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mein außerschulischer Lernort – das UNIVERSUM

Hallo liebe Blogger und Bloggerinnen,

heute möchte ich euch gerne von einem außerschulischen Lernort berichten, den ich als sehr lohnend für Kinder und Erwachsene empfinde. Dabei geht es um das Mitmach- Museum „Universum“ in Bremen. Dies kennen bestimmt einige vom Sehen, da es sich direkt neben dem Universitätsgelände befindet und ein markant auffälliges Gebäude besitzt.

universum-bremen.de

Ob es sich dabei um einen Wal, eine Muschel oder doch etwas ganz Abstraktes handelt, lässt die Fantasie des Betrachters offen und weckt gleichzeitig das Interesse. Aber nicht nur der Blick von außen, sondern auch das innere sind eine nähere Betrachtung wert.

Auf dem weitläufigen Gelände des „Universums“ befinden sich neben einem großen Außenbereich von 5000 m² zwei zentrale Gebäude, welche die Dauerausstellung und die Sonder- und Zusatzausstellung beherbergen. Auf drei Ebenen können die Besucher*innen in der Dauerausstellung die Themen Natur, Mensch und Technik erforschen. Der Themenbereich „Natur“ lädt dazu ein, mit allen Sinnen die verschiedenen Formen von Naturphänomene zu erkunden und beispielsweise bei der Bildung von Wolken oder Eiskristallen selbst aktiv zu werden. Auf der Ebene „Mensch“ kann der eigene Körper neu entdeckt werden. Dies geschieht durch unterschiedliche Stationen, die unter anderem Kommunikation und Wahrnehmung, unser Denken und Handeln sowie die kognitiven Fähigkeiten ansprechen. Im Bereich „Technik“ erfahren sowohl Kinder als auch Erwachsene Neues über technische Alltagsgeräte und deren Funktionsweisen. Mit Experimenten, in denen Blitze erzeugt oder Schaltkreise gebaut werden können, wird der technische Fortschritt erklärt und auf eine experimentelle Weise den Besucher*innen näher gebracht. Der Außenbereich umfasst das Thema „Wind und Wasser“. Hier können sich vor allem Kinder mit Geschick und Koordination zum Beispiel im Kriechtunnel oder an der Kletterwand erproben. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem der 27 m hohe „Turm der Lüfte“, der nicht nur einen weitläufigen Ausblick über Bremen bietet, sondern auch auf mehreren Entdeckerebenen zum Forschen und Experimentieren einlädt (universum-bremen.de, 2020).

universum-bremen.de

Im „Universum“ gibt es genügend Platz und Anregungen für ein selbstständiges, entdeckendes und forschendes Lernen. Die Besucher*innen können sich individuell mit naturwissenschaftlichen und technischen Erscheinungen auseinandersetzen und diese auf vielfältigen Wegen untersuchen. Neugierde wecken, zum Staunen verführen und neue Fragen und Ideen provozieren sind dabei Aspekte, die stets im Mittelpunkt stehen. Die Zielgruppe, die das Mitmach- Museum anspricht, ist dabei vielfältig und deckt alle unterschiedlichen „Gruppen“ ab. Unter anderem gibt es spezielle Führungen für Grundschulen und Kitas, auf welche ich an dieser Stelle etwas näher eingehen möchte. Sowie Maria Montessori und eine Vielzahl an Erlebnispädagogen und -pädagoginnen widmet sich das Universum der pädagogischen Grundlage „Was du mir sagst, das vergesse ich. Was du mir zeigst, daran erinnere ich mich. Was du mich tun lässt, das verstehe ich“ nach dem chinesischen Philosophen Konfuzius. Fächer-, alters- und einrichtungsübergreifend können Kinder Naturphänomene unter anderem experimentell entdecken und beobachten, sich selbst an Konstruktionen erproben oder Beobachtungs- und Forschungsversuche neu erfinden und deren Ergebnisse festhalten, auswerten und präsentieren. Ziel ist dabei, eine Verbindung zwischen der theoriebezogenen Bildung und dem zur Handlung auffordernden Lernort herzustellen und den Kindern somit einen spielerischen, verständlichen Zugang zur Naturwissenschaft zu ermöglichen. Um den außerschulischen Lernort mit in den Unterricht zu integrieren, bietet das „Universum“ vielfältige Angebote für Lehrkräfte an, welche sowohl Informationsveranstaltungen, Fortbildungen als auch speziell ausgearbeitetes Material beinhalten. Besonders interessant für mich (und euch) als Lehramtsstudierende und angehende Referendar*innen ist ein neu aufgebautes Format, das „KLUB UNIVERSUM“. Dies ist eine kostenlose Veranstaltungsreihe, bei der zu wechselnden Themenbereichen neue Ideen und Anregungen vorgestellt werden, die den Schulalltag bereichern und weiterentwickeln können. Eine Ideenbörse und Austauschplattform soll entstehen, welche Zündstoff für die Schule von morgen bieten kann. Ich empfinde dies als sehr gute Möglichkeit, mich selbst „außerschulisch“ weiterzubilden und mithilfe der Kommunikation und des regen Austauschs verschiedener Teilnehmer*innen neue Handlungsmöglichkeiten eröffnet zu bekommen. Falls du mehr darüber erfahren oder teilnehmen möchtest, finden sich weitere Informationen unter klub-universum.de (ebd., 2020).

Um für die Gestaltung und Entwicklung unseres Lebens einen Beitrag zu leisten und alle Besucher*innen zum Nachdenken zu animieren greift das „Universum“ in Sonderausstellungen unter anderem Themen des alltäglichen Lebens auf. Mein Interesse weckte dabei die Ausstellung „Lieblingsräume – so vielfältig wie wir sind“, welche im Zeitraum zwischen dem 10.12.2016 und dem 7.01.2018 besucht werden konnte. Verschiedene Personen, unter anderem ein Rollstuhlfahrer, der seinem Traumberuf des Gitarrenbauers nachgeht, eine gehörlose Bloggerin, die sich im virtuellen Raum Gehör verschafft oder ein geflüchteter Syrer, der sich in seiner WG-Küche erstmalig heimisch fühlt, veranschaulichten mit ihren begehbaren „Lieblingsräumen“ ihre Lebensgeschichte. Im Entdeckungsrundgang durch die acht „Lieblingsräume“ konnten Kinder und Erwachsenen mit einem Perspektivwechsel in die Lebenswege der porträtierten Menschen eintauchen und neue Blickwinkel auf zentrale Lebensbereiche erhalten. Im Mittelpunkt stand dabei die Aussage: Es ist normal, verschieden zu sein. In Kooperation mit dem Martinsclub Bremen e.V. wurde hierbei ein Weg gefunden, das Thema Inklusion authentisch zu vermitteln und bei den Besucher*innen neue Sichtweisen auszulösen (ebd., 2020).

Durch die Vielfältigkeit der angesprochenen Themenbereiche und Angebote im „Universum“, kann sich jeder individuell und selbstständig weiterbilden. Ich empfinde es dabei besonders bemerkenswert, wie zukunftsorientiert die unterschiedlichen Angebote  ausgerichtet sind, damit dieses in Form eines Modellvorhabens oder für Pilotprojekte als positives Beispiel voranschreiten kann. Meines Erachtens nach ist das „Universum“ ein sehr guter außerschulischer Lernort, da hier weitestgehend barrierefrei ein weitreichendes Themenspektrum individuell erkundet und erprobt werden kann.

 

Literatur:

universum-bremen.de (2020). Verfügbar unter: https://universum-bremen.de/ [05.05.2020].

3 Antworten auf „mein außerschulischer Lernort – das UNIVERSUM“

Hallo Ronja,

wenn ich deinen Blog lese, komm ich sofort Lust mal wieder ins Universum zu gehen. Besonders, weil ich die neue Dauerausstellung im „Wal“ noch nicht kenne. Besonders spannend finde ich auch den neuen Außenbereich und natürlich auch den „Turm der Lüfte“ an dem ich immer vorbei fahre, wenn ich zur Uni fahre. Super nützlich finde ich es zu wissen, dass es Führungen speziell für Grundschulen (ok, das hätte man sich denken können) und Angebote für Lehrkräfte, wie das Klub Universum, gibt.
Schade, dass die Ausstellung „Lieblingsräume“ bereits vorbei ist. Die würde sicherlich auch super zur aktuellen Situation passen.
Danke, dass du wieder Lust gemacht hast, ins Universum zu gehen (ich war bestimmt seit meiner eigenen Grundschulzeit nicht mehr dort). Du hast das Universum und die (pädagogischen) Angebote super vorgestellt.

Liebe Grüße,
Vincent

Liebe Ronja,

vielen lieben Dank für Deinen interessanten Blogbeitrag.
Das Bremer Universum war mir auch schon, bevor ich an an der Universität in Bremen angefangen habe zu studieren, bekannt, da wir in der Schule einen Ausflug hingemacht haben. Deine Einleitung, dass das Universum sowohl Kinder, als auch für Erwachsene anspricht, trifft auch meiner Meinung nach zu. Ebenfalls beschreibst du den Aufbau des Universums, sodass sich die LeserIn gut vorstellen können, wie das Universum aufgebaut ist und wo das Universum zu finden ist. Gut finde ich, dass Du die verschiedenen Themen (Technik, Geschick und Koordination, Experimentieren) ansprichst, die in dem Universum behandelt und verknüpft werden. Es wird eine Verbindung zwischen Theorie und Praxis hergestellt. Dem kann ich aus eigener Erfahrung ebenfalls zustimmen. Sehr gut fand ich auch, dass du den „Klub Universum“ vorstellst und den dazugehörigen Link mit angefügt hast. Dieser Klub ist kostenlos und für angehende Lehrkräfte und StudentenInnen.
Des Weiteren gehst du auf den inklusiven Aspekt ein, dass das Universum barrierefrei gestaltet ist und alle Sinne im Universum angesprochen werden können.

Liebe Grüße, Kim

Hallo liebe Ronja,

Als Erstes möchte ich mich für deinen umfangreichen und informativen Blogeintrag über das Universum in Bremen bedanken.

Schön fand ich, dass du die einzelnen Themenbereiche im Universum beschrieben hast.

Den Außenbereich kannte ich davor nicht. Zumal Koordination ein wichtiger Faktor für die kindliche Entwicklung ist.

Den hohen Turm kannte ich ebenfalls nicht. Dank dir habe ich wieder Lust ins Universum zu gehen und mir die Aussicht vom Turm anzusehen.

Super, dass du den Klub vorgestellt hast und den dazugehörigen Link genannt hast. Den ich hoffentlich demnächst in Anspruch nehmen werde.

Beste Grüße

Zuhal

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