{"id":40,"date":"2026-02-24T16:22:15","date_gmt":"2026-02-24T15:22:15","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/schilling\/?p=40"},"modified":"2026-02-24T16:22:15","modified_gmt":"2026-02-24T15:22:15","slug":"blogbeitrag-13","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/schilling\/2026\/02\/24\/blogbeitrag-13\/","title":{"rendered":"Blogbeitrag 13"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>Erl\u00e4utern Sie bitte die unterschiedlichen Strategien zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t (Differenzierung, Individualisierung, Personalisierung, Unterst\u00fctzung sowie kooperatives Lernen) mittels digitaler Medien anhand von konkreten digitalen Beispielen wie z.B. Apps, Programme oder andere digitale Lern- oder \u00dcbungsangebote in einem ihrer F\u00e4cher. Welche Potentiale erkennen Sie in der Nutzung kommunikativer KI (Bsp. Khanmigo in der Vorlesung, ChatGPT, KI-Tools von fobizz <a href=\"https:\/\/tools.fobizz.com\/gallery?query=&amp;model%5B%5D=Collection\">https:\/\/tools.fobizz.com\/gallery?query=&amp;model%5B%5D=Collection<\/a> ; siehe auch den beigef\u00fcgten Text von Holmes 2023)? Was kann die Software ggf. nicht leisten?<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die St\u00e4rke der Unterst\u00fctzung durch digitale Medien ist vor allem, dass Lernangebote passgenau auf individuelle Bed\u00fcrfnisse der Sch\u00fcler:innen zugeschnitten werden k\u00f6nnen (L\u00fctje-Klose &amp; Urban, 2014). Damit entsteht im Klassenverband die F\u00f6rderung von Chancengleichheit und Inklusion. Es k\u00f6nnen gezielt Beeintr\u00e4chtigungen, Sprachbarrieren, Lernschwierigkeiten unterst\u00fctzt werden. Dies ist m\u00f6glich da in diesem heterogenen Unterricht unterschiedliche Lernmethoden und Angebote eingef\u00fchrt werden. Letztens als Effekt und eine der St\u00e4rken dieser Strategien ist auch die erh\u00f6hte Motivation der Sch\u00fcler:innen, da die Sch\u00fcler:innen selbst ihr Lernen regulieren k\u00f6nnen (vgl. Helmke, 2017). Es besteht im Unterricht somit eine Differenzierung, Sch\u00fcler:innen arbeiten am gleichen Thema, jedoch mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden (Kerres, 2018). Vor allem digitale Plattformen erm\u00f6glichen diese Diversit\u00e4t, da sie die M\u00f6glichkeit haben adaptiv Aufgaben zu stellen. Zum Beispiel die Sprachlernapp Duolingo, welche Lernenden erm\u00f6glicht automatisch Aufgaben an ihr Leistungsniveau anzupassen. Diese Plattformen unterst\u00fctzen somit gezielt und individualisiert Lernende bei Schwierigkeiten (Kerres, 2018). Jedoch ist dies vor allem n\u00fctzlich, wenn Lernende diese R\u00fcckmeldungen von Plattformen und oder Lehrenden aktiv nutzen (Hattie, 2013). Durch die digitalen Medien kann au\u00dferdem erm\u00f6glicht werden, dass nicht Lehrer:innen Themen f\u00fcr die Sch\u00fcler:innen aussuchen, sondern Lernende selbst nach eigenen Interessen entscheiden k\u00f6nnen, dadurch kann die Motivation zum Lernen steigen. Auch k\u00f6nnen generative KIs als Schreib- und Lernhilfe verwendet werden (Holmes et. al., 2023). Somit ersetzt KI Lehrkr\u00e4fte nicht, sondern erg\u00e4nzt in Feldern, welche sonst problematisch sein k\u00f6nnten (Holmes et. al., 2023). Problematisch k\u00f6nnte jedoch sein, dass die Klassen durch diese Methode an ihrem sozialen Aspekt verlieren und somit der Klassenverband geschw\u00e4cht wird. Eben dieser ist vor allem bei der Entwicklung der Kinder durchaus relevant. Vor allem im Englischunterricht wird dies deutlich, da kooperatives Lernen sehr relevant f\u00fcr die Entwicklung der Sprachkompetenz und sozialen F\u00e4higkeiten der Jugendlichen ist (Reinmann &amp; Mandl, 2006). Jedoch k\u00f6nnen digitale Medien auch vor allem im Bereich Sprache eine bewertungs- und schamfreie Atmosph\u00e4re schaffen, welche so im allgemeinen Klassenunterricht nicht m\u00f6glich ist (Riemer, 2010).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li>Welche negativen Effekte in Bezug auf Bildungszugang k\u00f6nnten sowohl Filterblasen als auch der Zero-Level-Divide haben? Wie kann Schule dem entgegenwirken?<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Durch den Zero-Level Divide werden vor allem soziale, wie Bildungsunterschiede vergr\u00f6\u00dfert. Denn beim Zero Level Divide spalten sich die Grundvoraussetzungen im digitalen Lernen entlang der sozialen Milieus (OECD, 2021). Aber nicht nur die blo\u00dfe M\u00f6glichkeit des Zugangs eines Ger\u00e4tes ist entscheidend, sondern vor allem allgemeine Faktoren, wie die Lernumgebung und Unterst\u00fctzung und Wissen des Elternhauses. Diese Unterschiede werden oft missachtet und nicht ausgeglichen, womit st\u00e4rkere digitale soziale Ungleichheiten entstehen (Klein &amp; Iske, 2016). In der Schule f\u00fchrt somit aktiv die soziale Herkunft zu einer Beeinflussung des Lernerfolges bei digitalen Medien. Au\u00dferdem beeinflussend in der Bildung sind sogenannte Filterblasen. Durch diese k\u00f6nnen Lernende eher einseitige Informationen bekommen und in ihrer Entwicklung von kritischem Denken gehemmt werden, da sie weniger Kontakt mit anspruchsvollen und kontroversen Themen haben (Pariser, 2011). Vor allem in der Vergangenheit waren Lehrkr\u00e4fte und Eltern der Ansicht, dass die neuen Generationen \u201eDigital Natives\u201c sind, mit dem Internet aufgewachsen w\u00e4ren und somit die n\u00f6tigen Fertigkeiten f\u00fcr das digitale Arbeiten bes\u00e4\u00dfen. Jedoch ist evident, dass das \u00fcberwiegende Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen sich deutlich von dem vom schulischen digitalen Lernen unterscheidet, zum Beispiel TikTok oder Word. Dementsprechend kann beobachtet, dass Kindern und Jugendliche manchmal \u00a0f\u00fcr die Schule eher unn\u00fctze digitale F\u00e4higkeiten vorweisen k\u00f6nnen. Die notwendigen Kompetenzen m\u00fcssen von Schulen gef\u00f6rdert werden, um einen sinnvollen Umgang mit Medien in der Schule zu garantieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>In dem angef\u00fcgten Text von Wolf &amp; Kulgemeyer werden verschiedene Szenarien des Einsatzes von Erkl\u00e4rvideos im Unterricht dargestellt. Bitte besch\u00e4ftigen Sie sich in dieser Aufgabe mit dem Szenario 2.3 \u201eLernen durch Erkl\u00e4ren mit Videos\u201c im Text.<\/li>\n<li>Welche didaktischen Potentiale sehen sie f\u00fcr den Umgang mit heterogenen Klassen?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Umgang mit heterogenen Klassen k\u00f6nnten Lernvideos hilfreich sein, da sie oft bei der Strukturierung und dem Verst\u00e4ndnis der Inhalte helfen, vor allem sehr stark adressatengerecht Inhalte vorbereiten und darbieten. Somit k\u00f6nnen Lernvideos den allgemeinen Lernerfolg steigern, wie auch die generelle Kompetenz im Fach. Aufgrunddessen, dass Lernvideos sehr Lernautonom gestaltet sind k\u00f6nnen die Sch\u00fcler:innen au\u00dferdem ihre Selbstorganisation dabei st\u00e4rken, wie auch die Medienkompetenz. Lernvideos bieten verschiedene gedankliche Lernprozesse an, wie das kognitive oder das visuelle oder kreative. Dies ist vor allem bei heterogenen Gruppen relevant, welche oft stark unterschiedliche St\u00e4rken zum Anfang der Lernperiode mitbringen. Dadurch dass Lernvideos derart diverse intellektuelle M\u00f6glichkeiten bieten k\u00f6nnen Lernende auch verschiedene St\u00e4rken einbringen und diese egalit\u00e4r beim Lernen einsetzen. Au\u00dferdem werden verschiedene verbreitete Schw\u00e4chen, wie Lese- oder Sprachbarrieren mit Lernvideos oft effektiv umgangen.\u00a0 Denn Inhalten werden oft nachhaltiger verarbeitet, vor allem wenn mehrere Sinne gleichzeitig aktiviert sind. (vgl. Mayer, 2020)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Bitte suchen sie auf YouTube, TikTok oder Instagram dazu zwei oder mehrere Video-Beispiele zu einem konkreten Unterrichtsthema aus einem ihrer F\u00e4cher (Politik, Englisch) mit m\u00f6glichst diversen Autor:innen bzw. Protagonist:innen heraus. Bitte kommentieren Sie, welche Impulse deren Vielf\u00e4ltigkeit f\u00fcr einen Unterricht in heterogenen Klassen bieten. Dazu k\u00f6nnen Sie sich auch auf den angef\u00fcgten Text von Honkomp-Wilkens &amp; Wolf beziehen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mein erstes Beispiel bezieht sich auf das Video von dem Youtube Kanal BBC Learning English und ihrem Video \u201eBritish vs. American English Explained by Teenagers\u201c. In diesem Video stellen Jugendliche verschiedene Akzente und kulturelle Hintergr\u00fcnde vor. Das Video stellt die Idee da, dass Aussehen, Sprache und Wissen keine unbedingte Verbindung bilden. Lernende sind somit auch in ihren eigenen Erlebnissen im Lernprozess eingebunden und mehrere diverse Gruppen k\u00f6nnen direkt angesprochen werden. Dadurch entsteht auch Motivation und Lernende f\u00fchlen sich ernst genommen. Ein weiteres Beispiel ist der Instagram und TikTok-Kanal Zay, wo ein junger Schwarzer Mann, welcher lispelt verschiedene linguistische englische, spanische und kreolische Prinzipien erkl\u00e4rt. Au\u00dferdem err\u00e4t er anhand des Dialektes verschiedener anderer Influencer deren Herkunft und oder Ethnie oder kl\u00e4rt dar\u00fcber auf wenn Menschen ihren Akzent f\u00e4lschen und zum Beispiel einen \u201eBlaccent\u201c benutzen. Diese Repr\u00e4sentierung unterst\u00fctzt ein ausgeglichenes Selbstbild bei Lernenden mit \u00e4hnlichem Hintergrund und unterst\u00fctzt allgemein diversit\u00e4tssensible Medienbildung. P\u00e4dagogisch f\u00f6rdert diese Repr\u00e4sentation Motivation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Literatur:<\/p>\n<p>Hattie, J. (2013). <em>Visible Learning: A Synthesis of Over 800 Meta-Analyses Relating to Achievement<\/em>. London: Routledge.<\/p>\n<p>Holmes, W., Bialik, M., &amp; Fadel, C. (2023). <em>Artificial Intelligence in Education: Promises and Implications for Teaching and Learning<\/em>. Boston: Center for Curriculum Redesign.<\/p>\n<p>Kerres, M. (2018). <em>Mediendidaktik: Konzeption und Entwicklung digitaler Lernangebote<\/em>. Berlin: De Gruyter.<\/p>\n<p>Mayer, R. E. (2020). <em>Multimedia Learning<\/em>. Cambridge University Press.<br \/>\nWolf, S. &amp; Kulgemeyer, C. (2021). <em>Lehren und Lernen mit digitalen Medien<\/em>. Beltz.<br \/>\nHonkomp-Wilkens, M. &amp; Wolf, S. (2024). <em>Diversit\u00e4tssensible Medienbildung<\/em>. Springer.<\/p>\n<p>Reinmann, G., &amp; Mandl, H. (2006). <em>Unterrichten und Lernumgebungen gestalten<\/em>. M\u00fcnchen: Oldenbourg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erl\u00e4utern Sie bitte die unterschiedlichen Strategien zum Umgang mit Heterogenit\u00e4t (Differenzierung, Individualisierung, Personalisierung, Unterst\u00fctzung sowie kooperatives Lernen) mittels digitaler Medien anhand von konkreten digitalen Beispielen wie z.B. Apps, Programme oder andere digitale Lern- oder \u00dcbungsangebote in einem ihrer F\u00e4cher. Welche Potentiale erkennen Sie in der Nutzung kommunikativer KI (Bsp. 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