{"id":16,"date":"2014-07-10T18:06:46","date_gmt":"2014-07-10T16:06:46","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/schamann\/?p=16"},"modified":"2014-07-10T18:07:14","modified_gmt":"2014-07-10T16:07:14","slug":"aufgabe-zum-12-vorlesungstermin-am-08-07-2014-prof-dr-klinkhammer-8-juli-2014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/schamann\/2014\/07\/10\/aufgabe-zum-12-vorlesungstermin-am-08-07-2014-prof-dr-klinkhammer-8-juli-2014\/","title":{"rendered":"Aufgabe zum 12. Vorlesungstermin am 08.07.2014 \u2013 Prof. Dr. Klinkhammer"},"content":{"rendered":"<p>Wie kann sich religi\u00f6se Diversit\u00e4t in der Schule positiv abbilden ohne in &#8222;religi\u00f6ses Othering&#8220; \u00a0zu verfallen?<\/p>\n<p>Das Thema Religi\u00f6sit\u00e4t ist definitiv ein sehr sensibles, bei dem es schnell zu Diskriminierung kommen kann &#8211; gewollt oder ungewollt. &#8222;Religi\u00f6ses Othering&#8220; bedeutet die Abgrenzung von Religionen und wurde gerade im schulischen Kontext zu lange au\u00dfer Acht gelassen, da der Religionsunterricht sich gr\u00f6\u00dftenteils auf das Christentum bezog und andere Religionen nur am Rande behandelte. Das lag daran, dass das Christentum\u00a0generell in Deutschland sehr dominant war, aber mittlerweile ist die Bev\u00f6lkerung heterogener und es gibt eine Vielzahl an vertretenen Religionen.<\/p>\n<p>In Schulen sollte sich dieser Trend fortsetzen und der Religionsunterricht vereinheitlicht werden und dabei alle Religionen ber\u00fccksichten. Es sollte verhindert werden, dass LehrerInnen und Sch\u00fclerInnen Stellung zur eigenen Religi\u00f6sit\u00e4t nehmen m\u00fcssen, sondern stattdessen ein interessantes Angebot an Materialien bereitgestellt werden, durch welches Gemeinsamkeiten und Unterschiede, Br\u00e4uche und Feiertage der verschiedenen Religionen erkl\u00e4rt werden.<\/p>\n<p>Sch\u00fclerInnen und LehrerInnen sollten trotzdem die M\u00f6glichkeit haben ihre Religion auszuleben, aber um gerade unter Kindern Diskriminierung vorzubeugen, muss Verst\u00e4ndnis schon fr\u00fch geschaffen werden, also ein inklusiver Religionsunterricht bereits in der Grundschule stattfinden. Nur so wird es m\u00f6glich sein eine tolerante Bev\u00f6lkerung zu schaffen, in der Religion kein Problem, sondern eine pure Bereicherung des Lebens darstellt und niemand Angst haben muss sie zu praktizieren.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist dies keine leichte Aufgabe und gewisse Praktiken sind einfacher und andere schwerer in den Schulalltag zu integrieren, aber solange die Bereitschaft besteht zuzuh\u00f6ren, was anderen Menschen wichtig ist, werden Kompromisse gefunden werden k\u00f6nnen und eine Ann\u00e4herung stattfinden k\u00f6nnen. LehrerInnen sollten also besonders offen und feinf\u00fchlig gegen\u00fcber dem Thema Religi\u00f6sit\u00e4t sein und auf keinen Fall wegschauen, wenn Diskriminierung stattfindet, ob zwischen Sch\u00fclerInnen oder KollegInnen. Kommunikation und die Bereitschaft zu Lernen sind also hierbei &#8211; wie generell in der Schule &#8211; ein zentraler Aspekt und sollten unbedingt praktiziert werden, nur so kann &#8222;religi\u00f6ses Othering&#8220; eliminiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie kann sich religi\u00f6se Diversit\u00e4t in der Schule positiv abbilden ohne in &#8222;religi\u00f6ses Othering&#8220; \u00a0zu verfallen? 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