Editorial Wintersemester 2013/14

Von Heidi Schelhowe

Heidi Schelhowe

An einer Universität gehören Forschung und Lehre eng zusammen.  In der jüngeren Vergangenheit ist oft beklagt worden, dass es nur Forschung sei, die Reputation verschafft, während Engagement für Studium und Lehre  vernachlässigt und gering geschätzt wird, Initiativen, die zur Verbesserung des Studiums führen, nicht die Wertschätzung erfahren, die ihnen gebührt.Die Schaffung eines Magazins für Studium und Lehre, das wir aus ForstA-Mitteln, aus der Bundesförderung zur Verbesserung der Qualität der Lehre, finanzieren, war mir ein großes Anliegen und ich verstehe dies als Aufruf und Signal, dass wir an der Universität Bremen Studium und Lehre einen hohen Stellenwert beimessen. Das Magazin „Resonanz“ sehe ich als einen wichtigen Meilenstein, um mehr Aufmerksamkeit auf Studium und Lehre zu richten.

Lehrende und Lehre sollen sichtbar werden, kleine und große Initiativen zur Verbesserung der Qualität des Studiums sollen öffentlich werden – dies ist ein wichtiger Schritt für wechselseitiges Lernen, aber auch für Reputation von Studium und Lehre.

Ich möchte Studierende, Lehrende, MitarbeiterInnen in den Studienbüros und in der Verwaltung  ermutigen, punktuell und dauerhaft zu berichten über das, was an unserer Universität passiert. Andere sollen davon erfahren, aus guten Beispielen lernen, mit den AutorInnen aus Misserfolgen Schlussfolgerungen ziehen können. „Resonanz“ soll niedrigschwellig und unkompliziert das Schreiben über das Besondere, aber auch über den Alltag von Studium und Lehre anregen und eine Plattform zum Austausch bieten.
Das Magazin soll aber auch zur wissenschaftlichen Reflexion einladen, es soll einen Weg zum wissenschaftlichen Publizieren über Lehre und Studium öffnen. Wissenschaftliches Publizieren darf nicht nur als Aufgabe der Hochschuldidaktik betrachtet werden. Vielmehr stünde es einer akademischen Einrichtung gut an, ihre Unternehmungen in der Lehre  wissenschaftlich zu begründen und zu begleiten. Auch dazu soll das Magazin anregen und einen Einstieg bieten.

Ich freue mich, dass es gelungen ist, für den Start eine ganze Reihe interessanter und anregender Beiträge zu gewinnen. Viele weitere  Beiträge sind angekündigt und ich freue mich darauf, dass wir im elektronischen Format die Beiträge kontinuierlich kommentieren und debattieren können. So wird hoffentlich eine lebendige und gerne auch kontrovers diskutierende Community rund um Fragen von Studium von Lehre an unserer Universität Bremen entstehen! Zweimal jährlich soll aus dem elektronischen Magazin eine Print-Ausgabe mit ausgewählten Beiträgen entstehen, mit der wir auch eine weitere Öffentlichkeit von Menschen, die sich für unsere Universität interessieren, erreichen.

Allen, die am Zustandekommen dieses Magazins beteiligt waren, möchte ich ganz herzlich danken!

 

Heidi Schelhowe ist Konrektorin für Lehre und Studium an der Universität Bremen.

 

Bildnachweis:
Autorinnenfoto: Universität Bremen


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