{"id":4,"date":"2014-05-06T23:16:12","date_gmt":"2014-05-06T21:16:12","guid":{"rendered":"http:\/\/blogs.uni-bremen.de\/rumhids\/?p=4"},"modified":"2014-05-06T23:16:12","modified_gmt":"2014-05-06T21:16:12","slug":"aufgabe-zum-3-vorlesungstermin-am-06-05-2014-prof-dr-sabine-doff","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/rumhids\/2014\/05\/06\/aufgabe-zum-3-vorlesungstermin-am-06-05-2014-prof-dr-sabine-doff\/","title":{"rendered":"Aufgabe zum 3. Vorlesungstermin am 06.05.2014 \u2013 Prof. Dr. Sabine Doff"},"content":{"rendered":"<p><em>1. Skizzieren Sie f\u00fcr eines Ihrer Unterrichtsf\u00e4cher ein Beispiel f\u00fcr innere Differenzierung genauer, das Sie auf drei (von Ihnen zu w\u00e4hlende) Felder von Thaler anwenden. Diskutieren Sie im Anschluss, welchen Arten von Heterogenit\u00e4t durch die gew\u00e4hlten Felder der Differenzierung auf welche Weise in besonderem Ma\u00dfe Rechnung getragen wird.<\/em><\/p>\n<p>Im Musikunterricht in der Schule sollte meiner Meinung nach auf innere Differenzierung besonders Wert gelegt werden.<\/p>\n<p>An aller erster Stelle denke ich da an die Differenzierung des Schwierigkeitsgrades, denn besonders im Fach Musik sind die Vorkenntnisse der Sch\u00fclerInnen sehr unterschiedlich. Einige hatten vielleicht das Gl\u00fcck, Instrumentalunterricht zu erhalten, ein Instrument\u00a0und das Lesen von Noten erlernen zu k\u00f6nnen. Andere haben sich dagegen wahrscheinlich noch nie mit Noten besch\u00e4ftigt\u00a0und\u00a0k\u00f6nnen f\u00fcr sich selber keinen Bezug dazu herstellen. Da das Beherrschen der Notenschrift nicht vorausgesetzt werden kann, f\u00e4ngt die Lehrkraft nat\u00fcrlich\u00a0mit den Grundlagen an, wobei sich diejenigen langweilen, die diese schon kennen. Der Schwierigkeitsgrad m\u00fcsste an dieser Stelle entsprechend individuell angepasst werden (k\u00f6nnen), um der Heterogenit\u00e4t der Schulklasse im Hinblick auf die unterschiedlichen Vorkenntnisse gerecht werden zu k\u00f6nnen.\u00a0Dies beziehe ich besonders auch auf die (Haus-) Aufgaben, die gestellt werden. Ich bin der Meinung, dass eine Differenzierung jedoch auch bei den Leistungspr\u00fcfungen erfolgen sollte, entweder in der Leistungsbewertung oder aber der Aufgabenstellung, das hei\u00dft dem Wissen, das erwartet und gepr\u00fcft wird.<\/p>\n<p>Die Hilfsmittel sind ebenfalls eines von Thalers Feldern, deren Differenzierung ich im Musikunterricht f\u00fcr wichtig halte, denn ich denke dabei an die Instrumente. Sch\u00fclerInnen,\u00a0die kein Instrument beherrschen, sollten nicht gleich zu Anfang mit dem Spielen einer Violine oder \u00e4hnlich schweren Instrumenten betraut werden, um hier mal ein Extrembeispiel zu statuieren.\u00a0Ein Instrument zu bedienen, das leichter zu spielen ist, hei\u00dft ja nicht, weniger zur Musik beitragen zu k\u00f6nnen. Sch\u00fclerInnen, die bereits ein Instrument spielen k\u00f6nnen, sollten entweder mit diesem eingebunden und darauf gefordert werden oder aber ein f\u00fcr sie neues Instrument spielen, wie ich finde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>2. Fassen Sie in Ihren eigenen Worten kurz zentrale Unterschiede zwischen den Konzepten des interkulturellen und des transkulturellen Lernens. Setzen Sie diese in Bezug zum Konzept der Interkulturellen Bildung. Diskutieren Sie im Anschluss, welche Implikationen diese Unterschiede f\u00fcr den im Zusammenhang mit beiden Konzepten zentralen<\/em><br \/>\n<em>Heterogenit\u00e4tsbegriff haben.<\/em><\/p>\n<p>&#8222;Inter&#8220; ist Latein und bedeutet &#8222;zwischen&#8220;. &#8222;Interkulturell&#8220; l\u00e4sst sich also mit &#8222;zwischen den Kulturen&#8220; \u00fcbersetzen. Interkulturalit\u00e4t hat folglich\u00a0mit den Verbindungen zwischen den verschiedenen Kulturen zu tun, man k\u00f6nnte auch sagen,\u00a0dass sie die Verbindung zwischen den Kulturen bezeichnet. Dies setzt jedoch voraus, dass es verschiedene, klar voneinander abgrenzbare Kulturen gibt, welche oft mit der nationalen Zugeh\u00f6rigkeit gleichgesetzt werden. Auf diese Weise k\u00f6nnen beim interkulturellen Lernen Stereotypen verst\u00e4rkt werden. Interkulturelle Bildung m\u00f6chte also zwischen den Kulturen vermitteln und diese sich gegenseitig n\u00e4her bringen, ohne diese jedoch miteinander zu vereinen.<\/p>\n<p>&#8222;Trans&#8220; ist Latein und bedeutet &#8222;jenseits&#8220;. &#8222;Transkulturell&#8220; l\u00e4sst sich also mit &#8222;jenseits der Kultur(en)&#8220; \u00fcbersetzen. Transkulturalit\u00e4t nimmt folglich an, dass wir uns jenseits von Eigen- und Fremdkultur bewegen und viele Mischformen koexistieren, von denen jede einzelne nicht nur Differenzen zu den anderen aufweist, sondern auch Gemeinsamkeiten. Beim transkulturellen Lernen lie\u00dfen sich also nur Teilaspekte ermitteln, welche zusammen\u00a0so viele verschiedene Kulturen ergeben k\u00f6nnen, wie es auf dieser Erde Menschen gibt.<\/p>\n<p>Interkulturalit\u00e4t impliziert eine begrenzte kulturelle Heterogenit\u00e4t, da sie von klar abgrenzbaren Kulturen ausgeht, denen Menschen zugeordnet werden k\u00f6nnen. Transkulturalit\u00e4t dagegen steht im Zusammenhang mit einem sehr viel weiteren, quasi unbegrenzten Heterogenit\u00e4tsbegriff, der ausdr\u00fccken m\u00f6chte, dass jeder einzelne Mensch eine eigene (Misch-) Kultur entwickelt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. Skizzieren Sie f\u00fcr eines Ihrer Unterrichtsf\u00e4cher ein Beispiel f\u00fcr innere Differenzierung genauer, das Sie auf drei (von Ihnen zu w\u00e4hlende) Felder von Thaler anwenden. Diskutieren Sie im Anschluss, welchen Arten von Heterogenit\u00e4t durch die gew\u00e4hlten Felder der Differenzierung auf welche Weise in besonderem Ma\u00dfe Rechnung getragen wird. 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