

{"id":8950,"date":"2025-08-26T11:00:20","date_gmt":"2025-08-26T09:00:20","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=8950"},"modified":"2025-07-16T14:50:07","modified_gmt":"2025-07-16T12:50:07","slug":"auslandspraktikum-an-der-deutschen-schule-sonderburg-mit-erasmus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2025\/08\/26\/auslandspraktikum-an-der-deutschen-schule-sonderburg-mit-erasmus\/","title":{"rendered":"Auslandspraktikum an der Deutschen Schule Sonderburg mit Erasmus+"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p>Zwischen dem Referendariat und dem Studium gab es f\u00fcr mich zwei M\u00f6glichkeiten: in Bremen \u00fcber die Stadtteilschule als Lehrerin zu arbeiten oder mit der Absolvent:innenf\u00f6rderung des Erasmus-Programms ein Praktikum an einer Schule im Ausland zu absolvieren. Ich entschied mich f\u00fcr letzteres und so landete ich nach den Osterferien an der Deutschen Schule Sonderburg in S\u00fcdd\u00e4nemark.<\/p>\n<p>Meine Ziele:<\/p>\n<ul>\n<li>ein anderes (besseres?) Schulsystem kennenzulernen<\/li>\n<li>die Erfahrung machen in einem Land ohne Kenntnisse der Landessprache und der Kultur v\u00f6llig fremd zu sein<\/li>\n<li>das Erleben von der Kultur der Grenzregion auch bezogen auf die Zweisprachigkeit an der Schule<\/li>\n<li>das Kennenlernen einer kleinen Schule (28 Lehrer:innen &amp; 124 Sch\u00fcler:innen von der 0. bis zur 9. Klasse) mit \u00fcberwiegend kleinen Klassen<\/li>\n<li>das Ankommen in einer Schule und mich ausprobieren k\u00f6nnen ohne jeglichen Druck im Vergleich zum Referendariat<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Start fiel mir insgesamt nicht leicht, da ich mich im verdreckten Wohnheim nicht wohl gef\u00fchlt habe und in der Schule auf so viele neue Menschen und Situationen bei extremen Lautst\u00e4rkepegel getroffen bin, dass ich jeden Nachmittag eigentlich nur komplett ersch\u00f6pft im Bett lag. Das Kollegium war super lieb und bereit mich freundlich zu empfangen, obwohl sehr viele Praktikant:innen an die kleine Schule kommen. Das hat dann dazu gef\u00fchrt, dass ich mich bei den Kolleg:innen schnell wohl gef\u00fchlt habe und bereits viel im Austausch \u00fcber die Schule und das Land erfahren durfte.<\/p>\n<p>Schnell wurde klar, dass insgesamt das meiste sehr viel lockerer ist als bei meinen bisherigen Praktika im Studium. War es in Bremen aus versicherungstechnischen Gr\u00fcnden zum Beispiel nicht erlaubt als Praktikantin alleine mit einer Lerngruppe zu sein, so wurde ich in Sonderburg direkt gefragt, ob ich auch Vertretungsstunden \u00fcbernehmen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Zu Beginn hatte ich mir gemeinsam mit der Praktikumskoordinatorin einen Stundenplan gestaltet, sodass ich dann 30 Stunden die Woche in verschiedenen Klassenstufen hospitiere. Dies gab mir am Anfang eine Orientierung und im Laufe der Zeit habe ich dann auch bei allen anderen Mittel- und Oberstufenkolleg:innen hospitiert, sodass ich viele verschiedene Lehrer:innenstile kennenlernen konnte, was f\u00fcr mich sehr lehrreich war.<\/p>\n<p>Bereits in den ersten Wochen wurde klar, dass meine sehr hohen Erwartungen an den Unterricht nicht erf\u00fcllt wurden. Durch den guten Ruf des skandinavischen Bildungssystem hatte ich mir naiverweise vorgestellt, dass ich dort den \u201eperfekten Unterricht\u201c sehen werde mit beeindruckenden p\u00e4dagogischen Herangehensweisen und all den didaktischen Feinheiten, die an der Uni gelehrt werden. Doch auch an der Schule wurde nur mit Wasser gekocht. Trotzdem gab es im Vergleich zu meinen Erfahrungen in Bremens Schulen viele Unterschiede.<\/p>\n<p>So bestand der Unterricht haupts\u00e4chlich aus Frontalunterricht mit \u00dcbungsphasen in selbst gew\u00e4hlter Gruppenarbeit, bei welcher sich die Sch\u00fcler:innen meisten im Schulgeb\u00e4ude verteilen durften. Alle Sch\u00fcler:innen verf\u00fcgten \u00fcber Laptops, sodass haupts\u00e4chlich digital gearbeitet wurde. Es gab d\u00e4nemarkweit f\u00fcr alle Sch\u00fcler:innen OnlineLernplattformen (Alinea, Mathefessor), die zu jedem Thema im Lehrplan vorgefertigte Einheiten und Test enthielten. Dies erleichterte einerseits die Arbeit der Lehrkr\u00e4fte, gleichzeitig f\u00fchrte es aber auch dazu, dass ich oftmals beobachte, wie sich die Sch\u00fcler:innen durch die Multiple Choice Fragen klickten ohne sie zu lesen und auf gezielte nachfragen kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das aktuelle Thema aufwiesen.<\/p>\n<p>Mein gro\u00dfer Kritikpunkt an der App Mathefessor ist, dass alle Sch\u00fcler:innen alle Aufgaben in der selben Reihenfolge abarbeiten mussten um alle Medaillen in der App sammeln zu k\u00f6nnen. Also haben die Sch\u00fcler:innen, die das Thema schnell begriffen haben, viel zu viele zu leichte Aufgaben l\u00f6sen m\u00fcssen, wodurch die schnell gelangweilt waren, w\u00e4hrend die Erkl\u00e4rungen und Aufgaben f\u00fcr andere zu komplex waren, sodass sie auch nach zehn falsch gel\u00f6sten Aufgaben keinen Fortschritt sahen und die Frustration stieg. Das st\u00e4ndige zur Verf\u00fcgung stehen des Laptop sorgte wie in Bremen auch daf\u00fcr, dass viele Sch\u00fcler:innen zockten, statt dem Unterricht zu folgen. Immerhin gab es deutlich weniger Probleme mit Foto- und Videoaufnahmen, da alle Handys w\u00e4hrend der Schulzeit in einen Schrank eingesperrt wurden.<\/p>\n<p>Als ich dann die erste anstrengendste Zeit hinter mir hatte, fing ich mehr und mehr an mich wohlzuf\u00fchlen und konnte dann auch tiefer in die Kultur eintauchen und das Leben und die Geschichte der Deutschen Minderheit in Nordschleswig kennen lernen. Da ich vorher kaum Vorstellungen dazu hatte, hat es mich sehr \u00fcberrascht, wie viel Geschichte in der Region steckt. Au\u00dferdem durfte ich am Yoga\/Pilates-Kurs des Sportvereins der deutschen Minderheit teilnehmen, wo ich auch liebe Menschen kennengelernt habe.<\/p>\n<p>Die wundersch\u00f6ne Natur habe ich zusammen mit einer anderen Praktikantin erkundet. Nachdem die Natur deutlich verz\u00f6gert zu Bremen in den Fr\u00fchling erwachte wurde es immer sch\u00f6ner und auch der st\u00e4ndige graue Himmel und Regen, der durch den Wind von allen Seiten gleichzeitig kam, lie\u00dfen nach.Neben spontan \u00fcbernommenen Vertretungsstunden in verschiedensten F\u00e4chern und Altersstufen, habe ich auch selbst geplante Stunden gehalten und so sehr viel Erfahrung dazugewinnen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem war es f\u00fcr mich besonders lehrreich auch in der Unterstufe t\u00e4tig sein zu k\u00f6nnen. So habe ich je einmal die Woche mit Erstkl\u00e4ssler:innen eine Lesestunde gehabt, sowie die Schulstunde \u201eKlettern\u201c f\u00fcr die Klassen Null bis Drei begleitet. In diesem Fach haben die Kinder je in zwei Klassen Zeit eine w\u00f6chentlich wechselnde Bewegungslandschaft in der Turnhalle zu erkunden und bespielen.<\/p>\n<p>In den letzten Wochen war ich dann sowohl in der Schule als auch in dem Ort so richtig angekommen und eingelebt, sodass ich dann die Zeit richtig genie\u00dfen konnte. In der Schule waren bereits die Planungen f\u00fcr das kommende Schuljahr im vollen Gange. Inzwischen war ich so selbstverst\u00e4ndlich ein Teil der Schule geworden, dass es sich immer etwas merkw\u00fcrdig angef\u00fchlt hat, als mir einfiel, dass ich all das Geplante nicht mehr miterleben werde. Letztlich hatte ich nach den 12 Wochen so gut eingelebt und \u201eberuflich\u201c sowie privat eine f\u00fcr mich passende Struktur gefunden, dass sich das Ende der Zeit eigentlich erst wie der richtige Anfang angef\u00fchlt hat. Aber wie hei\u00dft es so sch\u00f6n: Man soll gehen, wenn es am sch\u00f6nsten ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\">\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    \n\n\t\t\t\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayer'] = \"open layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayerAtStartup'] = \"open layer at startup\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generateLink'] = \"Der Link zur Karte mit ausgew\u00e4hlten Overlays und angezeigtem Ausschnitt\";\n\t\t\t\t\ttranslations['shortDescription'] = \"Kurzbeschreibung\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generatedShortCode'] = \"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\";\n\t\t\t\t\ttranslations['closeLayer'] = \"close layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['cantGenerateLink'] = \"put this string in the existing map short code to control this map\";\n\t\t\t  <\/script>\n\n\n\t\t\t  <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([9.6260,54.9462], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 6.0\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":8951,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p>Zwischen dem Referendariat und dem Studium gab es f\u00fcr mich zwei M\u00f6glichkeiten: in Bremen \u00fcber die Stadtteilschule als Lehrerin zu arbeiten oder mit der Absolvent:innenf\u00f6rderung des Erasmus-Programms ein Praktikum an einer Schule im Ausland zu absolvieren. 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War es in Bremen aus versicherungstechnischen Gr\u00fcnden zum Beispiel nicht erlaubt als Praktikantin alleine mit einer Lerngruppe zu sein, so wurde ich in Sonderburg direkt gefragt, ob ich auch Vertretungsstunden \u00fcbernehmen k\u00f6nnte.<\/p><p>Zu Beginn hatte ich mir gemeinsam mit der Praktikumskoordinatorin einen Stundenplan gestaltet, sodass ich dann 30 Stunden die Woche in verschiedenen Klassenstufen hospitiere. Dies gab mir am Anfang eine Orientierung und im Laufe der Zeit habe ich dann auch bei allen anderen Mittel- und Oberstufenkolleg:innen hospitiert, sodass ich viele verschiedene Lehrer:innenstile kennenlernen konnte, was f\u00fcr mich sehr lehrreich war.<\/p><p>Bereits in den ersten Wochen wurde klar, dass meine sehr hohen Erwartungen an den Unterricht nicht erf\u00fcllt wurden. Durch den guten Ruf des skandinavischen Bildungssystem hatte ich mir naiverweise vorgestellt, dass ich dort den \u201eperfekten Unterricht\u201c sehen werde mit beeindruckenden p\u00e4dagogischen Herangehensweisen und all den didaktischen Feinheiten, die an der Uni gelehrt werden. Doch auch an der Schule wurde nur mit Wasser gekocht. Trotzdem gab es im Vergleich zu meinen Erfahrungen in Bremens Schulen viele Unterschiede.<\/p><p>So bestand der Unterricht haupts\u00e4chlich aus Frontalunterricht mit \u00dcbungsphasen in selbst gew\u00e4hlter Gruppenarbeit, bei welcher sich die Sch\u00fcler:innen meisten im Schulgeb\u00e4ude verteilen durften. Alle Sch\u00fcler:innen verf\u00fcgten \u00fcber Laptops, sodass haupts\u00e4chlich digital gearbeitet wurde. Es gab d\u00e4nemarkweit f\u00fcr alle Sch\u00fcler:innen OnlineLernplattformen (Alinea, Mathefessor), die zu jedem Thema im Lehrplan vorgefertigte Einheiten und Test enthielten. Dies erleichterte einerseits die Arbeit der Lehrkr\u00e4fte, gleichzeitig f\u00fchrte es aber auch dazu, dass ich oftmals beobachte, wie sich die Sch\u00fcler:innen durch die Multiple Choice Fragen klickten ohne sie zu lesen und auf gezielte nachfragen kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das aktuelle Thema aufwiesen.<\/p><p>Mein gro\u00dfer Kritikpunkt an der App Mathefessor ist, dass alle Sch\u00fcler:innen alle Aufgaben in der selben Reihenfolge abarbeiten mussten um alle Medaillen in der App sammeln zu k\u00f6nnen. Also haben die Sch\u00fcler:innen, die das Thema schnell begriffen haben, viel zu viele zu leichte Aufgaben l\u00f6sen m\u00fcssen, wodurch die schnell gelangweilt waren, w\u00e4hrend die Erkl\u00e4rungen und Aufgaben f\u00fcr andere zu komplex waren, sodass sie auch nach zehn falsch gel\u00f6sten Aufgaben keinen Fortschritt sahen und die Frustration stieg. Das st\u00e4ndige zur Verf\u00fcgung stehen des Laptop sorgte wie in Bremen auch daf\u00fcr, dass viele Sch\u00fcler:innen zockten, statt dem Unterricht zu folgen. Immerhin gab es deutlich weniger Probleme mit Foto- und Videoaufnahmen, da alle Handys w\u00e4hrend der Schulzeit in einen Schrank eingesperrt wurden.<\/p><p>Als ich dann die erste anstrengendste Zeit hinter mir hatte, fing ich mehr und mehr an mich wohlzuf\u00fchlen und konnte dann auch tiefer in die Kultur eintauchen und das Leben und die Geschichte der Deutschen Minderheit in Nordschleswig kennen lernen. Da ich vorher kaum Vorstellungen dazu hatte, hat es mich sehr \u00fcberrascht, wie viel Geschichte in der Region steckt. Au\u00dferdem durfte ich am Yoga\/Pilates-Kurs des Sportvereins der deutschen Minderheit teilnehmen, wo ich auch liebe Menschen kennengelernt habe.<\/p><p>Die wundersch\u00f6ne Natur habe ich zusammen mit einer anderen Praktikantin erkundet. Nachdem die Natur deutlich verz\u00f6gert zu Bremen in den Fr\u00fchling erwachte wurde es immer sch\u00f6ner und auch der st\u00e4ndige graue Himmel und Regen, der durch den Wind von allen Seiten gleichzeitig kam, lie\u00dfen nach.Neben spontan \u00fcbernommenen Vertretungsstunden in verschiedensten F\u00e4chern und Altersstufen, habe ich auch selbst geplante Stunden gehalten und so sehr viel Erfahrung dazugewinnen k\u00f6nnen. Au\u00dferdem war es f\u00fcr mich besonders lehrreich auch in der Unterstufe t\u00e4tig sein zu k\u00f6nnen. So habe ich je einmal die Woche mit Erstkl\u00e4ssler:innen eine Lesestunde gehabt, sowie die Schulstunde \u201eKlettern\u201c f\u00fcr die Klassen Null bis Drei begleitet. In diesem Fach haben die Kinder je in zwei Klassen Zeit eine w\u00f6chentlich wechselnde Bewegungslandschaft in der Turnhalle zu erkunden und bespielen.<\/p><p>In den letzten Wochen war ich dann sowohl in der Schule als auch in dem Ort so richtig angekommen und eingelebt, sodass ich dann die Zeit richtig genie\u00dfen konnte. In der Schule waren bereits die Planungen f\u00fcr das kommende Schuljahr im vollen Gange. Inzwischen war ich so selbstverst\u00e4ndlich ein Teil der Schule geworden, dass es sich immer etwas merkw\u00fcrdig angef\u00fchlt hat, als mir einfiel, dass ich all das Geplante nicht mehr miterleben werde. Letztlich hatte ich nach den 12 Wochen so gut eingelebt und \u201eberuflich\u201c sowie privat eine f\u00fcr mich passende Struktur gefunden, dass sich das Ende der Zeit eigentlich erst wie der richtige Anfang angef\u00fchlt hat. 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