{"id":3059,"date":"2022-04-10T21:17:10","date_gmt":"2022-04-10T19:17:10","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/?p=3059"},"modified":"2022-05-22T10:58:31","modified_gmt":"2022-05-22T08:58:31","slug":"neuer-ipcc-bericht-dinge-die-ihr-wissen-muesst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/2022\/04\/10\/neuer-ipcc-bericht-dinge-die-ihr-wissen-muesst\/","title":{"rendered":"Neuer IPCC \u2013 Bericht: Dinge, die ihr wissen m\u00fcsst"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify\"><em>von Ronja Kuhnlein<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_3062\" style=\"width: 1930px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3062\" class=\"wp-image-3062 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/climate-change-g716e1925a_1920.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1097\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/climate-change-g716e1925a_1920.jpg 1920w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/climate-change-g716e1925a_1920-300x171.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/climate-change-g716e1925a_1920-1024x585.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/climate-change-g716e1925a_1920-768x439.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/climate-change-g716e1925a_1920-1536x878.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/climate-change-g716e1925a_1920-676x386.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-3062\" class=\"wp-caption-text\">Abb.1:\u00a0\u00a9Medi2go 2020\/pixabay<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Am 4. April 2022 ver\u00f6ffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen neuesten Bericht \u201eClimate Change 2022: Mitigation of Climate Change\u201c. Er enth\u00e4lt den aktuellen Stand der Klimaforschung und fokussiert sich auf m\u00f6gliche Ma\u00dfnahmen, die zum Erreichen des 1,5\u00b0C-Ziels unumg\u00e4nglich sind. Alles auf knappe 3000 Seiten zusammengefasst. Aber keine Angst, hier findest du eine \u00dcbersicht der wichtigsten Fakten.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der IPCC (<em>The Intergovernmental Panel on Climate Change<\/em>, zu Deutsch auch <em>Weltklimarat<\/em>) ist ein internationales Komitee aus freiwilligen Wissenschaftler*innen, das die Forschung zum globalen Klimawandel zusammentr\u00e4gt und auswertet. Er wurde 1988 von der Weltorganisation f\u00fcr Meteorologie (WMO) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) gegr\u00fcndet. Heute umfasst der Weltklimarat 195 Mitglieder aus allen UN-Staaten, unter anderem auch die Wissenschaftler*innen des Alfred-Wegener-Instituts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Der IPCC untergliedert sich in drei Arbeitsgruppen. Arbeitsgruppe I tr\u00e4gt die Forschung zur naturwissenschaftlichen Basis des Klimawandels zusammen, w\u00e4hrend Arbeitsgruppe II die Auswirkungen, Anpassungen und Sch\u00e4den der Umwelt in Bezug auf den Klimawandel untersucht. Arbeitsgruppe\u00a0III, von der auch dieser Bericht geschrieben wurde, erarbeitet L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge zur Entsch\u00e4rfung des Klimawandels.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify\">Von dem Guten und dem Schlechten<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">In den Jahren 2010 bis 2019\u00a0war die durchschnittliche Jahresemission an Treibhausgasen so hoch, wie noch nie in der Geschichte der Menschheit. Im Jahre 2019 waren die Emissionen ungef\u00e4hr 12% h\u00f6her als im Jahr 2010 und gleich 54% h\u00f6her als 1999. Im Gegensatz dazu wurden jedoch wurden auch Erfolge erzielt: In einigen L\u00e4ndern wurde ein R\u00fcckgang an Emissionen festgestellt. Au\u00dferdem gibt es in mittlerweile 56 L\u00e4ndern Gesetze zum Schutz des Klimas, darunter auch Deutschland.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Des Weiteren ist man zu dem Schluss gekommen, dass die Kosten f\u00fcr erneuerbare Energiesysteme in manchen F\u00e4llen schon g\u00fcnstiger sind als die der Energiesysteme, die durch fossile Brennstoffe angetrieben werden. Deshalb werden die Elektrizit\u00e4tsversorgungssysteme schon in vielen L\u00e4ndern und Regionen haupts\u00e4chlich durch erneuerbare Energiesysteme betrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Damit das sogenannte 1,5\u00b0C \u2013 Ziel wirklich erreicht werden kann, muss die Treibhausgas &#8211; Emission noch vor dem Jahr 2025 um 43% reduziert werden. Auch f\u00fcr das 2\u00b0C \u2013 Ziel muss laut IPCC \u2013 Bericht die Treibhausgas \u2013 Emission bis 2030 um 27% reduziert werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Das \u201e1,5\u00b0C\u201c-, bzw. das \u201e2\u00b0C\u201c-Ziel, beschreiben dass die menschengemachte Klimaerw\u00e4rmung auf 1,5\u00b0C, bzw. 2\u00b0C beschr\u00e4nkt werden soll. Dabei bezieht man sich auf die Zeitspanne zwischen dem Beginn der Industrialisierung bis zu dem Jahre 2100.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Weiterhin wird im Bericht festgehalten, dass sich die Temperaturen in einem 1,5\u00b0C- Szenario nur dann stabilisieren werden, wenn wir bis 2050 keine Treibhausgas- Emissionen mehr produzieren, ebenso bis sp\u00e4testens 2070, um\u00a0das 2\u00b0C\u2013 Ziel zu erreichen.<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify\">Eine Reihe von M\u00f6glichkeiten<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">Um die Emissionen zu verringern, sieht der Weltklimarat in jedem Sektor M\u00f6glichkeiten, um die Emissionen zumindest bis 2030 zu halbieren. Welche Sektoren sind das? Hier eine \u00dcbersicht:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify\">\n<li><strong>Energie\u2013 Sektor<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify\">Fossile Brennstoffe m\u00fcssen stark reduziert werden, um die damit einhergehende Aussto\u00dfung von Treibhausgasen zu verhindern. Gleichzeitig soll CO2-Abspaltung und -Speicherung gef\u00f6rdert werden, um CO2-Emissionen zu vermeiden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Au\u00dferdem sollen in Zukunft noch weniger oder sogar keine Kohlekraftwerke mehr betrieben werden. Stattdessen soll erweiterter Einsatz von elektrischen Alternativen und eine Verbesserung der Energieeffizienz weiterhelfen, genauso wie alternative Brennstoffe wie zum Beispiel Wasser- oder nachhaltige Biokraftstoffe<\/p>\n<div id=\"attachment_3064\" style=\"width: 1930px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3064\" class=\"wp-image-3064 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/panel-g7503dd6a2_1920.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1280\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/panel-g7503dd6a2_1920.jpg 1920w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/panel-g7503dd6a2_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/panel-g7503dd6a2_1920-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/panel-g7503dd6a2_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/panel-g7503dd6a2_1920-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/panel-g7503dd6a2_1920-676x451.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-3064\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: \u00a9StockSnap 2017\/pixabay<\/p><\/div>\n<ol style=\"text-align: justify\" start=\"2\">\n<li><strong>Nachfrage und Dienstleistungen<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify\">In diesem Sektor sieht man laut Bericht ein Potential, um die globale Emission bis 2050 um 40-70% zu reduzieren. Um Emissionen zu vermeiden, wird hier auf alternative Bewegungsm\u00f6glichkeiten wie Gehen oder Radfahren aufmerksam gemacht, an Stelle von Autofahren. Au\u00dferdem werden elektrischer Transport, Reduzierung des Luftverkehrs und Anpassungsh\u00e4user als Beispiele genannt, um die globalen Emissionen zu reduzieren. Generell m\u00fcssen wir aber unseren Lebensstil \u00e4ndern, um in dieser Hinsicht erfolgreich zu werden. Dies erfordere eine systematische Ver\u00e4nderung in der gesamten Gesellschaft.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify\" start=\"3\">\n<li><strong>Transport <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify\">Der Bericht benennt eine Reduzierung der Nachfrage und kohlenstoffarme Technologien als den Schl\u00fcssel um Emissionen zu reduzieren. Der Einsatz von Elektrofahrzeugen bietet hierf\u00fcr laut Bericht das gr\u00f6\u00dfte Potential. Ebenso k\u00f6nnten fortschrittliche Akku- und Batterietechnologien die elektrische Bahn und Lastwagen unterst\u00fctzen, um so Emissionen zu vermeiden. In der Luft- und Schifffahrt setzt man auf alternative Brennstoffe, wie emissionsarme Wasserstoff- und Biobrennstoffe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ausblick: Grunds\u00e4tzlich gilt, dass es ein\u00a0erhebliches Potential, gibt die Emissionsrate zu senken, jedoch h\u00e4ngt das von der Kohlenstoffreduzierung des Energie-Sektors ab.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify\" start=\"4\">\n<li><strong>Stadt-Bereiche<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify\">In diesem Sektor schl\u00e4gt der Bericht erneuerbare Produktion und Konsum von Waren und Dienstleistungen vor. Hierbei soll ebenfalls der Einsatz von elektrischen Alternativen, bzw. emissions-reduzierende Energie genutzt werden. Au\u00dferdem muss die Kohlenstoffaufnahme und -speicherung verbessert werden. Ein Beispiel f\u00fcr die Kohlenstoffspeicherung ist die sogenannte CCS- Technik.<\/p>\n<div id=\"attachment_3065\" style=\"width: 1930px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3065\" class=\"wp-image-3065 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/river-g218ba61e7_1920.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1280\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/river-g218ba61e7_1920.jpg 1920w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/river-g218ba61e7_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/river-g218ba61e7_1920-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/river-g218ba61e7_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/river-g218ba61e7_1920-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/river-g218ba61e7_1920-676x451.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-3065\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: \u00a9TobiasBrunner 2021\/pixabay<\/p><\/div>\n<ol style=\"text-align: justify\" start=\"5\">\n<li><strong>Geb\u00e4ude <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify\">Es besteht nach wie vor die M\u00f6glichkeit die \u201eNet zero emissions\u201c bis 2050 zu erreichen. Das bedeutet, dass genau so viel CO2 aus der Atmosph\u00e4re entfernt werden soll, wie wir zus\u00e4tzlich darin abgesondert haben. Um das volle Potential auszusch\u00f6pfen und um dieses Ziel zu erreichen, seien vor allem die Ma\u00dfnahmen entscheidend, die noch in diesem Jahrzehnt getroffen werden. Zudem sollen Neubauten mit effektiver Technik ausgestattet, sowie bereits bestehende Geb\u00e4ude mit effektiver Technik nachger\u00fcstet werden, um schlie\u00dflich CO2-freie Geb\u00e4ude zu schaffen. Dies erfordere ambitionierte Politikpakete.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify\" start=\"6\">\n<li><strong>Industrie<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify\">In der Industrie muss Material noch effizienter genutzt werden, darunter auch recyceltes Material, um so eine Verschwendung minimal zu halten. Richtlinien in dieser Hinsicht seien aktuell sowohl in der Politik als auch in der Praxis nicht pr\u00e4sent genug. Auch in diesem Bereich ist man an einem R\u00fcckgang des CO2-Austo\u00dfes orientiert. Durch Methoden in der Biologie soll deshalb Wiederaufforstung und Kohlenstoffbindung im Boden gef\u00f6rdert werden. Ein Beispiel daf\u00fcr ist die Negativemissionstechnologie SCS (<em>engl.: soil carbon sequestration<\/em>).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ausblick: Um neue Technologien richtig nutzen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigt man allerdings noch mehr Recherche, Vorabinvestitionen und Machbarkeitsnachweise in gr\u00f6\u00dferen Ma\u00dfst\u00e4ben.<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify\" start=\"7\">\n<li><strong>Landnutzung <\/strong><\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify\">Die Landnutzung bietet M\u00f6glichkeiten der langanhaltenden Emissionsreduktion und den R\u00fcckgang, bzw. die Speicherung von CO2. Grunds\u00e4tzlich muss die Natur gesch\u00fctzt und wieder aufgebaut werden, unter anderem auch weil diese viele \u00d6kosysteme beinhaltet, die Kohlenstoff speichern, wie Moore, W\u00e4lder, K\u00fcstenfeuchtgebiete, Savannen und Grasl\u00e4nder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Ausblick: Hier ist besonders wichtig, dass die konkurrierenden Forderungen sorgf\u00e4ltig koordiniert werden<\/p>\n<div id=\"attachment_3066\" style=\"width: 1930px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-3066\" class=\"wp-image-3066 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/seedlings-ged7d07c42_1920.jpg\" alt=\"\" width=\"1920\" height=\"1280\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/seedlings-ged7d07c42_1920.jpg 1920w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/seedlings-ged7d07c42_1920-300x200.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/seedlings-ged7d07c42_1920-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/seedlings-ged7d07c42_1920-768x512.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/seedlings-ged7d07c42_1920-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/files\/seedlings-ged7d07c42_1920-676x451.jpg 676w\" sizes=\"auto, (max-width: 1920px) 100vw, 1920px\" \/><p id=\"caption-attachment-3066\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 4: \u00a9onehundredseventyfive 2022\/pixabay<\/p><\/div>\n<h2 style=\"text-align: justify\">Fazit und ein Blick in unsere globale Zukunft<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">Weiterhin wird im Bericht gefordert, Investitionsl\u00fccken zu schlie\u00dfen. Die Finanzstr\u00f6me seien derzeitig drei bis sechsmal langsamer, als es eigentlich erforderlich sei um die Erw\u00e4rmung bis 2030 unter\u00a01,5\u00b0C oder 2\u00b0C zu halten. Allerdings g\u00e4be es gen\u00fcgend globales Kapital und finanzielle Liquidit\u00e4t, um die Investitionsl\u00fccken zu schlie\u00dfen. Die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung darin, l\u00e4ge laut Bericht bei den Entwicklungsl\u00e4ndern, da diese nicht \u00fcber Technologien mit geringer Emission verf\u00fcgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Um einen systematischen Wandel zu erzeugen, seien Politik- und Wirtschaftspakete notwendig. Denn um eine effektive Minderung von Emissionen zu erreichen, muss eine neue Koordination nicht nur in der Regierung, sondern auch in der Gesellschaft erfolgen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Grunds\u00e4tzlich ist ein beschleunigter Klimaschutz entscheidend f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung. Mit Blick auf die Zukunft wirft der Bericht auch ein, dass alle Optionen einige negative Auswirkungen auf unterschiedlichste Gruppen haben werden. Eben diese m\u00fcssten deshalb besonders von Anfang an mit eingeplant werden. Schlussendlich wird im neuen Bericht des Weltklimarats besonders ein Punkt deutlich: Wir alle m\u00fcssen jetzt handeln. Ansonsten w\u00fcrde das 1,5\u00b0C\u2013 Ziel unerreichbar werden.<\/p>\n<h3 style=\"text-align: justify\">Verweis auf Bremer Forschung<\/h3>\n<p style=\"text-align: justify\">Am 27. Februar 2022 ver\u00f6ffentlichte die Arbeitsgruppe II ihren Teil des sechsten Sachstandberichts. Zu dieser Arbeitsgruppe geh\u00f6rt unter anderem auf das IPCC-B\u00fcro des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Ko-Vorsitzender der Arbeitsgruppe II ist Prof. Dr. Hans-Otto P\u00f6rtner, welcher unter anderem Vorlesungen im Bereich Meeresbiologie an der Uni Bremen h\u00e4lt. Der Bericht hat die globalen und regionalen Auswirkungen des Klimawandels auf \u00d6kosysteme und Biodiversit\u00e4t sowie auf Kulturen und Lebensweisen des Menschen zusammengefasst. Eine kurze \u00dcbersicht \u00fcber den Bericht findest du <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/scienceblog\/2021\/08\/18\/neuer-ipcc-bericht-der-klimawandel-betrifft-jede-bewohnte-region-der-erde\/\">hier.<\/a><\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify\">Quellen<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">Website des IPCC: <a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\">https:\/\/www.ipcc.ch<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Finde den Bericht in voller L\u00e4nge <a href=\"https:\/\/www.ipcc.ch\/report\/ar6\/wg3\/\">hier.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Klima-Arena, <a href=\"https:\/\/klima-arena.de\/die-klima-arena\/klimaneutral\/15-grad-ziel\/\">1,5-Grad-Ziel | Erderw\u00e4rmung | \u00dcberschwemmungen, D\u00fcrren (klima-arena.de) <\/a>[letzter Aufruf, 10. April 2022, 20:45 Uhr]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Lexikon der Nachhaltigkeit, 2015, <a href=\"https:\/\/www.nachhaltigkeit.info\/artikel\/carbon_capture_and_storage_ccs_1785.htm\">https:\/\/www.nachhaltigkeit.info\/artikel\/carbon_capture_and_storage_ccs_1785.htm <\/a>[letzter Aufruf 10. April 2022, 20:45 Uhr]<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Melillo, J. &amp; Gribkoff, E. 2021: Soil-Based Carbon Sequestration (Climate Portal), <a href=\"https:\/\/climate.mit.edu\/explainers\/soil-based-carbon-sequestration\">https:\/\/climate.mit.edu\/explainers\/soil-based-carbon-sequestration<\/a> [letzter Aufruf 10. April 2022, 20:45 Uhr]<\/p>\n<h2 style=\"text-align: justify\">Bildnachweise<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify\">Abb. 1: <span style=\"font-size: 12pt\">\u00a9Medi2go 2020\/pixabay, <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/klimawandel-erderw\u00e4rmung-globus-5224748\/\">https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/klimawandel-erderw\u00e4rmung-globus-5224748\/<\/a> [letzter Aufruf 10. April 2022, 20:45 Uhr]<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Abb. 2: \u00a9StockSnap 2017\/pixabay, <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/panel-solar-energie-umgebung-2562239\/\">https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/panel-solar-energie-umgebung-2562239\/<\/a> <span style=\"font-size: 12pt\">[letzter Aufruf 10. April 2022, 20:45 Uhr]<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Abb. 3: \u00a9TobiasBrunner 2021\/pixabay,\u00a0<a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/fluss-br\u00fccken-geb\u00e4ude-strukturen-6175173\/\">https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/fluss-br\u00fccken-geb\u00e4ude-strukturen-6175173\/<\/a>\u00a0<span style=\"font-size: 12pt\">[letzter Aufruf 10. April 2022, 20:45 Uhr]<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Abb. 4: \u00a9onehundredseventyfive 2022\/pixabay, <a href=\"https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/s\u00e4mlinge-boden-fr\u00fchlingsblumen-7110591\/\">https:\/\/pixabay.com\/de\/photos\/s\u00e4mlinge-boden-fr\u00fchlingsblumen-7110591\/<\/a> <span style=\"font-size: 12pt\">[letzter Aufruf 10. April 2022, 20:45 Uhr]<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Ronja Kuhnlein Am 4. April 2022 ver\u00f6ffentlichte der Weltklimarat (IPCC) seinen neuesten Bericht \u201eClimate Change 2022: Mitigation of Climate Change\u201c. 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