

{"id":8782,"date":"2025-01-02T10:48:47","date_gmt":"2025-01-02T09:48:47","guid":{"rendered":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/?p=8782"},"modified":"2025-01-02T10:48:32","modified_gmt":"2025-01-02T09:48:32","slug":"soziologie-praktikum-mit-erasmus-bei-einer-ngo-in-valencia-spanien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/2025\/01\/02\/soziologie-praktikum-mit-erasmus-bei-einer-ngo-in-valencia-spanien\/","title":{"rendered":"Soziologie-Praktikum mit Erasmus+ bei einer NGO in Valencia, Spanien"},"content":{"rendered":"<div class=\"et_d4_element et_pb_section et_pb_section_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_section_regular et_block_section\" >\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_row et_pb_row_0  et_pb_css_mix_blend_mode et_block_row\">\n\t\t\t\t<div class=\"et_d4_element et_pb_column_4_4 et_pb_column et_pb_column_0  et_pb_css_mix_blend_mode et-last-child et_block_column\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_text et_pb_text_0  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t<div class=\"et_pb_text_inner\"><p><strong>Vorbereitung<br \/>\n<\/strong>Im Rahmen meines BA-Soziologiestudiums an der Universit\u00e4t Bremen absolvierte ich mein 2-monatiges Pflichtpraktikum im Wintersemester 23\/24 in Valencia, Spanien. Vom 01.02.-31.03.24 arbeitete ich bei der Nicht-Regierungs-Organisation Valencia Acoge (auch Valencia Acull (auf valencianisch)). Auf die Organisation kam ich durch den Tipp eines Dozierenden vor Ort, ich hatte dort n\u00e4mlich vorangehend ein Erasmus-Auslandssemester abgeschlossen und wollte den Aufenthalt dann noch mit einem Praktikum kombinieren. Nach meiner Bewerbung im Dezember erhielt ich schon Mitte Januar eine feste Zusage, sodass ich direkt im Februar beginnen konnte. Zwar lief mein Mietvertrag Ende Januar aus, doch konnte ich \u00fcber Kontakte vor Ort an eine \u00dcbergangsl\u00f6sung f\u00fcr die zwei Monate gelangen.<\/p>\n<p><strong>Pratikumsstelle<br \/>\n<\/strong>Als Teil des \u201eRed Acoge\u201c (Netzwerk), einem Zusammenschluss aus etwa 20 Organisationen, die in verschiedenen St\u00e4dten Spaniens t\u00e4tig sind, fungiert Valencia Acoge als Beratungsstelle, die Migrant*innen beim Zurechtfinden in der spanischen\/valencianischen Gesellschaft unterst\u00fctzt und sie beim \u00dcberwinden typischer Hindernisse begleitet. Dabei geht es sowohl um Menschen, die gerade erst in Spanien angekommen sind als auch um solche, die schon viele Jahre in Spanien leben. Die Organisation setzt sich aus etwa 25 Festangestellten (Jurist*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, etc.) sowie bis zu 40, meist studentischen Praktikant*innen und etwa 100 Freiwilligen zusammen. Sie bieten juristische und psychologische Hilfe, tempor\u00e4re Unterbringung und Sprachkurse an und mediieren die Arbeits- und Wohnungssuche. Au\u00dferdem richten sie Workshops aus, um die Bev\u00f6lkerung in diesem Bereich zu sensibilisieren und aufzukl\u00e4ren. Ein weiterer Bereich ist die Stadtteilarbeit, in der auch ich t\u00e4tig war. Allgemein liegt der Fokus der Organisation auf Klient*innen aus dem Stadtteil, in dem sie angesiedelt ist, Els Orriols. Dieser Stadtteil leidet in Valencia unter einer schlechten Reputation. Die noch relativ niedrigen Mieten dort sorgen f\u00fcr eine Konzentration einkommensschwacher Haushalte, die aus strukturellen Gr\u00fcnden oft migrantisch sind. Die etwa 20000 Menschen im Viertel setzen sich aus \u00fcber 30 verschiedenen Nationalit\u00e4ten zusammen. So wird Orriols immer wieder Opfer klassistisch oder rassistisch motivierter Negativschlagzeilen \u00fcber Gewalt und Kriminalit\u00e4t. Valencia Acoge wirkt mit der Kampagne #OrriolsEnPositivo dagegen. Unter dem Hashtag werden sch\u00f6ne und erfreuliche Dinge gepostet, die im Viertel passieren, etwa die seit 14 Jahren j\u00e4hrlich stattfindende \u201eSemana Intercultural\u201c, die \u201einterkulturelle Woche\u201c, ein\u00a0 1- bis 3-w\u00f6chiges Programm mit Festen, Musik und Kulturveranstaltungen.<\/p>\n<p><strong>T\u00e4tigkeiten<br \/>\n<\/strong>W\u00e4hrend des Praktikums hatte ich die Chance in eine Reihe von T\u00e4tigkeitsbereichen hineinzuschauen. Dabei lernte ich die administrativen und b\u00fcrokratischen Prozesse kennen, die notwendig sind, um in Spanien F\u00f6rderung durch \u00f6ffentliche Gelder zu erhalten, etwa das Schreiben von Berichten und Evaluationen vor und nach Aktivit\u00e4ten, sowie das F\u00fchren von Teilnehmer*innenlisten und das Anfertigen von Belegen wie Videos und Fotos.<\/p>\n<p>Zweimal im Monat fand eine Versammlung von Stellvertreter*innen der verschiedenen Organisationen und Vereine des Viertels statt, in der vergangene gemeinsame Projekte reflektiert und zuk\u00fcnftige geplant wurden. Hier war es sehr beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich an der Verbesserung der Lebensumst\u00e4nde im Viertel und in Valencia allgemein beteiligen und wie der Entscheidungsprozess bei bis zu 20 teilnehmenden Interessenverb\u00e4nden abl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Ein Projekt, an dem ich mitwirkte, war die sogenannte \u201eBiblioteca Humana\u201c, die \u201emenschliche Bibliothek\u201c. Die Idee ist, dass Personen mithilfe eines kleinen, selbstgebastelten Buchs mit Bildern und \u00dcberschriften selbst zu einem Buch werden und zum Beispiel von ihrer Migrationsgeschichte und damit verbundenen H\u00fcrden berichten. Bei diesem Mal lag der Fokus auf der Situation von Migrant*innen im spanischen Gesundheitssystem: Wie leicht ist es, einen Arzttermin zu bekommen? Wie sind die Erfahrungen mit der Behandlung durch medizinisches Personal? Werden die Beschwerden ernst genommen? Das Projekt fand mit Medizinstudierenden im ersten Ausbildungsjahr statt.<\/p>\n<p>F\u00fcr den 21. M\u00e4rz, den internationalen Tag gegen Rassismus, bereiteten wir ein gro\u00dfes Plakat vor, dass in kleinen Teilen von Nachbar*innen und ihren Kindern ausgemalt und dann am 21. M\u00e4rz auf einem \u00f6ffentlichen Platz gemeinsam aufgehangen wurde.<\/p>\n<p><strong>Valencia<br \/>\n<\/strong>Ich kannte Valencia nun schon durch meinen vorangegangenen f\u00fcnfmonatigen Studienaufenthalt, lernte die Stadt durch meinen Umzug und die Arbeit aber noch einmal auf eine andere Weise kennen. Das Klima im Winter ist sehr angenehm, nachts sind immer mindestens 8 und tags\u00fcber mindestens 14 Grad. Es regnet sehr selten (was ein echtes Problem ist) und selbst zwischen Dezember und Februar gibt es Tage mit \u00fcber 23 Grad. In den Hochsommermonaten ist die Stadt aufgrund der extrem feuchten Hitze jedoch kaum aushaltbar und wer es sich leisten kann, verschwindet in dem Zeitraum. Es gibt eine Menge Kulturangebote wie kostenlose Museen, OpenAir-Konzerte, g\u00fcnstige Kinos und Theaterst\u00fccke. Es wimmelt von internationalen Studierenden (Valencia ist die Stadt mit der h\u00f6chsten Erasmus-Incoming-Rate in Europa). Das und der ansteigende Tourismus sind Gr\u00fcnde f\u00fcr die fortschreitende Gentrifikation und die steigenden Mieten, mit denen viele Bewohner*innen der Stadt zu k\u00e4mpfen haben.<\/p>\n<p><strong>Fazit<br \/>\n<\/strong>Das Praktikum half mir noch einmal deutlich dabei, meine Sprachkompetenz zu verbessern. Au\u00dferdem gewann ich Einblicke in die Situation von Migrant*innen in Spanien und in die Unterschiede zu Deutschland. Etwa gibt es aufgrund der Kolonialgeschichte und der gleichen Sprache viel Arbeitsmigration aus Mittel- und Lateinamerika, was, obwohl die spanische Gesellschaft auf diese Arbeitskr\u00e4fte angewiesen ist (etwa in der Pflege), oft nur illegal geschehen kann. Die Arbeit in einem anderen Land und auf einer anderen Sprache war herausfordernd und aufregend, aber auch sehr spannend! Valencia Acoge ist erfahren im Umgang mit Praktikant*innen und die Mitarbeitenden hilfsbereit und freundlich, allgemein herrschte ein antihierarchisches, angenehmes Arbeitsklima. Ich kann ein Praktikum in Valencia und bei der Organisation auf jeden Fall empfehlen, ein Spanisch-B2-Niveau ist in jedem Fall hilfreich.<\/p>\n<p>\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val1.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"280\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val1-420x280.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8785\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8785'>\n\t\t\t\tValencia von oben\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val2.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"393\" height=\"556\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val2.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8786\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8786'>\n\t\t\t\tEls Orriols\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val3.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-1\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"280\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val3-420x280.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-1-8787\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-8787'>\n\t\t\t\tBiblioteca Humana\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p>\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-2 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-2 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-2' class='gallery galleryid-0 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val4.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"189\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val4-420x189.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val5.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"189\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val5-420x189.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" aria-describedby=\"gallery-2-8789\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt>\n\t\t\t\t<dd class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-2-8789'>\n\t\t\t\t21. M\u00e4rz El d\u00eda internacional contra la discriminaci\u00f3n racial\n\t\t\t\t<\/dd><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val6.jpg' title=\"\" data-rl_title=\"\" class=\"rl-gallery-link\" data-rl_caption=\"\" data-rel=\"lightbox-gallery-2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"420\" height=\"189\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val6-420x189.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><br style=\"clear: both\" \/>\n\t\t<\/div>\n<\/p>\n<p><div id=\"attachment_8784\" style=\"width: 738px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val7.jpg\" data-rel=\"lightbox-image-6\" data-rl_title=\"\" data-rl_caption=\"\" title=\"\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-8784\" class=\"size-full wp-image-8784\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val7.jpg\" alt=\"\" width=\"728\" height=\"327\" srcset=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val7.jpg 728w, https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val7-480x216.jpg 480w\" sizes=\"(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 728px, 100vw\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-8784\" class=\"wp-caption-text\">Wiederhergestelltes Plakat, nachdem es durch Vandalismus zerst\u00f6rt wurde<\/p><\/div><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div id=\"ShortCode_Div\">\n        <div id=\"map_ol3js_1\"\n       class=\"osm-map-container undefined\"\n             data-map_name=\"undefined\"\n             data-map=\"map_ol3js_1\"\n             style=\"width:95%;\n                    max-width:100%;\n                    height:450px;\n                    display:block;\n                    overflow:hidden;\n                    border:2px solid grey;\">\n          <div id=\"map_ol3js_1_popup\" class=\"ol-popup\">\n            <a href=\"#\" id=\"map_ol3js_1_popup-closer\" class=\"ol-popup-closer\"><\/a>\n            <div id=\"map_ol3js_1_popup-content\"><\/div>\n          <\/div>\n        <\/div>\n    \n\n\t\t\t\t<script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayer'] = \"open layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['openlayerAtStartup'] = \"open layer at startup\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generateLink'] = \"Der Link zur Karte mit ausgew\u00e4hlten Overlays und angezeigtem Ausschnitt\";\n\t\t\t\t\ttranslations['shortDescription'] = \"Kurzbeschreibung\";\n\t\t\t\t\ttranslations['generatedShortCode'] = \"to get a text control link paste this code in your wordpress editor\";\n\t\t\t\t\ttranslations['closeLayer'] = \"close layer\";\n\t\t\t\t\ttranslations['cantGenerateLink'] = \"put this string in the existing map short code to control this map\";\n\t\t\t  <\/script>\n\n\n\t\t\t  <script type=\"text\/javascript\">\n\t\t\t  vectorM['map_ol3js_1'] = [];\n\t        \n        var raster = getTileLayer(\"osm\",\"NoKey\");\t\t\t\n\n\t\t\t  var map_ol3js_1 = new ol.Map({\n\t\t\t\tinteractions: ol.interaction.defaults.defaults({mouseWheelZoom:false}),\n\t\t\t\tlayers: [raster],\n\t\t\t\ttarget: \"map_ol3js_1\",\n\t\t\t\tview: new ol.View({\n\t\t\t\t  center: ol.proj.transform([0.0901,40.0069], \"EPSG:4326\", \"EPSG:3857\"),\n\t\t\t\t  zoom: 5.0\n\t\t\t\t})\n\t\t\t  });\n\t\t\t  addControls2Map(map_ol3js_1,0,0,3,0,5,6,7,1,1);\nosm_addPopupClickhandler(map_ol3js_1,  \"map_ol3js_1\"); \nosm_addMouseHover(map_ol3js_1); <\/script><\/div><\/div>\n\t\t\t<\/div><div class=\"et_pb_module et_d4_element et_pb_post_nav_0 et_pb_posts_nav nav-single et_block_module\">\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\n\t\t\t\t\n\t\t\t<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":9117,"featured_media":8789,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_bbp_topic_count":0,"_bbp_reply_count":0,"_bbp_total_topic_count":0,"_bbp_total_reply_count":0,"_bbp_voice_count":0,"_bbp_anonymous_reply_count":0,"_bbp_topic_count_hidden":0,"_bbp_reply_count_hidden":0,"_bbp_forum_subforum_count":0,"_et_pb_use_builder":"on","_et_pb_old_content":"<p><strong>Vorbereitung<\/strong><\/p><p>Im Rahmen meines BA-Soziologiestudiums an der Universit\u00e4t Bremen absolvierte ich mein 2-monatiges Pflichtpraktikum im Wintersemester 23\/24 in Valencia, Spanien. Vom 01.02.-31.03.24 arbeitete ich bei der Nicht-Regierungs-Organisation Valencia Acoge (auch Valencia Acull (auf valencianisch)). Auf die Organisation kam ich durch den Tipp eines Dozierenden vor Ort, ich hatte dort n\u00e4mlich vorangehend ein Erasmus-Auslandssemester abgeschlossen und wollte den Aufenthalt dann noch mit einem Praktikum kombinieren. Nach meiner Bewerbung im Dezember erhielt ich schon Mitte Januar eine feste Zusage, sodass ich direkt im Februar beginnen konnte. Zwar lief mein Mietvertrag Ende Januar aus, doch konnte ich \u00fcber Kontakte vor Ort an eine \u00dcbergangsl\u00f6sung f\u00fcr die zwei Monate gelangen.<\/p><p><strong>Pratikumsstelle<\/strong><\/p><p>Als Teil des \u201eRed Acoge\u201c (Netzwerk), einem Zusammenschluss aus etwa 20 Organisationen, die in verschiedenen St\u00e4dten Spaniens t\u00e4tig sind, fungiert Valencia Acoge als Beratungsstelle, die Migrant*innen beim Zurechtfinden in der spanischen\/valencianischen Gesellschaft unterst\u00fctzt und sie beim \u00dcberwinden typischer Hindernisse begleitet. Dabei geht es sowohl um Menschen, die gerade erst in Spanien angekommen sind als auch um solche, die schon viele Jahre in Spanien leben. Die Organisation setzt sich aus etwa 25 Festangestellten (Jurist*innen, Sozialarbeiter*innen, Psycholog*innen, etc.) sowie bis zu 40, meist studentischen Praktikant*innen und etwa 100 Freiwilligen zusammen. Sie bieten juristische und psychologische Hilfe, tempor\u00e4re Unterbringung und Sprachkurse an und mediieren die Arbeits- und Wohnungssuche. Au\u00dferdem richten sie Workshops aus, um die Bev\u00f6lkerung in diesem Bereich zu sensibilisieren und aufzukl\u00e4ren. Ein weiterer Bereich ist die Stadtteilarbeit, in der auch ich t\u00e4tig war. Allgemein liegt der Fokus der Organisation auf Klient*innen aus dem Stadtteil, in dem sie angesiedelt ist, Els Orriols. Dieser Stadtteil leidet in Valencia unter einer schlechten Reputation. Die noch relativ niedrigen Mieten dort sorgen f\u00fcr eine Konzentration einkommensschwacher Haushalte, die aus strukturellen Gr\u00fcnden oft migrantisch sind. Die etwa 20000 Menschen im Viertel setzen sich aus \u00fcber 30 verschiedenen Nationalit\u00e4ten zusammen. So wird Orriols immer wieder Opfer klassistisch oder rassistisch motivierter Negativschlagzeilen \u00fcber Gewalt und Kriminalit\u00e4t. Valencia Acoge wirkt mit der Kampagne #OrriolsEnPositivo dagegen. Unter dem Hashtag werden sch\u00f6ne und erfreuliche Dinge gepostet, die im Viertel passieren, etwa die seit 14 Jahren j\u00e4hrlich stattfindende \u201eSemana Intercultural\u201c, die \u201einterkulturelle Woche\u201c, ein\u00a0 1- bis 3-w\u00f6chiges Programm mit Festen, Musik und Kulturveranstaltungen.<\/p><p><strong>T\u00e4tigkeiten<\/strong><\/p><p>W\u00e4hrend des Praktikums hatte ich die Chance in eine Reihe von T\u00e4tigkeitsbereichen hineinzuschauen. Dabei lernte ich die administrativen und b\u00fcrokratischen Prozesse kennen, die notwendig sind, um in Spanien F\u00f6rderung durch \u00f6ffentliche Gelder zu erhalten, etwa das Schreiben von Berichten und Evaluationen vor und nach Aktivit\u00e4ten, sowie das F\u00fchren von Teilnehmer*innenlisten und das Anfertigen von Belegen wie Videos und Fotos.<\/p><p>Zweimal im Monat fand eine Versammlung von Stellvertreter*innen der verschiedenen Organisationen und Vereine des Viertels statt, in der vergangene gemeinsame Projekte reflektiert und zuk\u00fcnftige geplant wurden. Hier war es sehr beeindruckend zu sehen, wie viele Menschen sich an der Verbesserung der Lebensumst\u00e4nde im Viertel und in Valencia allgemein beteiligen und wie der Entscheidungsprozess bei bis zu 20 teilnehmenden Interessenverb\u00e4nden abl\u00e4uft.<\/p><p>Ein Projekt, an dem ich mitwirkte, war die sogenannte \u201eBiblioteca Humana\u201c, die \u201emenschliche Bibliothek\u201c. Die Idee ist, dass Personen mithilfe eines kleinen, selbstgebastelten Buchs mit Bildern und \u00dcberschriften selbst zu einem Buch werden und zum Beispiel von ihrer Migrationsgeschichte und damit verbundenen H\u00fcrden berichten. Bei diesem Mal lag der Fokus auf der Situation von Migrant*innen im spanischen Gesundheitssystem: Wie leicht ist es, einen Arzttermin zu bekommen? Wie sind die Erfahrungen mit der Behandlung durch medizinisches Personal? Werden die Beschwerden ernst genommen? Das Projekt fand mit Medizinstudierenden im ersten Ausbildungsjahr statt.<\/p><p>F\u00fcr den 21. M\u00e4rz, den internationalen Tag gegen Rassismus, bereiteten wir ein gro\u00dfes Plakat vor, dass in kleinen Teilen von Nachbar*innen und ihren Kindern ausgemalt und dann am 21. M\u00e4rz auf einem \u00f6ffentlichen Platz gemeinsam aufgehangen wurde.<\/p><p><strong>Valencia<\/strong><\/p><p>Ich kannte Valencia nun schon durch meinen vorangegangenen f\u00fcnfmonatigen Studienaufenthalt, lernte die Stadt durch meinen Umzug und die Arbeit aber noch einmal auf eine andere Weise kennen. Das Klima im Winter ist sehr angenehm, nachts sind immer mindestens 8 und tags\u00fcber mindestens 14 Grad. Es regnet sehr selten (was ein echtes Problem ist) und selbst zwischen Dezember und Februar gibt es Tage mit \u00fcber 23 Grad. In den Hochsommermonaten ist die Stadt aufgrund der extrem feuchten Hitze jedoch kaum aushaltbar und wer es sich leisten kann, verschwindet in dem Zeitraum. Es gibt eine Menge Kulturangebote wie kostenlose Museen, OpenAir-Konzerte, g\u00fcnstige Kinos und Theaterst\u00fccke. Es wimmelt von internationalen Studierenden (Valencia ist die Stadt mit der h\u00f6chsten Erasmus-Incoming-Rate in Europa). Das und der ansteigende Tourismus sind Gr\u00fcnde f\u00fcr die fortschreitende Gentrifikation und die steigenden Mieten, mit denen viele Bewohner*innen der Stadt zu k\u00e4mpfen haben.<\/p><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Das Praktikum half mir noch einmal deutlich dabei, meine Sprachkompetenz zu verbessern. Au\u00dferdem gewann ich Einblicke in die Situation von Migrant*innen in Spanien und in die Unterschiede zu Deutschland. Etwa gibt es aufgrund der Kolonialgeschichte und der gleichen Sprache viel Arbeitsmigration aus Mittel- und Lateinamerika, was, obwohl die spanische Gesellschaft auf diese Arbeitskr\u00e4fte angewiesen ist (etwa in der Pflege), oft nur illegal geschehen kann. Die Arbeit in einem anderen Land und auf einer anderen Sprache war herausfordernd und aufregend, aber auch sehr spannend! Valencia Acoge ist erfahren im Umgang mit Praktikant*innen und die Mitarbeitenden hilfsbereit und freundlich, allgemein herrschte ein antihierarchisches, angenehmes Arbeitsklima. Ich kann ein Praktikum in Valencia und bei der Organisation auf jeden Fall empfehlen, ein Spanisch-B2-Niveau ist in jedem Fall hilfreich.<\/p><p>[gallery ids=\"8785,8786,8787\"]<\/p><p>[gallery ids=\"8788,8789,8790\"]<\/p>[caption id=\"attachment_8784\" align=\"alignnone\" width=\"728\"]<a href=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val7.jpg\"><img class=\"size-full wp-image-8784\" src=\"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/files\/val7.jpg\" alt=\"\" width=\"728\" height=\"327\" \/><\/a> Wiederhergestelltes Plakat, nachdem es durch Vandalismus zerst\u00f6rt wurde[\/caption]<p>\u00a0<\/p><div id=\"ShortCode_Div\">[osm_map_v3 map_center=\"40.0069,0.0901\" zoom=\"5.0\" width=\"95%\" height=\"450\" post_markers=\"1\" control=\"fullscreen\"]<\/div>","_et_gb_content_width":"","footnotes":""},"categories":[207,342721,356669,368865,653],"tags":[368743,13788,52079],"class_list":["post-8782","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-berichte","category-laender","category-outgoing","category-praktikum","tag-ngo","tag-soziologie","tag-spanien"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8782","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9117"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8782"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8782\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8797,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8782\/revisions\/8797"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8789"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8782"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8782"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blogs.uni-bremen.de\/praxisschock\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8782"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}