{"id":3479,"date":"2023-03-16T10:00:58","date_gmt":"2023-03-16T09:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/?p=3479"},"modified":"2023-03-17T11:50:00","modified_gmt":"2023-03-17T10:50:00","slug":"von-zwei-vielen-und-zu-wenig-geschlechtern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/2023\/03\/16\/von-zwei-vielen-und-zu-wenig-geschlechtern\/","title":{"rendered":"Von zwei, vielen und zu wenig Geschlechtern"},"content":{"rendered":"<p><em>von Moritz Rocho<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_3480\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3480\" class=\"wp-image-3480\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Geschlechter-Titelbild.jpg\" alt=\"\" width=\"1014\" height=\"685\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Geschlechter-Titelbild.jpg 1920w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Geschlechter-Titelbild-300x203.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Geschlechter-Titelbild-1024x692.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Geschlechter-Titelbild-768x519.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Geschlechter-Titelbild-1536x1038.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Geschlechter-Titelbild-676x457.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 1014px) 100vw, 1014px\" \/><p id=\"caption-attachment-3480\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Pixabay.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><b><span data-contrast=\"auto\">Chromosomen, Keimdr\u00fcsen und Hormone \u2013 Welche Merkmale machen eigentlich das biologische Geschlecht aus? Und wie viele biologische Geschlechter gibt es? Welchen Weg ein Individuum zur Festlegung eines Geschlechts nimmt h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab. Verschiedene Variationen auf diesem Weg zeigen ein breites Spektrum unterschiedlicher Auspr\u00e4gungen auf. <\/span><\/b><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Der Wissenschaftsjournalismus hat noch viel Spielraum, diverser zu werden, wie die Genderdebatte auf der \u201eWissenswerte 2022\u201c <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/2023\/02\/14\/wer-sind-eigentlich-diese-wissenschaftsjournalistinnen-die-wissenswerte-2022-teil-2\/\">thematisiert<\/a> hat. In den Medien und der \u00d6ffentlichkeit werden die Geschlechter nicht gleich repr\u00e4sentiert. Wenn im Deutschen vom menschlichen Geschlecht die Rede ist, werden die Begriffe des sozialen Geschlechts (englisch gender) und des biologischen Geschlechts (englisch sex) unterschieden. Je mehr man sich mit diesem Unterschied besch\u00e4ftigt, desto schneller stellen sich Fragen: Was ist denn nun eigentlich ein biologisches Geschlecht? Und wie viele gibt es?\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Auch auf der \u201eWissenswerte\u201c wurde \u2013<\/span> <span data-contrast=\"auto\">moderiert von Wissenschaftsjournalist Axel Bach (u.a. Quarks) &#8211; dar\u00fcber diskutiert. Ob es die Definition eines biologischen Geschlechts gibt und was f\u00fcr welche Anzahl an Geschlechtern spricht, m\u00f6chte ich in meinem Artikel beleuchten.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b><span data-contrast=\"auto\">Der Weg zum Geschlecht<\/span><\/b><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Die menschliche Fortpflanzung funktioniert durch Anisogamie, also durch die Vereinigung zweier Keimzellen: einem gr\u00f6\u00dferen Gameten, der weiblichen Eizelle, sowie der deutlich kleineren beweglichen Samenzelle (Spermium). Diese beiden Gameten lassen sich eindeutig einem der beiden biologischen Geschlechter m\u00e4nnlich oder weiblich zuordnen.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Der erste Schritt zur Differenzierung der Geschlechter erfolgt genetisch sofort nach der Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle durch die Chromosomenkombination XX oder XY. Besitzt der Embryo Y-Chromosomen bzw. die Kombination XY gilt dies als m\u00e4nnlich, die Kombination XX als weiblich. Die Entwicklung bleibt jedoch zun\u00e4chst indifferent, die genetisch m\u00e4nnlichen und weiblichen Embryonen entwickeln sich vorerst gleich. Nach ca. 6 Wochen entstehen \u2013 abh\u00e4ngig von den Geschlechtschromosomen &#8211; die Keimdr\u00fcsen bzw. Gonaden: Hoden oder Ovarien.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_3501\" style=\"width: 580px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3501\" class=\"wp-image-3501\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/entwicklung-maennlicher-und-weiblicher-Gonaden.png\" alt=\"\" width=\"570\" height=\"541\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/entwicklung-maennlicher-und-weiblicher-Gonaden.png 824w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/entwicklung-maennlicher-und-weiblicher-Gonaden-300x285.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/entwicklung-maennlicher-und-weiblicher-Gonaden-768x730.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/entwicklung-maennlicher-und-weiblicher-Gonaden-676x642.png 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 570px) 100vw, 570px\" \/><p id=\"caption-attachment-3501\" class=\"wp-caption-text\">Die Entwicklung der m\u00e4nnlichen und weiblichen Gonaden beim menschlichen Embryo (Quelle: Girsh 2021)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Neben den Gonaden entstehen w\u00e4hrend der Embryonalentwicklung auch der M\u00fcller-Gang und der Wolff-Gang. Aus dem M\u00fcller-Gang entstehen bei der typisch weiblichen Geschlechtsdifferenzierung Eileiter, Geb\u00e4rmutterschleimhaut, sowie Teile der Vagina. Der Wolff-Gang verschwindet gr\u00f6\u00dftenteils. Die Aussch\u00fcttung des Anti-M\u00fcller-Hormons (engl. M\u00fcllerian inhibiting substance, MIS) sorgt bei der typisch m\u00e4nnlichen Sexualdifferenzierung f\u00fcr die R\u00fcckbildung der M\u00fcller-G\u00e4nge [1]. Ab der 8. Woche produzieren die Leydig-Zellen in den m\u00e4nnlichen Hoden Testosteron. Dieses ist mit daf\u00fcr verantwortlich, dass sich die Veranlagung f\u00fcr den Wolff-Gang stabilisiert [2]. Im vierten Monat der Embryonalentwicklung ist die Geschlechtsdifferenzierung abgeschlossen, innere und \u00e4u\u00dfere Geschlechtsmerkmale wie z.B. Vulva bzw. Penis lassen auf ein biologisches Geschlecht schlie\u00dfen.\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_3482\" style=\"width: 458px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3482\" class=\"wp-image-3482\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/embryo-g24d35295a_1920.jpg\" alt=\"\" width=\"448\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/embryo-g24d35295a_1920.jpg 1920w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/embryo-g24d35295a_1920-300x198.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/embryo-g24d35295a_1920-1024x677.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/embryo-g24d35295a_1920-768x508.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/embryo-g24d35295a_1920-1536x1015.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/embryo-g24d35295a_1920-676x447.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 448px) 100vw, 448px\" \/><p id=\"caption-attachment-3482\" class=\"wp-caption-text\">W\u00e4hrend der Embryonalentwicklung sorgen u.a. die Geschlechtschromosomen und das Anti-M\u00fcller-Hormon f\u00fcr die Geschlechtsdifferenzierung. <em>Quelle: Pixabay.<\/em><\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Chromosomen, Hormone, \u00e4u\u00dfere Geschlechtsmerkmale: Lassen diese Merkmale eindeutig auf ein biologisch zweigeschlechtliches System schlie\u00dfen?<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b><span data-contrast=\"auto\">Ein Spektrum an Variationen<\/span><\/b><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">W\u00e4hrend der Entwicklung eines Individuums existieren verschiedene Variationen der oben beschriebenen typischen Individualentwicklung. Diese offenbaren auf den ersten Blick einen Widerspruch: Das \u201egenetische Geschlecht\u201c passt teilweise nicht zu den \u00e4u\u00dferen Geschlechtsmerkmalen. Der in Bremen promovierte Biologe und Sexualwissenschaftler Heinz-J\u00fcrgen Vo\u00df (Hochschule Merseburg) sowie der Molekularbiologe Emanuel Wyler (Max-Delbr\u00fcck-Center Berlin) pr\u00e4sentierten auf der \u201eWissenswerte\u201c verschiedene Beispiele und Studien, welche Intersexualit\u00e4t und Zwischenformen von biologischen Geschlechtern darstellen. Einen Teil dieser Beispiele sowie weitere Forschung zum biologischen Geschlecht m\u00f6chte ich in diesem Artikel vorstellen.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Beim Gro\u00dfteil der Menschen entwickelt sich das Geschlecht wie oben beschrieben, sodass ein Mensch mit XX-Chromosomen, Eierst\u00f6cken, inneren und \u00e4u\u00dferen weiblichen Geschlechtsmerkmalen sowie weiblichen Hormonen als typisch weiblich gilt. Allerdings existieren auch subtile Variationen dieser weiblichen Entwicklung wie zum Beispiel ein stark erh\u00f6hter Spiegel des m\u00e4nnlichen Geschlechtshormons Testosteron. Bei der typisch m\u00e4nnlichen Entwicklung hingegen k\u00f6nnen gr\u00f6\u00dfere Ver\u00e4nderungen durch Mutationen des SRD5A2-Gens hervorgerufen werden. Sie f\u00fchren zu einem Mangel des Enzyms Steroid-5\u03b1-Reduktase Typ 2, welches Testosteron in seine aktive Form Dihydrotestosteron umwandelt. Auswirkungen f\u00fcr genetisch m\u00e4nnliche Personen k\u00f6nnen dann eine gest\u00f6rte Entwicklung der Geschlechtsorgane sein. Auf dem Spektrum der Geschlechtsvariationen (s. Tabelle 1) nennt man solche Ver\u00e4nderungen \u201eDifferences of sexual development\u201c (DSD).\u00a0 In der wissenschaftlichen Literatur werden sie auch oft mit \u201edisorders of sexual development\u201c betitelt. Es ist jedoch stark zu bezweifeln, ob alle diese Ver\u00e4nderungen auch wirklich eine Krankheit oder St\u00f6rung darstellen. Deshalb pl\u00e4dieren einige Forschende auch f\u00fcr den Begriff Differences statt Disorders [3]. Die Schweizerische Nationale Ethikkommission im Bereich Humanmedizin weist in einer Stellungnahme ebenso darauf hin, dass Abweichungen von der Geschlechternorm oft nicht pathologisch sind und keine medizinische Behandlung ben\u00f6tigen [4].<\/span><\/p>\n<p><em>Tabelle 1: <\/em><i><span data-contrast=\"auto\">Das Geschlechterspektrum nach Ainsworth, C. (2015)<\/span><\/i><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-3491\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen--e1678195002413.png\" alt=\"\" width=\"1140\" height=\"265\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen--e1678195002413.png 1140w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen--e1678195002413-300x70.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen--e1678195002413-1024x238.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen--e1678195002413-768x179.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen--e1678195002413-676x157.png 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 1140px) 100vw, 1140px\" \/><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-3492 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen-1-1-e1678195197207.png\" alt=\"\" width=\"1140\" height=\"316\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen-1-1-e1678195197207.png 1140w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen-1-1-e1678195197207-300x83.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen-1-1-e1678195197207-1024x284.png 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen-1-1-e1678195197207-768x213.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Tabellen-1-1-e1678195197207-676x187.png 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 1140px) 100vw, 1140px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><b><span data-contrast=\"auto\">Frauen mit Hoden und M\u00e4nner mit M\u00fcller-Gang<\/span><\/b><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Eine weitere Variation kann bei der Entwicklung der Keimdr\u00fcsen \u2013 Hoden und Ovarien &#8211; auftreten. Die Keimdr\u00fcsen entwickeln sich zun\u00e4chst auf gleiche Weise im Bauchraum. Dabei ist das SRY-Gen, welches sich auf dem m\u00e4nnlichen Y-Chromosom befindet, verantwortlich f\u00fcr die Geschlechtsentwicklung. Tr\u00e4gt ein Individuum mit XX-Chromosomen jedoch Fragmente des SRY-Gens in sich, entwickeln sich die Gonaden zu Hoden anstelle von Eierst\u00f6cken und die Person entwickelt m\u00e4nnliche Genitalien. Das SRY-Gen spielt damit eine bedeutsame Rolle f\u00fcr die Entwicklungsschritte der Hoden und des m\u00e4nnlichen Ph\u00e4notyps, doch es wirken noch viele Einflussfaktoren mit, wie z.B. der Transkriptionsfaktor SOX9. Dieser ist an der Produktion des Anti-M\u00fcller-Hormons beteiligt [5]. Bis jetzt sind noch nicht alle Interaktionen und Einflussfaktoren der Geschlechtsdifferenzierung vollst\u00e4ndig bekannt.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Wie vielf\u00e4ltig Geschlechtsmerkmale bei DSD sein k\u00f6nnen, zeigt die Quigley-Skala des Endokrinologen Charmian A. Quigley. Sie stellt Ph\u00e4notypen der<\/span><span data-contrast=\"auto\">\u00a0<\/span><span data-contrast=\"auto\"> Androgenresistenz dar, bei welcher genetisch m\u00e4nnliche Personen gegen m\u00e4nnliche Geschlechtshormone (Androgene) resistent sind. Diese Hormone f\u00f6rdern die Entwicklung und Auspr\u00e4gung m\u00e4nnlicher Geschlechtsorgane und werden beim Mann in den Hoden sowie der Nebennierenrinde gebildet.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_3502\" style=\"width: 810px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3502\" class=\"wp-image-3502 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Quigley-scala.png\" alt=\"\" width=\"800\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Quigley-scala.png 800w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Quigley-scala-300x78.png 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Quigley-scala-768x200.png 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/Quigley-scala-676x176.png 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><p id=\"caption-attachment-3502\" class=\"wp-caption-text\">Die Quigley-Skala zeigt verschiedene Formen der Androgenresistenz von der minimalen Androgenresistenz mit klar erkennbaren maskulinen Geschlechtsmerkmalen (1) bis zur kompletten Androgenresistenz mit sehr femininen Geschlechtsmerkmalen (6\/7). (Quelle: Quigley et al. 1995)<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Die Skala zeigt verschiedene Entwicklungen der kompletten, partiellen und minimalen Androgenresistenz [6], Quigley spricht dabei von einer Krankheit, von fehlerhafter Maskulinisierung. Eine solche Einordnung als Krankheit ist jedoch, wie bereits oben beschrieben, in vielen F\u00e4llen nicht angemessen.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Anders als diese Ver\u00e4nderung lassen sich nicht alle DSDs fr\u00fchzeitig erkennen. Ein Fall aus Indien beschreibt die Geschlechtsmerkmale eines 40-j\u00e4hrigen, gesunden Mannes mit bereits 2 Kindern. Bei einer Operation aufgrund von Schmerzen im Schambeinbereich wurden Teile eines M\u00fcller-Ganges wie Eileiterschleimhaut gefunden [7]. F\u00e4lle wie dieser z\u00e4hlen zum \u00e4u\u00dfert seltenen M\u00fcller-Gang-Persistenzsyndrom (engl. PMDS), von dem weniger als 300 F\u00e4lle weltweit in der Literatur bekannt sind [8]. Die Individualentwicklung weicht hierbei von der typischen Entwicklung ab. Der M\u00fcller-Gang wird nicht zur\u00fcckgebildet, sondern bleibt in Teilen bestehen. Ein Mangel an Anti-M\u00fcller-Hormon (AMH bzw. MIS) ist hier in vielen F\u00e4llen die Ursache.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Die <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">Differences of sexual Development <\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">sind sehr vielf\u00e4ltig und haben ein gro\u00dfes Spektrum. Fasst man alle Formen von DSD zusammen, kommen diese sch\u00e4tzungsweise bei 0,1% bis 0,05% der weltweiten Bev\u00f6lkerung vor [9]. Was zun\u00e4chst nach nicht viel klingt, sind weltweit bis zu 8 Millionen Menschen.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b><span data-contrast=\"auto\">Umgang mit sexueller Diversit\u00e4t<\/span><\/b><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Auch wenn verschiedene Variationen im Geschlecht erkannt werden, erfolgt die Erziehung und Sozialisation von Kindern mit DSD oft nicht geschlechtsneutral und Kinder k\u00f6nnen in die Rolle eines sozialen Geschlechts gedr\u00e4ngt werden, welches f\u00fcr viele sp\u00e4ter zur Belastung wird. So entwickeln einige der Kinder mit DSD, denen ein Geschlecht zugewiesen wurde, eine Genderdysphorie: Betroffene k\u00f6nnen sich nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren. Im Gegensatz zu anderen Formen der DSD handelt es sich hierbei oft um eine zu behandelnde Situation, die sich im Laufe des Lebens auch in schwerere psychische Probleme manifestieren kann.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_3496\" style=\"width: 261px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3496\" class=\"wp-image-3496\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/equality-g114b8cfd4_1920.jpg\" alt=\"\" width=\"251\" height=\"251\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/equality-g114b8cfd4_1920.jpg 1920w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/equality-g114b8cfd4_1920-300x300.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/equality-g114b8cfd4_1920-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/equality-g114b8cfd4_1920-150x150.jpg 150w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/equality-g114b8cfd4_1920-768x768.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/equality-g114b8cfd4_1920-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/equality-g114b8cfd4_1920-676x676.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 251px) 100vw, 251px\" \/><p id=\"caption-attachment-3496\" class=\"wp-caption-text\">Quelle: Pixabay.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Eine \u00dcbersichtsstudie aus dem Jahr 2020 hat sich mit Genderdysphorien bei verschiedenen Formen von DSD besch\u00e4ftigt. Auff\u00e4llig war dabei die Gruppe der weiblich erzogenen Personen mit 5\u03b1-Reduktase-2-Mangel. Letzteres beschreibt die Entwicklung untypischer Geschlechtsmerkmale bei genetisch m\u00e4nnlichen Personen durch fehlerhafte Dihydrotestosteronproduktion. Die Autor*innen der Studie fanden heraus, dass die genannte Gruppe besonders stark unter Genderdysphorie leidet und ca. die H\u00e4lfte sich mit dem m\u00e4nnlichen Geschlecht identifiziert [10].\u00a0 <\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Das beste Verst\u00e4ndnis der biologischen Entwicklung des menschlichen Geschlechts n\u00fctzt nur etwas bei gleichzeitigem ausgewogenem Umgang mit sexueller Diversit\u00e4t. Denn nur einer Minderheit der F\u00e4lle von Genderdysphorien liegt tats\u00e4chlich eine biologisch ver\u00e4nderte Entwicklung der Geschlechtsorgane oder etwa eine ver\u00e4nderte Genetik zugrunde.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Auch die Psychologin Cornelia Kost ist sich bei der \u201eWissenswerte\u201c-Diskussion am sp\u00e4ten Montagnachmittag mit Vo\u00df und Wyler einig, dass die Biologie die Frage nach der Anzahl an Geschlechtern nicht ausreichend beantworten kann. Vielmehr werde die Biologie in Diskussionen um Inter- und Transgeschlechtlichkeit oft fehlbenutzt. Die aktuellen Forschungsergebnisse erleichtern die Definition von biologischem Geschlecht nicht; sie zeigen lediglich, wie gro\u00df das Spektrum an sexueller Diversit\u00e4t ist, legen aber keine neuen Ma\u00dfst\u00e4be oder Kategorien fest. Doch genau dies ist vielleicht die Kraft der biologischen Geschlechterforschung: Vielfalt aufzuzeigen, dass sexuelle Diversit\u00e4t in der Natur des Menschen liegt.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:360}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<table style=\"width: 100%;border-collapse: collapse;border-style: solid;border-color: #1c7d8a;background-color: #bdd8db\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 100%;text-align: center\"><span data-contrast=\"auto\">Die Geschlechterforschung hat in den letzten Jahren mediale Aufmerksamkeit bekommen. Der Konflikt um den Vortrag der Biologin Marie-Luise Vollbrecht an der Berliner Humboldt-Universit\u00e4t \u00fcber Geschlecht im biologischen Sinne zeigt, wie kontrovers dieses Thema diskutiert wird und wie viel Forschung es noch in Zukunft braucht [11]. <\/span><span data-contrast=\"auto\">Ein sehr informatives Video rund um das <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=8fraZlsmCio\">Thema des biologischen und sozialen Geschlechts ist auch auf dem YouTube-Kanal von Mai Thi Nguyen-Kim @mailab erschienen<\/a>. Mai erkl\u00e4rt einige Punkte meines Artikels in gr\u00f6\u00dferen Details und zeigt vor allem eine weiterf\u00fchrende Sicht auf das soziale Geschlecht.<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><b><span data-contrast=\"auto\">Literatur:<\/span><\/b><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[1] Hannema, S. E., &amp; Hughes, I. A. (2007). Regulation of Wolffian duct development. <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">Hormone research<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">, <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">67<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">(3): p. 142\u2013151.<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[2] Girsh, E. (ed.) (2021) Development of Reproductive Systems at the Embryo Stage. <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">A Textbook of Clinical Embryology<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">. Cambridge: Cambridge University Press, p. 3\u20137.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[3] Holterhus, PM. (2013) Intersexualit\u00e4t und Differences of Sex Development (DSD). <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">Bundesgesundheitsbl.<\/span><\/i> <span data-contrast=\"auto\">56:<\/span><span data-contrast=\"auto\"> p. 1686\u20131694 .\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335559740&quot;:276}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[4] Swiss National Advisory Commission on Biomedical Ethics NEK-CNE (2012). On the management of differences of sex development. Ethical issues relating to &#8222;intersexuality&#8220;.Opinion No. 20\/2012.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[5] De Santa Barbara, P., Bonneaud, N., Boizet, B., Desclozeaux, M., Moniot, B., Sudbeck, P., Scherer, G., Poulat, F., &amp; Berta, P. (1998). Direct interaction of SRY-related protein SOX9 and steroidogenic factor 1 regulates transcription of the human anti-M\u00fcllerian hormone gene. <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">Molecular and cellular biology<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">, <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">18<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">(11): p. 6653\u20136665.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[6] Quigley CA, De Bellis A, Marschke KB, el-Awady MK, Wilson EM, French FS (1995). &#8222;Androgen receptor defects: historical, clinical, and molecular perspectives&#8220;. <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">Endocr. Rev. <\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">16 (3): p. 271\u2013321.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[7] Prakash N., Khurana A., Narula B. (2009) Persistent Mullerian duct syndrome. <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">Indian J Pathol Microbiol<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">. 52: p. 546\u2013548.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[8] Aw L.D., Zain M.M., Esteves S.C., Humaidan P. (2016) Persistent Mullerian Duct Syndrome: a rare entity with a rare presentation in need of multidisciplinary management. <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">Int Braz J Urol<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">. 42: p. 1237\u20131243.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[9] Mehmood KT, Rentea RM. (2022) Ambiguous Genitalia And Disorders of Sexual Differentiation. <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">StatPearls [Internet]. Treasure Island (FL)<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">: StatPearls Publishing.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[10] Babu, R., &amp; Shah, U. (2021). Gender identity disorder (GID) in adolescents and adults with differences of sex development (DSD): A systematic review and meta-analysis. <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">Journal of pediatric urology<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">, 17(1): 39\u201347.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">[11] https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/marie-luise-vollbrecht-gender-vortrag-an-der-humboldt-universitaet-nachgeholt-a-63f34714-f86b-4cfe-8115-a7d4f71582b6 (Zugriff: 06.02.2023)<\/span><span data-ccp-props=\"{&quot;201341983&quot;:0,&quot;335551550&quot;:1,&quot;335551620&quot;:1,&quot;335559740&quot;:240}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Weitere Quellen:<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Ainsworth, C. (2015): Sex redefined. in: <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">nature. <\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">518: <\/span><span data-contrast=\"auto\">288\u2013291.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Arboleda, V. A., Sandberg, D. E. &amp; Vilain, E. (2014)<\/span><i><span data-contrast=\"auto\"> Nature Rev. Endocrinol<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">. 10: 603\u2013615.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Voss, H-J. (2010). Making Sex Revisited: Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive (3., unver\u00e4nderte Auflage 2011).\u00a0<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><span data-contrast=\"auto\">Xu, Z. (2020) Sex Equation. <\/span><i><span data-contrast=\"auto\">OSF Preprints<\/span><\/i><span data-contrast=\"auto\">.<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/biologie\/geschlechtsdifferenzierung\/27686\"><span data-contrast=\"auto\">https:\/\/www.spektrum.de\/lexikon\/biologie\/geschlechtsdifferenzierung\/27686<\/span><\/a><span data-contrast=\"auto\"> (Zugriff 06.02.2023)<\/span><span data-ccp-props=\"{}\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Moritz Rocho Chromosomen, Keimdr\u00fcsen und Hormone \u2013 Welche Merkmale machen eigentlich das biologische Geschlecht aus? Und wie viele biologische Geschlechter gibt es? Welchen Weg ein Individuum zur Festlegung eines Geschlechts nimmt h\u00e4ngt von vielen Faktoren ab. Verschiedene Variationen auf diesem Weg zeigen ein breites Spektrum unterschiedlicher Auspr\u00e4gungen auf.<\/p>\n","protected":false},"author":12867,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"categories":[672798],"tags":[],"class_list":["post-3479","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-naturwissenschaften","post-preview"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3479","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12867"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3479"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3479\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3503,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3479\/revisions\/3503"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3479"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3479"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3479"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}