

{"id":9182,"date":"2026-04-13T19:00:31","date_gmt":"2026-04-13T17:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=9182"},"modified":"2026-02-24T12:54:12","modified_gmt":"2026-02-24T11:54:12","slug":"erasmus-praktikum-am-kuenstlerhaus-in-wien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2026\/04\/13\/erasmus-praktikum-am-kuenstlerhaus-in-wien\/","title":{"rendered":"Erasmus+ Praktikum am K\u00fcnstlerhaus in Wien"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>K\u00dcNSTLERHAUS VEREINIGUNG + BEWERBUNG + BEGR\u00dcSSUNG<br \/><\/strong>Das K\u00fcnstlerhaus ist eine seit 1861 bestehende Vereinigung von K\u00fcnstler*innen in \u00d6sterreich und als Ausstellungshaus f\u00fcr diese 1868 errichtet worden. Es liegt am Ring, direkt am Karlsplatz und damit zentral im 1. Bezirk der Stadt. Aufmerksam geworden bin ich auf das K\u00fcnstlerhaus durch die parallel gezeigten Ausstellungen AUF DEN SCHULTERN VON RIESINNEN und MARIA LASSNIG. SELBST ALS KAMERA im April 2024. Gefallen haben mir die Ausstellungen besonders durch ihre feministische Fragestellungen, die eine politische Positionierung erkennen lie\u00dfen, mich der ich mich identifizieren konnte. Wenn auch immer kuratorisch und inhaltlich Diskussionspunkte zu Tage treten k\u00f6nnen, erweckte das Haus einen Eindruck, sich diesen Punkten auch aktiv stellen zu wollen. Eine selbst gestellte Aufgabe, die ich in meinem vorherigen Job sehr vermisst habe.<\/p>\n<p>Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz habe ich mich nach meinem dortigen Besuch initiativ, nach einem kurzem Anruf bei der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung auf ein solches beworben. Als darauf hin die damals aktuelle Praktikantin aus Kapazit\u00e4tsgr\u00fcnden die Stelle aufgab, wurde ich eingeladen - und quasi direkt eingestellt. Dabei ist mir die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung als auch das gesamt Team mit einer beindruckend herzlichen Offenheit begegnet. Eigentlich ist schade, aber ich habe es selten und nie auf diesem Level in anderen Praktika erlebt, dass ich so gleich mit freundlichem Interesse an meiner Person als neue Kollegin begr\u00fc\u00dft wurde und mir von Beginn an auch gro\u00dfes Vertrauen in meiner Arbeit entgegen gebracht wurde.<\/p>\n<p><strong>MEIN INTERESSE AM K\u00dcNSTLERHAUS<br \/><\/strong>Wie bereits erl\u00e4utert, ist mir eine (macht-)kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Institution und den damit einhergehenden Aufgaben und Verantwortungen immens wichtig. Dazu hat mich mein Studiengang ausgebildet und es entspricht meiner eigenen gesellschaftspolitischen \u00dcberzeugungen. Im K\u00fcnstlerhaus habe ich eine Institution gefunden, dass - hier spreche ich von der Gesch\u00e4ftsstelle, unter den knapp 600 Mitgliedern habe ich mehrere aber nun l\u00e4ngst nicht alle kennengelernt und Ideen m\u00f6gen sich hier unterscheiden - bewusst mit Fragen auseinandersetzt, die f\u00fcr elementar halte.<\/p>\n<p>Mich begeistert das ausgebaute Vermittlungsprogramm durch seine Vielf\u00e4ltigkeit: Es gibt F\u00fchrungen und Workshops f\u00fcr Kinder aller Altersgruppen (von 0 Jahren aufw\u00e4rts), f\u00fcr Demenzerkrankte, f\u00fcr Menschen mit Sehbeeintr\u00e4chtigung und solche in einfacher Sprache. Es gibt ein hohes Interesse und eine gro\u00dfe Motivation von Kunstvermittlungsteam und dem Team generell, das Programm forlaufend zu verbessern und auszubauen und diese Prozesse begleiten zu k\u00f6nnen, finde ich f\u00fcr mich sehr gewinnbringend.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist das Konzept der Ausstellungsr\u00e4ume durch die Idee zu einem vielf\u00e4ltigen Programm gepr\u00e4gt. Das schlie\u00dft neben immer zwei parallel laufenden Ausstellungen auch ein breites Rahmenprogramm mit ein. So gibt es eine Kooperation mit dem Stadtkino im K\u00fcnstlerhaus. Es gibt Lesungen, Tattoo-Sessions, diverse Talks und F\u00fchrungen nat\u00fcrlich sowieso. Diese interdisziplin\u00e4re Herangehensweise macht mir dabei inhaltlich besondere Freude.<\/p>\n<p><strong>AUFGABEN<br \/><\/strong>Zu Beginn habe ich die Leihvertr\u00e4ge f\u00fcr die n\u00e4chste gro\u00dfe Ausstellung \u00fcbernommen, d.h. die Vertr\u00e4ge aufgesetzt und von den K\u00fcnstler*innen unterzeichnen lassen. Dabei habe ich stets das Gef\u00fchl, jederzeit nachfragen zu k\u00f6nnen und gleichzeitig selbstst\u00e4ndig arbeiten zu k\u00f6nnen. Dieses Vertrauen in meine Arbeit und meine Zuverl\u00e4ssigkeit sch\u00e4tze ich - gerade im Vergleich zu fr\u00fcheren Anstellungen - wie gesagt wirklich sehr. Au\u00dferdem habe ich die Pflege von Website und Social Media-Accounts bis jetzt vollst\u00e4ndig \u00fcbernommen. Der Kollegin, die f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit zust\u00e4ndig ist, arbeite ich dar\u00fcber hinaus auch in weitere Bereichen zu. Etwa beim (oft stattfindenden) Korrekturlesen von Programmfaltbl\u00e4ttern und Ausstellungskatalogen. Au\u00dferdem habe ich die M\u00f6glichkeit an Workshops mitzuarbeiten oder die Kunstvermittlung f\u00fcr kommende Ausstellungen zu entwickelt. All diese Prozesse finde ich unheimlich spannend mit zu verolgen, da ich die Arbeit und Motivation meiner Kolleg*innen sehr sch\u00e4tze.<\/p>\n<p><strong>LEARNING<br \/><\/strong>Insgesamt habe ich damit ein breites Spektrum an Aufgaben kennengelernt. Das finde ich f\u00fcr mich pers\u00f6nlich unheimlich bereichernd. Da meine Studieng\u00e4nge alle interdisziplin\u00e4r aufgebaut sind und waren und ich selbst auch im beruflichen Kontexten der Kulturarbeit t\u00e4tig war, konnte ich in die Bereiche auch mit Vorwissen einsteigen. So habe ich bereits K\u00fcnstler*innenvertr\u00e4ge in der Festivalarbeit aufgesetzt (was sehr \u00e4hnlich wie die Leihvertr\u00e4ge funktioniert) oder habe Websites und Social Media betreut. Auch mein Studium war oft auf Kunstvermittlung fokussiert. Da ich es f\u00fcr mich immer recht schwierig fand, mich f\u00fcr eine Position zu entscheiden, war dieses Praktikum die beste M\u00f6glichkeit ohne Widerspruch in diverse Bereiche Einblick zu erhalten. Gerne w\u00fcrde ich noch Einblicke in kuratorische Prozesse erhalten. Aber vielleicht passiert das ja auch noch in Zukunft\u2026<\/p>\n<p><strong>FAZIT<br \/><\/strong>Nach meiner letzten Stelle, mit der ich sehr unzufrieden war, das Team des K\u00fcnstlerhauses kennenzulernen, ist eine wichtige und tats\u00e4chlich auch beruhigende Erfahrung. Es ist nicht nur meine Einsch\u00e4tzung, das Kultureinrichtungen und ihre Mitarbeitenden in \u00d6sterreich sich tats\u00e4chlich politisch weniger stark positionieren (d\u00fcrfen), als ich es aus Deutschland, im Speziellen aus Bremen, gewohnt bin. Das wirkt befremdlich und be\u00e4ngstigend. Und entsprechend freue ich mich, dass ich von meiner spontanen Initiativbewerbung an beginnend diesmal so viel Gl\u00fcck hatte.<\/p>\n<p>Es sind noch ein paar Wochen, dann entscheidet sich, ob es finanziell m\u00f6glich ist, eine neue Stelle f\u00fcr mich zu schaffen (bei der ich dann ein Gehalt bekomme und nicht nur eine minimalistische Praktikumsentlohung). Ich w\u00fcrde mich unheimlich dar\u00fcber freuen, wenn das klappt!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\"><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.5\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([14.0357,47.1141], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 6.0\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":9183,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>K\u00dcNSTLERHAUS VEREINIGUNG + BEWERBUNG + BEGR\u00dcSSUNG<\/strong><br \/>Das K\u00fcnstlerhaus ist eine seit 1861 bestehende Vereinigung von K\u00fcnstler*innen in \u00d6sterreich und als Ausstellungshaus f\u00fcr diese 1868 errichtet worden. Es liegt am Ring, direkt am Karlsplatz und damit zentral im 1. Bezirk der Stadt. Aufmerksam geworden bin ich auf das K\u00fcnstlerhaus durch die parallel gezeigten Ausstellungen AUF DEN SCHULTERN VON RIESINNEN und MARIA LASSNIG. SELBST ALS KAMERA im April 2024. Gefallen haben mir die Ausstellungen besonders durch ihre feministische Fragestellungen, die eine politische Positionierung erkennen lie\u00dfen, mich der ich mich identifizieren konnte. Wenn auch immer kuratorisch und inhaltlich Diskussionspunkte zu Tage treten k\u00f6nnen, erweckte das Haus einen Eindruck, sich diesen Punkten auch aktiv stellen zu wollen. Eine selbst gestellte Aufgabe, die ich in meinem vorherigen Job sehr vermisst habe.<\/p><p>Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz habe ich mich nach meinem dortigen Besuch initiativ, nach einem kurzem Anruf bei der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung auf ein solches beworben. Als darauf hin die damals aktuelle Praktikantin aus Kapazit\u00e4tsgr\u00fcnden die Stelle aufgab, wurde ich eingeladen - und quasi direkt eingestellt. Dabei ist mir die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung als auch das gesamt Team mit einer beindruckend herzlichen Offenheit begegnet. Eigentlich ist schade, aber ich habe es selten und nie auf diesem Level in anderen Praktika erlebt, dass ich so gleich mit freundlichem Interesse an meiner Person als neue Kollegin begr\u00fc\u00dft wurde und mir von Beginn an auch gro\u00dfes Vertrauen in meiner Arbeit entgegen gebracht wurde.<\/p><p><strong>MEIN INTERESSE AM K\u00dcNSTLERHAUS<\/strong><br \/>Wie bereits erl\u00e4utert, ist mir eine (macht-)kritische Auseinandersetzung mit der eigenen Institution und den damit einhergehenden Aufgaben und Verantwortungen immens wichtig. Dazu hat mich mein Studiengang ausgebildet und es entspricht meiner eigenen gesellschaftspolitischen \u00dcberzeugungen. Im K\u00fcnstlerhaus habe ich eine Institution gefunden, dass - hier spreche ich von der Gesch\u00e4ftsstelle, unter den knapp 600 Mitgliedern habe ich mehrere aber nun l\u00e4ngst nicht alle kennengelernt und Ideen m\u00f6gen sich hier unterscheiden - bewusst mit Fragen auseinandersetzt, die f\u00fcr elementar halte.<\/p><p>Mich begeistert das ausgebaute Vermittlungsprogramm durch seine Vielf\u00e4ltigkeit: Es gibt F\u00fchrungen und Workshops f\u00fcr Kinder aller Altersgruppen (von 0 Jahren aufw\u00e4rts), f\u00fcr Demenzerkrankte, f\u00fcr Menschen mit Sehbeeintr\u00e4chtigung und solche in einfacher Sprache. Es gibt ein hohes Interesse und eine gro\u00dfe Motivation von Kunstvermittlungsteam und dem Team generell, das Programm forlaufend zu verbessern und auszubauen und diese Prozesse begleiten zu k\u00f6nnen, finde ich f\u00fcr mich sehr gewinnbringend.<\/p><p>Au\u00dferdem ist das Konzept der Ausstellungsr\u00e4ume durch die Idee zu einem vielf\u00e4ltigen Programm gepr\u00e4gt. Das schlie\u00dft neben immer zwei parallel laufenden Ausstellungen auch ein breites Rahmenprogramm mit ein. So gibt es eine Kooperation mit dem Stadtkino im K\u00fcnstlerhaus. Es gibt Lesungen, Tattoo-Sessions, diverse Talks und F\u00fchrungen nat\u00fcrlich sowieso. Diese interdisziplin\u00e4re Herangehensweise macht mir dabei inhaltlich besondere Freude.<\/p><p><strong>AUFGABEN<\/strong><br \/>Zu Beginn habe ich die Leihvertr\u00e4ge f\u00fcr die n\u00e4chste gro\u00dfe Ausstellung \u00fcbernommen, d.h. die Vertr\u00e4ge aufgesetzt und von den K\u00fcnstler*innen unterzeichnen lassen. Dabei habe ich stets das Gef\u00fchl, jederzeit nachfragen zu k\u00f6nnen und gleichzeitig selbstst\u00e4ndig arbeiten zu k\u00f6nnen. Dieses Vertrauen in meine Arbeit und meine Zuverl\u00e4ssigkeit sch\u00e4tze ich - gerade im Vergleich zu fr\u00fcheren Anstellungen - wie gesagt wirklich sehr. Au\u00dferdem habe ich die Pflege von Website und Social Media-Accounts bis jetzt vollst\u00e4ndig \u00fcbernommen. Der Kollegin, die f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeitsarbeit zust\u00e4ndig ist, arbeite ich dar\u00fcber hinaus auch in weitere Bereichen zu. Etwa beim (oft stattfindenden) Korrekturlesen von Programmfaltbl\u00e4ttern und Ausstellungskatalogen. Au\u00dferdem habe ich die M\u00f6glichkeit an Workshops mitzuarbeiten oder die Kunstvermittlung f\u00fcr kommende Ausstellungen zu entwickelt. All diese Prozesse finde ich unheimlich spannend mit zu verolgen, da ich die Arbeit und Motivation meiner Kolleg*innen sehr sch\u00e4tze.<\/p><p><strong>LEARNING<\/strong><br \/>Insgesamt habe ich damit ein breites Spektrum an Aufgaben kennengelernt. Das finde ich f\u00fcr mich pers\u00f6nlich unheimlich bereichernd. Da meine Studieng\u00e4nge alle interdisziplin\u00e4r aufgebaut sind und waren und ich selbst auch im beruflichen Kontexten der Kulturarbeit t\u00e4tig war, konnte ich in die Bereiche auch mit Vorwissen einsteigen. So habe ich bereits K\u00fcnstler*innenvertr\u00e4ge in der Festivalarbeit aufgesetzt (was sehr \u00e4hnlich wie die Leihvertr\u00e4ge funktioniert) oder habe Websites und Social Media betreut. Auch mein Studium war oft auf Kunstvermittlung fokussiert. Da ich es f\u00fcr mich immer recht schwierig fand, mich f\u00fcr eine Position zu entscheiden, war dieses Praktikum die beste M\u00f6glichkeit ohne Widerspruch in diverse Bereiche Einblick zu erhalten. Gerne w\u00fcrde ich noch Einblicke in kuratorische Prozesse erhalten. Aber vielleicht passiert das ja auch noch in Zukunft\u2026<\/p><p><strong>FAZIT<\/strong><br \/>Nach meiner letzten Stelle, mit der ich sehr unzufrieden war, das Team des K\u00fcnstlerhauses kennenzulernen, ist eine wichtige und tats\u00e4chlich auch beruhigende Erfahrung. Es ist nicht nur meine Einsch\u00e4tzung, das Kultureinrichtungen und ihre Mitarbeitenden in \u00d6sterreich sich tats\u00e4chlich politisch weniger stark positionieren (d\u00fcrfen), als ich es aus Deutschland, im Speziellen aus Bremen, gewohnt bin. Das wirkt befremdlich und be\u00e4ngstigend. Und entsprechend freue ich mich, dass ich von meiner spontanen Initiativbewerbung an beginnend diesmal so viel Gl\u00fcck hatte.<\/p><p>Es sind noch ein paar Wochen, dann entscheidet sich, ob es finanziell m\u00f6glich ist, eine neue Stelle f\u00fcr mich zu schaffen (bei der ich dann ein Gehalt bekomme und nicht nur eine minimalistische Praktikumsentlohung). 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