Das Rosenblatt

Der nicht offizielle Blog zur Serie!

Folge 6: Kostümwechsel

Filed under: Folgen — Alia at 4:57 pm on Dienstag, Dezember 17, 2019

Lasst uns heute, in diesen letzten Tagen von meiner Zeit bei „Rote Rosen“, doch einmal persönlich werden. Ich meine, es ist kurz vor Weihnachten! Wird es nicht, gerade zu unserem großen Serienfinale, an der Zeit, die wirklich großen Gefühle spielen zu lassen? Deshalb habe ich für diesen Beitrag den Titel „Kostümwechsel“ gewählt. Normalerweise wird der Begriff verwendet, wenn einer oder mehrere Schauspieler am selben Drehtag und zwischen den Szenen für die nächste Szene ein anderes Outfit anziehen muss, weil das nächste Bild auf der Tagesdispo vielleicht aus einem anderen Drehbuch stammt – wir erinnern uns an das Vokabular, das in jedem Unternehmen gebräuchlich ist. Ich hatte in dieser Woche ein ganz ähnliches Erlebnis. Zwar hat mich niemand dazu aufgefordert, mich umzuziehen, aber was ich tatsächlich gewechselt habe, ist die Perspektive, aus der ich meine Fragestellung betrachtet habe. Zudem versuche ich heute, einigen Ideen zur weiterführenden Forschung nachzugehen, um mal für ein wenig Abwechslung zu sorgen.

Außerdem möchte ich in dieser Folge im Laufe meiner Erzählung noch auf ein anderes Thema zu sprechen kommen. Während meiner Arbeit bei „Das Supertalent“, „Notruf Hafenkante“ und nun zuletzt „Rote Rosen“ habe ich vermehrt das Gefühl bekommen, dass die gesamte Film- und Fernsehbranche (und möglicherweise auch die anderen dazugehörigen Medienbranchen) in den Augen derer, die von außerhalb darauf blicken, oftmals auf seltsame Weise „entmenschlicht“ wird. Als ob darin nicht Menschen wie du und ich arbeiten und sie in einer völlig anderen Welt leben, die für den Normalsterblichen gar nicht erreichbar ist. Mit diesem letzten Beitrag möchte ich euch zeigen, dass dies nicht weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte, und vielleicht bringe ich euch damit auch dazu, einen Kostümwechsel zu vollführen. „Es menschelt doch schon sehr“, wie man auf Deutsch so schön sagt. Aber mehr dazu später – zuerst die Geschichte darüber, wie ich diese Woche durch sämtliche Produktionsabteilung getourt bin!

Bevor ich mich allerdings in die Büros begeben habe, welche der letzte Punkt auf meiner eigenen kleinen Wochendispo sein sollten, hat einer der Hauptdarsteller der Serie endlich sein Versprechen eingelöst, ein Interview mit mir zu machen, das er mir bereits in meiner ersten Woche bei „Rote Rosen“ gegeben hatte. Es handelt sich dabei um Varol Sahin, der in der Serie den türkischstämmigen Jungunternehmer Cem Ergün spielt. Anders als bei meinen bisherigen Interview-Partnern denke ich, dass Varol der Öffentlichkeit bekannt genug ist, damit ich seinen Namen nicht mehr zu verschleiern brauche, weshalb ich ihn in diesem Blog auch ganz normal bei seinem Vornamen nennen werde. Bevor ich das Rosen-Team verlassen würde, wollte ich unbedingt noch einmal die Sichtweise eines Schauspielers auf die Thematik hören, die ich bei diesem Praktikum untersuche. Ich persönlich halte solche Interviews für unglaublich wertvolle Quellen – die Geschichte, die ein Mensch zu erzählen hat, und die Interpretation seines Zuhörers, können so viele interessante Aspekte ans Licht bringen! Bereits der Ethnologe Klaus Schriewer schrieb in „Deuten und Verstehen lebensgeschichtlicher Quellen“ über die Bedeutsamkeit von narrativ-biografischen Interviews:

„Was […] aus einem lebensgeschichtlichen Interview erschlossen werden kann, ist das Norm- und Wertesystem, mit dem die Ich-Erzählung und die Interpretation historischer Momente entwickelt wird. Das erzählende Ich stellt sich im lebensgeschichtlichen Interview als ein erzähltes historisches Ich dar und schafft damit ein Bild seiner selbst im Damals, aber auch das Bild eines erzählten Ich in der Gegenwart.“

(Schriewer 2014: 396)

Hierzu hatte ich im Vorhinein, anders als bei meinen bisherigen Gesprächen, die eher einer freien Narrative gefolgt waren, einige bestimmte Fragen aufgeschrieben, und bekam im Laufe des Interviews tatsächlich das Gefühl, dass das Gespräch auf diese Weise sehr viel strukturierter und produktiver verlief als die vorigen, und ich konnte trotzdem spontan an jeder Stelle nachhaken, auf die ich vielleicht etwas näher eingehen wollte oder wo noch Unklarheiten herrschten. Um ebenso konzentriert zu bleiben, habe ich das gesamte Interview hier mal auf die Stellen gekürzt, die für mich die wesentlichsten waren:

Alia: Wie bist du zu deinem Beruf als Schauspieler gekommen, und was ist die Geschichte dahinter?

Varol: Ich habe eine Lehre zum Automobilkaufmann gemacht, tatsächlich (lacht), in der ich entschieden habe, dass ich den Job nicht machen möchte. Und ich habe aber viel Theater gespielt – Schauspielerei hat mich eigentlich seit meiner Kindheit begleitet, und im Zuge meiner Ausbildung zum Automobilkaufmann habe ich dann schon entschieden, dass ich die Schauspielausbildung machen werde – auch direkt im Anschluss angefangen, und habe die Ausbildung gemacht, und so kam das dann, so ging’s auch los. […] Das war ein beschwerlicher Weg, tatsächlich. Ich bin nach meiner Ausbildung zurück nach Berlin gegangen – die Ausbildung habe ich in Köln gemacht. Und tatsächlich ist knapp fünf Jahre gar nichts passiert, aber ich war trotzdem die ganze Zeit dran und habe getan und gemacht, hab’s nicht aufgegeben. Gut wäre natürlich, eine Agentur zu finden, die dich vertritt – das war so ein bisschen auf der Agenda, und natürlich sich fit zu halten, also auch sprachlich und körperlich und so weiter. Und das war mein Weg. Ich habe lange gebraucht, um eine Agentur zu finden, habe dann aber eine Agentin gefunden, die sich meiner angenommen hat. 2017 hatte ich dann auch direkt, als ich in der Agentur war, mein erstes Engagement bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“. Danach wurde ich besetzt für eine neue Serie bei SAT 1, da ist der Knoten dann so’n bisschen geplatzt. Letztes Jahr war das, da habe ich bei „Alles oder nichts“ eine der Hauptrollen gespielt, und quasi nahtlos ging es dann hier weiter mit den „Roten Rosen“.

[…]

Alia: Und wie, würdest du sagen, unterschiedlich sind all diese Produktionen gewesen, vor allem auch in Bezug auf die Rollen, die du gespielt hast?

Varol: (lacht) Es waren interessanterweise wirklich sehr ähnliche Rollen. Also, bei „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ war es auch ein aufstrebender Geschäftsmann – gut gekleidet, dickes Auto. So ähnlich war das Rollenprofil auch bei „Alles oder nichts“. Tarek hatte in der Immobilienbranche gearbeitet, war auch sehr erfolgreich, hatte studiert, und war sehr erfolgreich in dem, was er tat, und auch immer gut gekleidet, schicke Anzüge und so. Es waren sehr ähnliche Profile. Also irgendwie hat sich das dann (lacht wieder) auch so’n bisschen etabliert, glaube ich – so der Anzugträger-Typ, aufstrebend, erfolgreich, und hier ja dann ähnlich. Cem ist ja auch ein Typ mit Ambitionen. […]

Alia: […] Denkst du, dass deine türkische Herkunft dabei vielleicht eine Rolle gespielt haben könnte?

Varol: Das ist eine gute Frage. Was zumindest die „Alles oder nichts“ und „Rote Rosen“ Rollen betrifft, sollte die Figur tatsächlich einen türkischen Hintergrund haben. Das war einfach so gewollt – was jetzt dahinter steckt, keine Ahnung. […] Das gehört einfach in die Zeit, glaube ich. Es sind natürlich nicht die Klassiker, die ich auch schon hinter mir habe – Gang-Mitglied, oder irgendwelche Verbrecher, ganz früher. […] Da war einiges dabei, das ist aber für mich quasi jetzt die andere Seite gewesen, die ich ganz schön finde, weswegen ich die Rollen auch gern gespielt habe, alle drei, weil es halt einfach aufstrebende Typen waren, die sehr gewindet waren, die sauber in ihrer Sprache waren, die gut gekleidet waren. Man muss ja trotzdem irgendwo sagen, dass das nicht immer die Rollenprofile sind, die man als Mensch mit Migrationshintergrund in Deutschland bekommt. Das sind selten tatsächlich die erfolgreichen, krassen Typen, die Macher. Von daher, jetzt mit Blick auf die super-gehypeden Serien der letzten zwei, drei Jahre, wie „Dogs of Berlin“ und so weiter, da wird uns ja auch ein bestimmtes Bild präsentiert. Da bin ich ganz froh, dass ich so’n bisschen dahingehend etabliert und so besetzt werde. […] Ich fühle mich in der Rolle ganz wohl – ich kann viel von mir nehmen.

[…]

Alia: Wie empfindest du Arbeit bei „Rote Rosen“? Ich weiß, es gibt ein sehr hohes Arbeitspensum. Wie viel muss man da als Schauspieler leisten?

Varol: Ja, das Pensum ist sehr hoch. Es wird unglaublich schnell gearbeitet und es bleibt kaum Zeit für Proben oder Absprachen. Uns ist ja trotzdem klar, was wir hier machen – als Format und wie hier gearbeitet wird. Ich finde, gemessen daran, ist man hier sehr bemüht, ein Umfeld zu schaffen, in dem man wirklich ordentlich arbeiten kann und da bin ich super glücklich drüber. Natürlich träume ich auch davon, irgendwann Filme zu machen, wo man auch mal länger arbeitet, sich mehr Zeit nimmt und Sachen ausarbeitet, wo es nicht Schlag auf Schlag geht, wie hier. […]

Alia: Das klingt doch schon mal ganz gut – zumal ich von den anderen Schauspielern schon gehört habe, dass sie oftmals so viel Text für eine Woche lernen müssen, dass manchmal das Spiel darunter leidet…

Varol: Genau, das ist „leider“ so, aber ich glaube, das haben die hier auch auf der Rechnung. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Wir müssen zufrieden sein mit dem, was wir kriegen, aber die müssen auch zufrieden sein mit dem, was sie kriegen. Man versucht immer das Bestmögliche, aber natürlich durch den Zeitdruck und so weiter, wird es auch mal nur zum Worte aufsagen. Da kommen wir nicht drumherum. Das ist schade, aber es ist manchmal so. Noch während die Maske macht und tut, heißt es schon „Wir gehen auf Anfang!“ dreimal hintereinander, und es ist ein einziges Durchrocken irgendwie, wo man sich manchmal schön wünscht, dass es etwas ruhiger sein könnte, aber wie gesagt, das lässt, glaube ich, das Format und das Pensum hier nicht zu. Wir müssen halt bis 18:30 Uhr hier durchkommen.

Alia: Dafür macht ihr hier alle das Beste draus!

Bei einem morgendlichen Rundgang durch das Studio bin ich übrigens eines Tages recht zufällig über eine Art team-internes Casting gestolpert, welches von der Produktion in einem unbesetzten Teil des Sets durchgeführt wurde. Dabei wurde auf einer Kamera festgehalten, wie eine der Schauspielerinnen mit unterschiedlichen Bewerbern für eine neue Rolle, die im weiteren Verlauf der Serie der neue „Love Interest“ für die Schauspielerin werden soll, eine kleine Szene spielt. Das Ziel dabei war es, die Chemie zwischen den beiden Figuren zu überprüfen und hinterher zu vergleichen, um daraus den besten Kandidaten zu erwählen. Hier habe ich wieder, und zwar eigentlich ohne mit Absicht danach zu suchen, ein perfektes Beispiel dafür gefunden, wie menschlich das Film-Business tatsächlich ist: es reicht eben nicht aus, nur zwei Personen vor die Kamera zu stellen und sie etwas vorspielen zu lassen. Das Miteinander ist mindestens ebenso entscheidend wie das Spiel selbst.

Als nächsten Punkt auf meinem Programm hatte ich in den folgenden Tagen dann das Büro der Autorenschaft. Leider ist das aber auch die Abteilung in der Produktion, die am meisten zu leisten und die wenigste freie Zeit hat, weshalb ich beinahe sofort wieder abgewimmelt wurde, als ich mich den Kollegen vorgestellt und gefragt habe, ob sie bereit wären, mir ein bisschen von ihrer Arbeit zu erzählen. Schließlich wurde mir von einem aus dem Team gesagt, ich könne mich zu ihnen ins Büro setzen und eine Weile zuhören, was sie besprachen, während wir warteten, bis die Chefautorin aus ihrer Pause zurückkommen würde. Der Mensch, der mir diesen Plan vorgeschlagen hat, war in dem Fall also mein „Gatekeeper“ – so nennen wir in der Kulturwissenschaft die Personen, die uns den Zugang in ein Feld ermöglichen. Erstmals habe ich diesen Begriff in einem Buch über Feldforschung von Georg Breidenstein kennengelernt. Ich habe also bei dieser Autorenbesprechung wieder eine kleine Teilnehmende Beobachtung gemacht, muss aber zugeben, dass ich ihr nicht ganz folgen konnte, weil darin die Handlung für den kommenden Block besprochen wurde (und selbstverständlich kann und darf ich hier nicht wiedergeben, was dieser beinhaltet). Was mir allerdings generell aufgefallen ist, war das sehr produktive Klima im Raum, und dass sich jeder gleich viel einbringen konnte. Ich saß letztendlich in einem Raum mit einer kleinen Gruppe an Menschen, die sich gemeinsam eine Geschichte überlegten, die von einem Millionen-Publikum erwartet wurde, und allein den Gedanken fand ich schon recht aufregend.

Wenig später war dann die Chefautorin wieder in ihrem Büro und erklärte sich bereit, mir ein paar meiner Fragen zu beantworten. Auch diesmal hatte ich diese schon handschriftlich vorbereitet und bin sie im Gespräch mit ihr strukturiert durchgegangen. Hier wurde mir nun alles nochmal erklärt, was ich zuvor schon für mich selbst beobachten konnte: dass es keine wirkliche Arbeitsteilung unter den Autoren gibt, sondern jeder sich um alles kümmert (was viele scheinbar gar nicht wissen) und man sich sehr persönlich in die Arbeit als Serienautor einbringen kann, weil die Geschichten, die hier besonders von Liebe oder Familie handeln, eben so vielfältig sind – es ist schließlich allgemein anerkannt, dass man am besten darüber schreibt, was man kennt. Manchmal werden die Geschichten übrigens auch um bestimmte Veranstaltungen in Lüneburg herum gestaltet, wie etwa die Sülfmeistertage oder Aufführungen im Theater – das heißt, den Bezug zum „echten“ Lüneburg gibt es anscheinend doch! Ich wollte außerdem wissen, was die einzelnen Schritte vor der Produktion einer Folge sind. Dies läuft wohl so ab, dass zunächst ein Konzept für die gesamte Staffel vorliegt, die aus 40 Blöcken besteht. Ein Block entspricht dabei einer Woche im Fernsehen. Diese Blöcke werden dann in 10 sogenannte „Futures“ geteilt, auf dessen Grundlage gemeinsam im Team die Handlung entwickelt und eine vorläufige Wochendispo erstellt wird. Dabei sei laut der Chefautorin die größte Herausforderung, die Balance zwischen der eigenen Kreativität und gewissen Regeln zu finden, wie etwa den Lichtverhältnissen während bestimmter Jahreszeiten oder andere logistische Faktoren. Auch müsse man versuchen, dem Format – im Falle von „Rote Rosen“ einem Mix aus Daily Soap und Telenovela – gerecht zu werden. Und nicht zu vergessen, die Redaktion muss am Ende auch mit dem Produkt zufrieden sein, ebenso wie natürlich der Zuschauer!

Kommen wir an dieser Stelle aber mal auf ein anderes Thema zu sprechen. Es gibt vor allem eine Sache, die mir wahrscheinlich von allen aus dem Team erzählt wurde: die meisten von ihnen sind oder waren totale Quereinsteiger. Ob es sich dabei um die Regie-Assistenten, Schauspieler oder Autoren handelt, so ziemlich jeder von ihnen hat wohl zunächst etwas anderes gelernt (von Gastronomie über Germanistik bis hin zum Automobilkaufmann kann ich euch dutzende Beispiele liefern) und ist über Beziehungen und Kontakte, manchmal sogar durch reinen Zufall, in die Filmbranche eingestiegen. Dies sei wohl auch sehr typisch für die Medienbranche, hat mir ein Kollege aus der Postproduktion vor einer Weile mal erklärt, die in Deutschland eigentlich auch recht klein sei. Durch das Knüpfen solcher Netzwerke wird auch die Arbeit in anderen Städten Deutschlands ermöglicht. Das würde übrigens auch erklären, warum ich hier andauernd so vielen Menschen, die entweder mit Berliner, bayrischem oder österreichischem Dialekt sprechen, begegne – die sind alle nur für die Produktion angereist! „Rote Rosen“ lässt sich damit definitiv nicht mehr als eine Serie „von Lüneburgern“ beschreiben… Lüneburg ist beinahe zu einer Art „Sammelstelle“ für die kreativen Köpfe aus Deutschland geworden!

Es ist aber, so wurde es mir auch oft schon erzählt, gar nicht notwendig, dass man den Beruf offiziell erlernt, vor allem in der heutigen Zeit. Viel wichtiger geworden sei das Engagement, das man bei der Arbeit zeigt, sowie die „soft skills“ eines Menschen – also etwa Redlichkeit, Organisationstalent, Kreativität, und so weiter. Die meisten Stellen in der Filmbranche bieten beim Berufseinstieg auch interne Ausbildungen an. Es ist nicht so, dass man den Beruf gar nicht vorher lernen kann – es gibt durchaus spezialisierte Universitäten und Schulen, vor allem die ältere Generation hat solche auch noch besucht. Mir scheint, als gebe es hier zwei Seiten, die aufeinander treffen: das „learning by doing“ und die ausgebildeten Fachkräfte, die unter einem Dach zusammenarbeiten. Eine weitere solche Ambivalenz besteht zwischen den fest angestellten und den freien Mitarbeitern, die untereinander rotieren – solche trifft man vor allem bei den Autoren an. Manche werden auch nur auf eine bestimmte Dauer befristet für eine Produktion angefragt, wie die Maskenbildner oder die Ausstattung, und andere sind dauerhafte Arbeitskräfte im Team. Letzteres trifft besonders auf die Jobs im Produktionsbüro zu. Dies ist anscheinend eine Frage davon, wer von wem und für welchen Aufgabenbereich beauftragt wird. Um an dieser Stelle lange und komplizierte Erklärungen zu vermeiden, habe ich hier ein Organigramm für euch, dass den Sachverhalt gut veranschaulicht:

 

Organigramm der Filmproduktion

Aber nun ist es an der Zeit, dass ich die Schlussklappe schlage und mein letztes Bild als abgedreht anmelde. Unser spannendes Abenteuer findet hier sein Ende, und die Liebesgeschichte zwischen Alia und ihrem roten Herzblatt geht mit einem Happy End aus! Höre ich da romantische Geigenmusik?

Jedoch wird dies nicht das letzte Mal sein, dass ihr von mir hört – wortwörtlich! Als kleine Zugabe und um diese wundervollen Story mit einem angebrachten Epilog zu schließen, wird es in Kürze den neuen Podcast „Radio Rose“ auf diesem Sendeplatz geben und noch viele weitere schöne Themen besprochen, die ich noch auf dem Herzen habe. Behaltet also eure Fernsehzeitungen im Blick und verpasst nicht das große Finale vom „Rosenblatt“ – das heißt, wenn die Autoren endlich damit aufhören, stundenlang über das Ende zu diskutieren…

 

Erwähnte & verwendete Literatur und Quellen:

  • Breidenstein, Georg u.a. (2013): Ethnographie. Die Praxis der Feldforschung. Konstanz/München: UVB.
  • Schriewer, Klaus (2014): Deuten und Verstehen lebensgeschichtlicher Quellen. In: Bischoff, C./Oehme-Jüngling, K./Leimgruber, W. (Hrsg.): Methoden der Kulturanthropologie. Bern: Haupt, 2014: 385ff.
  • Wikiwand (2012): Filmstab. URL: https://www.wikiwand.com/de/Filmstab (letzter Zugriff am 16.12.2019).


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