{"id":98,"date":"2023-03-26T20:38:27","date_gmt":"2023-03-26T18:38:27","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/?page_id=98"},"modified":"2023-03-31T19:34:09","modified_gmt":"2023-03-31T17:34:09","slug":"sicherhiet","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/sicherhiet\/","title":{"rendered":"Sicherheit"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><strong><em>\u201eQueer safe space is commonly understood simply as space that is safe for queer people\u201d<\/em> <\/strong>(McCartan und Nash 2022: 1).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Queer Spaces sind in der Theorie Spaces, in denen sich queere Menschen sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen und werden auch so von ihnen definiert. Im Interview mit Cosmo beschreibt sie Situationen, wo dies zum Beispiel nicht immer der Fall war:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><span style=\"color: #800080\"><em>\u201e[Es] gibt nat\u00fcrlich auch Leute, die trotzdem in Queer Spaces kommen. [Da] f\u00e4llt [mir] das Beispiel ein: [cis] M\u00e4nner, die in queere Bars gehen und sich halt so ein bisschen daran aufgeilen, wenn [&#8230;] weiblich gelesene gleichgeschlechtliche Paare da sind [\u2026] glaub mehr so der Tag [und] Nacht [Unterschied] auch einfach, was f\u00fcr Leute sich wo bewegen, dass da f\u00fcr Leute nat\u00fcrlich [&#8230;] mehr Diskriminierungserfahrungen oder auch so zum Teil [&#8230;] Fetischisierungserfahrungen irgendwie stattfinden\u201c<\/em><\/span> (Cosmo).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Dies ist ein kleiner Ausschnitt von den Erfahrungen, die Cosmo gesammelt hat. Solche Situationen sind Ausnahmen, treten dennoch auf. So auch beim CSD 2022 in Bremen, auf dem Menschen im Namen der Religion gegen die Pride demonstrierten. Cosmo erz\u00e4hlt, dass <span style=\"color: #800080\">\u201ezu solchen Events auch immer [\u2026] ein bisschen [ein] Spannungsfeld [da ist]\u201c<\/span>, da bei solchen Veranstaltungen oder Spaces auch nicht ausgeschlossen sei, dass Personen angezogen werden, die queerfeindlich sind, nicht die besten Intentionen im Sinne haben und durch ihr Verhalten der Community schaden. Tulip berichtet unter anderem auch davon, dass er sich generell sicher mit den Leuten vor Ort f\u00fchle, er sich aber innerlich darum sorge, dass solche Spaces zu Zielscheiben von \u00dcbergriffen werden k\u00f6nnten. Menschen der LGBTQIA+*- Community oder welche, die sich selbst als queer definieren, sind der Gefahr von Diskriminierung und Konflikten durch Andere st\u00e4ndig ausgesetzt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Sicherheit spielt f\u00fcr Hyacinth ebenfalls eine gro\u00dfe Rolle. In queeren Bars oder Clubs f\u00fchle er sich grunds\u00e4tzlich wohler und sicherer als in konventionellen Bars, da es seiner Meinung nach weniger k\u00f6rperliche Konflikte gebe. Er betont aber auch, dass in diesen physischen queeren Orten oft Alkohol konsumiert werde und Alkoholkonsum immer einen Einfluss auf das Sicherheitsgef\u00fchl habe, dennoch sei dieses Gef\u00fchl in queeren Bars pr\u00e4senter als in nicht queeren Bars. Das l\u00e4ge daran, dass die Menschen, die queere Bars und Clubs aufsuchen, generell dankbarer f\u00fcr die M\u00f6glichkeit des Ortes seien und sie es nicht f\u00fcr selbstverst\u00e4ndlich nehmen w\u00fcrden (vgl. Hyacinth).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Neben dem t\u00f6dlichen Angriff in M\u00fcnster auf einen trans Mann bei einer CSD-Veranstaltung im Jahr 2022 kam es auch zu \u00dcbergriffen in einer Stra\u00dfenbahn auf eine trans Frau in Bremen (vgl. Zeit 2022). Bereits im Februar 2023 wurde ein erneuter Angriff auf eine trans Frau in einem Linienbus in Bremen ausge\u00fcbt (vgl. Buten un binnen 2023). Diese Vorf\u00e4lle beschreiben nur einen Teil der (potentiellen) Bedrohungen, welche Auswirkungen auf das Sicherheitsgef\u00fchl der Betroffenen haben. Der Lesben- und Schwulenverband Deutschland verzeichnete im Jahre 2020 \u201efolglich 782 Straftaten von Hasskriminalit\u00e4t gegen LSBTI [&#8230;], darunter 154 Gewalttaten\u201d (vgl. LSDV 2023).\u00a0 Dies zeigt einen Anstieg von 36% gegen\u00fcber dem Jahr 2019 (vgl. LSVD 2023). F\u00fcr die Datenerhebung in Bremen f\u00fcr das Jahr 2021 sind 16 Straftaten bez\u00fcglich Geschlecht und sexueller Identit\u00e4t vermerkt sowie 12 weitere aufgrund sexueller Orientierung. Die Dunkelziffer ist jedoch weitaus h\u00f6her und wird auf 80 bis 90% gesch\u00e4tzt, da viele F\u00e4lle nicht gemeldet werden. Grund daf\u00fcr sei f\u00fcr Betroffene die Angst vor queerfeindlichen Reaktionen seitens der Polizei, als auch die Angst, dass \u00dcbergriffe nicht als Hasskriminalit\u00e4t dokumentiert werden (vgl. LSVD 2023). Dies zeigt, dass sich die Gesellschaft und beh\u00f6rdliche Institutionen weiterbilden und toleranter werden muss. Au\u00dferdem muss die Zusammenarbeit von Beh\u00f6rden mit LGBTQIA+* -Organisationen gef\u00f6rdert und verst\u00e4rkt werden.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eQueer safe space is commonly understood simply as space that is safe for queer people\u201d (McCartan und Nash 2022: 1). Queer Spaces sind in der Theorie Spaces, in denen sich queere Menschen sicher f\u00fchlen k\u00f6nnen und werden auch so von ihnen definiert. Im Interview mit Cosmo beschreibt sie Situationen, wo dies zum Beispiel nicht immer &hellip; <a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/sicherhiet\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Sicherheit<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":11117,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"footnotes":""},"class_list":["post-98","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/98","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/wp-json\/wp\/v2\/users\/11117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=98"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/98\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":485,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/98\/revisions\/485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=98"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}