{"id":440,"date":"2023-03-31T17:27:29","date_gmt":"2023-03-31T15:27:29","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/?page_id=440"},"modified":"2023-03-31T19:47:07","modified_gmt":"2023-03-31T17:47:07","slug":"reflexion","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/reflexion\/","title":{"rendered":"Reflexion"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Wir alle sind mit unterschiedlichen Motivationen an diese Arbeit gegangen und unser Interesse an der Thematik hat uns zusammengef\u00fchrt. Am Anfang wussten wir nicht genau, wie wir anfangen sollten und wie wir uns eingrenzen k\u00f6nnen, da das Thema so umfangreich schien, aber gleichzeitig wenig wissenschaftliches Material zu finden war. Auch wenn wir zu Anfang noch etwas verloren waren, war uns klar, dass wir eine kreative Arbeit machen m\u00f6chten und haben uns im Endeffekt f\u00fcr die Darstellung unserer Ergebnisse in Form eines Blogs entschieden.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><span style=\"text-decoration: underline\"><b>Wie sahen unsere Arbeitsschritte aus?<\/b><\/span> <\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><span style=\"font-weight: 400\">Zu Beginn haben wir unsere K\u00f6pfe zusammengesteckt und \u00fcberlegt, was eigentlich das Ziel unserer Arbeit ist: <\/span><\/span><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><span style=\"font-weight: 400\">Was m\u00f6chten wir erreichen? <\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><em><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><span style=\"font-weight: 400\">Wen wollen wir erreichen und vor allem was k\u00f6nnen wir selbst davon mitnehmen? <\/span><\/span><\/em><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><span style=\"font-weight: 400\">Neben einer erfolgreichen Teilnahme am Seminar war es auch unser Ziel, die Thematik von <span style=\"color: #800080\"><strong><em>Queer Spaces in Bremen<\/em><\/strong><\/span> mehr zu beleuchten und die Geschichten von queeren Menschen in den Vordergrund zu stellen. Wir begannen mit einem Brainstorming und sammelten alles an Ideen und Schlagw\u00f6rtern, die uns zu dem Thema einfielen. Nach unserem ersten Feedback-Gespr\u00e4ch ging es damit weiter, was f\u00fcr uns als dreier Gruppe machbar ist und wie wir unsere Arbeitsschritte am effektivsten aufteilen und umsetzen k\u00f6nnen.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><span style=\"font-weight: 400\"> Da wir von <\/span><strong><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/queering-the-map\/\"><span style=\"color: #ff99cc\"><i>Queering the Map<\/i><\/span><\/a><\/strong><span style=\"font-weight: 400\"> inspiriert waren, wollten wir etwas \u00c4hnliches gestalten und auch die Menschen selber sprechen lassen, weshalb wir uns unter anderem auch f\u00fcr das Interview als Forschungsmethode entschieden haben. Neben Interviews, die einem qualitativen Anspruch entsprechen, haben wir eine Umfrage gestartet, damit wir m\u00f6glichst viele Menschen erreichen konnten, die sich von der Thematik angesprochen f\u00fchlten.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><span style=\"font-weight: 400\">Im Rahmen unserer Forschung hatten wir uns vorgenommen, eine Teilnehmende Beobachtung in der queeren Friends Bar zu machen. Unsere Kapazit\u00e4ten waren aber so ersch\u00f6pft, dass uns diese Methode des wissenschaftlichen Arbeitens zeitlich nicht mehr m\u00f6glich war. Es kamen auch Zweifel und Bedenken auf, ob durch diese Methode <\/span><i><span style=\"font-weight: 400\"><span style=\"color: #800080\">Othering<\/span> <\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400\">(nach Hall und Said) betrieben werde, da zwei unserer Gruppe sich nicht der queeren Community zugeh\u00f6rig f\u00fchlen, die Teilnehmende Beobachtung aber in einem Queer Space stattgefunden h\u00e4tte. <\/span><\/span><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><span style=\"font-weight: 400\">Der Terminus <\/span><span style=\"color: #800080\"><i><span style=\"font-weight: 400\">Othering<\/span><\/i><\/span><span style=\"font-weight: 400\"> beschreibt den Prozess, eine Stereotypisierung und \u201eAndersartigkeit\u201c zu manifestieren, indem Menschen mit anderen Merkmalen als \u201efremd\u201c oder \u201eanders\u201c klassifiziert werden. Die Kolonialisierung konnte somit durch die Differenzierung von \u201eWir\u201c und \u201edie Anderen\u201c oder \u201ethe West and the rest\u201c, wie Stuart Hall einst schrieb, legitimiert werden. Demnach findet eine bewusste Unterscheidung zwischen dem selbst und \u201eden anderen\u201c statt, sei es durch ethnischer oder religi\u00f6ser Zugeh\u00f6rigkeit, geschlechtlicher Identit\u00e4t und sexueller Orientierung (vgl. do Mar Castro Varela 2010: 256).<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Nachdem wir das Material gesammelt haben, ging es an die Auswertung. Die Interviews wurden transkribiert, kodiert und in eine Kodierungstabelle eingeordnet. Die Ergebnisse der Umfrage wurden ausgewertet und nach Bedarf in Grafiken umgewandelt. Die Kategorien auf dem Blog haben sich sowohl aus unseren Interviews als auch aus der Umfrage abgeleitet. Beim Schreibprozess haben wir versucht, die Ergebnisse aus den Interviews und der Umfrage in einen wissenschaftlichen Kontext einzubetten.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><span style=\"font-weight: 400\">Im Laufe unserer Recherche haben wir gemerkt, dass wissenschaftliche Literatur zu unserem Thema begrenzt ist. Wir sehen dies als Anreiz f\u00fcr weitere Forschungen, die mit dem Thema <\/span><i><span style=\"font-weight: 400\">Queer Spaces<\/span><\/i><span style=\"font-weight: 400\"> zu tun haben und finden, dass dem Thema mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte.\u00a0<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;font-size: 14pt\"><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif\">Uns war es wichtig, dass bei unserem Projekt die Erfahrungen und Geschichten der Interviewten im Vordergrund stehen. Die Rechte und Leben vieler LGBTQIA+* beziehungsweise queerer Menschen werden weltweit aktuell zunehmend eingegrenzt und gef\u00e4hrdet. Im M\u00e4rz 2023 wurde im US-Bundesstaat Florida ein Gesetz erlassen, welches das Unterrichten von Inhalten, die die sexuelle und geschlechtliche Identit\u00e4t behandeln, an Kinderg\u00e4rten und Grundschulen verbietet (vgl. Tandler-Schneider 2023). Ebenso hat Uganda die Rechte f\u00fcr queere Menschen stark eingeschr\u00e4nkt. So k\u00f6nnen Homosexuelle, trans Personen sowie Allys mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 10 Jahren rechnen (vgl. tagesschau 2023). Dies sind nur ein paar Beispiele der Einschr\u00e4nkung von Menschenrechten, denen sich queere Menschen ausgeliefert sehen. Es sind allerdings auch positive Entwicklungen zu beobachten. So wurde das Verbot, Blut zu spenden, f\u00fcr homo- und bisexuelle M\u00e4nner in Deutschland vor kurzem aufgehoben (vgl. Zeit online 2023).<\/span> <\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir alle sind mit unterschiedlichen Motivationen an diese Arbeit gegangen und unser Interesse an der Thematik hat uns zusammengef\u00fchrt. Am Anfang wussten wir nicht genau, wie wir anfangen sollten und wie wir uns eingrenzen k\u00f6nnen, da das Thema so umfangreich schien, aber gleichzeitig wenig wissenschaftliches Material zu finden war. 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