

{"id":9428,"date":"2026-10-20T21:31:11","date_gmt":"2026-10-20T19:31:11","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=9428"},"modified":"2026-10-20T21:31:11","modified_gmt":"2026-10-20T19:31:11","slug":"kulturwissenschaftspraktikum-an-der-oesterreichische-akademie-der-wissenschaft-in-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2026\/10\/20\/kulturwissenschaftspraktikum-an-der-oesterreichische-akademie-der-wissenschaft-in-wien\/","title":{"rendered":"Kulturwissenschaftspraktikum an der \u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaft in Wien"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_pb_section_0 et_pb_section et_section_regular et_block_section\">\n<div class=\"et_pb_row_0 et_pb_row et_block_row\">\n<div class=\"et_pb_column_0 et_pb_column et_pb_column_4_4 et-last-child et_block_column et_pb_css_mix_blend_mode_passthrough\">\n<div class=\"et_pb_text_0 et_pb_text et_pb_bg_layout_light et_pb_module et_block_module\"><div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>1. Vorbereitungen<\/strong><br \/>\nDas Praktikum habe ich f\u00fcr mein Studium Kulturwissenschaft im Bachelor an der Uni Bremen machen m\u00fcssen, es war also ein Pflichtpraktikum. Die Einrichtungen und Gegenstand des Praktikums durften wir uns nat\u00fcrlich selbst aussuchen. Da ich w\u00e4hrend meines Studiums gemerkt habe, dass mir das Forschen und Studieren im Allgemeinen sehr viel Spa\u00df macht, habe ich mich anschlie\u00dfend auf die Suche nach au\u00dferuniversit\u00e4ren Forschungseinrichtungen gemacht, da ein Pflichtpraktikum an einer anderen Universit\u00e4t leider nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Ich habe explizit in Wien, Berlin und Leipzig geschaut, da dies St\u00e4dte sind, in die ich nach meinem Bachelor ziehen w\u00fcrde und dann w\u00fcrde es sich ja anbieten, diese schon mal ein wenig kennenzulernen.<\/p>\n<p>Relativ schnell habe ich dann die \u00d6AW (\u00d6sterreichische Akademie der Wissenschaft) gefunden und eine Initiativbewerbung abgeschickt. In dieser stand mein Studiengang, welche Projekte ich schon in meinem Studium absolviert habe und was Forschungsinteressen auf meiner Seite sind. Auch in Berlin und Leipzig habe ich Institute gefunden, aber von denen habe ich nie eine Antwort erhalten.<\/p>\n<p>Nach einer Weile ohne Antworten habe ich schlie\u00dflich die Zusage der \u00d6AW erhalten. Sehr erfreut und aufgeregt habe ich ca. einen Monat vor Beginn des Praktikums im Stuga-Raum allen davon erz\u00e4hlt, dass ich doch tats\u00e4chlich angenommen bin und jetzt f\u00fcr drei Monate nach Wien ziehen kann. Eine Freundin von mir hat mich anschlie\u00dfend gefragt, ob das Praktikum eigentlich ein ERASMUS-Praktikum ist und als ich nein meinte, hat sie mir sofort Links und Unterlagen geschickt, damit ich es noch nachmelden kann. Sehr unkompliziert habe ich dann alle Unterlagen auf MobilityOnline hochgeladen und es hat sehr schnell und sehr einfach funktioniert, dass mein Praktikum durch ERASMUS gef\u00f6rdert wurde.<\/p>\n<p><strong>2. Allgemeine Informationen zur \u00d6AW<\/strong><br \/>\nDie Akademie steht f\u00fcr innovative Grundlagenforschung, interdisziplin\u00e4ren Wissensaustausch und die Vermittlung neuer Erkenntnisse. Diese Erkenntnisse werden von den Mitgliedern der Akademie genutzt, um die \u00d6ffentlichkeit zu informieren, die Politik und Gesellschaft zu beraten und einen Austausch \u00fcber wichtige Zukunftsfragen anzuregen.<\/p>\n<p>Insgesamt besch\u00e4ftigt die \u00d6AW 26 Institute in einem breiten Spektrum von Fachbereichen. Beispiele sind Arch\u00e4ologie und Altertumswissenschaften, Asienwissenschaft und Sozialanthropologie, Geschichtswissenschaften, Kultur- und digitale Geisteswissenschaften (hier befindet sich auch das Institut f\u00fcr Kulturwissenschaft), Sozial- und Rechtswissenschaften und Life Sciences.<\/p>\n<p>Meine Praktikumsstelle befindet sich im Institut f\u00fcr Kulturwissenschaft. Dieses gliedert sich nochmal einzeln in drei Forschungsgruppen. Die Wissensproduktion, Ged\u00e4chtniskultur und Antisemitismusforschung, in dessen Gruppe ich eingeteilt worden bin.<\/p>\n<p><strong>3. Formalit\u00e4ten im Gastland<\/strong><br \/>\nDadurch, dass ich nur f\u00fcr drei Monate in Wien war, musste ich weder meinen Wohnsitz ummelden noch mich anderweitig in Wien melden. Das Bezahlen in Wien ist oft nur mit Bargeld m\u00f6glich und wenn man an den Automaten mit einer deutschen Karte Geld abheben m\u00f6chte, kostet das oft extra. In der U-Bahn U6 in Meidling gibt es einen Bankomat, an dem ich nie extra zahlen musste, weswegen sich das Problem f\u00fcr mich dann relativ schnell gel\u00f6st hatte. (Habe die ersten zwei Monate in Meidling gewohnt)<\/p>\n<p><strong>4. Unterkunft<\/strong><br \/>\nWie eben schon erw\u00e4hnt habe ich die ersten zwei Monate in Meidling gewohnt. Ich habe einfach auf WG-gesucht meine Daten als Filter angegeben und die WG, war eine von wenigen, die mir geantwortet hatte. Die Wohnung war allerdings nur f\u00fcr zwei Monate frei, hatte aber einen sehr fairen Preis, war gut angebunden (5 Minuten zum Bahnhof Meidling) und war eben available. Dort gewohnt habe ich mit einem Mitbewohner, der aber im Februar im Urlaub war, weswegen ich die ganze Wohnung f\u00fcr mich allein hatte.<\/p>\n<p>Meidling ist der 12. Bezirk und tats\u00e4chlich nicht so sch\u00f6n. Es gibt wenig gr\u00fcn, daf\u00fcr erreicht man alles, was man braucht zu Fu\u00df. M\u00fcller, Billa, Hofer, Spar, Fitnessstudio, es gibt eine Einkaufsstra\u00dfe, die U6 f\u00e4hrt dort direkt, womit man \u00fcberall hinkommt und Schloss Sch\u00f6nbrunn ist direkt um die Ecke. Zum Spazierengehen perfekt.<\/p>\n<p>Nach den zwei Monaten hatte ich ein WG-Zimmer auf Airbnb gefunden, was ebenfalls zu einem sehr guten Preis angeboten wurde. Alles immer zwischen 400 und 500 Euro.<\/p>\n<p>Das zweite Zimmer liegt im 5. Bezirk direkt an der Laurenzgasse. Der 5. Ist wirklich sch\u00f6n. Ich laufe fast \u00fcberall hin, was h\u00f6chstens 30 Minuten dauert. Auch an Regentagen bin ich schnell auf der Arbeit oder im Park, weil direkt vor der Haust\u00fcr gleich mehrere Bahnen und Busse fahren.<\/p>\n<p><strong>5. Leben in Wien<\/strong><br \/>\nIch habe mich total verliebt in die Stadt. Egal in welche Stra\u00dfe man abbiegt, man ist immer erstaunt, wie sch\u00f6n es hier ist. Ich habe den Anfang vom Fr\u00fchling mitbekommen, weswegen alles gr\u00fcn wurde, die Tulpen haben gebl\u00fcht und es gab sehr viel Sonne und warme Tage. Die Caf\u00e9 bzw. Bar Szene in Wien ist sehr gut. Hier gibt es wenige Bars, die tats\u00e4chlich auch als solche ausgeschrieben sind, es ist eher so, dass alle Caf\u00e9s bis in die Nacht ge\u00f6ffnet sind und dort alle zusammenkommen.<\/p>\n<p>Was ein bisschen anstrengend ist, dass alle Caf\u00e9s nat\u00fcrlich da liegen, wo auch Menschen wohnen, weswegen es ab 22 Uhr leise sein muss. Die Au\u00dfenbereiche schlie\u00dfen dann immer und alle quetschen sich in die eh schon volle Bar oder werden von den T\u00fcrstehern (Ja auch Bars haben teils T\u00fcrsteher) mit einem \u201epssst\u201c unterbrochen.<\/p>\n<p>Was Wien f\u00fcr mich aber sehr besonders gemacht hat, waren die Menschen, die ich hier kennenlernen durfte. Mein Mitbewohner aus der ersten WG hat mir direkt zu Beginn Freunde von sich vorgestellt, die mich dann auch mitgenommen haben, wenn sie etwas unternommen haben, da er ja in den Urlaub gefahren ist.<\/p>\n<p>\u00dcber seine Freunde habe ich dann wieder neue Leute kennengelernt und wieder und wieder. Am Ende hatte ich eine Reihe an sehr vielen neuen Leuten in meinem Leben.<\/p>\n<p>Das verr\u00fcckte war, dass ich mich mit allen so gut verstanden habe. Ich habe Freunde gefunden, die ich jeden Tag in Wien gesehen habe, mit denen wir dann auch viele tolle Sachen in Wien unternommen haben, weil man hier auch immer etwas Neues zu tun findet.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meiner Zeit in Wien wurde durch die ganze Gruppe hinweg, also \u00fcber alle Ecken das Caf\u00e9 Europa zu einem kleinen Running Gag. Jedes Mal, wenn wir nicht wussten, wohin oder was man noch machen kann, Caf\u00e9 Europa. Also das ist auf jeden Fall eine kleine Empfehlung meinerseits. Aber erst ab 2 Uhr nachts \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Ansonsten bekommt man f\u00fcr viele Theater oder Oper Auff\u00fchrungen noch am Abend sehr billige (Steh-)Tickets. Oft ist es im Saal gar nicht so voll, dass man am Ende doch nicht stehen muss. Erm\u00e4\u00dfigungen f\u00fcr Museen etc. gibt es f\u00fcr Student:innen nat\u00fcrlich auch.<\/p>\n<p>Weitere Empfehlungen von mir:<br \/>\nCaf\u00e9 Burgsasse 24 (mein Lieblingscaf\u00e9 in Wien), Caf\u00e9 Kafka, Anno Bar, Kuku (insofern es ge\u00f6ffnet ist), Jenseits, Jetzt<br \/>\nDer G\u00fcrtel, da gibt es sehr viele Bars und kleine Clubs, oft auch kostenlos<br \/>\nTerrasse an der U4-Pilgramgasse, am Donaukanal sitzen, bis die Sonne aufgeht,<br \/>\nYppenplatz zum Kaffeetrinken bei Sonne und der Brunnenmarkt direkt dabei<br \/>\nUnd vergesst nicht, dass samstags 18 Uhr alle Gesch\u00e4fte schlie\u00dfen. Ich sa\u00df oft genug ohne Essen da, weil ich es vergessen hatte.<\/p>\n<p><strong>6. Fazit<\/strong><br \/>\nIch habe meine Zeit in Wien geliebt. Die Zeit ist verflogen wie nichts. Es gab immer etwas zu tun, das Praktikum war genau, was ich mir vorgestellt hatte, die Stadt ist sehr lebenswert und die Menschen nehmen ein super auf.<\/p>\n<p>Das Gute an Wien ist auch, dass es nah genug an Deutschland liegt, dass ich trotzdem noch besucht werden konnte von Freunden aus der Heimat.<\/p>\n<p>Es haben sich mir neue Berufsziele und auch schon Jobm\u00f6glichkeiten in Wien ergeben, ich habe super Kontakte \u00fcber mein Praktikum kn\u00fcpfen k\u00f6nnen, die mir mit Sicherheit auch in Zukunft noch zugutekommen werden.<\/p>\n<p>Alles in allem war es die beste Entscheidung, die ich f\u00fcr mein Pflichtpraktikum h\u00e4tte treffen k\u00f6nnen. Und ich bin mir sicher, dass ich auch in meinem Master oder weiteren Bachelor nochmal auf ERASMUS zur\u00fcckkommen werde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.1.3' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.1.3' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.1.3' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.6\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([11.6074,48.9090], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 6.0\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  osm_addMarkerLayer(map_ol3js_1,16.3632,48.2263,\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/icons\/mic_red_pinother_02.png\",-16,-41,\"<p><\/p>\") ; 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