{"id":275,"date":"2023-03-31T12:02:05","date_gmt":"2023-03-31T10:02:05","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/?page_id=275"},"modified":"2023-03-31T17:01:09","modified_gmt":"2023-03-31T15:01:09","slug":"negative-erfahrungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/negative-erfahrungen\/","title":{"rendered":"Negative Erfahrungen"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-weight: 400;font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">In der Umfrage stellten wir auch die Frage, ob es Orte in Bremen gibt, an denen sich die Menschen unwohl oder unsicher f\u00fchlen. Diese Frage wurde von 18 Personen beantwortet: Auf der Karte haben wir mit roten Blitzen die genannten Stadtteile und Orte markiert.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-large wp-image-267\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/files\/grafik-unwohl-1024x652.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"420\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/files\/grafik-unwohl-1024x652.jpg 1024w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/files\/grafik-unwohl-300x191.jpg 300w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/files\/grafik-unwohl-768x489.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/files\/grafik-unwohl-1536x979.jpg 1536w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/queerspacesbremen\/files\/grafik-unwohl-2048x1305.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Neben Orten wie dem Weser Stadion (insbesondere an Spieltagen von Werder) wurde auch der Bremer Hauptbahnhof mehrfach genannt. Mehrere Erfahrungen verbinden beide Orte miteinander: <em><span style=\"color: #800080\">\u201eAu\u00dferdem auch am Bahnhof, insbesondere an Tagen, wo ein Fu\u00dfballspiel stattfindet. Aber auch an normalen Tagen wurde ich bereits am Bahnhof beleidigt oder mir wurde vor die F\u00fc\u00dfe gespuckt\u201c<\/span><\/em> (Umfrage). Eine weitere Person merkte an, <em><span style=\"color: #800080\">\u201eam Hauptbahnhof bin ich zumindest vorsichtig\u201c<\/span> <\/em>(Umfrage). Diese beiden Beispiele zeigen, dass sich Erfahrungen \u201enicht nur\u201c um ein mulmiges Gef\u00fchl drehen, sondern auch Beleidigungen umfassen oder gar \u00dcbergriffe auf die eigene Person erlebt werden. Auch die Clubmeile in der N\u00e4he des Bahnhofs wurde von unseren Befragten mehrfach genannt. Auf der Karte ist klar zu erkennen, dass sich Orte rund um den Hauptbahnhof beziehungsweise die Innenstadt\u00a0 sammeln, an denen sich queere Personen unwohl oder gar unsicher f\u00fchlen. Ein weiterer Ort, der als unbehaglich empfunden wird, sind die Wallanlagen (vgl. Umfrage).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Faktoren, welche die Empfindungen besonders an diesen Orten verst\u00e4rken k\u00f6nnen, sind die Dunkelheit und gro\u00dfe Menschenansammlungen (vgl. Umfrage). <em><span style=\"color: #800080\">\u201eHauptbahnhof, Domsheide, Viertel [&#8230;] vor allem bei Nacht. Als Frau und queere Person empfinde ich Bremen, sobald es dunkel wird als sehr gef\u00e4hrlich\u201c<\/span> <\/em>(Umfrage). Doch nicht nur in der Innenstadt machen Menschen negative Erfahrungen, auch an unserer Universit\u00e4t gibt es strukturelle und institutionelle Regelungen, die queeren Menschen das Leben schwer machen beziehungsweise ihr Leben bestimmen. Eine Person erkl\u00e4rt:<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\"><em><span style=\"color: #800080\">\u201eLustigerweise: die Uni Bremen. Es ist f\u00fcr Studierende nicht m\u00f6glich, vor Namens-\/Geschlechts\u00e4nderungen im Pass irgendetwas anderes als die given at birth Daten im System anzugeben oder einen f\u00fcr andere sichtbaren \u201eknown as\u201c name einzutragen. Das bedeutet, dass einen [die] Menschen von der Uni entweder nicht im Sytem\/Stud.IP finden, wenn man sich ihnen mit dem chosen name vorstellt oder man wird gezwungen, sich zu outen (der Pass-Name ist f\u00fcr alle zug\u00e4nglich in Teilnahmelisten von Veranstaltungen, live Etherpads, etc. [auf] Stud.IP usw.). Unglaublich unangenehm, und es macht es vor allem Menschen, die noch in der Selbstfindungsphase und nicht<\/span><\/em> <span style=\"color: #800080\"><em>bereit sind, sich zu outen, wirklich schwer, einfach auf andere Kursteilnehmende zuzugehen (oder auch nur an mandatory Aktivit\u00e4ten wie Blogs, Etherpads, \u2026 teilzunehmen)\u201c<\/em><\/span> (Umfrage).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Neben Erfahrungen auf dem Campus wurden auch negative Erfahrungen an anderen Orten in Bremen gemacht, so zum Beispiel im Stadtteil Gr\u00f6pelingen. Eine Person schrieb in der Umfrage, dass sie sich nicht getraut hatte, die Beziehung zu ihrem Ex-Partner offen zu zeigen. Des Weiteren gab es oft Situationen, in denen sich die Person am Waller Gymnasium unwohl f\u00fchlte, weil Menschen h\u00e4ufiger Diskussionen \u00fcber ihre Sexualit\u00e4t angefangen haben. Auch in den \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln wurden negative Erfahrungen von unseren Befragten gemacht (vgl. Umfrage).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Um eine l\u00fcckenlose Darstellung unserer Ergebnisse wiederzugeben, m\u00f6chten wir eine letzte Aussage n\u00e4her beleuchten, die nicht dem bereits beschriebenen Mehrheitsbild entspricht. Eine Person, die unsere Erfahrungen mit uns teilte, gab an, dass es keine Orte gibt, an denen sie sich unwohl f\u00fchlt, <em><span style=\"color: #800080\">\u201eaber ich bin auch vorwiegend nur an der Uni, in der Neustadt, dem Viertel und ab und zu in Habenhausen. Ich nehme allerdings auch an, dass viele, die mich nicht kennen, mich nicht als lesbisch oder queer wahrnehmen\u201c<\/span> <\/em>(Umfrage).\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400;font-family: verdana, geneva, sans-serif;font-size: 14pt\">Diese Beispiele zeigen, dass der Sicherheitsaspekt, aber auch Sichtbarkeit eine zentrale Rolle spielen. Unseres Erachtens zeigt die Karte viel zu viele Orte, an denen sich Menschen unwohl f\u00fchlen, ihr wahres Ich verstecken m\u00fcssen oder gar Angst vor (t\u00e4tlichen) \u00dcbergriffen haben m\u00fcssen. Wie bereits erw\u00e4hnt, ist unsere Studie aufgrund der geringen Teilnehmendenzahl nicht repr\u00e4sentativ, jedoch kann man eine klare Entwicklung erkennen. Es ist auch zu bemerken, dass die meisten Befragten nur ein bis zwei Erfahrungen mit uns geteilt haben. Die Dunkelziffer von negativen Vorf\u00e4llen und Erfahrungen ist vermutlich, und auch aus eigener Erfahrung, um einiges h\u00f6her. Es ist auch hier wieder an der Gesellschaft, die Offenheit und Liberalit\u00e4t, welche so gerne proklamiert wird, nicht nur weiterhin auf Plakate zu schreiben, sondern diese wirklich zu Leben.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Umfrage stellten wir auch die Frage, ob es Orte in Bremen gibt, an denen sich die Menschen unwohl oder unsicher f\u00fchlen. Diese Frage wurde von 18 Personen beantwortet: Auf der Karte haben wir mit roten Blitzen die genannten Stadtteile und Orte markiert. 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