{"id":16,"date":"2020-05-20T19:55:35","date_gmt":"2020-05-20T17:55:35","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/seldk\/?p=16"},"modified":"2020-05-20T19:58:08","modified_gmt":"2020-05-20T17:58:08","slug":"mathematische-leistungsunterschiede-empirische-befunde-und-konsequenzen-fuer-den-mathematikunterricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/seldk\/2020\/05\/20\/mathematische-leistungsunterschiede-empirische-befunde-und-konsequenzen-fuer-den-mathematikunterricht\/","title":{"rendered":"Mathematische Leistungsunterschiede \u2013 empirische Befunde und Konsequenzen f\u00fcr den Mathematikunterricht"},"content":{"rendered":"<p>zu 1. Unsere Gesellschaft besteht aus Individuen, die allesamt verschiedene F\u00e4higkeiten mit den unterschiedlichsten St\u00e4rken und Schw\u00e4chen aufweisen. Diese Ausgangsposition der Heterogenit\u00e4t ist also nicht unbedingt als schlecht zu betrachten, denn sie sorgte daf\u00fcr, dass bspw. die verschiedensten Wirtschaftsbereiche ausgesch\u00f6pft und diese bis auf den kleinsten Bereich spezialisiert wurden. Wirft man auf einen Blick auf die Optionen des Konsumverbrauchs, so haben wir das den Menschen zu verdanken, die L\u00fccken gef\u00fcllt haben, wo andere nicht die F\u00e4higkeiten dazu hatten.<\/p>\n<p>Eine Lehrkraft sollte sich diesbez\u00fcglich also keine Sorgen machen, wenn sich gewisse Leistungsunterschiede im Mathematikunterricht bemerkbar machen. Es ist durchaus normal, dass SuS in einigen F\u00e4chern gut und in anderen weniger gut sind, ebenso dass sie an manchen F\u00e4chern interessiert sind und in anderen eher weniger.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz sollte man als LuL die betroffenen SuS im Auge behalten. Sollten die geringsten Anforderungen nicht mal mehr erf\u00fcllt werden, liegt es in der Verantwortung der Lehrkraft, schulpolitische Ma\u00dfnahmen zu ergreifen. Hierbei sollte man sich auf die notwendige Allgemeinbildung st\u00fctzen, die jede\/r SuS im sp\u00e4teren Alltag ben\u00f6tigt (bspw. Prozentrechnung).<\/p>\n<p>Die Umstellung auf das zweigliedrige Schulsystem hat sich bei der PISA-Studie nachweislich als gut erwiesen. Hierbei ist auf das Leistungsniveau vor und nach der Umstellung hinzuweisen. Vor der Umstellung standen viele SuS auf der untersten Kompetenzstufe. Nach der Umstellung hingegen ist ein Aufstieg des Leistungsniveaus nachzuweisen.<\/p>\n<p>zu 2. Das Spielen im Mathematikunterricht kann durchaus profitabel f\u00fcr alle Beteiligten sein. LuL haben die M\u00f6glichkeit, die SuS spielerisch &#8222;mit ans Boot&#8220; zu holen und das Interesse f\u00fcr das Fach erheblich zu steigern. Des Weiteren erweitert man den eigenen Horizont der didaktischen Methodik, die man eventuell auch f\u00e4cher\u00fcbergreifend anwenden kann. Durch Teambildungen der SuS w\u00fcrde man au\u00dferdem das Gemeinschaftsgef\u00fchl der Klasse f\u00f6rdern und diese zudem dazu animieren, mehr f\u00fcr das Fach zu tun.<\/p>\n<p>Aus der Sicht der SuS ist es definitv vorteilhaft, eine spielerische Stunde eingelegt zu bekommen. Neben der Abwechslung vom Frontalunterricht, haben diese die M\u00f6glichkeit sich selbst einzubringen und wom\u00f6glich auch Verkn\u00fcpfungen herzustellen.<\/p>\n<p>Hierzu ein Beispiel: h\u00e4ufig war uns unsere Mathelehrerin einen Ball zu und fragte uns ab. Durch dieses Spiel haben wir, wenn wir in den Pausen mit dem Ball gespielt haben, h\u00e4ufig Matheaufgaben assoziert und uns einen Spa\u00df daraus gemacht &#8211; was wir nicht wussten war, dass wir im Unterbewusstsein eigentlich schon viel gelernt hatten.<\/p>\n<p>Dadurch steigt die Chance f\u00fcr die SuS, ein Erfolgserlebnis zu durchleben und weiterhin motiviert zu bleiben.<\/p>\n<p>zu 3. Wie gehen die SuS vor? Gehen sie nach Logik, achten sie auf die Schnelligkeit oder setzen sie auf Zufall?<\/p>\n<p>Sind die SuS bei der Thematik oder doch eher abgelenkt?<\/p>\n<p>zu 4. Zum einen k\u00f6nnte man auf die Reflexion zur\u00fcckkommen und das Spiel rekapitulieren. Durch die Wiederholung der Ergebnisse, haben die SuS die M\u00f6glichkeit, \u00fcber das Geschehen nachzudenken und zu reflektieren. Der anschlie\u00dfende Diskurs, wie die SuS sich dabei verhalten haben, welche Methoden sie angewandt haben etc., sorgt f\u00fcr eine Vertiefung der bereits erlernten F\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p>Zum anderen k\u00f6nnte man durch das Verkn\u00fcpfen des Spiels zu allt\u00e4glichen Angelegenheiten die SuS dazu bringen, Erlerntes zu reaktivieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>zu 1. Unsere Gesellschaft besteht aus Individuen, die allesamt verschiedene F\u00e4higkeiten mit den unterschiedlichsten St\u00e4rken und Schw\u00e4chen aufweisen. Diese Ausgangsposition der Heterogenit\u00e4t ist also nicht unbedingt als schlecht zu betrachten, denn sie sorgte daf\u00fcr, dass bspw. die verschiedensten Wirtschaftsbereiche ausgesch\u00f6pft und diese bis auf den kleinsten Bereich spezialisiert wurden. 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