{"id":20,"date":"2019-07-06T18:15:43","date_gmt":"2019-07-06T16:15:43","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sarah\/?p=20"},"modified":"2019-07-06T18:15:43","modified_gmt":"2019-07-06T16:15:43","slug":"interkulturelle-und-geschlechtersensible-deutschdidaktik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sarah\/2019\/07\/06\/interkulturelle-und-geschlechtersensible-deutschdidaktik\/","title":{"rendered":"Interkulturelle und Geschlechtersensible Deutschdidaktik"},"content":{"rendered":"<p>1. Fokussierung des Vorlesungsthemas: Benennen Sie ausgew\u00e4hlte, f\u00fcr Sie zentrale Aspekte des in der Vorlesung aufgemachten Spannungsfeldes von Literatur im Deutschunterricht, empirisch nachgewiesenen Gendervorlieben und \u201eLeistungen\u201c im Deutschunterricht. Beziehen Sie sich dabei auf die theoretischen Kernaussagen der Vorlesung und begr\u00fcnden Sie deren Auswahl.<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach ist dieses Spannungsfeld von Literatur im Deutschunterricht f\u00fcr eine Lehrkraft schwer zu kompensieren. Nat\u00fcrlich sollte man Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler nicht in Schubladen stecken, aber die Studien \u00fcber das Leseinteresse von M\u00e4dchen und Jungen gibt es ja nicht ohne Grund. Wenn es um die Frage der geeigneten Literatur f\u00fcr den Deutschunterricht geht, w\u00fcrde ich lieber B\u00fccher w\u00e4hlen mit denen die Mehrheit aller zufrieden ist, als B\u00fccher zu w\u00e4hlen mit denen ich vielleicht nur das Interesse von ein paar Ausnahmen erwecke. Dass Jungen also lieber Comics lesen und M\u00e4dchen die sogenannten &#8222;M\u00e4dchenb\u00fccher&#8220; wie bspw. Internats- oder Pferdegeschichten bevorzugen finde ich auch eher problematisch, zumal die Studie dazu auch schon etwas veraltet ist. Das in der Vorlesung vorgestellte Zitat einer Lehrerin, dass M\u00e4dchen im Allgemeinen interessierter an Literatur seien ist nat\u00fcrlich auch mit Vorsicht zu betrachten, vor allem wenn den Jungen parallel dazu unterstellt wird, sie h\u00e4tten dieses Interesse nicht oder zumindest weniger. Wenn dadurch immer mehr Schulliteratur f\u00fcr das weibliche Geschlecht produziert wird, kann sich dort auch kaum ein gleichgewichtiges Interesse herstellen lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Anwendung und theoriegeleitete Reflexion bisheriger Praxiserfahrungen: Benennen und diskutieren Sie Beispiele f\u00fcr die von Ihnen unter 1 benannten Aspekte und nehmen sie dabei explizit Bezug zu Ihren bisherigen Praktika oder Ihrer eigenen Schulzeit.<\/p>\n<p>Ich kann mich in meiner eigenen Schulzeit nicht unbedingt daran erinnern, dass wir typische M\u00e4dchen- oder typische Jungenliteratur gelesen haben, sondern eher neutrale Werke. Nichtsdestotrotz trifft es zu, dass es zu meiner Schulzeit eher die M\u00e4dchen waren, die flei\u00dfig die Deutschlekt\u00fcre gelesen haben, wobei es da nat\u00fcrlich auch wieder Ausnahmen gegeben hat. Fairerma\u00dfen finde ich es aber auch wichtig zu sagen, dass die meiste zu lesene Literatur im Deutschunterricht f\u00fcr keines der Geschlechter besonders attraktiv war. Dass also M\u00e4dchen im Allgemeinen interessierter waren an der Literatur als Jungen, kann ich so also nicht behaupten. Meiner Meinung nach w\u00e4re es ein guter Ansatzpunkt eine Literaturliste zusammenzustellen und die Sch\u00fcler*innen selbst entscheiden zu lassen, was f\u00fcr sie am interessantesten klingt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Anwendung und theoriegeleitete Reflexion zuk\u00fcnftiger Praxiserfahrungen: Formulieren Sie eine Beobachtungsaufgabe f\u00fcr kommende Praktika zur \u201elanguage awareness\u201c, bei der Sprachenvielfalt als Normalfall angesehen wird, oder optional zum Thema \u201egendersensible Didaktik\u201c.<\/p>\n<p>Sind Sch\u00fcler*innen, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist im Durchschnitt weniger, genau gleich, oder vielleicht sogar mehr an deutscher Literatur interessiert als ihre Mitsch\u00fcler?<\/p>\n<p>Gehen Lehrkr\u00e4fte auf eventuelle Schwierigkeiten der Nicht-Muttersprachler beim Lesen ein oder sind sie auf sich gestellt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4. Anwendung und theoriegeleitete Reflexion auf der Unterrichts- und Schulebene: Benennen Sie Ihnen bekannte Ans\u00e4tze\/Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Unterrichts- und\/oder Schulentwicklung (z.B. bezogen auf Unterrichtsorganisation oder Schulformen,) die systematisch genderbezogene Heterogenit\u00e4t einbezieht.<\/p>\n<p>Vor allem ist es wichtig, dass der Unterricht geschlechtsneutral aufgebaut ist. Abgesehen von den typischen Jungen- und M\u00e4dcheninteressen sollte es beiden Geschlechtern m\u00f6glich sein, gemeinsam zu entscheiden womit sie sich befassen. Diese Auftrennung zwischen den Geschlechtern sollte gar nicht erst m\u00f6glich gemacht werden, und zwar indem auch keine genderspezifischen Inhalte, oder wenn, dann zu gleichen Ma\u00dfen, unterrichtet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. 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