

{"id":9045,"date":"2025-11-10T19:00:24","date_gmt":"2025-11-10T18:00:24","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=9045"},"modified":"2025-07-16T14:54:59","modified_gmt":"2025-07-16T12:54:59","slug":"auslandspraktikum-bei-der-griechenland-zeitung-in-athen-mit-erasmus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2025\/11\/10\/auslandspraktikum-bei-der-griechenland-zeitung-in-athen-mit-erasmus\/","title":{"rendered":"Auslandspraktikum bei der Griechenland Zeitung in Athen mit Erasmus+"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Nachdem ich mein erstes Praktikum im Zuge meines Studiums in der Kommunikations- und Medienwissenschaft in der Social Media Abteilung der Motorpresse Hamburg absolviert habe, wollte ich mich im klassischen Journalismus ausprobieren. Gepaart mit meinem Wunsch, das zweite Berufspraktikum im Ausland abzuhalten, bin ich auf den Bereich der deutschsprachigen Auslandsmedien gesto\u00dfen. Vor allem in Europa l\u00e4sst sich eine Vielzahl deutschsprachiger Zeitungen, Zeitschriften, Mitteilungsbl\u00e4tter, Blogs, Radio- und Fernsehprogramme finden. Eine davon ist das Wochenblatt der Griechenland Zeitung \u2013 eine kleine, daf\u00fcr aber staatlich unabh\u00e4ngige Zeitung in der Millionenmetropole Athen, wo ich qualitativen Journalismus in seiner Ursprungsform aus erster Hand kennenlernen durfte. Samt Kamera, Stift und Papier ging es f\u00fcr mich also nach Griechenland.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-7.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9047\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-7.jpg\" alt=\"\" width=\"1210\" height=\"907\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-7.jpg 1210w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-7-980x735.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-7-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1210px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Vorbereitung und Planung<br \/>\n<\/strong>Bei meiner Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt als Erasmus-Studentin hatte ich viel Gl\u00fcck. Noch bevor ich Bewerbungen geschrieben habe, informierte ich mich in dem Erasmus- B\u00fcro der Universit\u00e4t Bremen \u00fcber die Voraussetzungen und F\u00f6rdermittel bei einem Auslandspraktikum. Meine Suche startete offiziell im November 2024. Da ich kein festes Reiseziel hatte, sondern ausschlie\u00dflich nach einem deutschsprachigen Auslandsmedium gesucht habe, verschickte ich Bewerbungen quer durch Europa \u2013 von Prag \u00fcber Barcelona bis nach Athen. Der Chefredakteur der Griechenland Zeitung Jan H\u00fcbel ist nicht nur ein ausgezeichneter Journalist, sondern auch ein herzlicher und zuvorkommender Mensch.<\/p>\n<p>Ich habe bereits eine Woche nach dem Versenden meiner Bewerbungen eine R\u00fcckmeldung von ihm bekommen, in der er Interesse an einem Praktikum zeigte. Per Mailverkehr haben wir dann einen Zeitrahmen festgelegt sowie wichtige Dokumente miteinander ausgetauscht, weshalb ich z\u00fcgig meinen Vertrag unterschreiben und nach Griechenland senden konnte. Bei Fragen konnte ich mich telefonisch bei Jan melden, der sich liebevoll um jedes Anliegen gek\u00fcmmert hat. Im Dezember 2024 konnte ich also bereits davon ausgehen, dass es f\u00fcr mich nach Athen gehen w\u00fcrde. Bei der Suche nach Fl\u00fcgen, bot es sich bereits im Voraus an den R\u00fcckflug zu buchen, weil die Preise dann g\u00fcnstiger waren. Das ging einfach und schnell \u00fcber die Internetseite von Skyscanner , wo man auch die Gep\u00e4ckangaben individuell anpassen kann.<\/p>\n<p>Neben Flugtickets brauchte ich auch eine Bleibe f\u00fcr drei Monate in der N\u00e4he meines Praktikums. Gl\u00fccklicherweise habe ich durch Erfahrungsberichte bereits mitbekommen, dass beispielsweise Omonia ein unsicheres Stadtviertel f\u00fcr junge Frauen sein kann \u2013 gleichzeitig lag das Praktikum im Zentrum Omonias f\u00fcnf Minuten fu\u00dfl\u00e4ufig vom Omonia Square entfernt. \u00dcber die Plattform HousingAnywhere bin ich bei der Suche nach einer Wohnung auf den Stadtteil Victoria gesto\u00dfen, wo es ein gro\u00dfes Studentenwohnheim in der Stra\u00dfe Derigny 16 gibt. Die Wohnung war mit 650 Euro im Monat (inkl. Nebenkosten) zwar etwas teurer als andere Unterk\u00fcnfte in Athen, daf\u00fcr aber perfekt angebunden (20 Minuten Fu\u00dfweg zum Praktikum) und noch dazu sehr gut ausgestattet. Jeder Mitbewohner hatte sein eigenes Zimmer mit Bett Schreibtisch und Kleiderschrank sowie sein eigenes Badezimmer. Der Gemeinschaftsraum bestand aus einer gro\u00dfen K\u00fcche und einem Esstisch mit Platz f\u00fcr bis zu sechs Personen. Insgesamt waren es drei Etagen mit je f\u00fcnf Apartments; demnach 15 Mitbewohnern aus aller Welt, die in den meisten F\u00e4llen auch als Erasmus-Student*innen dort lebten. Unten im Erdgeschoss leben Einheimische, darunter auch ein liebes Ehepaar, das sich regelm\u00e4\u00dfig um die R\u00e4umlichkeiten des Hauses k\u00fcmmert.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt ist es auch immer wichtig Parallelabsprache mit dem Erasmus-B\u00fcro zu halten und die b\u00fcrokratischen Aufgaben dahinter nicht zu vernachl\u00e4ssigen, um schlie\u00dflich auch die erste Erasmusrate zu bekommen. Denn am Ende des Tages muss man sich auch \u00fcber seine eigenen finanziellen Mittel bewusst sein und sich auch \u00fcber die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Land informieren. Hierf\u00fcr habe ich Seminare meiner Universit\u00e4t besucht, die einen auf den Auslandsaufenthalt vorbereiten \u2013 dazu geh\u00f6rt es auch, sich \u00fcber Zahlungsmethoden, Auslandsversicherungen und das Land selbst zu informieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-7.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9049\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-7.jpg\" alt=\"\" width=\"1209\" height=\"907\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-7.jpg 1209w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-7-980x735.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-7-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1209px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Athen \u2013 das Herz von Griechenland<br \/>\n<\/strong>Meine Reise nach Athen sollte sich einen Tag vor meinem Abflug leider noch etwas verz\u00f6gern, da mein Flug kurzfristig aufgrund eines Flughafen-Streiks in Griechenland annulliert wurde. Die Frustration war zun\u00e4chst nat\u00fcrlich sehr gro\u00df \u2013 Flugtickets waren nun deutlich teurer und auch nicht mehr so kurzfristig verf\u00fcgbar. Zu meinem Gl\u00fcck ist Jan sehr gelassen mit der Situation umgegangen und ich konnte mein Praktikum zwei Tage sp\u00e4ter beginnen, daf\u00fcr aber auch zwei Tage sp\u00e4ter beenden als geplant. Fast eine Woche sp\u00e4ter bin ich dann nach langem Warten endlich in Athen gelandet und konnte in mein neues Zuhause einziehen. Bereits aus dem Flugzeugfenster konnte ich einen Blick darauf erhaschen, wie gro\u00df Athen eigentlich ist.<\/p>\n<p>Mag der Anfang erstmal etwas \u00fcberw\u00e4ltigend gewesen sein, so habe ich in meinen drei Monaten in Athen die Hauptstadt Griechenlands lieben gelernt. In der ein oder anderen Ecke kenne ich mich richtig gut aus und auch die Menschen, die einem im Alltag begegnen, erkennen dich schnell wieder und zaubern dir mit ihrer griechischen Gastfreundschaft immer wieder ein L\u00e4cheln aufs Gesicht. Athen mag zun\u00e4chst eine touristische Stadt sein, aber in den kleinen Gassen, die h\u00e4ufig \u00fcbersehen werden, verbirgt sich das wahre Leben der Athener. Wer die Stadt besucht, sollte sich also nicht nur auf die touristischen Ecken konzentrieren, sondern auch die Atmosph\u00e4re Athens einfangen, Tavernen und Caf\u00e9s besuchen, auf den Wochenm\u00e4rkten frisches Obst und Gem\u00fcse einkaufen und vor allem mit Menschen Hellas in Kontakt kommen. Insbesondere der Stadtteil Exarchia bietet viele M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Student*innen, die sich nicht nur in Caf\u00e9s treffen und gemeinsam einen Freddo Espresso oder Cappuccino schl\u00fcrfen, sondern auch in Vintage L\u00e4den bummeln und kleine Sch\u00e4tze finden.<\/p>\n<p>Dennoch habe auch ich die wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten Athens besucht und mir ein Bild von der reichen Historie Griechenlands machen k\u00f6nnen. Als Person unter 25 Jahren sind die meisten Tickets f\u00fcr touristische Attraktion kostenlos, was mir viel Geld gespart hat. Der Kontrast zwischen den geschichtstr\u00e4chtigen Sehensw\u00fcrdigkeiten und dem Gro\u00dfstadtflair ist gewaltig \u2013 nicht zuletzt, weil man Athen die Eurokrise der 2010er Jahre nach wie vor anhand leerstehender H\u00e4user ansieht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image007-4.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9050\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image007-4.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"881\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image007-4.jpg 1200w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image007-4-980x719.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image007-4-480x352.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1200px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p>Umso sch\u00f6ner ist es dann, wenn man die Millionenmetropole verl\u00e4sst und sich in den gr\u00fcnen Landschaften Griechenlands bewegt, umgeben von kristallklarem Meer. W\u00e4hrend man auf dem Festland wunderbare Touren buchen kann, die einen zu historischen St\u00e4tten wie Meteora, Epidauros oder Mykene bringen, ist der Hafen von Pir\u00e4us einfach mit der Bahn zu erreichen, von wo aus man eine F\u00e4hre zu den traumhaften Inseln Griechenlands buchen kann. Ich empfehle jedem, der seinen Auslandsaufenthalt in Athen plant, die umliegenden Inseln Agistri, \u00c4gina, Hydra, Poros etc. zu besuchen. Wirklich jede Insel hat ihren eigenen Charme und ist einen Besuch wert. Je nach Universit\u00e4t und F\u00e4hre lassen sich Tickets auch verg\u00fcnstigt kaufen, womit man viel Geld spart. Vor diesem Hintergrund ist Athen wirklich das Herz Griechenlands \u2013 hier erlebt man nicht nur die griechische Lebensart aus erster Hand, sondern bewegt sich auch zwischen Gro\u00dfstadt, geschichtstr\u00e4chtigen Sehensw\u00fcrdigkeiten und atemberaubender Natur.<\/p>\n<p><strong>Die Griechenland Zeitung<br \/>\n<\/strong>Die Griechenland Zeitung ist sowohl ein Produkt der HellasProducts GmbH mit Sitz in Athen als auch die einzige deutschsprachige Zeitung in ganz Griechenland. Seit dem 3. Oktober 2005 erscheint die Griechenland Zeitung w\u00f6chentlich jeden Mittwoch als Print- und Onlineausgabe. Ihre Wurzeln liegen in der Athener Zeitung, die von 1992 bis 2005 existierte und sp\u00e4ter im Jahr 2000 durch das Internetportal www.griechenland.net erg\u00e4nzt wurde. Weitere Produkte des GZ- Verlags sind ausgew\u00e4hlte deutschsprachige B\u00fccher, die seit 2009 verlegt werden, sowie das seit 2013 j\u00e4hrlich im Sommer erscheinende Griechenland Journal. Der Fokus liegt jedoch auf der w\u00f6chentlichen Ausgabe der Griechenland Zeitung, die sich inhaltlich rund um die Themen Politik, Wirtschaft, Kultur, Geschichte, Gesellschaft, Tourismus und Sport dreht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image009-1.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-3\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9051\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image009-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1199\" height=\"937\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image009-1.jpg 1199w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image009-1-980x766.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image009-1-480x375.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1199px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p>Um das breite Themenspektrum abdecken zu k\u00f6nnen, arbeiten in der Athener Redaktion ungef\u00e4hr zehn festangestellte Mitarbeiter*innen und etwa f\u00fcnf freie Mitarbeiter*innen. Der Chefredakteur Jan H\u00fcbel sowie der stellvertretende Chefredakteur Robert Stadler schreiben beide ebenfalls aktiv f\u00fcr die Griechenland Zeitung und arbeiten zusammen mit weiteren Journalist*innen aus Griechenland, Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz. Auch die Leser*innen verteilen sich auf mehrere L\u00e4nder, darunter Griechenland, Deutschland, \u00d6sterreich und die Schweiz. Die Zielgruppe des Verlags setzt sich demnach zusammen aus Griechenlandfreund*innen, Griech*innen aus deutschsprachigen L\u00e4ndern, Tourist*innen sowie deutschsprachigen Personen, die in Griechenland leben. F\u00fcr ihre einzigartige Arbeit wurde die Griechenland Zeitung im Jahr 2005 sogar mit dem Deutsch-Griechischen Wirtschaftspreis im Bereich Medien ausgezeichnet. Mittlerweile hat sie eine Auflage von etwa 10.000 Exemplaren, verzeichnet durchschnittlich 10.000 t\u00e4gliche Besucher*innen auf der Internetseite und z\u00e4hlt 8.000 treue Abonnent*innen. Zus\u00e4tzlich umfasst der GZ-Verlag 40 B\u00fccher, das j\u00e4hrlich erscheinende Griechenland Journal sowie weitere Produkte aus dem Online-Shop.<\/p>\n<p>Damit hebt sich die Griechenland Zeitung deutlich von anderen Medien in Hellas ab. Denn gilt die Pressefreiheit in Griechenland als gesetzlich garantiert, so wird sie in der Praxis oft eingeschr\u00e4nkt. Zwar behauptet der griechische Premierminister Mitsotakis bei einer Pressekonferenz, dass in Griechenland \u201ejeder das schreiben und sagen kann, was er will\u201d und dass eine \u201eabsolute Meinungsfreiheit\u201d gew\u00e4hrleistet sei, jedoch sagt eine aktuelle Rangliste von \u201eReporter ohne Grenzen\u201d etwas anderes aus. Hellas liegt mit dem 89. Platz deutlich unter dem EU-Durchschnitt und leidet sowohl unter der schwach entwickelten Medienlandschaft als auch unter dem zunehmenden Druck auf dem unabh\u00e4ngigen Journalismus. Die Medienlandschaft wird von wenigen einflussreichen Personen kontrolliert, die auch in Politik, Kultur und Sport Einfluss haben \u2013 eine Art mediale Oligarchie. Au\u00dferdem f\u00fchrt jeder Regierungswechsel zu einem Austausch der F\u00fchrungsspitzen in staatlichen Medien wie dem Fernsehsender ERT oder der Nachrichtenagentur ANA-MPA. Die Griechenland Zeitung dahingegen ist ein staatsunabh\u00e4ngiges Unternehmen, das seine Inhalte \u00fcberwiegend f\u00fcr den deutschsprachigen Markt produziert \u2013 von den Einschr\u00e4nkungen der Pressefreiheit hat der GZ-Verlag demnach noch nicht viel selbst erfahren m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Meine Arbeite als Journalistin<br \/>\n<\/strong>Von Anbeginn an wird einem als Praktikant*in bei der Griechenland Zeitung so viel Vertrauen entgegengebracht und man erh\u00e4lt viel Verantwortung. Gleichzeitig lernt man enorm viel \u00fcber das Land und seine Einheimischen. Meine allt\u00e4glichen Aufgaben lagen darin, den Wetterbericht f\u00fcr die Internetseite zu erstellen, Nachrichten zu aktuellen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Themen zu verfassen und die sozialen Medien der Griechenland Zeitung \u2013 darunter Instagram und Facebook \u2013 zu betreuen. Die Mitarbeiter*innen bewegen sich in einem sehr famili\u00e4ren Umfeld, arbeiten mit den Praktikant*innen auf Augenh\u00f6he und sch\u00e4tzen sowohl unsere Leistungen als auch unsere Meinungen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image011.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-4\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-9046\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image011.jpg\" alt=\"\" width=\"1209\" height=\"907\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image011.jpg 1209w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image011-980x735.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image011-480x360.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1209px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p>Jeden Mittwoch, wenn die Printzeitung erschienen ist, wurde eine Blattbesprechung mit allen Praktikant*innen, dem Chefredakteur Jan H\u00fcbel, dem stellvertretenden Chefredakteur Robert Stadler sowie der Journalistin Elisa H\u00fcbel abgehalten. Die Blattbesprechung diente der kritischen Reflexion jeder neu erschienen Ausgabe und verfolgte das Ziel, das Wochenblatt konstant zu optimieren. Zu den allt\u00e4glichen Aufgaben geh\u00f6rten selbstverst\u00e4ndlich auch organisatorische T\u00e4tigkeiten, so wie die Beantwortung von Mails und die Verwaltung der Post aus und nach Griechenland. W\u00f6chentlich kamen Aufgaben, wie die Bearbeitung des TV-Programms f\u00fcr die Zeitung sowie des TV-Tipps f\u00fcr die sozialen Medien dazu. Aber auch das Rezept, das Zitat sowie die Namenstage der Woche mussten jede Woche f\u00fcr die sozialen Medien bearbeitet werden. Nicht zuletzt k\u00fcmmerten sich die Praktikant*innen um den Newsletter f\u00fcr die neu erschienene Ausgabe der Griechenland Zeitung. Haupts\u00e4chlich haben wir mit dem Programm Joomla gearbeitet, wenn wir neue Artikel f\u00fcr die Website eingebaut haben. F\u00fcr die sozialen Medien Instagram und Facebook haben wir mit der Meta Business Suite gearbeitet.<\/p>\n<p>Ansonsten haben wir Themen recherchiert und aufgearbeitet, die entweder Online oder in der Zeitung unter Panorama oder Unter Uns erschienen sind. Vor allem das Schreiben von Kulturtipps f\u00fcr Griechenland oder auch f\u00fcr Deutschland und \u00d6sterreich waren ein Hauptbestandteil unserer Aufgabe. H\u00e4ufig f\u00fchrte ich auch Interviews, um daraufhin einen l\u00e4ngeren Beitrag dazu zu schreiben. Beispielsweise sprach ich mit der Sprachwissenschaftlerin Dr. Anja Leist-Villis, dem ersten Vorstand von DASH Deutschland Tierschutz e.V. sowie mit der Podcast-Produzentin, Katerina Zachou. Eines meiner Lieblingsinterviews fand in den R\u00e4umlichkeiten der Redaktion statt, wo ich gemeinsam mit meiner Kollegin ein Gespr\u00e4ch mit dem ehemaligen ARD-Korrespondenten Thomas Bormann f\u00fchrte, der von der Atlantikk\u00fcste Frankreichs bis nach Athen mit dem Fahrrad gereist ist. Als Studentin der Germanistik widmete ich mich aber auch gerne dem Lesen und Rezensieren von B\u00fcchern mit Griechenlandbezug. Mit dabei waren der Roman \u201eZehntausend Jahre sind ein Tag\u201d von Ines Gramlich sowie das Buch \u201eKreter, Mikis Theodorakis\u201d von Ulrich Kadelbach und Gerhard Folkerts. Zu meinen liebsten Aufgaben z\u00e4hlten die Besuche bei Veranstaltungen, \u00fcber welche ich dann anschlie\u00dfend berichten durfte.<\/p>\n<p>Samt Kamera, Stift und Papier habe ich also als rasende Reporterin f\u00fcr die Griechenland Zeitung gearbeitet. Ich besuchte unter anderem einen Vortrag im Philadelphia-Verein, eine deutsch-griechische Konferenz zum Recht im Klimawandel sowie einen Vortrag \u00fcber das Bild der Deutschen \u00fcber Griechenland. Das wohl gr\u00f6\u00dfte Projekt meiner Praktikantenzeit war vermutlich der Beitrag im Griechenland Journal, in dem es um \u201eGriechenlands unbekannte Inseltr\u00e4ume \u2013 zw\u00f6lf Tipps f\u00fcr Entdecker\u201d ging. Die ersten Wochen meines Praktikums haben wir viel an dem Griechenland Journal gearbeitet, die Beitr\u00e4ge vermehrt korrekturgelesen, Bilder herausgesucht und an der Gestaltung mitgewirkt. Das fertige Journal gedruckt und in Farbe in seinen H\u00e4nden zu halten, war ein wahres Erfolgserlebnis. Auch jeden Mittwoch, wenn die Griechenland Zeitung geliefert wurde, schien ein Gl\u00fccksgef\u00fchl in der Luft zu liegen und man konnte mit Stolz die harte Arbeit der letzten Woche betrachten.<\/p>\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich nochmal betonen, dass die Arbeit sehr viel Spa\u00df gemacht hat und ich immer gerne zum Praktikum erschienen bin. Die Redaktion der Griechenland Zeitung leistet als staatsunabh\u00e4ngiges Medium einen enormen Beitrag zur objektiven Berichterstattung \u00fcber Griechenland. Alle Mitarbeiter*innen ziehen gemeinsam an einem Strang und auch der Wechsel neuer Praktikant*innen bringt immer wieder frischen Wind mit sich. Auch ich habe in der Zeit zwei neue Praktikantinnen eingearbeitet, die anschlie\u00dfend ihr Wissen an die n\u00e4chsten Nachk\u00f6mmlinge weitergeben k\u00f6nnen. So arbeitet die Griechenland Zeitung zukunfts- und teamorientiert.<\/p>\n<p><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Am Ende meiner Zeit bei der Griechenland Zeitung w\u00fcrde ich das Praktikum am liebsten um drei Monate verl\u00e4ngern. Das Wissen und die Eindr\u00fccke, die ich hier \u00fcber Griechenland mitnehmen durfte, sind so wertvoll und ich bin sehr dankbar f\u00fcr all die Erfahrungen, die ich hier machen durfte. Sowohl auf pers\u00f6nlicher Ebene als auch auf journalistischer Ebene habe ich so viel lernen d\u00fcrfen. Fiel es mir am Anfang noch schwer, die passenden Formulierungen zu finden, so finde ich das Schreiben von Texten heute einfacher als noch vor drei Monaten.<\/p>\n<p>Auch \u00fcber die journalistische Praxis, seien es Presseveranstaltungen, Interviews oder das Kommunizieren mit anderen Journalisten, habe ich sehr viel Neues gelernt, was ich definitiv in meiner zuk\u00fcnftigen Berufslaufbahn ben\u00f6tigen werde. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war Athen insofern die richtige Entscheidung, als dass die Stadt so viel zu bieten hat, ich schnell Anschluss gefunden habe und die Menschen aus Griechenland weltoffen und interessiert waren. Das hat mir meinen Aufenthalt sehr erleichtert und ich w\u00fcrde immer wieder zur\u00fcckkommen, um nicht nur die Stadt, sondern auch die Redaktion wieder zu besuchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\"><link rel='stylesheet' id='osm-ol3-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.css?ver=10.9.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-ol3-ext-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map_v3.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<link rel='stylesheet' id='osm-map-css-css' href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/css\/osm_map.css?ver=1.0.0&#038;ver=7.0' media='all' \/>\n<script id=\"wp-polyfill-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/dist\/vendor\/wp-polyfill.min.js?ver=3.15.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/OL\/10.9.0\/ol.js?ver=10.9.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-ext-library-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-v3-plugin-lib.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"osm-ol3-metabox-events-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-metabox-events.js?ver=1.0.0\"><\/script>\n<script id=\"jquery-core-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery.min.js?ver=3.7.1\"><\/script>\n<script id=\"jquery-migrate-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-includes\/js\/jquery\/jquery-migrate.min.js?ver=3.4.1\"><\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js-extra\">\nvar translations = {\"openlayer\":\"open layer\",\"openlayerAtStartup\":\"open layer at startup\",\"generateLink\":\"link to this map with opened layers\",\"shortDescription\":\"short description\",\"generatedShortCode\":\"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\",\"closeLayer\":\"close layer\",\"cantGenerateLink\":\"put this string in the existing map short code to control this map\"};\n\/\/# sourceURL=osm-map-startup-js-extra\n<\/script>\n<script id=\"osm-map-startup-js\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-content\/plugins\/osm\/js\/osm-startup-lib.js?ver=V6.2.5\"><\/script>\n\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             data-autoshow=\"no\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\n                    position: relative;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([24.8516,36.5825], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 5.0\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":9051,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Nachdem ich mein erstes Praktikum im Zuge meines Studiums in der Kommunikations- und Medienwissenschaft in der Social Media Abteilung der Motorpresse Hamburg absolviert habe, wollte ich mich im klassischen Journalismus ausprobieren. Gepaart mit meinem Wunsch, das zweite Berufspraktikum im Ausland abzuhalten, bin ich auf den Bereich der deutschsprachigen Auslandsmedien gesto\u00dfen. Vor allem in Europa l\u00e4sst sich eine Vielzahl deutschsprachiger Zeitungen, Zeitschriften, Mitteilungsbl\u00e4tter, Blogs, Radio- und Fernsehprogramme finden. Eine davon ist das Wochenblatt der Griechenland Zeitung \u2013 eine kleine, daf\u00fcr aber staatlich unabh\u00e4ngige Zeitung in der Millionenmetropole Athen, wo ich qualitativen Journalismus in seiner Ursprungsform aus erster Hand kennenlernen durfte. Samt Kamera, Stift und Papier ging es f\u00fcr mich also nach Griechenland.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-7.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-9047\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-7.jpg\" alt=\"\" width=\"1210\" height=\"907\" \/><\/a><\/p><p><strong>Vorbereitung und Planung<\/strong><br \/>Bei meiner Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt als Erasmus-Studentin hatte ich viel Gl\u00fcck. Noch bevor ich Bewerbungen geschrieben habe, informierte ich mich in dem Erasmus- B\u00fcro der Universit\u00e4t Bremen \u00fcber die Voraussetzungen und F\u00f6rdermittel bei einem Auslandspraktikum. Meine Suche startete offiziell im November 2024. Da ich kein festes Reiseziel hatte, sondern ausschlie\u00dflich nach einem deutschsprachigen Auslandsmedium gesucht habe, verschickte ich Bewerbungen quer durch Europa \u2013 von Prag \u00fcber Barcelona bis nach Athen. Der Chefredakteur der Griechenland Zeitung Jan H\u00fcbel ist nicht nur ein ausgezeichneter Journalist, sondern auch ein herzlicher und zuvorkommender Mensch.<\/p><p>Ich habe bereits eine Woche nach dem Versenden meiner Bewerbungen eine R\u00fcckmeldung von ihm bekommen, in der er Interesse an einem Praktikum zeigte. Per Mailverkehr haben wir dann einen Zeitrahmen festgelegt sowie wichtige Dokumente miteinander ausgetauscht, weshalb ich z\u00fcgig meinen Vertrag unterschreiben und nach Griechenland senden konnte. Bei Fragen konnte ich mich telefonisch bei Jan melden, der sich liebevoll um jedes Anliegen gek\u00fcmmert hat. Im Dezember 2024 konnte ich also bereits davon ausgehen, dass es f\u00fcr mich nach Athen gehen w\u00fcrde. Bei der Suche nach Fl\u00fcgen, bot es sich bereits im Voraus an den R\u00fcckflug zu buchen, weil die Preise dann g\u00fcnstiger waren. Das ging einfach und schnell \u00fcber die Internetseite von Skyscanner , wo man auch die Gep\u00e4ckangaben individuell anpassen kann.<\/p><p>Neben Flugtickets brauchte ich auch eine Bleibe f\u00fcr drei Monate in der N\u00e4he meines Praktikums. Gl\u00fccklicherweise habe ich durch Erfahrungsberichte bereits mitbekommen, dass beispielsweise Omonia ein unsicheres Stadtviertel f\u00fcr junge Frauen sein kann \u2013 gleichzeitig lag das Praktikum im Zentrum Omonias f\u00fcnf Minuten fu\u00dfl\u00e4ufig vom Omonia Square entfernt. \u00dcber die Plattform HousingAnywhere bin ich bei der Suche nach einer Wohnung auf den Stadtteil Victoria gesto\u00dfen, wo es ein gro\u00dfes Studentenwohnheim in der Stra\u00dfe Derigny 16 gibt. Die Wohnung war mit 650 Euro im Monat (inkl. Nebenkosten) zwar etwas teurer als andere Unterk\u00fcnfte in Athen, daf\u00fcr aber perfekt angebunden (20 Minuten Fu\u00dfweg zum Praktikum) und noch dazu sehr gut ausgestattet. Jeder Mitbewohner hatte sein eigenes Zimmer mit Bett Schreibtisch und Kleiderschrank sowie sein eigenes Badezimmer. Der Gemeinschaftsraum bestand aus einer gro\u00dfen K\u00fcche und einem Esstisch mit Platz f\u00fcr bis zu sechs Personen. Insgesamt waren es drei Etagen mit je f\u00fcnf Apartments; demnach 15 Mitbewohnern aus aller Welt, die in den meisten F\u00e4llen auch als Erasmus-Student*innen dort lebten. Unten im Erdgeschoss leben Einheimische, darunter auch ein liebes Ehepaar, das sich regelm\u00e4\u00dfig um die R\u00e4umlichkeiten des Hauses k\u00fcmmert.<\/p><p>Nicht zuletzt ist es auch immer wichtig Parallelabsprache mit dem Erasmus-B\u00fcro zu halten und die b\u00fcrokratischen Aufgaben dahinter nicht zu vernachl\u00e4ssigen, um schlie\u00dflich auch die erste Erasmusrate zu bekommen. Denn am Ende des Tages muss man sich auch \u00fcber seine eigenen finanziellen Mittel bewusst sein und sich auch \u00fcber die Lebenshaltungskosten im jeweiligen Land informieren. Hierf\u00fcr habe ich Seminare meiner Universit\u00e4t besucht, die einen auf den Auslandsaufenthalt vorbereiten \u2013 dazu geh\u00f6rt es auch, sich \u00fcber Zahlungsmethoden, Auslandsversicherungen und das Land selbst zu informieren.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-7.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-9049\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-7.jpg\" alt=\"\" width=\"1209\" height=\"907\" \/><\/a><\/p><p><strong>Athen \u2013 das Herz von Griechenland<\/strong><br \/>Meine Reise nach Athen sollte sich einen Tag vor meinem Abflug leider noch etwas verz\u00f6gern, da mein Flug kurzfristig aufgrund eines Flughafen-Streiks in Griechenland annulliert wurde. Die Frustration war zun\u00e4chst nat\u00fcrlich sehr gro\u00df \u2013 Flugtickets waren nun deutlich teurer und auch nicht mehr so kurzfristig verf\u00fcgbar. Zu meinem Gl\u00fcck ist Jan sehr gelassen mit der Situation umgegangen und ich konnte mein Praktikum zwei Tage sp\u00e4ter beginnen, daf\u00fcr aber auch zwei Tage sp\u00e4ter beenden als geplant. Fast eine Woche sp\u00e4ter bin ich dann nach langem Warten endlich in Athen gelandet und konnte in mein neues Zuhause einziehen. Bereits aus dem Flugzeugfenster konnte ich einen Blick darauf erhaschen, wie gro\u00df Athen eigentlich ist.<\/p><p>Mag der Anfang erstmal etwas \u00fcberw\u00e4ltigend gewesen sein, so habe ich in meinen drei Monaten in Athen die Hauptstadt Griechenlands lieben gelernt. In der ein oder anderen Ecke kenne ich mich richtig gut aus und auch die Menschen, die einem im Alltag begegnen, erkennen dich schnell wieder und zaubern dir mit ihrer griechischen Gastfreundschaft immer wieder ein L\u00e4cheln aufs Gesicht. Athen mag zun\u00e4chst eine touristische Stadt sein, aber in den kleinen Gassen, die h\u00e4ufig \u00fcbersehen werden, verbirgt sich das wahre Leben der Athener. Wer die Stadt besucht, sollte sich also nicht nur auf die touristischen Ecken konzentrieren, sondern auch die Atmosph\u00e4re Athens einfangen, Tavernen und Caf\u00e9s besuchen, auf den Wochenm\u00e4rkten frisches Obst und Gem\u00fcse einkaufen und vor allem mit Menschen Hellas in Kontakt kommen. Insbesondere der Stadtteil Exarchia bietet viele M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Student*innen, die sich nicht nur in Caf\u00e9s treffen und gemeinsam einen Freddo Espresso oder Cappuccino schl\u00fcrfen, sondern auch in Vintage L\u00e4den bummeln und kleine Sch\u00e4tze finden.<\/p><p>Dennoch habe auch ich die wichtigsten Sehensw\u00fcrdigkeiten Athens besucht und mir ein Bild von der reichen Historie Griechenlands machen k\u00f6nnen. Als Person unter 25 Jahren sind die meisten Tickets f\u00fcr touristische Attraktion kostenlos, was mir viel Geld gespart hat. Der Kontrast zwischen den geschichtstr\u00e4chtigen Sehensw\u00fcrdigkeiten und dem Gro\u00dfstadtflair ist gewaltig \u2013 nicht zuletzt, weil man Athen die Eurokrise der 2010er Jahre nach wie vor anhand leerstehender H\u00e4user ansieht.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image007-4.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-9050\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image007-4.jpg\" alt=\"\" width=\"1200\" height=\"881\" \/><\/a><\/p><p>Umso sch\u00f6ner ist es dann, wenn man die Millionenmetropole verl\u00e4sst und sich in den gr\u00fcnen Landschaften Griechenlands bewegt, umgeben von kristallklarem Meer. W\u00e4hrend man auf dem Festland wunderbare Touren buchen kann, die einen zu historischen St\u00e4tten wie Meteora, Epidauros oder Mykene bringen, ist der Hafen von Pir\u00e4us einfach mit der Bahn zu erreichen, von wo aus man eine F\u00e4hre zu den traumhaften Inseln Griechenlands buchen kann. Ich empfehle jedem, der seinen Auslandsaufenthalt in Athen plant, die umliegenden Inseln Agistri, \u00c4gina, Hydra, Poros etc. zu besuchen. Wirklich jede Insel hat ihren eigenen Charme und ist einen Besuch wert. Je nach Universit\u00e4t und F\u00e4hre lassen sich Tickets auch verg\u00fcnstigt kaufen, womit man viel Geld spart. Vor diesem Hintergrund ist Athen wirklich das Herz Griechenlands \u2013 hier erlebt man nicht nur die griechische Lebensart aus erster Hand, sondern bewegt sich auch zwischen Gro\u00dfstadt, geschichtstr\u00e4chtigen Sehensw\u00fcrdigkeiten und atemberaubender Natur.<\/p><p><strong>Die Griechenland Zeitung<\/strong><br \/>Die Griechenland Zeitung ist sowohl ein Produkt der HellasProducts GmbH mit Sitz in Athen als auch die einzige deutschsprachige Zeitung in ganz Griechenland. Seit dem 3. Oktober 2005 erscheint die Griechenland Zeitung w\u00f6chentlich jeden Mittwoch als Print- und Onlineausgabe. Ihre Wurzeln liegen in der Athener Zeitung, die von 1992 bis 2005 existierte und sp\u00e4ter im Jahr 2000 durch das Internetportal www.griechenland.net erg\u00e4nzt wurde. Weitere Produkte des GZ- Verlags sind ausgew\u00e4hlte deutschsprachige B\u00fccher, die seit 2009 verlegt werden, sowie das seit 2013 j\u00e4hrlich im Sommer erscheinende Griechenland Journal. Der Fokus liegt jedoch auf der w\u00f6chentlichen Ausgabe der Griechenland Zeitung, die sich inhaltlich rund um die Themen Politik, Wirtschaft, Kultur, Geschichte, Gesellschaft, Tourismus und Sport dreht.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image009-1.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-9051\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image009-1.jpg\" alt=\"\" width=\"1199\" height=\"937\" \/><\/a><\/p><p>Um das breite Themenspektrum abdecken zu k\u00f6nnen, arbeiten in der Athener Redaktion ungef\u00e4hr zehn festangestellte Mitarbeiter*innen und etwa f\u00fcnf freie Mitarbeiter*innen. Der Chefredakteur Jan H\u00fcbel sowie der stellvertretende Chefredakteur Robert Stadler schreiben beide ebenfalls aktiv f\u00fcr die Griechenland Zeitung und arbeiten zusammen mit weiteren Journalist*innen aus Griechenland, Deutschland, \u00d6sterreich und der Schweiz. Auch die Leser*innen verteilen sich auf mehrere L\u00e4nder, darunter Griechenland, Deutschland, \u00d6sterreich und die Schweiz. Die Zielgruppe des Verlags setzt sich demnach zusammen aus Griechenlandfreund*innen, Griech*innen aus deutschsprachigen L\u00e4ndern, Tourist*innen sowie deutschsprachigen Personen, die in Griechenland leben. F\u00fcr ihre einzigartige Arbeit wurde die Griechenland Zeitung im Jahr 2005 sogar mit dem Deutsch-Griechischen Wirtschaftspreis im Bereich Medien ausgezeichnet. Mittlerweile hat sie eine Auflage von etwa 10.000 Exemplaren, verzeichnet durchschnittlich 10.000 t\u00e4gliche Besucher*innen auf der Internetseite und z\u00e4hlt 8.000 treue Abonnent*innen. Zus\u00e4tzlich umfasst der GZ-Verlag 40 B\u00fccher, das j\u00e4hrlich erscheinende Griechenland Journal sowie weitere Produkte aus dem Online-Shop.<\/p><p>Damit hebt sich die Griechenland Zeitung deutlich von anderen Medien in Hellas ab. Denn gilt die Pressefreiheit in Griechenland als gesetzlich garantiert, so wird sie in der Praxis oft eingeschr\u00e4nkt. Zwar behauptet der griechische Premierminister Mitsotakis bei einer Pressekonferenz, dass in Griechenland \u201ejeder das schreiben und sagen kann, was er will\u201d und dass eine \u201eabsolute Meinungsfreiheit\u201d gew\u00e4hrleistet sei, jedoch sagt eine aktuelle Rangliste von \u201eReporter ohne Grenzen\u201d etwas anderes aus. Hellas liegt mit dem 89. Platz deutlich unter dem EU-Durchschnitt und leidet sowohl unter der schwach entwickelten Medienlandschaft als auch unter dem zunehmenden Druck auf dem unabh\u00e4ngigen Journalismus. Die Medienlandschaft wird von wenigen einflussreichen Personen kontrolliert, die auch in Politik, Kultur und Sport Einfluss haben \u2013 eine Art mediale Oligarchie. Au\u00dferdem f\u00fchrt jeder Regierungswechsel zu einem Austausch der F\u00fchrungsspitzen in staatlichen Medien wie dem Fernsehsender ERT oder der Nachrichtenagentur ANA-MPA. Die Griechenland Zeitung dahingegen ist ein staatsunabh\u00e4ngiges Unternehmen, das seine Inhalte \u00fcberwiegend f\u00fcr den deutschsprachigen Markt produziert \u2013 von den Einschr\u00e4nkungen der Pressefreiheit hat der GZ-Verlag demnach noch nicht viel selbst erfahren m\u00fcssen.<\/p><p><strong>Meine Arbeite als Journalistin<\/strong><br \/>Von Anbeginn an wird einem als Praktikant*in bei der Griechenland Zeitung so viel Vertrauen entgegengebracht und man erh\u00e4lt viel Verantwortung. Gleichzeitig lernt man enorm viel \u00fcber das Land und seine Einheimischen. Meine allt\u00e4glichen Aufgaben lagen darin, den Wetterbericht f\u00fcr die Internetseite zu erstellen, Nachrichten zu aktuellen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Themen zu verfassen und die sozialen Medien der Griechenland Zeitung \u2013 darunter Instagram und Facebook \u2013 zu betreuen. Die Mitarbeiter*innen bewegen sich in einem sehr famili\u00e4ren Umfeld, arbeiten mit den Praktikant*innen auf Augenh\u00f6he und sch\u00e4tzen sowohl unsere Leistungen als auch unsere Meinungen.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image011.jpg\"><img class=\"alignnone size-full wp-image-9046\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image011.jpg\" alt=\"\" width=\"1209\" height=\"907\" \/><\/a><\/p><p>Jeden Mittwoch, wenn die Printzeitung erschienen ist, wurde eine Blattbesprechung mit allen Praktikant*innen, dem Chefredakteur Jan H\u00fcbel, dem stellvertretenden Chefredakteur Robert Stadler sowie der Journalistin Elisa H\u00fcbel abgehalten. Die Blattbesprechung diente der kritischen Reflexion jeder neu erschienen Ausgabe und verfolgte das Ziel, das Wochenblatt konstant zu optimieren. Zu den allt\u00e4glichen Aufgaben geh\u00f6rten selbstverst\u00e4ndlich auch organisatorische T\u00e4tigkeiten, so wie die Beantwortung von Mails und die Verwaltung der Post aus und nach Griechenland. W\u00f6chentlich kamen Aufgaben, wie die Bearbeitung des TV-Programms f\u00fcr die Zeitung sowie des TV-Tipps f\u00fcr die sozialen Medien dazu. Aber auch das Rezept, das Zitat sowie die Namenstage der Woche mussten jede Woche f\u00fcr die sozialen Medien bearbeitet werden. Nicht zuletzt k\u00fcmmerten sich die Praktikant*innen um den Newsletter f\u00fcr die neu erschienene Ausgabe der Griechenland Zeitung. Haupts\u00e4chlich haben wir mit dem Programm Joomla gearbeitet, wenn wir neue Artikel f\u00fcr die Website eingebaut haben. F\u00fcr die sozialen Medien Instagram und Facebook haben wir mit der Meta Business Suite gearbeitet.<\/p><p>Ansonsten haben wir Themen recherchiert und aufgearbeitet, die entweder Online oder in der Zeitung unter Panorama oder Unter Uns erschienen sind. Vor allem das Schreiben von Kulturtipps f\u00fcr Griechenland oder auch f\u00fcr Deutschland und \u00d6sterreich waren ein Hauptbestandteil unserer Aufgabe. H\u00e4ufig f\u00fchrte ich auch Interviews, um daraufhin einen l\u00e4ngeren Beitrag dazu zu schreiben. Beispielsweise sprach ich mit der Sprachwissenschaftlerin Dr. Anja Leist-Villis, dem ersten Vorstand von DASH Deutschland Tierschutz e.V. sowie mit der Podcast-Produzentin, Katerina Zachou. Eines meiner Lieblingsinterviews fand in den R\u00e4umlichkeiten der Redaktion statt, wo ich gemeinsam mit meiner Kollegin ein Gespr\u00e4ch mit dem ehemaligen ARD-Korrespondenten Thomas Bormann f\u00fchrte, der von der Atlantikk\u00fcste Frankreichs bis nach Athen mit dem Fahrrad gereist ist. Als Studentin der Germanistik widmete ich mich aber auch gerne dem Lesen und Rezensieren von B\u00fcchern mit Griechenlandbezug. Mit dabei waren der Roman \u201eZehntausend Jahre sind ein Tag\u201d von Ines Gramlich sowie das Buch \u201eKreter, Mikis Theodorakis\u201d von Ulrich Kadelbach und Gerhard Folkerts. Zu meinen liebsten Aufgaben z\u00e4hlten die Besuche bei Veranstaltungen, \u00fcber welche ich dann anschlie\u00dfend berichten durfte.<\/p><p>Samt Kamera, Stift und Papier habe ich also als rasende Reporterin f\u00fcr die Griechenland Zeitung gearbeitet. Ich besuchte unter anderem einen Vortrag im Philadelphia-Verein, eine deutsch-griechische Konferenz zum Recht im Klimawandel sowie einen Vortrag \u00fcber das Bild der Deutschen \u00fcber Griechenland. Das wohl gr\u00f6\u00dfte Projekt meiner Praktikantenzeit war vermutlich der Beitrag im Griechenland Journal, in dem es um \u201eGriechenlands unbekannte Inseltr\u00e4ume \u2013 zw\u00f6lf Tipps f\u00fcr Entdecker\u201d ging. Die ersten Wochen meines Praktikums haben wir viel an dem Griechenland Journal gearbeitet, die Beitr\u00e4ge vermehrt korrekturgelesen, Bilder herausgesucht und an der Gestaltung mitgewirkt. Das fertige Journal gedruckt und in Farbe in seinen H\u00e4nden zu halten, war ein wahres Erfolgserlebnis. Auch jeden Mittwoch, wenn die Griechenland Zeitung geliefert wurde, schien ein Gl\u00fccksgef\u00fchl in der Luft zu liegen und man konnte mit Stolz die harte Arbeit der letzten Woche betrachten.<\/p><p>Zum Schluss m\u00f6chte ich nochmal betonen, dass die Arbeit sehr viel Spa\u00df gemacht hat und ich immer gerne zum Praktikum erschienen bin. Die Redaktion der Griechenland Zeitung leistet als staatsunabh\u00e4ngiges Medium einen enormen Beitrag zur objektiven Berichterstattung \u00fcber Griechenland. Alle Mitarbeiter*innen ziehen gemeinsam an einem Strang und auch der Wechsel neuer Praktikant*innen bringt immer wieder frischen Wind mit sich. Auch ich habe in der Zeit zwei neue Praktikantinnen eingearbeitet, die anschlie\u00dfend ihr Wissen an die n\u00e4chsten Nachk\u00f6mmlinge weitergeben k\u00f6nnen. So arbeitet die Griechenland Zeitung zukunfts- und teamorientiert.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><br \/>Am Ende meiner Zeit bei der Griechenland Zeitung w\u00fcrde ich das Praktikum am liebsten um drei Monate verl\u00e4ngern. Das Wissen und die Eindr\u00fccke, die ich hier \u00fcber Griechenland mitnehmen durfte, sind so wertvoll und ich bin sehr dankbar f\u00fcr all die Erfahrungen, die ich hier machen durfte. Sowohl auf pers\u00f6nlicher Ebene als auch auf journalistischer Ebene habe ich so viel lernen d\u00fcrfen. Fiel es mir am Anfang noch schwer, die passenden Formulierungen zu finden, so finde ich das Schreiben von Texten heute einfacher als noch vor drei Monaten.<\/p><p>Auch \u00fcber die journalistische Praxis, seien es Presseveranstaltungen, Interviews oder das Kommunizieren mit anderen Journalisten, habe ich sehr viel Neues gelernt, was ich definitiv in meiner zuk\u00fcnftigen Berufslaufbahn ben\u00f6tigen werde. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war Athen insofern die richtige Entscheidung, als dass die Stadt so viel zu bieten hat, ich schnell Anschluss gefunden habe und die Menschen aus Griechenland weltoffen und interessiert waren. Das hat mir meinen Aufenthalt sehr erleichtert und ich w\u00fcrde immer wieder zur\u00fcckkommen, um nicht nur die Stadt, sondern auch die Redaktion wieder zu besuchen.<\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"36.5825,24.8516\" zoom=\"5.0\" width=\"95%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,653],"tags":[52064,8939,572117,154951,1014463],"class_list":["post-9045","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-griechenland","tag-journalismus","tag-kommunikationswissenschaften","tag-medienwissenschaften","tag-zeitung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9045","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9045"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9045\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9057,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9045\/revisions\/9057"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9051"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9045"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9045"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9045"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}