Editorial Sommersemester 2015

von Thomas Hoffmeister

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Liebe Leser*innen!

Was für eine spannende Zeit. Politik, Forschungsorganisationen und -gremien diskutieren über die zukünftige Ausgestaltung der Exzellenzinitiative. Wie verändern sich die Kriterien? Wird Lehre dort eine größere Rolle spielen als bisher? Gleichzeitig analysieren die im Qualitätspakt Lehre geförderten Hochschulen ihre Projekte und planen die nächste Phase. An der Universität Bremen betrachten wir die Erfahrungen im ersten ForstA-Projekt und ziehen Schlüsse für den Folgeantrag. Wir möchten Innovation unterstützen und Kreativität fördern. Nicht alles, was dabei ausgedacht wird, funktioniert auch wie gedacht. Das ist der Preis, wenn man Neues wagt. Aber auch aus Fehlschlägen kann man viel lernen. Sie kennen alle den Publikationsbias in den Wissenschaften gegen negative Ergebnisse. Die Folge sind oftmals auf Hochglanz polierte Berichte, die wenig Raum für kritische Selbstreflexion bereithalten. Alles bestens also!?

Mit der „Resonanz“ möchten wir das vermeiden. Ja, wir wollen herausragende Lehre  sichtbar machen und Innovationen ein Forum geben. Wir wollen aber auch dort hinschauen, wo neue Wege nicht die erhofften Ziele erreichten. Mit der „Resonanz“ wollen wir den offenen Dialog über Lehre und Lernen fördern – auch über die Schwierigkeiten und Widerstände im Lehr- und Lerngeschehen.

Vor diesem Hintergrund freue ich mich, dass sich die „Resonanz“ dank den immer  zahlreicher werdenden Einreichungen als Medium für den lehr- und lernbezogenen Erfahrungsaustausch etabliert. Unterstützen Sie diesen Prozess auch in Zukunft durch Ihre Beiträge.

In dieser vierten Ausgabe erwarten Sie spannende Artikel aus den Bereichen „Lehren und Lernen“, „Umgang mit Heterogenität“ und „Schlüsselkompetenzen“. Besonders im Blick steht das für die Universität Bremen profilgebende „forschende Studieren“. Ob anwendungsorientiert im Projekt (Seite 4 und Seite 15), als „Teamplay von Lehrenden und Lernenden“ (Seite 9), mit Hilfe von Systemaufstellungen (Seite 41), zum Kompetenzerwerb für die berufliche Praxis (Seite 31 und Seite 37) oder in Verbindung mit innovativen Prüfungsformen wie E-Portfolios (Seite 21) oder Travel-Blogs (Seite 26) – die Wege auf denen forschendes Studieren fachspezifisch übersetzt werden kann, sind hierbei vielfältig.

Weitere Artikel, diesmal einen zur Einrichtung von mathematischen Brückenkursen in MINT-Fächern finden Sie in der ständig aktuellen Online-Ausgabe der Resonanz. Zu dieser gelangen Sie durch Scannen der QR-Codes in diesem Heft oder unter www.uni-bremen.de/forsta/resonanz. Wir freuen uns, wenn Sie dort auch von der Kommentarfunktion Gebrauch machen.

Ich wünsche Ihnen viel Freude und eine spannende Lektüre.

 

Thomas Hoffmeister ist Konrektor für Lehre und Studium an der Universität Bremen

 

 

Bildnachweis:

  • Thomas Hoffmeister (Universität Bremen)

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