{"id":23,"date":"2021-05-14T17:04:11","date_gmt":"2021-05-14T15:04:11","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ravenaarts\/?p=23"},"modified":"2021-05-14T17:04:11","modified_gmt":"2021-05-14T15:04:11","slug":"mehrsprachigkeit-als-ausgangspunkt-und-ziel-schulischer-bildung-in-der-gymnasialen-oberstufe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/ravenaarts\/2021\/05\/14\/mehrsprachigkeit-als-ausgangspunkt-und-ziel-schulischer-bildung-in-der-gymnasialen-oberstufe\/","title":{"rendered":"Mehrsprachigkeit als Ausgangspunkt und Ziel schulischer Bildung in der gymnasialen Oberstufe"},"content":{"rendered":"<p>1<b>.An Ihrem Gymnasium gibt es eine \u2013 wie \u00fcblich sehr heterogen besetzte \u2013 Vorklasse, in welcher sogenannte Seiteneinsteiger*innen Deutsch lernen und auf die Teilnahme am Regelunterricht vorbereitet werden. F\u00fcr einige wird nun der endg\u00fcltige \u00dcbergang diskutiert. Ein Gro\u00dfteil der Lehrkr\u00e4fte pl\u00e4diert \u2013 mit Verweis auf die noch nicht vollst\u00e4ndig ausreichenden (bildungssprachlichen) Deutschkenntnisse \u2013 sie an eine Oberschule zu \u00fcberweisen, obwohl die Sch\u00fcler*innen hinsichtlich ihrer Lernf\u00e4higkeit und ihrer Vorbildung eigentlich die Voraussetzungen f\u00fcr das Gymnasium mitbringen und gerne an der Schule bleiben w\u00fcrden. Nehmen Sie auf Basis der Vorlesung Stellung dazu. <\/b><\/p>\n<p><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>&#8211; Durch die beschriebene Situation, denke ich, dass es nicht der ausschlaggebende Punkt f\u00fcr den Schulwechsel sein darf. Die Deutschkenntnisse der Sch\u00fcler*innen sind nicht<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>mit deren Kompetenzen im Unterricht vergleichbar. (vgl. Folie 11 Prof. Dr. A. Daase) Es gibt verschiedene Wege die Sch\u00fcler*innen weiterhin in dem Gymnasium zu lassen. Die Lehrer*innen k\u00f6nnen einerseits langsamer sprechen als gewohnt f\u00fcr die Verst\u00e4ndigung aller Sch\u00fcler*innen. Es ist nicht nur f\u00fcr die Sch\u00fcler*innen mit weniger Deutschkenntnisse von Vorteil, sondern auch f\u00fcr die anderen Sch\u00fcler*innen die schon l\u00e4nger das Gymnasium besuchen, da sie viel mehr von dem Unterricht mitbekommen.<\/p>\n<p>Ich denke, dass es sowohl f\u00fcr die Seiteneinsteiger*innen gut sein w\u00fcrde in den Gymnasium zu wechseln, da sie deutsch intensiver erlernen k\u00f6nnen z.B durch die anderen Sch\u00fcler*innen. Dadurch, dass die Sch\u00fcler*innen in einer Klasse sind mit weitere Sch\u00fcler*innen die \u00fcberwiegend Deutsch sprechen. ( vgl. Folie 38)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Andererseits k\u00f6nnen diese Sch\u00fcler*innen k\u00f6nnen trotz des Unterrichts im Gymnasium, weiterhin die Vorklasse besuchen um seine\/ihre Deutschkenntnisse weiterhin zu verbessern.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Meiner Meinung nach, sollten die Sch\u00fcler*innen so lange in der Vorklasse sein bis sie gen\u00fcgend die deutsche Sprache beherrschen um entweder in einem Gymnasium oder in einer Oberschule zu sein. Au\u00dferdem, denke ich, dass nicht nur die Lehrer*innen die Entscheidung treffen m\u00fcssen, sondern auch die Sch\u00fcler*innen selbst. Wenn sie in dem Gymnasium bleiben und von alleine merken, dass sie es nicht schaffen k\u00f6nnen, haben sie immer noch die Wahl die Schule oder die Klasse zu wechseln.<\/p>\n<p>Ich selber, habe auch die Vorklasse besucht, als ich nach Deutschland gekommen bin. Nach ca. 6 Monaten konnte ich direkt ins Gymnasium. Bin maximal 2 Wochen in der Klasse geblieben, weil die Lehrer*innen nicht in der Lage waren, sich mit Sch\u00fcler*innen mit wenigen Deutschkenntnisse zu arbeiten, obwohl ich eine gute Sch\u00fclerin war.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p><b>2. Welche Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit \u2013 in der hier verstandenen breiten Sicht \u2013 in Schule und Unterricht (selbst als Sch\u00fcler*in und\/oder Praxiserfahrungen) haben Sie bislang gemacht? Diskutieren Sie die Erfahrungen vor dem Hintergrund dieser Vorlesung<br \/>\n<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>Ich selber habe Erfahrung mit Mehrsprachigkeit gemacht, da meine Muttersprache Portugiesisch ist. In den Pausen war ich zwar mit Freunde die Deutsch gesprochen haben, aber ich hatte auch Freundinnen mit denen ich mich auf Portugiesisch unterhalten habe. Uns wurde immer aufmerksam gemacht, dass wir in Deutschland sind und deswegen auch Deutsch sprechen mussten. Ich fand diese Aussage sehr diskriminierend, da wir zwar in Deutschland leben aber keiner mir verbieten kann meine Muttersprache zu sprechen. Im Unterricht selber, finde ich es in Ordnung, dass man sich nur auf Deutsch unterh\u00e4lt.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/li>\n<li>Desto trotz gibt aber auch Ausnahmef\u00e4lle im Unterricht wie z.B als ich Praktikum gemacht habe in einer Gesamtschule. Da waren zwei Sch\u00fcler, die die deutsche Sprache nicht 100% beherrschten und sie haben sich auf deren Muttersprache gegenseitig geholfen und die Lehrer*innen fanden es in Ordnung. Es ist wichtig, die Unterst\u00fctzung von der Lehrkraft zu haben.<\/li>\n<\/ul>\n<p><b>3. Was m\u00f6chten Sie nach dem Besuch dieser Vorlesung bei Ihrer zuk\u00fcnftige Unterrichtsgestaltung beachten? Welches Wissen und welche F\u00e4higkeiten fehlen Ihnen daf\u00fcr noch?<\/b><\/p>\n<p>Als zuk\u00fcnftige Lehrerin m\u00f6chte ich darauf achtem, dass ich nicht verbiete wenn Sch\u00fcler*innen sich in ihre Muttersprache unterhalten wollen oder m\u00fcssen, sobald es den Unterricht nicht st\u00f6rt. Die Sch\u00fcler*innen d\u00fcrfen sich nicht schlecht oder ausgegrenzt f\u00fchlen, weil sie sich besser in einer andere Sprache ausdr\u00fccken kann als Deutsch. Es ist normal, dass wenn man Mehrsprachig aufgewachsen ist, dass man die Sprachen mixen. Nur weil ein\/e Sch\u00fcler*in weniger Deutsch spricht, hei\u00dft nicht dass sie\/ er weniger Kompetenz hat.<\/p>\n<p><b>4. Wie muss Schule unserer mehrsprachigen Gesellschaft gestaltet sein? Welche Rahmenbedingungen m\u00fcssen gegeben sein, damit Sie die Mehrsprachigkeit ihrer Sch\u00fcler*innen einbeziehen und einen registersensiblen Fachunterricht gestalten k\u00f6nnen?<\/b><\/p>\n<p>Ich finde, dass die Lehrkraft sich viel mehr mit Mehrsprachigkeit auseinandersetzen soll und wie schon bei der vorherigen Frage erw\u00e4hnt, m\u00fcssen Sie darauf achten, dass die Sch\u00fcler*innen sich nicht ausgegrenzt f\u00fchlen, wenn Deutsch nicht ihre Muttersprache ist und sie sich in einer anderen Sprache besser ausdr\u00fccken k\u00f6nnen.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Der Unterricht soll so gestaltet werden, dass jeder mit egal welche Differenz in den Unterricht Spa\u00df hat und sich wohl f\u00fchlt, da die Sch\u00fcler*innen viel mehr Zeit in der Schule verbringen als Zuhause<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1.An Ihrem Gymnasium gibt es eine \u2013 wie \u00fcblich sehr heterogen besetzte \u2013 Vorklasse, in welcher sogenannte Seiteneinsteiger*innen Deutsch lernen und auf die Teilnahme am Regelunterricht vorbereitet werden. 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