert werden muss. Ebenfalls wird auch berichtet, dass das Regelwerk sich jedoch nicht der modernen Zeit komplett anpassen soll oder modernisiert werden soll, denn dann w\u00fcrde das Judentum nicht weiter bestehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Bei der dritten Grundannahme geht es darum, dass &#8222;Religionen Teil gesellschaftlicher und historischer Strukturen und Prozesse sind&#8220;. \u00a0Es finden somit immer Anpassungen an die gesellschaftliche Situation statt. So wird wie eben bereist genannt, diskutiert inwiefern Sushi ein &#8222;koscheres&#8220; Gericht ist und ob es den strengen Regeln der &#8222;Kaschrut&#8220; widerspricht.<\/p>\n<p>3. \u00a0Meiner Meinung nach ist es sehr wichtig, dass sich jeder die &#8222;Interne Diversit\u00e4t&#8220; vor Augen h\u00e4lt. Religionen sind und bleiben etwas ganz pers\u00f6nliches und niemand sollte sich das Recht nehmen einen anderen Menschen aufgrund seines Glaubens oder der Aus\u00fcbung seines Glaubens zu verurteilen. Im Bezug des gegebene Beispiels ist es meiner Meinung selbstverst\u00e4ndlich, dass jeder Jude oder jede J\u00fcdin selbst dar\u00fcber entscheiden darf, inwiefern sie ihren Glauben aus\u00fcben m\u00f6chten und inwiefern sie die Regeln der &#8222;Kaschrut&#8220; befolgen ohne sich daf\u00fcr rechtfertigen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p>4. \u00a0In dieser Situation w\u00fcrde ich zun\u00e4chst versuchen dem Sch\u00fcler das Ph\u00e4nomen der &#8222;Internen Diversit\u00e4t&#8220; zu erkl\u00e4ren. Wichtig ist dabei anzusprechen, dass jegliche Art der Aus\u00fcbung einer Religion respektiert werden sollte und nicht verurteilt. Dabei w\u00fcrde ich dem Sch\u00fcler erkl\u00e4ren was koscher \u00fcberhaupt bedeutet und versuchen zu vermitteln, dass es in Ordnung ist als gl\u00e4ubige(r) Jude\/J\u00fcdin sich an diese Regeln zu halten oder auch nicht, dass es nur wichtig sei jegliche Entscheidung zu respektieren. Des Weiteren w\u00fcrde ich nach eine M\u00f6glichkeit suchen, dass alle SuS an dem Abschlussessen teilnehmen k\u00f6nnen. Zusammen mit der betroffenen Sch\u00fclern (solang sie sich wohlf\u00fchlen in der Situation) und allen weiteren SuS k\u00f6nnte eine Liste ausgearbeitet werden, die koschere Lebensmittel und Gerichte beinhaltet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Option 1 1. \u00a0In dem Bericht &#8220; J\u00fcdisches Leben: Koscheres Leben&#8220; von J\u00fcrgen Dreyer und Sybille Hattwich geht es um die Religionsaus\u00fcbung im Bezug auf eine koscherer Lebensweise im Judentum, wobei verschiedene Umgangsweisen mit dem j\u00fcdischen Regelwerk, den &#8222;Kaschrut&#8220;-Regeln, thematisiert werden. 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