{"id":10,"date":"2024-05-29T16:48:02","date_gmt":"2024-05-29T14:48:02","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/romasblogg\/?p=10"},"modified":"2024-05-29T16:48:02","modified_gmt":"2024-05-29T14:48:02","slug":"rv07-inklusiver-deutschunterricht-als-ganz-normale-herausforderung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/romasblogg\/2024\/05\/29\/rv07-inklusiver-deutschunterricht-als-ganz-normale-herausforderung\/","title":{"rendered":"RV07: Inklusiver Deutschunterricht als ganz normale Herausforderung"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\"><b>1.) Benennen und erl\u00e4utern Sie kurz drei f\u00fcr sie zentrale Erkenntnisse aus dem heutigen Termin (27.05.2024).<\/b><\/p>\n<ol class=\"ol1\">\n<li class=\"li2\">Bedeutung der Inklusion im Bildungssystem: Eine wesentliche Erkenntnis aus der RV07 ist, dass die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (2006) die Bedeutung eines inklusiven Bildungssystems hervorhebt. Sie fordert, dass Menschen mit Behinderungen nicht vom allgemeinen Bildungssystem ausgeschlossen werden und ihnen eine volle und gleichberechtigte Teilhabe an der Bildung erm\u00f6glicht wird (vgl. RV07, 2024, Folie 5).<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/li>\n<li class=\"li3\">Ein weiteres wesentliches Konzept ist die Bedeutung von Differenzierung und Individualisierung im Unterricht (vgl. RV07, Folie 8). Dies beinhaltet sowohl die Selbstdifferenzierung als auch die innere Differenzierung, um den verschiedenen Bed\u00fcrfnissen der Sch\u00fcler<i>innen gerecht zu werden. Ziel ist es, alle Sch\u00fcler<\/i>innen entsprechend ihrer individuellen F\u00e4higkeiten und Interessen zu f\u00f6rdern und zu fordern (Beck 28).<\/li>\n<li class=\"li3\">Ein dritter zentraler Aspekt ist die Rolle der Partizipation im inklusiven Unterricht. Die Sch\u00fcler*innen sollten aktiv in die Gestaltung ihres Lernprozesses einbezogen werden, um ihre Entwicklungsm\u00f6glichkeiten zu erweitern und ihre Mitbestimmungsrechte zu st\u00e4rken. Dies tr\u00e4gt nicht nur zur Verbesserung des Lernens bei, sondern f\u00f6rdert auch das Gef\u00fchl der Zugeh\u00f6rigkeit und pers\u00f6nlichen Wertsch\u00e4tzung im Klassenverband. Ein Beispiel hierf\u00fcr ist die Mitgestaltung des Klassenraums (vgl. RV07, Folie 4).<\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"p2\">Zus\u00e4tzlich betonen Seitz und Scheidt (2012) in ihrem Artikel die Bedeutung eines inklusiven Bildungssystems, wie bereits in der RV07 herausgearbeitet. Sie unterstreichen, dass inklusiver Unterricht eine Vielzahl von Ressourcen und Ans\u00e4tzen nutzt, um den unterschiedlichen Lernvoraussetzungen der Sch\u00fcler gerecht zu werden. Dabei diskutieren sie sechs Ressourcen, die zur Weiterentwicklung des inklusiven Unterrichts beitragen k\u00f6nnen, und betonen die Wichtigkeit einer differenzierten und flexiblen Didaktik.<\/p>\n<p class=\"p5\"><strong>2. Diskutieren Sie einen heute vorgestellten Aspekt guten (inklusiven Literatur-)Unterrichts anhand eines positiven oder negativen Beispiels aus Ihren Praktika. Wenn Sie ein negatives Beispiel w\u00e4hlen: Machen Sie einen kurzen Verbesserungsvorschlag.<\/strong><\/p>\n<p class=\"p7\">W\u00e4hrend meines Praktikums in einer 3. Klasse erlebte ich, wie die Lehrerin beim Lesen des Buches &#8222;Der kleine Drache Kokosnuss&#8220; von Ingo Siegner erfolgreich differenzierte und individualisierte:<\/p>\n<ul class=\"ul1\">\n<li class=\"li8\"><span class=\"s3\"><b>Angepasste Lesematerialien:<\/b> Die Lehrerin bot den Sch\u00fcler<i>innen unterschiedliche Versionen des Textes an. Fortgeschrittene Leser<\/i>innen arbeiteten mit der vollst\u00e4ndigen Ausgabe, w\u00e4hrend weniger ge\u00fcbte Leser<i>innen gek\u00fcrzte Fassungen erhielten. F\u00fcr Sch\u00fcler<\/i>innen mit Leseschwierigkeiten standen H\u00f6rb\u00fccher zur Verf\u00fcgung.<\/span><\/li>\n<li class=\"li8\"><span class=\"s3\"><b>Vielf\u00e4ltige Aufgaben:<\/b> Die Aufgaben waren vielf\u00e4ltig gestaltet, um den verschiedenen Lernniveaus und Interessen gerecht zu werden. Die Kinder konnten zwischen kreativen Schreibaufgaben, dem Malen von Szenen aus dem Buch und Rollenspielen w\u00e4hlen.<\/span><\/li>\n<li class=\"li8\"><span class=\"s3\"><b>Technologische Unterst\u00fctzung:<\/b> Einige Sch\u00fcler*innen nutzten Tablets mit speziellen Lese- und Schreibprogrammen, die ihnen halfen, den Text besser zu verstehen und ihre Aufgaben zu erledigen.<\/span><\/li>\n<li class=\"li8\"><span class=\"s3\">Dieser differenzierte und individualisierte Ansatz f\u00fchrte zu hoher Motivation und aktiver Beteiligung der Sch\u00fclerinnen. Jedes Kind konnte auf seinem individuellen Niveau lernen, was nicht nur das Verst\u00e4ndnis der Geschichte, sondern auch das soziale Miteinander in der Klasse f\u00f6rderte. Die Sch\u00fclerinnen f\u00fchlten sich einbezogen und unterst\u00fctzt, was zu einem positiven Lernklima beitrug.<\/span><\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"p5\"><b>Studierende ohne IP: Welche Rolle sehen Sie f\u00fcr sich im inklusiven Deutschunterricht und was w\u00fcnschen Sie sich von den zuk\u00fcnftigen IP\u2010Kolleg*innen?<\/b><\/p>\n<p class=\"p7\">Im inklusiven Deutschunterricht sehe ich meine Rolle darin, einen differenzierten und individualisierten Unterricht zu gestalten, der den Bed\u00fcrfnissen aller Sch\u00fcler<i>innen gerecht wird. Dazu m\u00f6chte ich ein Klassenzimmer schaffen, in dem sich jede<\/i>r willkommen f\u00fchlt, und Materialien sowie Aufgaben anbieten, die auf verschiedene Lernniveaus und Interessen zugeschnitten sind. Wichtig ist f\u00fcr mich auch die enge Zusammenarbeit mit meinen Kolleg*innen, um individuelle F\u00f6rderpl\u00e4ne zu entwickeln und umzusetzen.<\/p>\n<p class=\"p7\">Von meinen zuk\u00fcnftigen IP-Kolleg<i>innen w\u00fcnsche ich mir vor allem fachliche Unterst\u00fctzung bei der Anpassung von Unterrichtsmaterialien und Methoden. Gemeinsame Planung und regelm\u00e4\u00dfige Besprechungen sind essenziell, um die besten Lernbedingungen f\u00fcr alle Sch\u00fcler<\/i>innen zu schaffen. Ich hoffe auf einen kontinuierlichen Austausch \u00fcber erfolgreiche Strategien und Methoden im inklusiven Unterricht sowie gemeinsame Fortbildungen, um unser Wissen und unsere F\u00e4higkeiten zu erweitern.<\/p>\n<p class=\"p11\">Durch eine enge und kooperative Zusammenarbeit k\u00f6nnen wir einen erfolgreichen inklusiven Deutschunterricht gestalten, der alle Sch\u00fcler*innen f\u00f6rdert und ihnen gerecht wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"p12\">Beck, Charlotte. et al. Deutsche UNESCO-Kommission e.V. (DUK): \u201cInklusion: Leitlinien f\u00fcr die Bildungspolitik\u201d, 3. erweiterte Auflage, Bonn. URL:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.unesco.de\/sites\/default\/files\/2018-05\/2014_Leitlinien_inklusive_Bildung_0.pdf\"><span class=\"s4\">Inklusion: Leitlinien<\/span><\/a>\u00a0[letzter Zugriff: 29.05.24, 16:36]<\/p>\n<p class=\"p5\">Seitz, S. &amp; Scheidt, K. (2012).\u00a0<i>Vom Reichtum inklusiven Unterrichts \u2013 Sechs Ressourcen zur Weiterentwicklung.<\/i>\u00a0In: <a href=\"https:\/\/www.inklusion-online.net\/index.php\/inklusion-online\/article\/view\/62\"><span class=\"s5\">https:\/\/www.inklusion-online.net\/index.php\/inklusion-online\/article\/view\/62<\/span><\/a> [letzter Zugriff: 29.05.24, 16:49]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.) Benennen und erl\u00e4utern Sie kurz drei f\u00fcr sie zentrale Erkenntnisse aus dem heutigen Termin (27.05.2024). Bedeutung der Inklusion im Bildungssystem: Eine wesentliche Erkenntnis aus der RV07 ist, dass die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (2006) die Bedeutung eines inklusiven Bildungssystems hervorhebt. 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