

{"id":9023,"date":"2025-08-12T11:00:38","date_gmt":"2025-08-12T09:00:38","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=9023"},"modified":"2025-07-16T14:49:09","modified_gmt":"2025-07-16T12:49:09","slug":"praktikum-bei-der-vertretung-des-landes-nordrhein-westfalen-mit-erasmus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2025\/08\/12\/praktikum-bei-der-vertretung-des-landes-nordrhein-westfalen-mit-erasmus\/","title":{"rendered":"Praktikum bei der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen mit Erasmus+"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Die Praktikumsstelle<br \/>\n<\/strong>Ich habe mein Praktikum bei der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) bei der Europ\u00e4ischen Union (LV NRW) in Br\u00fcssel absolviert. Die Landesvertretung fungiert als offizielle Interessenvertretung des Bundeslandes NRW auf europ\u00e4ischer Ebene. Jedes deutsche Bundesland hat eine solche Vertretung bei der EU, diese sind allerdings unterschiedlich gro\u00df und unterschiedlich organisiert. Die LV NRW geh\u00f6rt dabei zu einer der gr\u00f6\u00dferen Vertretungen. Ihre zentrale Aufgabe besteht darin, die Landesregierung in D\u00fcsseldorf \u00fcber aktuelle politische, wirtschaftliche und gesetzgeberische Entwicklungen innerhalb der Europ\u00e4ischen Union zu informieren und gleichzeitig die Positionen und Interessen des Landes NRW gegen\u00fcber den europ\u00e4ischen Institutionen und anderen Akteuren zu vertreten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-5.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-0\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9026 size-large\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-5-1200x1600.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"1440\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-5-980x1307.jpg 980w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-5-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) 1080px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p>Neben der fachpolitischen Interessenvertretung z\u00e4hlt zu ihren Aufgaben auch die Repr\u00e4sentation des Bundeslandes auf europ\u00e4ischer B\u00fchne. Dies erfolgt unter anderem durch die Organisation und Durchf\u00fchrung von Veranstaltungen, Fachgespr\u00e4chen, Konferenzen und Netzwerktreffen, bei denen NRW als aktiver europapolitischer Akteur sichtbar gemacht wird. Die Aktivit\u00e4ten auf europ\u00e4ischer politischer Ebene sind f\u00fcr Nordrhein-Westfalen, aufgrund dessen, dass NRW ein wichtiger Industriestandort ist, besonders auf wirtschaftlicher Ebene relevant. In anderen Bundesl\u00e4ndern kann der Fokus auf anderen Aspekten liegen.<\/p>\n<p>Die organisatorische Struktur der Landesvertretung gliedert sich in mehrere Bereiche: die Leitung, welche die politische Gesamtverantwortung tr\u00e4gt und h\u00e4ufig direkten Kontakt zur Staatskanzlei in D\u00fcsseldorf sowie zur Landesregierung h\u00e4lt; die Fachreferate, die themenspezifisch aufgestellt sind (beispielsweise in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Justiz, Bildung, Innovation, Kultur etc.) und jeweils durch eine*n Referent*in geleitet werden, die direkt aus den jeweiligen Ministerien stammen; den Bereich f\u00fcr interregionale Zusammenarbeit, der unter anderem die Arbeit im Ausschuss der Regionen koordiniert und die Vernetzung mit anderen Regionen Europas f\u00f6rdert; sowie die Verwaltung, die prim\u00e4r f\u00fcr organisatorische Abl\u00e4ufe, interne Koordination und das Veranstaltungsmanagement zust\u00e4ndig ist.<\/p>\n<p>Die Arbeitssprache ist Deutsch und der Gro\u00dfteil der Kommunikation findet auf Deutsch statt. F\u00fcr die Recherche und den Besuch von Veranstaltungen sind Englischkenntnisse notwendig und Franz\u00f6sischkenntnisse von Vorteil, aber nicht unbedingt n\u00f6tig. Mir hat es Spa\u00df gemacht auch immer wieder mein Franz\u00f6sisch nutzen zu k\u00f6nnen. Br\u00fcssel ist aber auch sehr international, daher sprechen in der Regel alle Englisch und viele auch Deutsch.<\/p>\n<p>Die Arbeitsweise der Vertretung ist gepr\u00e4gt von einem engen Austausch mit der Staatskanzlei in D\u00fcsseldorf, regelm\u00e4\u00dfiger Beobachtung und Analyse europ\u00e4ischer Gesetzgebung und Initiativen, dem Kontakt zu Lobbyisten sowie der Organisation und Durchf\u00fchrung von Besuchen aus NRW und Veranstaltungen mit EU-Bezug. Bei Besuchen von Mitgliedern der Landesregierung ist die Landesvertretung eine zentrale Anlaufstelle. Genauso bildet die LV NRW eine Anlaufstelle f\u00fcr Vertreter*innen der Europ\u00e4ischen Union, die an das Bundesland herantreten. Au\u00dferdem stehen die verschiedenen Landesvertretungen auch immer wieder untereinander in Kontakt in Bezug auf die Entwicklungen in Br\u00fcssel.<\/p>\n<p>Insgesamt ist die Landesvertretung NRW in Br\u00fcssel ein politisches Zentrum mit diversen Funktionen, die oftmals nicht klar zu trennen sind. Es handelt sich zwar im weiteren Sinne um ein Verwaltungsorgan, allerdings bieten der direkte politische Bezug und das internationale europ\u00e4ische Umfeld ein spannendes Arbeitsumfeld f\u00fcr Praktikant*innen, mit der M\u00f6glichkeit einen guten Einblick in die Arbeit der Landesvertretung und der europ\u00e4ischen politischen Ebene zu erlangen.<\/p>\n<p><strong>Bewerbung und Vorbereitung<br \/>\n<\/strong>Ich habe mich f\u00fcr das Praktikum bis zum 30. September des Vorjahres beworben, um im darauffolgenden April beginnen zu k\u00f6nnen. Die Landesvertretung Nordrhein-Westfalen bietet j\u00e4hrlich zwei Bewerbungsfristen an, eine f\u00fcr das Sommer- und eine f\u00fcr das Winterhalbjahr, die auf der offiziellen Website der Vertretung ver\u00f6ffentlicht werden. Wer sich f\u00fcr ein Praktikum interessiert, sollte diese Fristen im Blick behalten, da eine sp\u00e4tere Bewerbung in der Regel nicht ber\u00fccksichtigt wird. Bescheid bekommen \u00fcber die Zusage habe ich dann im darauffolgenden November. Die Antwortzeiten variieren allerdings stark, wie ich von den Mitpraktikant*innen erfahren habe.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich werden bei der LV NRW ausschlie\u00dflich Pflichtpraktika sowie Pl\u00e4tze f\u00fcr das Rechtsreferendariat angeboten. Anders als bei anderen Praktikumsstellen muss allerdings noch kein Studium o.\u00e4. abgeschlossen sein, daher bietet sich das Praktikum auch f\u00fcr Bachelorstudierende an. Ein freiwilliges Praktikum ist in der Regel nicht m\u00f6glich, weshalb sich ein Praktikum dort insbesondere f\u00fcr Studierende in Bachelor- oder Masterstudieng\u00e4ngen mit vorgeschriebenem Pflichtpraktikum anbietet.<\/p>\n<p>Mein Praktikum dauerte insgesamt zehn Wochen, was sich aus meiner Sicht als sehr sinnvoll erwiesen hat. Es ist eine Mindestdauer von acht Wochen vorgegeben, die auch absolut zu empfehlen ist, um sich in die Abl\u00e4ufe einzuarbeiten und an l\u00e4ngerfristigen Aufgaben beteiligt zu sein, ein deutlich l\u00e4ngeres Praktikum ist jedoch nicht zwingend notwendig. Man kann auch in zehn Wochen einen umfassenden Einblick in die Strukturen, Arbeitsprozesse und Themenfelder der Landesvertretung gewinnen. Die meisten der anderen Praktikant*innen, die ich kennengelernt habe, haben eine \u00e4hnliche Zeitdauer bei der LV NRW verbracht.<\/p>\n<p>Die Bewerbung bestand aus den \u00fcblichen Unterlagen, zum Beispiel: Einem Motivationsschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf, relevanten Zeugnissen sowie einer aktuellen Studienbescheinigung. Ein klassisches Bewerbungsgespr\u00e4ch wurde im Auswahlprozess nicht gef\u00fchrt, mit einreichen der Unterlagen war der Bewerbungsprozess also abgeschlossen. Innerhalb der Bewerbung bestand zudem die M\u00f6glichkeit, eigene Pr\u00e4ferenzen f\u00fcr ein bestimmtes Fachreferat anzugeben, in dem man sein Praktikum bevorzugt absolvieren m\u00f6chte. Allerdings kann nicht garantiert werden, dass dieser Wunsch ber\u00fccksichtigt wird.<\/p>\n<p>Da sich die LV NRW in Br\u00fcssel und somit im europ\u00e4ischen Ausland befindet, besteht die M\u00f6glichkeit, eine finanzielle F\u00f6rderung \u00fcber das Erasmus+ Programm f\u00fcr Auslandspraktika zu beantragen. Dies ist besonders empfehlenswert, da die Lebenshaltungskosten in Br\u00fcssel deutlich \u00fcber dem deutschen Durchschnitt liegen. Die Bewerbung f\u00fcr das Erasmus+ Praktikumsstipendium sollte m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig erfolgen, idealerweise mehrere Monate vor Praktikumsbeginn. Im Gegensatz zu Auslandssemestern gibt es hier keine einheitlichen Bewerbungsfristen, vielmehr h\u00e4ngt der zeitliche Rahmen von der jeweiligen Hochschule ab.<\/p>\n<p>Meine Entscheidung f\u00fcr das Praktikum bei der LV NRW beruhte auf mehreren \u00dcberlegungen: Zum einen wollte ich einen ersten Einblick in die europapolitische Arbeit in Br\u00fcssel erhalten. Zum anderen war es f\u00fcr mich notwendig, eine Praktikumsstelle zu finden, die auch f\u00fcr Bachelorstudierende offen ist, was bei vielen anderen Institutionen mit EU-Bezug nicht der Fall ist. Die Vertretungen der Bundesl\u00e4nder bieten sich hierf\u00fcr gut an, da der Zugang recht niedrigschwellig ist und viele Praktikumspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen. Ich wollte nicht nur mehr \u00fcber die konkrete Arbeit einer Landesvertretung erfahren, sondern auch herausfinden, welche beruflichen Perspektiven sich in Br\u00fcssel grunds\u00e4tzlich f\u00fcr mich ergeben k\u00f6nnten. R\u00fcckblickend kann ich sagen, dass ich beide Ziele mit dem Praktikum voll erreicht habe.<\/p>\n<p>Die Vorbereitung auf das Praktikum beinhaltete vor allem die Wohnungssuche. Da diese in Br\u00fcssel deutlich schwerer ist, als in Bremen habe ich von der LV NRW auch einige Ressourcen zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen. Ich hatte Gl\u00fcck und bin bei Bekannten untergekommen, es empfiehlt sich aber in jedem Fall fr\u00fch genug zu beginnen und vor allem bei der Online-Suche vorsichtig in Bezug auf Betrugsmaschen zu sein. Zudem muss man leider mit Mieten in H\u00f6he von 600-700\u20ac f\u00fcr ein WG-Zimmer rechnen. Die LV NRW zahlt f\u00fcr das Praktikum eine monatliche Aufwandsentsch\u00e4digung von 300\u20ac, zusammen mit der Erasmus+ F\u00f6rderung kann man sich das (in allen Lebensbereichen) teure Leben in Br\u00fcssel dann halbwegs leisten.<\/p>\n<p>Abgesehen von der Wohnungssuche hielten sich die weiteren Vorbereitungen f\u00fcr das Praktikum in Grenzen. Da es sich bei Belgien um ein EU-Mitglied handelt, entf\u00e4llt beispielsweise der b\u00fcrokratische Aufwand, den man bei au\u00dfereurop\u00e4ischen Praktika h\u00e4tte (z. B. Visumsantr\u00e4ge, Versicherungsnachweise oder Arbeitserlaubnis). Eine europ\u00e4ische Krankenversicherung ist ausreichend, und auch die Anreise ist unkompliziert, da Br\u00fcssel gut mit dem Zug zu erreichen ist.<\/p>\n<p><strong>Leben in Br\u00fcssel<br \/>\n<\/strong>Ich habe mich in Br\u00fcssel als Stadt sehr wohl gef\u00fchlt. Ich habe die Architektur und Kulturszene dort sehr zu sch\u00e4tzen gelernt. Die unterschiedlichen Stadtviertel zeichnen sich durch ihre verschiedene Architektur aus und mit dem Kunstberg mitten in der Innenstadt hat man die diversen Museen immer gut zu erreichen. Es lohnt sich das Praktikum in den Fr\u00fchjahrs- oder Sommermonaten zu machen, da man dann viel Zeit in den diversen Parks der Stadt verbringen kann und einfach damit, durch die Stadt zu schlendern. Bez\u00fcglich der Sicherheit kann ich sagen, dass ich mich nie unsicher gef\u00fchlt habe. Es wird empfohlen, dass man sich nachts nicht rund um die Bahnh\u00f6fe aufhalten, einige Stadtviertel meiden und wenn es dunkel wird, lieber ein Taxi nehmen sollte. Ich habe zwar in einem Viertel gelebt, dem nachgesagt wird, dass es weniger sicher sein soll, bin selbst aber nie in schwierige Situationen geraten und denke man kann Br\u00fcssel in dieser Hinsicht wie jede andere Gro\u00dfstadt mit der angebrachten Vorsicht genie\u00dfen. Ansonsten gibt es ein gut ausgebautes Metro- und Bussystem. Ich bin jeden Morgen mit der Metro ins Europaviertel gefahren und man konnte sich immer darauf verlassen, dass regelm\u00e4\u00dfig eine kommt. Allerdings wird in Belgien gern gestreikt, worauf man sich einstellen sollte, die Stadt ist aber auch sehr fahrradfreundlich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image003-6.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-1\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9027 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image003-6.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image003-6.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image003-6-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 768px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p>Au\u00dferdem kann man in Br\u00fcssel hervorragend in Second Hand L\u00e4den oder auf Flohm\u00e4rkten st\u00f6bern, etwa am Place du Jeu de Balle, oder in einem der vielen Caf\u00e9s am Stra\u00dfenrand sitzen. Besonders die belgischen Waffeln aus den gelben Autos, die \u00fcberall in der Stadt herumfahren, sollte man sich nicht entgehen lassen. Abgesehen davon hat Br\u00fcssel eine gro\u00dfe Ausgehkultur. \u00dcberall in den verschiedenen Stadtvierteln gibt es Bars, meistens mit einem gro\u00dfen Bereich zum drau\u00dfen sitzen und es finden immer wieder Musikfestivals und andere Feste in der Stadt statt, die man meistens gratis besuchen kann. Wenn einem Br\u00fcssel dann doch mal zu langweilig wird, kann man aber auch mal gut den Rest von Belgien entdecken: Die Zugfahrten kosten f\u00fcr unter 25-j\u00e4hrige nur um die 10 \u20ac und da Belgien ein eher kleines Land ist, kann man gut mal f\u00fcr einen Tag ans Meer, nach Br\u00fcgge, Antwerpen oder Gent fahren.<\/p>\n<p>Die Praktikant*innen-Bubble in Br\u00fcssel ist gro\u00df: Neben den gro\u00dfen Praktikumsprogrammen, wie dem \u201eBluebook\u201c der Europ\u00e4ischen Kommission oder dem \u201eSchuman\u201c des Europ\u00e4ischen Parlaments, bieten auch viele Unternehmen, Stiftungen, Vertretungen, NGOs und Verb\u00e4nde in Br\u00fcssel Praktika an. \u00dcber das w\u00f6chentliche Praktikant*innen-Treffen am Donnerstagabend auf dem Place du Luxembourg, direkt vor dem Europ\u00e4ischen Parlament, habe ich schnell jede Menge Leute aus vielen Teilen Europas kennengelernt. Dieses Treffen ist eine feste Institution f\u00fcr Praktikant*innen und bietet eine unkomplizierte Gelegenheit, neue Kontakte zu kn\u00fcpfen. Hinzu kommt, dass man sich \u00fcber diverse Facebook- und WhatsApp-Gruppen gut vernetzen kann. Da die Fluktuation sehr gro\u00df ist, trifft man immer wieder auf neue Menschen, die ebenfalls Anschluss suchen. Zudem ist speziell die deutsche Praktikant*innen-Bubble in Br\u00fcssel sehr gro\u00df. Ich habe viele Praktikant*innen aus den anderen Landesvertretungen, NGOs,Stiftungen, Interessenvertretungen und Unternehmen kennengelernt. Man informiert sich oft \u00fcber Veranstaltungen und besucht diese auch gemeinsam.<\/p>\n<p>In der LV NRW sitzen die Praktikant*innen zudem gemeinsam in einem B\u00fcro, was ein sehr angenehmes Miteinander erzeugt. Man tauscht sich regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Aufgaben, Erfahrungen und Veranstaltungstipps aus, unterst\u00fctzt sich gegenseitig und w\u00e4chst im Verlauf des Praktikums zusammen. Auch au\u00dferhalb der Arbeitszeit haben wir oft gemeinsam etwas unternommen. Man muss sich also keine Sorgen machen, in Br\u00fcssel keinen Anschluss zu finden. Die<br \/>\nStadt ist gepr\u00e4gt von Internationalit\u00e4t und Offenheit. Wer neugierig ist, offen auf andere zugeht und bereit ist, sich auf das multilinguale und multikulturelle Umfeld einzulassen, wird in Br\u00fcssel viele neue Eindr\u00fccke und Kontakte mitnehmen.<\/p>\n<p><strong>T\u00e4tigkeiten<br \/>\n<\/strong>Die Praktikant*innen und Referendar*innen in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen werden jeweils einem bestimmten Fachreferat zugeordnet. Dort werden sie von einer festen Ansprechperson betreut und erhalten von dieser ihre Aufgaben. Ich war w\u00e4hrend meines Praktikums dem Referat f\u00fcr Wirtschaft, Innovation, Strukturpolitik und Au\u00dfenhandel zugeordnet. Das bedeutet, dass sich die inhaltliche Ausrichtung meines Praktikums im Wesentlichen an den dort bearbeiteten Themen orientierte. Dennoch hatte ich auch die M\u00f6glichkeit, Einblicke in andere Fachreferate zu erhalten, da einzelne Aufgaben referats\u00fcbergreifend an Praktikant*innen verteilt wurden und der Austausch von den Referaten mit den Praktikant*innen insgesamt sehr offen gestaltet ist. Zus\u00e4tzlich besteht bei der LV NRW grunds\u00e4tzlich auch die Option, ein Praktikum im Bereich \u201eVeranstaltungen und \u00d6ffentlichkeitsarbeit\u201c zu absolvieren, bei dem der Fokus st\u00e4rker auf der organisatorischen und repr\u00e4sentativen Arbeit der Vertretung liegt.<\/p>\n<p>In meinem Fall lag der thematische Schwerpunkt auf wirtschafts- und handelspolitischen Fragestellungen auf EU-Ebene. Zu Beginn des Praktikums war es notwendig, mich intensiv in die entsprechenden Inhalte einzuarbeiten, da mein Studienhintergrund nicht unmittelbar auf diese Fachthemen ausgerichtet ist. Auch im sp\u00e4teren Verlauf sind immer wieder Themen aufgekommen, mit denen ich mich vorher noch nicht besch\u00e4ftigt hatte. Es war aber immer m\u00f6glich sich die Zeit zu nehmen sich damit auseinanderzusetzen, da die Arbeitsbelastung nicht zu hoch war. Ich habe die M\u00f6glichkeit sehr gesch\u00e4tzt, mich in neue Bereiche einzuarbeiten und mir Themen zu erschlie\u00dfen, die bislang kaum Teil meines Studienalltags waren, obwohl das zu Beginn auch zeitweise eine Herausforderung dargestellt hat. Ich habe mich immer wieder mit meinem Betreuer austauschen k\u00f6nnen und thematische und organisatorische Fragen kl\u00e4ren k\u00f6nnen. Ansonsten war auch Eigeninitiative in Bezug auf die Aufgabenbeschaffung gew\u00fcnscht, somit habe ich mich auch immer wieder selbstst\u00e4ndig bei meinem Betreuer gemeldet oder an anderen Stellen geholfen, wenn Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigt wurde.<\/p>\n<p>Eine meiner regelm\u00e4\u00dfigen Aufgaben war das Verfassen von Notizen, Berichten und thematischen Einsch\u00e4tzungen, die in den internen Wochenbericht der Landesvertretung einflossen. Dieser Bericht wird regelm\u00e4\u00dfig an die Staatskanzlei in D\u00fcsseldorf sowie an die zust\u00e4ndigen Ministerien in Nordrhein-Westfalen \u00fcbermittelt und enth\u00e4lt eine strukturierte Zusammenfassung der wichtigsten politischen Entwicklungen auf EU-Ebene.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus habe ich thematische \u00dcbersichten zur Wirtschafts- und Handelspolitik der EU sowie Kurzanalysen zu Gesetzesinitiativen und Strategiepapiere, zum Teil auch mit Bezug zur US-Wirtschaftspolitik und transatlantischen Handelsbeziehungen erstellt. Gemeinsam mit anderen Praktikant*innen war ich zudem an der Erstellung einer w\u00f6chentlichen Presseschau beteiligt, in der aktuelle mediale Debatten aus dem europ\u00e4ischen Raum zusammengefasst und ausgewertet wurden.<\/p>\n<p>Ein besonderer Fokus meines Praktikums lag auch auf dem Besuch von Veranstaltungen in Br\u00fcssel, was von meinem Betreuer ausdr\u00fccklich gef\u00f6rdert wurde. Ziel war es, m\u00f6glichst viel vom politischen Betrieb in Br\u00fcssel mitzunehmen. Ich habe an zahlreichen Veranstaltungen teilgenommen, darunter Konferenzen und Podiumsdiskussionen anderer Landesvertretungen, Sitzungen des Ausschusses der Regionen, Informationsveranstaltungen von Think Tanks sowie Veranstaltungen der Europ\u00e4ischen Kommission. Besonders eindr\u00fccklich war beispielsweise ein ganzt\u00e4giger Infotag der Kommission zur Rolle von K\u00fcnstlicher Intelligenz in der \u00f6ffentlichen Verwaltung. Nach jedem Besuch verfasste ich Veranstaltungsberichte, mit denen ich meinen Betreuer \u00fcber die Veranstaltungen informiert habe.<\/p>\n<p>Neben inhaltlichen Aufgaben z\u00e4hlten auch organisatorische T\u00e4tigkeiten zu meinem Arbeitsalltag. So unterst\u00fctzen die Praktikant*innen typischerweise bei der Durchf\u00fchrung von Veranstaltungen der Landesvertretung, z. B. beim Einlass, der Vorbereitung von Pr\u00e4sentationen oder bei der technischen Begleitung von Veranstaltungen der LV NRW. Dadurch konnte ich auch einen sehr praktischen Einblick in das Veranstaltungsmanagement und die Repr\u00e4sentation eines Bundeslandes auf europ\u00e4ischer Ebene gewinnen. Weitere T\u00e4tigkeiten waren au\u00dferdem redaktionelle und administrative Aufgaben wie die Mitarbeit am Quartalsbericht im Bereich Justiz, die Erstellung von PowerPoint-Pr\u00e4sentationen, die Pflege von Excel-Datenbanken sowie die inhaltliche Aufbereitung von Texten und Materialien f\u00fcr die Social-Media-Kan\u00e4le der Vertretung.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem nahmen alle Praktikant*innen an den w\u00f6chentlichen Redaktionssitzungen der Fachreferate der Landesvertretung teil, in denen aktuelle Entwicklungen, Positionierungen und geplante Berichterstattungen abgestimmt wurden. Au\u00dferdem war ich Teil des w\u00f6chentlichen Jour Fixe der gesamten Landesvertretung. Dadurch konnte man einen guten Einblick in das Zusammenspiel der verschiedenen Fachreferate und das Klima innerhalb der Landesvertretung erlangen.<\/p>\n<p>Thematisch befasste ich mich mit einem breiten Spektrum: Europ\u00e4ische Wirtschaftspolitik und EU-Handelspolitik, Internationale Handelsbeziehungen der EU, insbesondere mit den USA, EU-Haushaltspolitik (Mehrj\u00e4hriger Finanzrahmen, Koh\u00e4sionspolitik), Erneuerbare Energien in der europ\u00e4ischen Industrie sowie Dekarbonisierung des Verkehrssektors und Entwicklungen im Bereich K\u00fcnstliche Intelligenz. Viele dieser Themen sind hochaktuell und stehen im Zentrum europ\u00e4ischer Debatten. Dadurch konnte ich mein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die komplexen Wechselwirkungen zwischen Landesinteressen und europ\u00e4ischer Politik vertiefen und verstehen welche Themen derzeit von besonderer Relevanz auf europ\u00e4ischer Ebene sind.<\/p>\n<p>Insgesamt kann ich zur Aufgabenverteilung sagen, dass es einerseits einen klaren Rahmen durch die standardm\u00e4\u00dfig vorgesehenen Aufgaben f\u00fcr die Praktikant*innen und gleichzeitig viel Flexibilit\u00e4t bei der Gestaltung des Praktikums gab. Durch die Anbindung an ein Fachreferat gibt es immer eine konkrete Ansprechperson. Allerdings habe ich vor allem zu Beginn viel Zeit mit Einlesen verbracht und musste mir viele Themen zun\u00e4chst erarbeiten, bis ich konkretere Aufgaben bekommen habe. Es empfiehlt sich proaktiv nach Aufgaben innerhalb der Landesvertretung und nach Veranstaltungen oder anderen spannenden Aktivit\u00e4ten au\u00dferhalb der Landesvertretung zu suchen.<\/p>\n<p><strong>Reflexion<br \/>\n<\/strong>Abschlie\u00dfend kann ich sagen, dass mir das Praktikum gut gefallen hat. Ich habe auf jeden Fall den Einblick in die \u201eEU-Welt\u201c in Br\u00fcssel erlangt, den ich mir gew\u00fcnscht habe. Dabei konnte ich nicht nur die Arbeitsweise der europ\u00e4ischen Institutionen besser verstehen, sondern auch konkret erleben, welche Rolle Interessenvertretungen, Netzwerke, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Think Tanks im politischen Entscheidungsprozess spielen. Besonders wertvoll war dabei die M\u00f6glichkeit, an einer Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen teilzunehmen und so einen direkten Eindruck vom politischen Alltag in Br\u00fcssel gewinnen. Dabei hatte ich immer wieder die Gelegenheit, mit Praktikant*innen und Vertreter*innen anderer Institutionen ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-5.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-2\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-9024 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-5.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-5.jpg 768w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-5-480x640.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 768px, 100vw\" \/><\/a><\/p>\n<p>Gerade der Besuch von Veranstaltungen, seien es Podiumsdiskussionen oder Infotage zu Projekten der Kommission, waren sehr bereichernd. Ich hatte das Gef\u00fchl direkt zu erleben, an welchen Stellen und wie Europapolitik gemacht wird und ein besseres Verst\u00e4ndnis des Zusammenspiels zwischen politischer Entscheidungsfindung, Lobbyarbeit und wissenschaftlicher Beratung erlangen. Diese Beobachtungen halfen mir dabei, die Funktionsweise der EU in der Praxis zu erleben und mit meinen bisherigen theoretischen Kenntnissen aus dem Studium zu verbinden. Ich glaube, es ist sehr bereichernd mal in Br\u00fcssel gewesen zu sein, um sich diese Welt und die EU-Politik, mit allem was dazugeh\u00f6rt, vorstellen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf meine berufliche Orientierung konnte ich viele Inspirationen sammeln und ein besseres Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr entwickeln, welche T\u00e4tigkeitsfelder und Karrierem\u00f6glichkeiten in Br\u00fcssel existieren, sowohl innerhalb der europ\u00e4ischen Institutionen als auch au\u00dferhalb. Durch den vielseitigen Einblick in die Arbeit der Landesvertretung, aber auch durch den Kontakt mit anderen Praktikant*innen bei Stiftungen, Verb\u00e4nden und Vertretungen, konnte ich ein ausf\u00fchrliches Bild von den M\u00f6glichkeiten in Br\u00fcssel gewinnen. Insofern war das Praktikum ein gelungener erster Einstieg in die europ\u00e4ische Berufswelt und ein wertvoller Impuls f\u00fcr meinen weiteren Weg. Ich w\u00fcrde allen empfehlen m\u00f6glichst das Gespr\u00e4ch zu suchen mit allen Kontakten, die man in Br\u00fcssel so kn\u00fcpft und sich Inspiration f\u00fcr den eigenen Werdegang zu holen.<\/p>\n<p>Bei der eigentlichen Arbeit in der Landesvertretung sind mir viele Freiheiten, viel Eigenverantwortung und Flexibilit\u00e4t gelassen worden. Dadurch konnte ich den Fokus so legen, wie es f\u00fcr mich am besten gepasst hat, habe aber zu Beginn etwas l\u00e4nger gebraucht, um mich in die Strukturen und die Themenfelder einzufinden. Die Arbeitsbelastung war meiner Meinung nach auf jeden Fall angemessen und man konnte sich Zeit f\u00fcr die jeweiligen Aufgaben nehmen. Es hat mir gut gefallen, viel mit den anderen Praktikant*innen zusammenzuarbeiten, allerdings habe ich dadurch an manchen Stellen weniger direkt den Arbeitsalltag meines Betreuers erlebt.<\/p>\n<p>Dementsprechend war der inhaltliche Lerneffekt des Praktikums weniger gro\u00df. Das hing sicherlich auch mit dem thematischen Schwerpunkt meines Referats zusammen, in dem ich einige Themen als eher technokratisch empfand. Das ist aber eine sehr subjektive Erfahrung gewesen und ich wei\u00df, dass es bei anderen Praktikant*innen in dieser Hinsicht ganz anders war. Allerdings lag der haupts\u00e4chliche Fokus des Praktikums f\u00fcr mich auch weniger auf den Inhalten, sondern auf dem Kennenlernen des Br\u00fcsseler Arbeitsumfeldes und das habe ich auf jeden Fall.<\/p>\n<p>Insgesamt hatte ich also eine positive Erfahrung im Praktikum. Ich konnte nicht nur wertvolle Einblicke in das institutionelle und politische Gef\u00fcge der Europ\u00e4ischen Union gewinnen, sondern auch erleben, wie Landesvertretungen als Bindeglied zwischen nationaler bzw. regionaler Politik und EU-Geschehen funktionieren. Besonders spannend fand ich dabei die Schnittstelle zwischen politischer Kommunikation, inhaltlicher Analyse und diplomatischer Repr\u00e4sentation.<\/p>\n<p>F\u00fcr Studierende, die sich f\u00fcr europ\u00e4ische Politik interessieren, unabh\u00e4ngig von ihrem thematischen Hintergrund im Studium, kann ich ein Praktikum bei einer Landesvertretung in Br\u00fcssel sehr empfehlen. Eine Dauer von etwa acht bis zehn Wochen erscheint mir dabei ideal: Lang genug, um sich einzuarbeiten und einen realistischen Eindruck vom politischen Alltag zu bekommen, aber kurz genug, um gut in das Studium integrierbar zu sein und daf\u00fcr, dass es nicht zu Wiederholungen kommt. Wer Lust hat die EU-Welt zu erleben und viel mitzunehmen, wird von diesem Praktikum sehr profitieren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\">\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n             class=\"map undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    \n\n\t\t\t\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayer'] = \"open layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayerAtStartup'] = \"open layer at startup\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generateLink'] = \"Der Link zur Karte mit ausgew\u00e4hlten Overlays und angezeigtem Ausschnitt\";\n\t\t\t\t\ttranslations['shortDescription'] = \"Kurzbeschreibung\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generatedShortCode'] = \"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\";\n\t\t\t\t\ttranslations['closeLayer'] = \"close layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['cantGenerateLink'] = \"put this string in the existing map short code to control this map\";\n\t\t\t  <\/script>\n\n\n\t\t\t  <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([4.9734,50.7066], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 7.0\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":9025,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Die Praktikumsstelle<\/strong><br \/>Ich habe mein Praktikum bei der Vertretung des Landes Nordrhein-Westfalen (NRW) bei der Europ\u00e4ischen Union (LV NRW) in Br\u00fcssel absolviert. Die Landesvertretung fungiert als offizielle Interessenvertretung des Bundeslandes NRW auf europ\u00e4ischer Ebene. Jedes deutsche Bundesland hat eine solche Vertretung bei der EU, diese sind allerdings unterschiedlich gro\u00df und unterschiedlich organisiert. Die LV NRW geh\u00f6rt dabei zu einer der gr\u00f6\u00dferen Vertretungen. Ihre zentrale Aufgabe besteht darin, die Landesregierung in D\u00fcsseldorf \u00fcber aktuelle politische, wirtschaftliche und gesetzgeberische Entwicklungen innerhalb der Europ\u00e4ischen Union zu informieren und gleichzeitig die Positionen und Interessen des Landes NRW gegen\u00fcber den europ\u00e4ischen Institutionen und anderen Akteuren zu vertreten.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-5.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-9026 size-large\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image001-5-1200x1600.jpg\" alt=\"\" width=\"1080\" height=\"1440\" \/><\/a><\/p><p>Neben der fachpolitischen Interessenvertretung z\u00e4hlt zu ihren Aufgaben auch die Repr\u00e4sentation des Bundeslandes auf europ\u00e4ischer B\u00fchne. Dies erfolgt unter anderem durch die Organisation und Durchf\u00fchrung von Veranstaltungen, Fachgespr\u00e4chen, Konferenzen und Netzwerktreffen, bei denen NRW als aktiver europapolitischer Akteur sichtbar gemacht wird. Die Aktivit\u00e4ten auf europ\u00e4ischer politischer Ebene sind f\u00fcr Nordrhein-Westfalen, aufgrund dessen, dass NRW ein wichtiger Industriestandort ist, besonders auf wirtschaftlicher Ebene relevant. In anderen Bundesl\u00e4ndern kann der Fokus auf anderen Aspekten liegen.<\/p><p>Die organisatorische Struktur der Landesvertretung gliedert sich in mehrere Bereiche: die Leitung, welche die politische Gesamtverantwortung tr\u00e4gt und h\u00e4ufig direkten Kontakt zur Staatskanzlei in D\u00fcsseldorf sowie zur Landesregierung h\u00e4lt; die Fachreferate, die themenspezifisch aufgestellt sind (beispielsweise in den Bereichen Wirtschaft, Umwelt, Justiz, Bildung, Innovation, Kultur etc.) und jeweils durch eine*n Referent*in geleitet werden, die direkt aus den jeweiligen Ministerien stammen; den Bereich f\u00fcr interregionale Zusammenarbeit, der unter anderem die Arbeit im Ausschuss der Regionen koordiniert und die Vernetzung mit anderen Regionen Europas f\u00f6rdert; sowie die Verwaltung, die prim\u00e4r f\u00fcr organisatorische Abl\u00e4ufe, interne Koordination und das Veranstaltungsmanagement zust\u00e4ndig ist.<\/p><p>Die Arbeitssprache ist Deutsch und der Gro\u00dfteil der Kommunikation findet auf Deutsch statt. F\u00fcr die Recherche und den Besuch von Veranstaltungen sind Englischkenntnisse notwendig und Franz\u00f6sischkenntnisse von Vorteil, aber nicht unbedingt n\u00f6tig. Mir hat es Spa\u00df gemacht auch immer wieder mein Franz\u00f6sisch nutzen zu k\u00f6nnen. Br\u00fcssel ist aber auch sehr international, daher sprechen in der Regel alle Englisch und viele auch Deutsch.<\/p><p>Die Arbeitsweise der Vertretung ist gepr\u00e4gt von einem engen Austausch mit der Staatskanzlei in D\u00fcsseldorf, regelm\u00e4\u00dfiger Beobachtung und Analyse europ\u00e4ischer Gesetzgebung und Initiativen, dem Kontakt zu Lobbyisten sowie der Organisation und Durchf\u00fchrung von Besuchen aus NRW und Veranstaltungen mit EU-Bezug. Bei Besuchen von Mitgliedern der Landesregierung ist die Landesvertretung eine zentrale Anlaufstelle. Genauso bildet die LV NRW eine Anlaufstelle f\u00fcr Vertreter*innen der Europ\u00e4ischen Union, die an das Bundesland herantreten. Au\u00dferdem stehen die verschiedenen Landesvertretungen auch immer wieder untereinander in Kontakt in Bezug auf die Entwicklungen in Br\u00fcssel.<\/p><p>Insgesamt ist die Landesvertretung NRW in Br\u00fcssel ein politisches Zentrum mit diversen Funktionen, die oftmals nicht klar zu trennen sind. Es handelt sich zwar im weiteren Sinne um ein Verwaltungsorgan, allerdings bieten der direkte politische Bezug und das internationale europ\u00e4ische Umfeld ein spannendes Arbeitsumfeld f\u00fcr Praktikant*innen, mit der M\u00f6glichkeit einen guten Einblick in die Arbeit der Landesvertretung und der europ\u00e4ischen politischen Ebene zu erlangen.<\/p><p><strong>Bewerbung und Vorbereitung<\/strong><br \/>Ich habe mich f\u00fcr das Praktikum bis zum 30. September des Vorjahres beworben, um im darauffolgenden April beginnen zu k\u00f6nnen. Die Landesvertretung Nordrhein-Westfalen bietet j\u00e4hrlich zwei Bewerbungsfristen an, eine f\u00fcr das Sommer- und eine f\u00fcr das Winterhalbjahr, die auf der offiziellen Website der Vertretung ver\u00f6ffentlicht werden. Wer sich f\u00fcr ein Praktikum interessiert, sollte diese Fristen im Blick behalten, da eine sp\u00e4tere Bewerbung in der Regel nicht ber\u00fccksichtigt wird. Bescheid bekommen \u00fcber die Zusage habe ich dann im darauffolgenden November. Die Antwortzeiten variieren allerdings stark, wie ich von den Mitpraktikant*innen erfahren habe.<\/p><p>Grunds\u00e4tzlich werden bei der LV NRW ausschlie\u00dflich Pflichtpraktika sowie Pl\u00e4tze f\u00fcr das Rechtsreferendariat angeboten. Anders als bei anderen Praktikumsstellen muss allerdings noch kein Studium o.\u00e4. abgeschlossen sein, daher bietet sich das Praktikum auch f\u00fcr Bachelorstudierende an. Ein freiwilliges Praktikum ist in der Regel nicht m\u00f6glich, weshalb sich ein Praktikum dort insbesondere f\u00fcr Studierende in Bachelor- oder Masterstudieng\u00e4ngen mit vorgeschriebenem Pflichtpraktikum anbietet.<\/p><p>Mein Praktikum dauerte insgesamt zehn Wochen, was sich aus meiner Sicht als sehr sinnvoll erwiesen hat. Es ist eine Mindestdauer von acht Wochen vorgegeben, die auch absolut zu empfehlen ist, um sich in die Abl\u00e4ufe einzuarbeiten und an l\u00e4ngerfristigen Aufgaben beteiligt zu sein, ein deutlich l\u00e4ngeres Praktikum ist jedoch nicht zwingend notwendig. Man kann auch in zehn Wochen einen umfassenden Einblick in die Strukturen, Arbeitsprozesse und Themenfelder der Landesvertretung gewinnen. Die meisten der anderen Praktikant*innen, die ich kennengelernt habe, haben eine \u00e4hnliche Zeitdauer bei der LV NRW verbracht.<\/p><p>Die Bewerbung bestand aus den \u00fcblichen Unterlagen, zum Beispiel: Einem Motivationsschreiben, einem tabellarischen Lebenslauf, relevanten Zeugnissen sowie einer aktuellen Studienbescheinigung. Ein klassisches Bewerbungsgespr\u00e4ch wurde im Auswahlprozess nicht gef\u00fchrt, mit einreichen der Unterlagen war der Bewerbungsprozess also abgeschlossen. Innerhalb der Bewerbung bestand zudem die M\u00f6glichkeit, eigene Pr\u00e4ferenzen f\u00fcr ein bestimmtes Fachreferat anzugeben, in dem man sein Praktikum bevorzugt absolvieren m\u00f6chte. Allerdings kann nicht garantiert werden, dass dieser Wunsch ber\u00fccksichtigt wird.<\/p><p>Da sich die LV NRW in Br\u00fcssel und somit im europ\u00e4ischen Ausland befindet, besteht die M\u00f6glichkeit, eine finanzielle F\u00f6rderung \u00fcber das Erasmus+ Programm f\u00fcr Auslandspraktika zu beantragen. Dies ist besonders empfehlenswert, da die Lebenshaltungskosten in Br\u00fcssel deutlich \u00fcber dem deutschen Durchschnitt liegen. Die Bewerbung f\u00fcr das Erasmus+ Praktikumsstipendium sollte m\u00f6glichst fr\u00fchzeitig erfolgen, idealerweise mehrere Monate vor Praktikumsbeginn. Im Gegensatz zu Auslandssemestern gibt es hier keine einheitlichen Bewerbungsfristen, vielmehr h\u00e4ngt der zeitliche Rahmen von der jeweiligen Hochschule ab.<\/p><p>Meine Entscheidung f\u00fcr das Praktikum bei der LV NRW beruhte auf mehreren \u00dcberlegungen: Zum einen wollte ich einen ersten Einblick in die europapolitische Arbeit in Br\u00fcssel erhalten. Zum anderen war es f\u00fcr mich notwendig, eine Praktikumsstelle zu finden, die auch f\u00fcr Bachelorstudierende offen ist, was bei vielen anderen Institutionen mit EU-Bezug nicht der Fall ist. Die Vertretungen der Bundesl\u00e4nder bieten sich hierf\u00fcr gut an, da der Zugang recht niedrigschwellig ist und viele Praktikumspl\u00e4tze zur Verf\u00fcgung stehen. Ich wollte nicht nur mehr \u00fcber die konkrete Arbeit einer Landesvertretung erfahren, sondern auch herausfinden, welche beruflichen Perspektiven sich in Br\u00fcssel grunds\u00e4tzlich f\u00fcr mich ergeben k\u00f6nnten. R\u00fcckblickend kann ich sagen, dass ich beide Ziele mit dem Praktikum voll erreicht habe.<\/p><p>Die Vorbereitung auf das Praktikum beinhaltete vor allem die Wohnungssuche. Da diese in Br\u00fcssel deutlich schwerer ist, als in Bremen habe ich von der LV NRW auch einige Ressourcen zur Verf\u00fcgung gestellt bekommen. Ich hatte Gl\u00fcck und bin bei Bekannten untergekommen, es empfiehlt sich aber in jedem Fall fr\u00fch genug zu beginnen und vor allem bei der Online-Suche vorsichtig in Bezug auf Betrugsmaschen zu sein. Zudem muss man leider mit Mieten in H\u00f6he von 600-700\u20ac f\u00fcr ein WG-Zimmer rechnen. Die LV NRW zahlt f\u00fcr das Praktikum eine monatliche Aufwandsentsch\u00e4digung von 300\u20ac, zusammen mit der Erasmus+ F\u00f6rderung kann man sich das (in allen Lebensbereichen) teure Leben in Br\u00fcssel dann halbwegs leisten.<\/p><p>Abgesehen von der Wohnungssuche hielten sich die weiteren Vorbereitungen f\u00fcr das Praktikum in Grenzen. Da es sich bei Belgien um ein EU-Mitglied handelt, entf\u00e4llt beispielsweise der b\u00fcrokratische Aufwand, den man bei au\u00dfereurop\u00e4ischen Praktika h\u00e4tte (z. B. Visumsantr\u00e4ge, Versicherungsnachweise oder Arbeitserlaubnis). Eine europ\u00e4ische Krankenversicherung ist ausreichend, und auch die Anreise ist unkompliziert, da Br\u00fcssel gut mit dem Zug zu erreichen ist.<\/p><p><strong>Leben in Br\u00fcssel<\/strong><br \/>Ich habe mich in Br\u00fcssel als Stadt sehr wohl gef\u00fchlt. Ich habe die Architektur und Kulturszene dort sehr zu sch\u00e4tzen gelernt. Die unterschiedlichen Stadtviertel zeichnen sich durch ihre verschiedene Architektur aus und mit dem Kunstberg mitten in der Innenstadt hat man die diversen Museen immer gut zu erreichen. Es lohnt sich das Praktikum in den Fr\u00fchjahrs- oder Sommermonaten zu machen, da man dann viel Zeit in den diversen Parks der Stadt verbringen kann und einfach damit, durch die Stadt zu schlendern. Bez\u00fcglich der Sicherheit kann ich sagen, dass ich mich nie unsicher gef\u00fchlt habe. Es wird empfohlen, dass man sich nachts nicht rund um die Bahnh\u00f6fe aufhalten, einige Stadtviertel meiden und wenn es dunkel wird, lieber ein Taxi nehmen sollte. Ich habe zwar in einem Viertel gelebt, dem nachgesagt wird, dass es weniger sicher sein soll, bin selbst aber nie in schwierige Situationen geraten und denke man kann Br\u00fcssel in dieser Hinsicht wie jede andere Gro\u00dfstadt mit der angebrachten Vorsicht genie\u00dfen. Ansonsten gibt es ein gut ausgebautes Metro- und Bussystem. Ich bin jeden Morgen mit der Metro ins Europaviertel gefahren und man konnte sich immer darauf verlassen, dass regelm\u00e4\u00dfig eine kommt. Allerdings wird in Belgien gern gestreikt, worauf man sich einstellen sollte, die Stadt ist aber auch sehr fahrradfreundlich.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image003-6.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-9027 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image003-6.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" \/><\/a><\/p><p>Au\u00dferdem kann man in Br\u00fcssel hervorragend in Second Hand L\u00e4den oder auf Flohm\u00e4rkten st\u00f6bern, etwa am Place du Jeu de Balle, oder in einem der vielen Caf\u00e9s am Stra\u00dfenrand sitzen. Besonders die belgischen Waffeln aus den gelben Autos, die \u00fcberall in der Stadt herumfahren, sollte man sich nicht entgehen lassen. Abgesehen davon hat Br\u00fcssel eine gro\u00dfe Ausgehkultur. \u00dcberall in den verschiedenen Stadtvierteln gibt es Bars, meistens mit einem gro\u00dfen Bereich zum drau\u00dfen sitzen und es finden immer wieder Musikfestivals und andere Feste in der Stadt statt, die man meistens gratis besuchen kann. Wenn einem Br\u00fcssel dann doch mal zu langweilig wird, kann man aber auch mal gut den Rest von Belgien entdecken: Die Zugfahrten kosten f\u00fcr unter 25-j\u00e4hrige nur um die 10 \u20ac und da Belgien ein eher kleines Land ist, kann man gut mal f\u00fcr einen Tag ans Meer, nach Br\u00fcgge, Antwerpen oder Gent fahren.<\/p><p>Die Praktikant*innen-Bubble in Br\u00fcssel ist gro\u00df: Neben den gro\u00dfen Praktikumsprogrammen, wie dem \u201eBluebook\u201c der Europ\u00e4ischen Kommission oder dem \u201eSchuman\u201c des Europ\u00e4ischen Parlaments, bieten auch viele Unternehmen, Stiftungen, Vertretungen, NGOs und Verb\u00e4nde in Br\u00fcssel Praktika an. \u00dcber das w\u00f6chentliche Praktikant*innen-Treffen am Donnerstagabend auf dem Place du Luxembourg, direkt vor dem Europ\u00e4ischen Parlament, habe ich schnell jede Menge Leute aus vielen Teilen Europas kennengelernt. Dieses Treffen ist eine feste Institution f\u00fcr Praktikant*innen und bietet eine unkomplizierte Gelegenheit, neue Kontakte zu kn\u00fcpfen. Hinzu kommt, dass man sich \u00fcber diverse Facebook- und WhatsApp-Gruppen gut vernetzen kann. Da die Fluktuation sehr gro\u00df ist, trifft man immer wieder auf neue Menschen, die ebenfalls Anschluss suchen. Zudem ist speziell die deutsche Praktikant*innen-Bubble in Br\u00fcssel sehr gro\u00df. Ich habe viele Praktikant*innen aus den anderen Landesvertretungen, NGOs,<\/p><p>Stiftungen, Interessenvertretungen und Unternehmen kennengelernt. Man informiert sich oft \u00fcber Veranstaltungen und besucht diese auch gemeinsam.<\/p><p>In der LV NRW sitzen die Praktikant*innen zudem gemeinsam in einem B\u00fcro, was ein sehr angenehmes Miteinander erzeugt. Man tauscht sich regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Aufgaben, Erfahrungen und Veranstaltungstipps aus, unterst\u00fctzt sich gegenseitig und w\u00e4chst im Verlauf des Praktikums zusammen. Auch au\u00dferhalb der Arbeitszeit haben wir oft gemeinsam etwas unternommen. Man muss sich also keine Sorgen machen, in Br\u00fcssel keinen Anschluss zu finden. Die<br \/>Stadt ist gepr\u00e4gt von Internationalit\u00e4t und Offenheit. Wer neugierig ist, offen auf andere zugeht und bereit ist, sich auf das multilinguale und multikulturelle Umfeld einzulassen, wird in Br\u00fcssel viele neue Eindr\u00fccke und Kontakte mitnehmen.<\/p><p><strong>T\u00e4tigkeiten<\/strong><br \/>Die Praktikant*innen und Referendar*innen in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen werden jeweils einem bestimmten Fachreferat zugeordnet. Dort werden sie von einer festen Ansprechperson betreut und erhalten von dieser ihre Aufgaben. Ich war w\u00e4hrend meines Praktikums dem Referat f\u00fcr Wirtschaft, Innovation, Strukturpolitik und Au\u00dfenhandel zugeordnet. Das bedeutet, dass sich die inhaltliche Ausrichtung meines Praktikums im Wesentlichen an den dort bearbeiteten Themen orientierte. Dennoch hatte ich auch die M\u00f6glichkeit, Einblicke in andere Fachreferate zu erhalten, da einzelne Aufgaben referats\u00fcbergreifend an Praktikant*innen verteilt wurden und der Austausch von den Referaten mit den Praktikant*innen insgesamt sehr offen gestaltet ist. Zus\u00e4tzlich besteht bei der LV NRW grunds\u00e4tzlich auch die Option, ein Praktikum im Bereich \u201eVeranstaltungen und \u00d6ffentlichkeitsarbeit\u201c zu absolvieren, bei dem der Fokus st\u00e4rker auf der organisatorischen und repr\u00e4sentativen Arbeit der Vertretung liegt.<\/p><p>In meinem Fall lag der thematische Schwerpunkt auf wirtschafts- und handelspolitischen Fragestellungen auf EU-Ebene. Zu Beginn des Praktikums war es notwendig, mich intensiv in die entsprechenden Inhalte einzuarbeiten, da mein Studienhintergrund nicht unmittelbar auf diese Fachthemen ausgerichtet ist. Auch im sp\u00e4teren Verlauf sind immer wieder Themen aufgekommen, mit denen ich mich vorher noch nicht besch\u00e4ftigt hatte. Es war aber immer m\u00f6glich sich die Zeit zu nehmen sich damit auseinanderzusetzen, da die Arbeitsbelastung nicht zu hoch war. Ich habe die M\u00f6glichkeit sehr gesch\u00e4tzt, mich in neue Bereiche einzuarbeiten und mir Themen zu erschlie\u00dfen, die bislang kaum Teil meines Studienalltags waren, obwohl das zu Beginn auch zeitweise eine Herausforderung dargestellt hat. Ich habe mich immer wieder mit meinem Betreuer austauschen k\u00f6nnen und thematische und organisatorische Fragen kl\u00e4ren k\u00f6nnen. Ansonsten war auch Eigeninitiative in Bezug auf die Aufgabenbeschaffung gew\u00fcnscht, somit habe ich mich auch immer wieder selbstst\u00e4ndig bei meinem Betreuer gemeldet oder an anderen Stellen geholfen, wenn Unterst\u00fctzung ben\u00f6tigt wurde.<\/p><p>Eine meiner regelm\u00e4\u00dfigen Aufgaben war das Verfassen von Notizen, Berichten und thematischen Einsch\u00e4tzungen, die in den internen Wochenbericht der Landesvertretung einflossen. Dieser Bericht wird regelm\u00e4\u00dfig an die Staatskanzlei in D\u00fcsseldorf sowie an die zust\u00e4ndigen Ministerien in Nordrhein-Westfalen \u00fcbermittelt und enth\u00e4lt eine strukturierte Zusammenfassung der wichtigsten politischen Entwicklungen auf EU-Ebene.<br \/>Dar\u00fcber hinaus habe ich thematische \u00dcbersichten zur Wirtschafts- und Handelspolitik der EU sowie Kurzanalysen zu Gesetzesinitiativen und Strategiepapiere, zum Teil auch mit Bezug zur US-Wirtschaftspolitik und transatlantischen Handelsbeziehungen erstellt. Gemeinsam mit anderen Praktikant*innen war ich zudem an der Erstellung einer w\u00f6chentlichen Presseschau beteiligt, in der aktuelle mediale Debatten aus dem europ\u00e4ischen Raum zusammengefasst und ausgewertet wurden.<\/p><p>Ein besonderer Fokus meines Praktikums lag auch auf dem Besuch von Veranstaltungen in Br\u00fcssel, was von meinem Betreuer ausdr\u00fccklich gef\u00f6rdert wurde. Ziel war es, m\u00f6glichst viel vom politischen Betrieb in Br\u00fcssel mitzunehmen. Ich habe an zahlreichen Veranstaltungen teilgenommen, darunter Konferenzen und Podiumsdiskussionen anderer Landesvertretungen, Sitzungen des Ausschusses der Regionen, Informationsveranstaltungen von Think Tanks sowie Veranstaltungen der Europ\u00e4ischen Kommission. Besonders eindr\u00fccklich war beispielsweise ein ganzt\u00e4giger Infotag der Kommission zur Rolle von K\u00fcnstlicher Intelligenz in der \u00f6ffentlichen Verwaltung. Nach jedem Besuch verfasste ich Veranstaltungsberichte, mit denen ich meinen Betreuer \u00fcber die Veranstaltungen informiert habe.<\/p><p>Neben inhaltlichen Aufgaben z\u00e4hlten auch organisatorische T\u00e4tigkeiten zu meinem Arbeitsalltag. So unterst\u00fctzen die Praktikant*innen typischerweise bei der Durchf\u00fchrung von Veranstaltungen der Landesvertretung, z. B. beim Einlass, der Vorbereitung von Pr\u00e4sentationen oder bei der technischen Begleitung von Veranstaltungen der LV NRW. Dadurch konnte ich auch einen sehr praktischen Einblick in das Veranstaltungsmanagement und die Repr\u00e4sentation eines Bundeslandes auf europ\u00e4ischer Ebene gewinnen. Weitere T\u00e4tigkeiten waren au\u00dferdem redaktionelle und administrative Aufgaben wie die Mitarbeit am Quartalsbericht im Bereich Justiz, die Erstellung von PowerPoint-Pr\u00e4sentationen, die Pflege von Excel-Datenbanken sowie die inhaltliche Aufbereitung von Texten und Materialien f\u00fcr die Social-Media-Kan\u00e4le der Vertretung.<\/p><p>Au\u00dferdem nahmen alle Praktikant*innen an den w\u00f6chentlichen Redaktionssitzungen der Fachreferate der Landesvertretung teil, in denen aktuelle Entwicklungen, Positionierungen und geplante Berichterstattungen abgestimmt wurden. Au\u00dferdem war ich Teil des w\u00f6chentlichen Jour Fixe der gesamten Landesvertretung. Dadurch konnte man einen guten Einblick in das Zusammenspiel der verschiedenen Fachreferate und das Klima innerhalb der Landesvertretung erlangen.<\/p><p>Thematisch befasste ich mich mit einem breiten Spektrum: Europ\u00e4ische Wirtschaftspolitik und EU-Handelspolitik, Internationale Handelsbeziehungen der EU, insbesondere mit den USA, EU-Haushaltspolitik (Mehrj\u00e4hriger Finanzrahmen, Koh\u00e4sionspolitik), Erneuerbare Energien in der europ\u00e4ischen Industrie sowie Dekarbonisierung des Verkehrssektors und Entwicklungen im Bereich K\u00fcnstliche Intelligenz. Viele dieser Themen sind hochaktuell und stehen im Zentrum europ\u00e4ischer Debatten. Dadurch konnte ich mein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die komplexen Wechselwirkungen zwischen Landesinteressen und europ\u00e4ischer Politik vertiefen und verstehen welche Themen derzeit von besonderer Relevanz auf europ\u00e4ischer Ebene sind.<\/p><p>Insgesamt kann ich zur Aufgabenverteilung sagen, dass es einerseits einen klaren Rahmen durch die standardm\u00e4\u00dfig vorgesehenen Aufgaben f\u00fcr die Praktikant*innen und gleichzeitig viel Flexibilit\u00e4t bei der Gestaltung des Praktikums gab. Durch die Anbindung an ein Fachreferat gibt es immer eine konkrete Ansprechperson. Allerdings habe ich vor allem zu Beginn viel Zeit mit Einlesen verbracht und musste mir viele Themen zun\u00e4chst erarbeiten, bis ich konkretere Aufgaben bekommen habe. Es empfiehlt sich proaktiv nach Aufgaben innerhalb der Landesvertretung und nach Veranstaltungen oder anderen spannenden Aktivit\u00e4ten au\u00dferhalb der Landesvertretung zu suchen.<\/p><p><strong>Reflexion<\/strong><br \/>Abschlie\u00dfend kann ich sagen, dass mir das Praktikum gut gefallen hat. Ich habe auf jeden Fall den Einblick in die \u201eEU-Welt\u201c in Br\u00fcssel erlangt, den ich mir gew\u00fcnscht habe. Dabei konnte ich nicht nur die Arbeitsweise der europ\u00e4ischen Institutionen besser verstehen, sondern auch konkret erleben, welche Rolle Interessenvertretungen, Netzwerke, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Think Tanks im politischen Entscheidungsprozess spielen. Besonders wertvoll war dabei die M\u00f6glichkeit, an einer Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen teilzunehmen und so einen direkten Eindruck vom politischen Alltag in Br\u00fcssel gewinnen. Dabei hatte ich immer wieder die Gelegenheit, mit Praktikant*innen und Vertreter*innen anderer Institutionen ins Gespr\u00e4ch zu kommen.<\/p><p><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-5.jpg\"><img class=\"aligncenter wp-image-9024 size-full\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/image005-5.jpg\" alt=\"\" width=\"768\" height=\"1024\" \/><\/a><\/p><p>Gerade der Besuch von Veranstaltungen, seien es Podiumsdiskussionen oder Infotage zu Projekten der Kommission, waren sehr bereichernd. Ich hatte das Gef\u00fchl direkt zu erleben, an welchen Stellen und wie Europapolitik gemacht wird und ein besseres Verst\u00e4ndnis des Zusammenspiels zwischen politischer Entscheidungsfindung, Lobbyarbeit und wissenschaftlicher Beratung erlangen. Diese Beobachtungen halfen mir dabei, die Funktionsweise der EU in der Praxis zu erleben und mit meinen bisherigen theoretischen Kenntnissen aus dem Studium zu verbinden. Ich glaube, es ist sehr bereichernd mal in Br\u00fcssel gewesen zu sein, um sich diese Welt und die EU-Politik, mit allem was dazugeh\u00f6rt, vorstellen zu k\u00f6nnen.<\/p><p>Im Hinblick auf meine berufliche Orientierung konnte ich viele Inspirationen sammeln und ein besseres Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr entwickeln, welche T\u00e4tigkeitsfelder und Karrierem\u00f6glichkeiten in Br\u00fcssel existieren, sowohl innerhalb der europ\u00e4ischen Institutionen als auch au\u00dferhalb. Durch den vielseitigen Einblick in die Arbeit der Landesvertretung, aber auch durch den Kontakt mit anderen Praktikant*innen bei Stiftungen, Verb\u00e4nden und Vertretungen, konnte ich ein ausf\u00fchrliches Bild von den M\u00f6glichkeiten in Br\u00fcssel gewinnen. Insofern war das Praktikum ein gelungener erster Einstieg in die europ\u00e4ische Berufswelt und ein wertvoller Impuls f\u00fcr meinen weiteren Weg. Ich w\u00fcrde allen empfehlen m\u00f6glichst das Gespr\u00e4ch zu suchen mit allen Kontakten, die man in Br\u00fcssel so kn\u00fcpft und sich Inspiration f\u00fcr den eigenen Werdegang zu holen.<\/p><p>Bei der eigentlichen Arbeit in der Landesvertretung sind mir viele Freiheiten, viel Eigenverantwortung und Flexibilit\u00e4t gelassen worden. Dadurch konnte ich den Fokus so legen, wie es f\u00fcr mich am besten gepasst hat, habe aber zu Beginn etwas l\u00e4nger gebraucht, um mich in die Strukturen und die Themenfelder einzufinden. Die Arbeitsbelastung war meiner Meinung nach auf jeden Fall angemessen und man konnte sich Zeit f\u00fcr die jeweiligen Aufgaben nehmen. Es hat mir gut gefallen, viel mit den anderen Praktikant*innen zusammenzuarbeiten, allerdings habe ich dadurch an manchen Stellen weniger direkt den Arbeitsalltag meines Betreuers erlebt.<\/p><p>Dementsprechend war der inhaltliche Lerneffekt des Praktikums weniger gro\u00df. Das hing sicherlich auch mit dem thematischen Schwerpunkt meines Referats zusammen, in dem ich einige Themen als eher technokratisch empfand. Das ist aber eine sehr subjektive Erfahrung gewesen und ich wei\u00df, dass es bei anderen Praktikant*innen in dieser Hinsicht ganz anders war. Allerdings lag der haupts\u00e4chliche Fokus des Praktikums f\u00fcr mich auch weniger auf den Inhalten, sondern auf dem Kennenlernen des Br\u00fcsseler Arbeitsumfeldes und das habe ich auf jeden Fall.<\/p><p>Insgesamt hatte ich also eine positive Erfahrung im Praktikum. Ich konnte nicht nur wertvolle Einblicke in das institutionelle und politische Gef\u00fcge der Europ\u00e4ischen Union gewinnen, sondern auch erleben, wie Landesvertretungen als Bindeglied zwischen nationaler bzw. regionaler Politik und EU-Geschehen funktionieren. Besonders spannend fand ich dabei die Schnittstelle zwischen politischer Kommunikation, inhaltlicher Analyse und diplomatischer Repr\u00e4sentation.<\/p><p>F\u00fcr Studierende, die sich f\u00fcr europ\u00e4ische Politik interessieren, unabh\u00e4ngig von ihrem thematischen Hintergrund im Studium, kann ich ein Praktikum bei einer Landesvertretung in Br\u00fcssel sehr empfehlen. Eine Dauer von etwa acht bis zehn Wochen erscheint mir dabei ideal: Lang genug, um sich einzuarbeiten und einen realistischen Eindruck vom politischen Alltag zu bekommen, aber kurz genug, um gut in das Studium integrierbar zu sein und daf\u00fcr, dass es nicht zu Wiederholungen kommt. Wer Lust hat die EU-Welt zu erleben und viel mitzunehmen, wird von diesem Praktikum sehr profitieren.<\/p><p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"50.7066,4.9734\" zoom=\"7.0\" width=\"95%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,653],"tags":[52087,525407,572051,255],"class_list":["post-9023","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-belgien","tag-eu-politik","tag-integrierte-europastudien","tag-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9023","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=9023"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9023\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9032,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/9023\/revisions\/9032"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/9025"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=9023"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=9023"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=9023"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}