{"id":13,"date":"2019-06-17T00:32:23","date_gmt":"2019-06-16T22:32:23","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sarah\/?p=13"},"modified":"2019-06-17T00:32:23","modified_gmt":"2019-06-16T22:32:23","slug":"mehrsprachigkeit-als-ausgangspunkt-und-ziel-schulischer-bildung-in-gymnasium-und-oberschule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/sarah\/2019\/06\/17\/mehrsprachigkeit-als-ausgangspunkt-und-ziel-schulischer-bildung-in-gymnasium-und-oberschule\/","title":{"rendered":"Mehrsprachigkeit als Ausgangspunkt und Ziel schulischer Bildung in Gymnasium und Oberschule"},"content":{"rendered":"<p>1. An Ihrer Schule gibt es eine \u2013 wie \u00fcblich sehr heterogen besetzte \u2013 Vorklasse, in welcher sogenannte Seiteneinsteiger*innen Deutsch lernen und auf die Teilnahme am Regelunterricht vorbereitet werden. F\u00fcr einige wird nun der \u00dcbergang diskutiert. Ein Gro\u00dfteil der Lehrkr\u00e4fte pl\u00e4diert \u2013 mit Verweis auf die noch nicht vollst\u00e4ndig ausreichenden (bildungssprachlichen) Deutschkenntnisse \u2013 sie an eine Realschule zu \u00fcberweisen, obwohl die Sch\u00fcler*innen hinsichtlich ihrer Lernf\u00e4higkeit und ihrer Vorbildung eigentlich die Voraussetzungen f\u00fcr das Gymnasium mitbringen und gerne an der Schule bleiben w\u00fcrden. Nehmen Sie auf Basis der Vorlesung Stellung dazu.<\/p>\n<p>Meiner Meinung nach sollte dieses Thema in erster Linie mit den betroffenen Sch\u00fcler*innen selbst besprochen werden und nicht nur innerhalb des Kollegiums. Ich halte es f\u00fcr keinerlei gerechtfertigt, die betroffenen Kinder an eine Realschule zu \u00fcberweisen, nur aufgrund von teilweise fehlenden Deutschkenntnissen. Solange die Anforderungen des gymnasialen Unterrichts erf\u00fcllt werden k\u00f6nnen, sollten die Sch\u00fcler*innen auch die Chance bekommen, eines zu besuchen, wenn sie dies denn m\u00f6chten. Die deutsche Sprache k\u00f6nnen sie an beiden Schulen gleicherma\u00dfen weiter erlernen, ob nun am Gymnasium oder an der Realschule. Den betroffenen Sch\u00fcler*innen sollten diese beide Optionen offen gelegt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2. Welche Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit \u2013 in der hier verstandenen breiten Sicht \u2013 in Schule und Unterricht (selbst als Sch\u00fcler*in und(oder Praxiserfahrungen) haben Sie bislang gemacht? Diskutieren Sie die Erfahrungen vor dem Hintergrund dieser Vorlesung.<\/p>\n<p>In meiner Schulzeit habe ich eher wenig Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit gemacht, auch wenn es in meinem Umfeld sehr viele Personen gab, die mit 2 oder sogar 3 Sprachen aufgewachsen sind. Alle Mitsch\u00fcler, die vielleicht nicht mit der deutschen Sprache aufgewachsen sind, konnten diese aber immerhin so gut, dass sie dem Unterricht problemlos folgen konnten. Im Unterricht und auch in der sonstigen Zeit, die man in der Schule verbracht hat wurde auch immer nur Deutsch gesprochen. Was mir aber in Erinnerung geblieben ist, sind die Vorteile von mehrsprachigen Sch\u00fcler*innen, wenn sie bestimmte Unterrichtsf\u00e4cher wie Spanisch, Franz\u00f6sisch oder T\u00fcrkisch belegen konnten, und das ihre Muttersprache war, denn hier bekamen sie gr\u00f6\u00dftenteils immer die Bestnote.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3. Was m\u00f6chten Sie nach dem Besuch dieser Vorlesung bei Ihrer zuk\u00fcnftigen Unterrichtsgestaltung beachten? Welches Wissen und welche F\u00e4higkeiten fehlen Ihnen daf\u00fcr noch?<\/p>\n<p>Bei meiner zuk\u00fcnftigen Unterrichtsgestaltung ist es mir vorab einmal sehr wichtig, meine Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler \u00fcberhaupt zu kennen. Auf sprachlicher Ebene ist es dann sehr wichtig zu wissen, welcher meiner Sch\u00fcler die deutsche Sprache vielleicht noch nicht fehlerfrei beherrscht. So m\u00fcssen m\u00f6gliche Verst\u00e4ndnisschwierigkeiten von vornherein bedacht werden. Vor allem in meinem Zweitfach Biologie werde ich beachten m\u00fcssen, dass neben der allt\u00e4glichen Unterrichtssprache Deutsch auch weitere Fachbegriffe m\u00f6glicherweise intensivere Erkl\u00e4rungszeit ben\u00f6tigen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4. Wie muss Schule unserer mehrsprachigen Gesellschaft gestaltet sein. Welche Rahmenbedingungen m\u00fcssen gegeben sein, damit Sie die Mehrsprachigkeit ihrer Sch\u00fcler*innen einbeziehen und einen registersensiblen Fachunterricht gestalten k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Man sollte neuen Sprachen auf jeden Fall offen und tolerant gegen\u00fcberstehen. Ich finde aber auch, dass ein Mindestniveau an Deutschkenntnissen f\u00fcr den allt\u00e4glichen Schultag enorm wichtig ist. Deshalb sollten Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen, dessen Muttersprache nicht Deutsch ist, die M\u00f6glichkeit bekommen Sprachkurse besuchen zu k\u00f6nnen oder intensivere F\u00f6rderung zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. An Ihrer Schule gibt es eine \u2013 wie \u00fcblich sehr heterogen besetzte \u2013 Vorklasse, in welcher sogenannte Seiteneinsteiger*innen Deutsch lernen und auf die Teilnahme am Regelunterricht vorbereitet werden. F\u00fcr einige wird nun der \u00dcbergang diskutiert. 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