{"id":23,"date":"2019-08-13T18:17:19","date_gmt":"2019-08-13T16:17:19","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sarah\/?p=23"},"modified":"2019-08-13T18:17:19","modified_gmt":"2019-08-13T16:17:19","slug":"abschlussreflexion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sarah\/2019\/08\/13\/abschlussreflexion\/","title":{"rendered":"Abschlussreflexion"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. Nehmen Sie dabei konkret Bezug auf a.) fachdidaktische Aspekte, indem Sie Erkenntnisse auf die Didaktiken ihrer <strong>eigenen beiden F\u00e4cher\u00a0<\/strong>beziehen und b.) zwei generelle erziehungswissenschaftliche Erkenntnisse zu Schule und Unterricht mit Bezug zu den relevanten Quellen benennen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Die Vortr\u00e4ge der Ringvorlesung \u201eUmgang mit Heterogenit\u00e4t\u201c haben mir im Allgemeinen erst einmal die Bedeutung des Begriffs Heterogenit\u00e4t und dessen Reichweite n\u00e4hergebracht. Mir ist vorher in dem Ma\u00dfe nicht bewusst gewesen, wie wichtig der richtige Umgang mit Heterogenit\u00e4t im Lehrberuf sein kann und wie oft man damit konfrontiert wird. In der Vorlesung von Prof. Dr. Till Sebastian Idel ging es beispielsweise um die Unterschiede zwischen den beiden Unterrichtsformaten \u201eUnterricht als Klassengespr\u00e4ch\u201c und \u201eIndividualisierender Unterricht\u201c und welche Vorteile das jeweilige Format mit sich bringt. (Vorlesung 4, Folie 3) Dies hat mich besonders interessiert, weil ich es aus meiner eigenen Schulzeit gew\u00f6hnt bin, lediglich frontal von der Lehrkraft unterrichtet zu werden \u2014 also gemeinsam als Klasse, nicht individuell. Ich halte diesen direkten Spannungspol zwischen Homogenisierung und Heterogenisierung der Sch\u00fcler*innen innerhalb einer Klasse f\u00fcr sehr wichtig im Hinterkopf zu behalten, wenn man seinen eigenen Unterricht plant. Allgemein glaube ich kann das eigene Wissen dar\u00fcber, was im Unterricht gut funktioniert und was nicht, nur durch die Erfahrungen wachsen, die man selbst macht. Die Vortr\u00e4ge der Ringvorlesung haben mir aber verdeutlicht, dass der bewusste Umgang mit Heterogenit\u00e4t und eine individuelle F\u00f6rderung in meinem sp\u00e4teren Beruf zentrale Rollen spielen sollten.<\/p>\n<p>In meinem Fach Biologie ist es wichtig zu beachten, dass Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler unterschiedliche Erwartungen\/Vorkenntnisse und vor allem auch unterschiedliche Interessen mit in den Unterricht bringen. PISA-Ergebnisse haben beispielsweise gezeigt, dass Jungen bessere Ergebnisse in den F\u00e4chern Physik und Chemie erhalten, M\u00e4dchen hingegen im Fach Biologie. Eine m\u00f6gliche Ursache hierf\u00fcr k\u00f6nnten die verschiedenen Interessen der Sch\u00fcler*innen sein. (Vorlesung 3, Folie 8) Ich halte es daher f\u00fcr wichtig, Sch\u00fcler*innen weitestgehend mit entscheiden zu lassen, wenn es um die Gestaltung des Unterrichts geht, zumindest soweit das m\u00f6glich gemacht werden kann. So k\u00f6nnte man, wenn die n\u00f6tige Zeit daf\u00fcr da ist, eventuell mit den Sch\u00fclern absprechen, welche Themen sie vertiefen wollen und welche nicht.<\/p>\n<p>In meinem anderen Fach Deutsch wurde besonders hervorgehoben, dass allgemein erwartet wird, M\u00e4dchen w\u00fcrden lieber und h\u00e4ufiger lesen als Jungen. Der Anteil der in der Datenbank FIS-Bildung verzeichneten M\u00e4dchenb\u00fccher zwischen 1980 und 2016 verlief sich demnach auf 48 Titel, die der Jungenb\u00fccher lediglich auf 5 Titel. (Vorlesung 13, Folie 35) Auch in diesem Fall kann es leicht passieren, dass zum Beispiel m\u00e4nnliche Sch\u00fcler, die gerne lesen, somit benachteiligt sind, weil sie mit der Allgemeinheit gleichgesetzt werden. Die ausgew\u00e4hlte Lekt\u00fcre f\u00fcr den Unterricht sollte also bewusst von den Lehrkr\u00e4ften \u00fcberdacht werden. Die Lekt\u00fcre sollte Themen enthalten, die sowohl f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen als auch gleicherma\u00dfen f\u00fcr die Sch\u00fcler interessant sind. Auch hier w\u00e4re eine mehr individualisierte statt subjektive Sicht auf den\/die Sch\u00fcler*in sinnvoll.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li>Zu welchen zwei erziehungswissenschaftlichen Fragestellungen, die Sie in der Vorlesung kennengelernt haben, w\u00fcrden Sie gerne mehr erfahren im weiteren Studium in Bezug auf das Modulthema UMHET. Bitte begr\u00fcnden Sie Ihre Wahl?<\/li>\n<\/ol>\n<p>In Bezug auf die von Prof. Dr. Till Sebastian Idel angesprochenen Unterrichtsformate aus der vierten Vorlesung (Folie 3) w\u00fcrde ich mich gerne intensiver mit dem Thema des individualisierten Unterrichts befassen. Meiner Empfindung nach werden Fallbeispiele des individualisierten Unterrichts h\u00e4ufig nur im Zusammenhang mit j\u00fcngeren Jahrgangsstufen (Grundschule und Sekundarstufe I) analysiert und beurteilt. Mich w\u00fcrde daher interessieren, wie ich selbst als angehende Lehrerin diese Art des Unterrichts auch in den \u00e4lteren Jahrgangsstufen verwirklichen kann und welche Vor- bzw. Nachteile diese mit sich bringt.<\/p>\n<p>Des Weiteren interessiert mich die Frage, wie ich als angehende Lehrerin mit Sch\u00fcler*innen mit besonderem F\u00f6rderbedarf umgehe. Im Vortrag von Dr. Eileen Schwarzenberg wurde uns dieses Thema theoretisch n\u00e4hergebracht. An dieser Vorlesung hat mich die Tatsache erstaunt, dass die meisten Sch\u00fcler*innen mit diagnostiziertem sonderp\u00e4dagogischem F\u00f6rderbedarf eine Schw\u00e4che im F\u00f6rderschwerpunkt Lernen besitzen. (Vorlesung 6, Folie 13) Vor allem das Land Bremen hat sehr viele inklusive Schulen, daher w\u00fcrde ich mich sehr f\u00fcr eine Vertiefung dieses Themas interessieren, wenn ich h\u00f6chstwahrscheinlich selbst damit konfrontiert werde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li>Welche in den Vorlesungseinheiten von BAUMHET thematisierten Problematiken\/Aspekte sehen Sie f\u00fcr sich pers\u00f6nlich als besondere Herausforderung? Wie k\u00f6nnten Sie sich, im Uni-Kontext oder auch dar\u00fcber hinaus, auf diese Herausforderungen vorbereiten?<\/li>\n<\/ol>\n<p>Als besonders schwierig empfinde ich die Umsetzung des individualisierten Unterrichts. In einer Klassengemeinschaft in der teilweise 30 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler sitzen und ich nur eine Unterrichtsstunde Zeit habe meine vorbereiteten Inhalte zu verdeutlichen, kann ich mir vorstellen, dass dies zu Problemen f\u00fchren kann. Eine besondere Herausforderung sehe ich deshalb darin, alle Sch\u00fcler*innen am Ende auf ein ungef\u00e4hr gleiches Wissenslevel zu bringen und die Lernschw\u00e4cheren soweit dort hingegen zu f\u00f6rdern, dass sie von ihren Mitsch\u00fclern nicht abgeh\u00e4ngt werden. Gleicherma\u00dfen aber auch darauf vorbereitet zu sein, den Unterrichtsstoff nicht zu leicht zu gestalten und leistungsst\u00e4rkere Sch\u00fcler*innen nicht zu unterfordern \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0oder gegebenenfalls zus\u00e4tzlich durch weitere Aufgaben zu fordern.<\/p>\n<p>Wie ich in Aufgabe 3 schon beschrieben habe, w\u00fcrde ich gerne mehr dar\u00fcber erfahren, wie ich meinen Unterricht in der Praxis weitestgehend so organisieren kann, dass kein Sch\u00fcler\/keine Sch\u00fclerin einen Nachteil hat und den geplanten Unterrichtsstoff schaffen kann. Ich halte das f\u00fcr eine ziemlich schwierige und komplexe Aufgabe, die wahrscheinlich niemals perfektioniert werden kann. Eine L\u00f6sung f\u00fcr dieses Problem l\u00e4sst sich aber wohl weniger in der Theorie finden, sondern vielmehr in der Praxis, da es ja auch immer anderer Klassenzusammensetzungen und Situationen gibt, mit denen man konfrontiert wird. Wichtig hierbei f\u00e4nde ich aber eine regelm\u00e4\u00dfige Selbstreflexion des eigenen Unterrichts im Hinblick darauf, welche Vorgehensweisen einen positiven sowie negativen Effekt auf die Lernerfolge der einzelnen Sch\u00fcler*innen haben. Das anstehende Praktikum bietet aber zudem schon einmal eine Gelegenheit sich Inspirationen von Lehrkr\u00e4ften zu holen, wie sie mit solchen bestimmten Situationen umgehen, in denen die Sch\u00fcler*innen beispielsweise ein unterschiedliches Arbeitsempo aufweisen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Benennen Sie die f\u00fcr Sie zentralsten theoretischen Erkenntnisse, die Sie aus den Vortr\u00e4gen der Ringvorlesung f\u00fcr sich mitgenommen haben. 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